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Hallo funnycosmos,
es tut mir leid, dass Du so eine schlimme Attacke hattest und Dir einen Krankenwagen gerufen hast. Aber Du wurdest ja offensichtlich gut untersucht und es besteht kein Grund sich jetzt gleich in das Nächste hineinzusteigern.
Jaa, ich weiß, diese Atemnot ist sehr sehr unangemehm, ABER bei einer Panikattacke kannst Du gar nicht ersticken. Du hyperventilierst wahrscheinlich, dass heißt Du schnappst wie wild nach Luft, dein Brustkorb zieht sich zusammen und wird noch enger und drückt dermaßen, deine Sicht wird verzerrt und du bekommst wahrscheinlich Krippeln oder Taubheit in deinen Armen oder Beinen. GANZ RUHIG WENN SOWAS PASSIERT
Es ist die Hölle auf Erden, dass weiß ich aus eigener Erfahrung und jeder Mensch, der an seinem Leben hängt würde sehr sehr besorgt sein. ABER: es ist harmlos, du nimmst keinen Schaden daran und vor allem, DU KANNST GAR NICHT ERSTICKEN.
Bei einer Hyperventilation atmest du einfach zuviel. Das heißt, du hast zuviel Sauerstoff in deinem Körper, der diese unangenehmen Wahrnehmungen hervorruft. Aber dadurch erstickt man nicht, im Gegenteil, du hast soviel Sauerstoff in dir, dass es noch für ein paar Kumpel reichen würde
Der beste Tipp dagegen ist, dass du versuchst laaaangsam (nicht tief!) zu atmen, sag beim austatmen ruhig "brrrrrr" oder "puhhhh" damit die Ausatmenphase länger wird. Bewegung hilft auch sehr gut, einfach im Zimmer auf und ab tigern, das hilft auch das überschüssige Adrenalin besser abzubauen. Wenn das alles nicht hilft, nimm deine hohle Hand vor Mund und Nase und atme in diese, dadurch wird es sehr schnell besser.
Das wären meine erste Hilfe Vorschläge.
Ansonsten: bist Du in Therapie wegen deiner Panikattacke? Wenn nicht, solltest Du mal darüber nachdenken. Aber bitte nur eine kognitive Verhaltenstherapie, die bringt die schnellsten und vor allem nachhaltigsten Ergebnisse. Dort lernst Du mit Deiner Angst umzugehen und durch verschiedene Experimente (z.B. bewusst erzeugte Hyperventilation) deine körperlichen Veränderungen besser zu verstehen und die Angst vor diesen zu verlieren.
Nur Mut, es kann auch alles wieder weggehen, wenn man sich traut den Kampf aufzunehmen. Ich wünsch Dir viel Glück auf Deinem Weg.
LG ckbe
@destiny: sehr gut die Idee mit der Schilddrüse. Angsterkrankungen können durch Fehlfunktionen der Schilddrüse hervorgerufen werden, also immer schön kontrollieren lassen. Aber wenn das Ergebnis negativ ist, nicht von Arzt zu Arzt rennen sondern den Bedund akzeptieren, dass es wohl doch psychosomatisch ist und den Kampf an der richtigen Front aufnehmen, sonst wird es nur frustrierend für Dich.
11.07.2011 17:57 •
#27
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