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Hallo liebes Forum,

Nach etlichen Überlegungen hab ich mich nun auch einmal hier angemeldet. Ich heiße Tom und bin 28 Jahre jung.
Das Thema "Krankheitsangst" beschäftigt mich schon seit dem ich denken. Kam damit immer mal mehr oder weniger gut zurecht. Aber es war aushaltbar.Denn früher haben sich die Krankheitsängste auch nie durch körperliche Symptome bemerkbar gemacht... bis zum Jahr 2013.

Ich versuche es einmal chronologisch darzustellen:

Ende 2013 (für cira 1 Monat)
- Muskelzucken und Missempfindungen / Angst vor ALS
- Am Ende dieses Kreislaufs landete ich in der Notaufnahme der UNIKLINIK da ich nervlich am Ende war.

Januar 2014 - Juni 2014
- Diverse Verdauungsprobleme und Schmerzen (-> Ultraschall Bauch / Stuhlprobe / Magenspiegelung / Abtasten / Blut) -> Kein Befund.
- Nach der Magenspiegelung(lt. Arzt kein Zwerchfellbruch; kein Reflux; kein Tumor; keine Magenschleimhautentzündung) legten sich die Symptome

Nach dieser Zeit ging es mir 3 Wochen körperlich gut ... bis der richtige Horror erst los ging !

Seit Ende Juni 2014
- Schleim / Fremdkörpergefühl im unteren Bereich des Halses (zum durchdrehen !)
- Gefühl nicht genug Luft zu bekommen.
- Ab und an innere Unruhe / Nervosität
- Das Ende vom Lied: So starkes Globusgefühl / Atemnot -> Notaufnahme Uniklinik. Fazit: EKG ok ; Sauerstoffsättigung 100%, Abtasten / Abhorchen ok.

Kurioses:
Kurioserweise hab ich nie wirklich beides zur selben Zeit. Auch der Zeitpunkt / Dauer des Auftretens ist willkürlich. Steuern kann ich es nicht.
Folgende Untersuchungen hab ich bereits machen lassen (Blut; EKG; 3x Kehlkopfspiegelung; 1x Schilddrüsen Sono; 1x Thorax Röntgen; 1x LuFu Test; 1x Gasrückstoßtest)
Auch hab ich deswegen trotzdem keine Einschlafprobleme und wach auch NIE davon auf.

Interessanterweise hatte ich fast 4 Wochen Ruhe davor (Ende Nov/Dez)... aber gefühlt hatte ich nicht mehr / weniger Stress als sonst...

Dieses Globusgefühl / Atemnot raubt mir den letzten Nerv. Es ist so schlimm. Man kann sich auf nichts konzentrieren und nichts macht mehr Spaß.Dazu die Angst zu ersticken.
Ich kann und möchte so einfach nicht mehr leben. Ich bin auch deprimiert weil ich nicht weiß was / wer mir noch helfen kann. Soll ich denn noch einmal zum HNO gehen ? Oder nochmal den Magen spiegeln lassen ?

Vllt. hat ja auch die Magenspiegelung im Juni irgendwas beschädigt.
Manchmal denk ich auch das vllt. ein Tumor in meiner Speiseröhre / Luftröhre sitzt
Seit Nov 2013 befinde ich mich auch in einer Verhaltenstherapie. Aber anscheinend bringt das ja nicht so viel

Was soll ich nur tun ? Geht es Euch ähnlich ? Habt ihr Ideen ?

Freue mich auf jede eurer Antworten.

Gruß
Tom

07.01.2015 13:38 • 09.01.2015 #1


8 Antworten ↓


novemberrain
Hallo Tom,

dieses Globusgefühl habe/hatte ich auch.
Anfangs habe ich mich total darauf versteift, mich selbst zu sehr beobachtet und ständig nachgefühlt, ob es noch da ist. Ganz schlimm.
Ich hatte manchmal sogar Angst etwas zu essen, weil ich ständig meinte, da bleibt was im Hals stecken und ich ersticke.

Was man tun kann?
Sage Dir, dass es nur ein Symptom der Angst ist!
Es sind Missempfindungen, die Dir Dein Kopf vorgaukelt.

Das kingt jetzt bestimmt seltsam, aber trotz dieses negativen Gefühls hilft es, wenn man einfach mal das Gegenteil innerlich übt.
Nimm dieses Kloßgefühl im Hals an. Sage Dir, okay- ich spüre es, es darf da sein !
Normalerweise tut man alles, um dieses eklige Gefühl loszuwerden (rennt von Arzt zu Arzt usw). Jeglicher Aktionismus, es unbedingt los werden zu müssen, wird es verstärken.

Nimm es an! Beachte es! Und sage Dir selbst immer wieder : DA IST NICHTS!

Alles Gute für Dich
november

07.01.2015 14:08 • #2



Globusgefühl + Atemnot

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sunny212
Ich habe das gleiche Problem, nur das ich noch dabei denke das meine Zunge zu dick ist und ich sie ständig an die Zahnseiten presse.
Aufhören kann ich auch nicht damit und es macht mich wahnsinnig.
Es ist so schlimm ständig zu denken man erstickt.

Gruß

07.01.2015 22:11 • x 1 #3


Nev3rMind
Mal eine Frage nimmst du Antipsychotika oder Antidepressiva? Ich hatte diese Symptome auch als ich Antipsychotika bekam nach dem Absetzen, hat es ca ein halbes Jahr gedauert bis ich wieder weitestgehend beschwerdefrei war. Teilweise habe ich ie heute immernoch aber sehr selten und meistens auch nur dann wenn ich draußen war und meine Psyche "arbeiten" musste.

Oder wenn ich sehr lange Zeit nicht draußen war, das kann auch passieren,. Apropos meine Psyche erinnert sich durch deinen Thread wieder.

08.01.2015 00:01 • #4


panier22
Da hat mir meine verhaltenstherapie geholfen... hatte das au richtig schlimm habe ich auch heut nich gelegentlich hab aber deshalb keine attacke... ich finde verhaltenstherapie hilft da sehr ... ich persönlich mag keine medus nahm aber auch welche in der anfangszeit bis ich lernte wenn sowas kam einigermaßen damit umzugehen...

08.01.2015 01:02 • #5


Hallo,

vielen Dank für Eure Nachrichten.

@Panier22
Wie lange hast du diese Therapie gemacht ? Und welche Techniken hast du für das Globusgefühl erlernt ?

@Nev3rMind
Nein ich nehme keinerlei Medikamente. Hattest du dieses Gefühl einfach als Nebenwirkung hingenommen ? Oder hast du dich auch untersuchen lassen ?

@sunny212
Seit wann hast du mit dem Globusgefühl zu kämpfen ? Wie äußert sich das bei dir ? Dauernd ? Erzähl doch mal ein wenig

@Novemberrain
Wie hast du es geschafft das Gefühl zu besiegen ? Was hat dir am meisten geholfen ?

Gruß
Tom

08.01.2015 13:55 • #6


Nev3rMind
Hingenommen, ja das musste ich ja zwangsläufig bis das Medikament aus dem Körper war. Dann habe ich dem Arzt mal meine Meinung kundgetan zu den Nebenwirkungen, da ich nahe am Suizid stand, daraufhin wurde ich eine Woche später aus der Klinik entlassen.

Ich hasse Ärzte, sind eigentlich auch nur Vertreter einzelner Pharmaunternehmen in unterschiedlichen Anzügen. Und wie gesagt nach einem halben Jahr waren die meisten Symptome davon weg bzw nurnoch schwach ausgeprägt. Und dieser Arzt sollte mir nicht nochmal über den Weg laufen, gott wie ich ihn hasse. Selber ein Krüppel der kaum laufen kann, aber dann angeblich anderen "helfen" wollen.

Ob und wann ich Medikamente nehme entscheide ich mit Sicherheit niemand anders. Außer wenn ich nicht mehr zurechnungsfähig wär durch Schizophrenie o.Ä.

09.01.2015 00:19 • #7


panier22
Also gelegentlich hab ichs zwar noch.. aber selten... mei therapeutin hab ich seid 2 1/2 kahren dulegst dich zb hin spürst deine atmung und konzentriest dich auf was anderes zb wo dein körper auiegt spannst ein paar muskelgruppen an und entspannst sie wieder... yoga und gezielte bauchatmun... und natürlich gespräche mit meiner therapeutin

glg

09.01.2015 17:10 • #8


Romulus100
Das mit der gefühlten Atemnot kenne ich nur zu gut. Habe irgendwie das Gefühl, dass wenn die Zunge locker im Mund liegt, irgendwie beim durch die Nase atmen die Luft auch durch den Mund gezogen wird. Ganz komisch zu erklären, jedenfalls endet das auch im Gefühl keine Luft zu kriegen. Wenn ich Kaugumme kaue gehts, weil ich da mit dem Mund/Zunge beschäftigt bin. Jedenfalls wenn du untersucht bist, hast du auch nichts. Meine Lunge ist zb auch komplett untersucht und ich habe auch dennoch das Gefühl.

09.01.2015 17:54 • #9




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