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Hallo ihr lieben!

wollte fragen ob das jemand kennt: also angefangen hatt alles mit einer herzneurose mit höhen und tiefen ! Nun seit jetzt ungefähr 2 wochen hab ich immer wieder so ein beklemmungsgefühl auf der brust mit atemnot!

Es fühlt sich an als drücke jemand auf die brust oder sie zieht sich zusammen!
Die atemnot ist richtig fies, man hat das Gefühl nicht richtig ein oder auszuatmen!

Natürlich habe ich alles vom doc abchecken lassen!
(5ekg,1belastungs ekg, röntgen von thorax, ultraschall lunge, herz, magen und schilddrüse,
Blut und urin untersuchung, lungenfunktionstest,3 tage ekg)
Immer alles ok!

Wollte mal fragen ob das jemand kennt?
Ist echt zum verrückt werden!

Danke im vorraus!

12.07.2014 22:28 • 14.07.2014 #1


Ich!
Ich habe das auch öfter mal und es ist genauso wie bei dir. Angefangen hat es ebenfalls mit einer Herzneurose und zwanghaftem Blutdruckmessen. Ich merke das bei mir immer wenn ich innerlich so angespannt bin, dass sichmein Bauch regelrecht verkrampft dadurch atme ich sehr flach und komme selbst bei kleineren Aktivitäten außer Atem.

Liebe Grüße

12.07.2014 22:33 • #2



Beklemmungsgefühl/atemnot!

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Hallo Cristiano,

ich kenne das Problem seit letztem Oktober. Ich hatte das Gefühl nicht richtig einatmen zu können. Furchtbar. Ich wollte tief einatmen aber es ging nicht. Habe versucht immer tierfer zu atmen bis es weh tat. Auch beim Ausatmen habe ich manchmal versucht noch weiter auszuatmen obwohl keine Luft mehr da war. Es war als wär meine Atmung aus dem Takt geraten. Hatte diese Luftnot fast jeden Tag.
Irgendwann bemerkte ich, dass mein Ruhepuls schneller als früher war. Also dachte ich, dass die Luftnot bestimmt durch Herzprobleme ausgelöst wurde. Wurde dann beim Internist durchgecheckt (Blut wurde abgenommen, ich wurde geröntgt und ein Ruhe-EKG wurde angefertigt) und mit einen Organen war alles i.O.. Nur der schnelle Ruhepuls wurde festgestellt.
Also war ich etwas beruhigt. Trotzdem bestand das Problem mit der Atmung weiterhin.
So... Nochmal zurück auf Anfang.
Der Moment in dem ich das aller erste Mal das Gefühl hatte nicht durchatmen zu können, war der Moment als mir bewusst wurde, dass ich mein Studium nicht packen kann (da sprach mein Selbstzweifel, in Wahrheit fand ichs nur nicht mitreißend genug). Zwei Semester hatte ich in den Wind gesetzt und ein Wartesemester würde vor mir liegen, da ich mich nur zum nächsten WS hätte bewerben können. Ich hatte in dem Moment eine wahnsinnige Last, Schuld, Enttäuschung, Zufkunftsangst gespürt. Jetzt schätze ich mich sehr glücklich, meine Luftnot zu diesem Moment zurückführen zu können. Denn ich bin sehr skeptisch, wenn es darum geht körperliche Symptome mit psychischen Problemen in Verbindung zu bringen. Das kann man sich einfach nicht vorstellen. Atmenot, Schwindel, Herzrasen? Sowas muss doch eine organische Ursache haben? Tja, muss es wohl nicht.

Seit ca. 3 Wochen habe ich kein Problem mehr mit der Luftnot und mir fallen drei Gründe dafür ein.
1. Ich wurde vor einem Monat zu meinem Wunschstudium zugelassen.
2. Ich bekam vor 5 Wochen Schwindel und achte seitdem mehr auf meinen Kopf (hauptsächlich Augen und Gehirn).
3. Ich habe mit Ashtanga Yoga begonnen. Die Übungen werden im Einklang mit der Atmung durchgeführt und sind mitunter schweißtreibend und für ängstliche und unsportliche Leute wie mich eine Herausforderung. Beim ersten Mal war ich soooo schlecht... Beim zweiten Mal hats aber Spaß gemacht und ich habe Lust darauf mich zu verbessern: biegsamer zu werden, stärker zu werden.

Meine Tipps für dich: Überlege dir, was dich bedrückt. Was raubt(e) dir den Atem? Was sitzt (/saß) dir schwer auf der Brust? Gab es etwas das dich belastet hat, was dir im Moment vielleicht garnicht mehr aktuell erscheint? - Fang an dich zu fordern. Körperlich, geistig, egal wie. Da du aber vielleicht, so wie ich, ein Problem damit hast deinem eigenen Körper zu vertrauen, wäre eine sportliche Betätigung u.U. vorteilhafter. Falls du schon sportlich unterwegs bist, könntest du dir überlegen eine weitere Sportart auszuprobieren die du als Herausforderung ansiehst.

Alles Gute. Du bist gesund, fang etwas mit dieser Gesundheit an.

12.07.2014 23:09 • #3


Danke für eure antworten!

Nils: ja bei mir war es auch immer wieder dieses puls messen! Bekomst du deine atembot in den griff?


Nachdenkliche: danke für deine ausführliche antwort toll das du deine atemnot im griff bekommen hast!
Ja ich weis nicht genau was mich bedrückt, und sport hab ich immer schon gemacht nur jetzt zur zeit nicht viel eben wegen dieser atemnot! Wie war es bei dir mit sport und diese atemnot?
Vieleicht bedrückt mich auch das ich eben nicht mehr so viel sport mache!


13.07.2014 08:27 • #4


Zitat von Cristiano:
Nachdenkliche: danke für deine ausführliche antwort toll das du deine atemnot im griff bekommen hast!
Ja ich weis nicht genau was mich bedrückt, und sport hab ich immer schon gemacht nur jetzt zur zeit nicht viel eben wegen dieser atemnot! Wie war es bei dir mit sport und diese atemnot?
Vieleicht bedrückt mich auch das ich eben nicht mehr so viel sport mache!




Ja, wenn du vorher sportlich warst und dich jetzt schonst, kann dich das natürlich belasten. Den ganzen Untersuchungen zu folge bist du gesund. Du denkst nur, du bist es nicht. Wie sollst du dir denn jetzt selbst beweisen, dass du gesund bist, wenn du dich schonst? Im Moment bestärkst du dich nur selbst in dem Glauben daran, dass du krank bist.
Ich weiss ja nicht wie häufig du Sport treibst, wenn du routiniert bist kann es sein, dass du dich während des Sports noch auf deine Atemnot konzentrieren kannst und dann wird sie natürlich nicht weg gehn. Du kannst aber trotz Atemnot Sport machen.
Also ich würde an deiner Stelle wirklich sofort wieder damit anfangen. Besser heute als morgen. Und such dir vielleicht wirklich noch eine neue Sportart. Der Vorteil daran ist nämlich, dass du dich erstmal auf die neue Sportart konzentrieren musst und während dessen nicht an die Atemnot denken kannst. Ein weiterer Vorteil ist, dass du glücklicher wirst, wenn du Erfolgserlebnisse hast und das stärkt wiederum dein Vertrauen in deinen Körper und in deine Gesundheit.

Was machst du denn normalerweise für einen Sport?

13.07.2014 13:02 • x 1 #5


Hey nachdenkliche!

Nochmals danke für die antwort, echt nett von dir!

Ja hab eigentlich immer sport gemacht und das alles , bergläufe, schwimmen, fussball, fitnessstudio,
Tennis... einfach was sich so ergeben hatt!
Ich war genau das gegenteil von dem was ich jetzt bin!
Ich war immer voller power und energie!
Dann war dieses einmalige herzrasen im jänner (da fing alles an mit der angst) und jetzt diese atemnot!

Hauptsächlich spiele ich fussball im verein und geh ins fitnessstudio!
Aber so richtig spas macht mir das alles nichts mehr!
Früher konte ich es kaum erwarten bis di nächste trainingseinheit war und jetzt bin ich froh wenn es vorüber ist und es nicht zu streng ist!

Es ging mir 1 monat richtig gut und ich war fast der alte, aber nun wieder diese atemnot!

13.07.2014 20:36 • #6


Nichts zu danken.

Vielleicht war das Herzrasen im Januar ja eine Panikattacke? Gabs damals etwas um das du dir Sorgen gemacht hast?

Ich bin keine Therapeutin aber ich kann mir vorstellen, dass du im Januar eine erste Panikattacke mit Herzrasen hattest und du hast in diesem Moment garnicht gewusst, dass es eine war. Das Herzrasen hat dich so verunsichert, dass du dich auf dein Herz fixiert hast. Die Herzneurose hast du überstanden (Wie genau eigentlich? War es plötzlich vorbei? Haben dir die Untersuchungen Sicherheit gegeben?) aber du bist noch sensibel für die Abläufe in deinem Körper. Vielleicht hältst du manchmal unbewusst den Atem an, wenn du gerade angespannt bist. Du bemerkst es und das bringt dich durcheinander. Du versuchst deine Atmung zu kontrollieren aber verkrampfst dabei, weil du Angst hast, dass dir etwas passiert, wenn du nicht richtig durchatmen kannst. Das sind alles nur Vermutungen, beruhend auf eigener Erfahrung.

Du schreibst, dass du früher sehr abwechslungsreichen Sport betrieben hast. Heute spielst du "nur" noch Fussball und gehst ins Fitnessstudio. Du könntest also wieder Abwechslung vertragen. Gibt es in deiner Nähe vielleicht einen Tanzverein oder so? Tanzen ist echt super, wenn du dich von der Angst lösen willst. Man kommt ins Schwitzen (z.B. beim Zumba) und muss sich auf die jeweiligen Bewegungsabläufe konzentrieren. Dabei vergisst du irgendwann deine Atmung. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es eine große Überwindung wäre, als Mann mit lauter Frauen z.B. Ballett zu tanzen. Aber es würde sich lohnen und macht total viel Spaß.

Wenn du etwas Kohle übrig hast, könntest du dir auch mal bei einem Physiotherapeuten eine Mass. geben lassen. (Ich zahl bei meinem für 25 Minuten 15€.) Vielleicht bist du durch die Angst verspannt und das kann die Atemnot natürlich noch verstärken.

Achso und was auch helfen kannst ist, wenn man einfach mal weint. Ich persönlich unterdrücke Gefühle ganz oft, weil ich sie nicht für angebracht halte. Jetzt versuche ich sie auszuleben und das befreit. Es gibt auch noch Wut, Trauer, Freude und andere Emotionen die man zu Gunsten der Angst vernachlässigt. Es ist schwer Wut oder Freude zu empfinden, wenn man dafür gerade keinen Grund hat. Wenn man aber mal eine Weile für sich alleine versucht zu weinen, klappt es meist. Versuchs mal. Du scheinst ja auch traurig zu sein. Jedenfalls postest du traurige Smileys, am Ende deiner Nachrichten. Du hast ja auch einen Grund traurig zu sein. Du kannst gerade nicht du selbst sein und das ist sehr schade... Wenn ich mal weine endet es darin, dass ich lächeln muss und neuen Lebenswillen in mir spüre. Vielleicht hilft dir ja der ein oder andere Tipp.

14.07.2014 12:28 • #7


Hey nachdenkliche

Echt toll und nett wie und was du immer schreibst!

ja also ich weis nicht ob das meine erste panikattacke war, mein doc wo ich war meinte es könnte vom stress und vielen koffein und training + sauna alles an einen tag kommen!
Dann hab ich eben über herzrasen gegoogelt und natürlich alles mögliche gelesen!
Und so ist dann meine angst enstanden!

Und ich will jetzt nicht behaupten ich hb meine herzneurose zu 100% besiegt, aber ich hab sie im griff und achte nicht mehr so stark auf mein herz!
Beruhigt hatt mich eigentlich der sport den ich zwischendurch wieder gemacht hab da hatte ich wieder vertrauen zu meinen körper!

Und nun ist das eben mit dem atem (das hatte ich dafor auch schon)
Das war auch verschwunden!

Aber diese gedanken sind immer ein wenig gebliebe(was ist wenn, vieleicht bekomm ich einen Herzinfarkt oder lungenemboli usw)
Man kann nicht klar denken den tag über!

Das leben ist sonst schon kurz, dann auch noch mit diesen gedanken und dieser angst...

Auf jeden fall find ich deine idee mit dem neuen sport gut ich werd mal schauen was es so in meiner umgebung gibt!


achja vieleicht hast du da auch eine antwort: meistens muss ich dann rülpsen wenn diese atemnot da ist und danach geht es schon besser, ist das auch alles psyche?

Und wie geht es dir eigentlich? Hast du noch welche symptome oder probleme?

Danke nochmals für deinen netten beitrag

14.07.2014 14:30 • #8


Hey Christiano,

ja ich lenke mich ab ich male oder gehe an der frischen Luft spazieren, das hilft eigentlich immer

14.07.2014 20:53 • #9




Dr. Matthias Nagel