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Eigentlich ist das Thema "Angst vor Krankheiten" seit 13 Jahren keines mehr, aber es scheint wiederzukommen und ich bin derzeit nicht sicher, ob berechtigt oder absurd.

Begonnen hats vor 3 Wochen nach einer Behandlung mit FOGGER (wer Tiere hat, wirds kennen; es ist ein Insektizid zur Wohnungsbehandlung gegen Flöhe - ein wahres Teufelszeug ), bei dem alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen, dass mans nur ja nicht einatmet usw.

Okay, ich war übervorsichtig, dennoch aber kann man nicht vermeiden, dass es in den Teppichen bleibt - langer Rede, kurzer Sinn:

Einen Tag nach Anwendung bekam ich erst einmal Halsweh und den Tag darauf Husten. Da gleichzeitig hier eine Grippe dieser Art grassiert, dachte ich mir nichts dabei, aber nun gehts in die 3. Woche und die gestrige Nacht war SO übel, dass ich heute freiwillig einen Arzt konsultieren werde (und DAS will echt was heißen - normalerweise bekommt mich niemand in eine Praxis), denn das Ganze wird eher schlimmer denn besser.

Das einzige, was fehlt, ist Atmennot, aber sonst passt alles zum Asthma - der zunehmende Husten (vor allem nachts, aber auch tagsüber und draußen in der Eiseskälte), der festsitzende Schleim, der sich nur schwer löst (Auswurf allerdings klar), gestern nach ein Engegefühl im Brustbeinbereich, das erst nach mühsamem Abhusten von etwas Schleim verschwand (allerdings bekam ich dennoch gut Luft und konnte auch gut ausatmen), Kloßgefühl im Hals -

Könnte natürlich auch echt eine chronische Bronchitis sein - aber allein die Tatsache, dass ich mich (wieder) SO ausgiebig damit befasse (ich hätte es noch vor ein paar Monaten weitgehendst ignoriert; einfach weiter inhaliert, Pflanzentropfen geschluckt und gewartet, dass es von allein aufhört), lässt mich befürchten, ich rutsche wieder zurück in die Hypochondrie

ICH WILL DAS NICHT!

Ich will es auch weiter ignorieren können; es wird schon aufhören wie immer, meinen Tieren gehts gut nach dieser FOGGER - Behandlung, also warum sollte ich da was abbekommen haben, vorsichtig genug, wie ich war - ich will nicht zum Arzt, will nicht an Asthma denken (ich hatte NIE Asthma

Vermutlich, weil ich seit kurzem ein kleines Hundi hab, das nirgendwo hin könnte, wenn mir was zustieße - seitdem kommen diese Ängste wieder zurück. Mein alter Kater kann zu einem meiner Kinder, aber den Hund kann keines von ihnen nehmen und was soll denn aus ihm werden, wenn....

Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Ich find mich grad ja selbst total bescheuert, aber ich hab dennoch einfach ANGST

Sinead

29.11.2010 09:33 • 09.12.2010 #1


19 Antworten ↓


Hallo Sinead,also ich denk ich kann Dich erst mal beruhigen was das Asthma anbelangt.Du hättest auf jeden Fall Atemnot und so wie Du es beschreibst denk ich eher an ne PA od einfach Angstzustand (auch wegen dem Hundi).Natürlich wär es besser das beim Doc abklären zu lassen Du kannst Dir aber auch eion schleimlösendes Präparat aus der Apotheke holen.Denk nicht das es was Schlimmes ist eher ne Erkältung.Gute Besserung

29.11.2010 09:42 • #2



Asthma Behandlung mit Fogger

x 3


Meine Ärztin hat deine Diagnose bestätigt. Aber das ist nicht das eigentliche Problem - es ist, dass die ANGST vor einer Krankheit ÜBERHAUPT wiedergekommen ist

Noch vor Monaten hätte ich entnervt ob der Dauerhusterei den Kopf geschüttelt - und es sonst einfach ignoriert. Und nun das....

ICH WILL DAS NICHT MEHR, ich will nie wieder in dieses grauenhafte Hypochonderdasein zurück!

Über 40 Jahre lang JEDEN EINZELNEN TAG TODESANGST - wörtlich zu nehmen und es fing schon als ganz kleines Kind mit ca. 8 Jahren an - das Grauen pur.

Ich will das nie wieder und sehe mich doch erneut darauf zusteuern. Und wehre mich verzweifelt dagegen.

30.11.2010 12:51 • #3


Hallo Sinead,sag mal bist Du eigtl in Therapie?

30.11.2010 12:54 • #4


Hallo Sinead

Zitat:
Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Ich find mich grad ja selbst total bescheuert, aber ich hab dennoch einfach ANGST


Darüber brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen.

Das geht allen so die an Hypochondrien leiden.


Zudem kannst Du auch nicht erwarten, dass Deine Hypochondrie mit einem Schlag weg ist.

Es gibt zwar Fälle in denen die Hypochondrie tatsächlich von einen Tag auf den Nächsten verschwindet. Aber häufig gibt es auch immer wieder kleine Mini-Rückschläge die immer schwächer werden und in immer größeren Abständen auftauchen. Bis sie dann ganz verschwinden.

Irgendwann wird Deine Hypochondrie weg sein und Du wirst den Eindruck haben als hättest Du nie dieses Problem gehabt.

30.11.2010 23:56 • #5


Sie WAR allerdings vor 13 Jahren zu Pfingsten von einer Minute auf die andere weg. Befreiuung ad hoc nach einem Riesenschrei zu Jesus (ja, ich bin Christ).

Und sie blieb weg - und die TODESangst ist immer noch weg, aber ich habe nun Sorge, mit dieser Zunahme der Angst, krank zu werden (und dann nicht für meine Tiere mehr sorgen zu können; ich habe wie erwähnt ja niemanden, der mir helfen würde), wiederkommen könnte...

Und wehre mich dagegen mit aller Kraft, weil ich das einfach nicht zulassen will - aber vielleicht sollte ich eher genauso loslassen in Gottes Hand wie damals, als diese Angst VÖLLIG verschwand...

01.12.2010 09:49 • #6


Zitat von Sinead:
Und wehre mich dagegen mit aller Kraft, weil ich das einfach nicht zulassen will - aber vielleicht sollte ich eher genauso loslassen in Gottes Hand wie damals, als diese Angst VÖLLIG verschwand...


Danke

Dieser kurze Satz hat mir gerade sehr viel Kraft und Hoffnung gegeben.

Das erinnert mich stark an ein Erlebnis dass ich als Kind hatte, dass mir heute noch Kraft gibt



Noch vor wenigen Jahren hatte ich jede Nacht vor dem Einschlafen meditiert und mir dabei vorgestellt, dass ich auf Gottes Hand liege und in den Himmel empor gehoben werde. Das gab mir jedesmal ein Gefühl von unbeschreiblicher Harmonie und grenzenlosem Vertrauen.

Vielleicht werde ich geheilt wenn ich wieder dahin zurück komme.

(ich brauche scheinbar einfach mehr Gottvertrauen)


Aber diese verdammte Symptom-Hypochondrie macht mir zurzeit dermaßen zu schaffen, dass ich zurzeit an nichts anderes mehr denken kann. (ich habe gerade schrecklichen Schüttelfrost)

01.12.2010 10:02 • #7


Noch einen kleinen Mutmacher: Meine Angst ist wieder fort. Ich habe es genauso wieder Gott hingelegt und darüberhinaus bin ich nun dabei, einfach dafür zu sorgen, dass im Falle eines Falles (denn natürlich schützt mich das nicht vor Krankheiten, was aber auch nicht das Problem an sich war/ist) die Tiere versorgt sind (denn DAS war die eigentliche Angst - dass sie hier hilflos zurück bleiben, weil ich niemanden hab, der das überhaupt bemerken würde....).
Nun kann ich wieder gelassener meinen Dauerhusten seit 4 Wochen sehen, entspannt schauen, wie lang ich noch lebe, weil ich spüre, mein himmlischer Vater wird sich um das kümmern, das zu regeln mir nicht möglich ist - und den Rest, den kläre ich halt ab.
God is great - danke, dass ihr mir zugehört und reagiert habt, denn ihr habt dazu beigetragen, diese Ängste wieder ins normale Level zu rücken. Thanks!

Annalis

03.12.2010 11:56 • #8


Freut mich für Dich, dass Du diesen Fortschritt gemacht hast.

Wenigstens kann man sich immer noch auf Gott verlassen.


Insgesamt ist es generell unsinnig sich über irgendetwas Sorgen zu machen. Alles liegt in Gottes Hand.

03.12.2010 12:03 • #9


mir geht es leider wieder etwas schlechter


ich will endlich wieder gesund werden

03.12.2010 12:14 • #10


Tja, das würde ich allerdings auch gern - auch wenn diese Angst nun fort ist, meine Depressionen sind ja nach wie vor da und das in ziemlicher Härte. Aber sie werden ihren Sinn haben - mehr nevt mich derzeit der nicht endende Husten. Ätzend

03.12.2010 22:14 • #11


Zitat von Mr.Froussard:
Freut mich für Dich, dass Du diesen Fortschritt gemacht hast.

Wenigstens kann man sich immer noch auf Gott verlassen.


Insgesamt ist es generell unsinnig sich über irgendetwas Sorgen zu machen. Alles liegt in Gottes Hand.




Hey - das IST es! Und warum MACHEN wirs dann trotzdem? Weil wir MENSCHEN sind. Sicher ist es toll, wenn man genau dahin kommt - ich hatte einmal das Privileg, einen solchen (schwerkranken - ALS -) Menschen kennenlernen und bis zum Tod begleiten zu dürfen und es hat mich nachhaltig berührt.

Aber die meisten Menschen HABEN Angst - Jesus selbst sagte es uns ja: "In der Welt habt ihr Angst" (mit dem tröstlichen Zusatz: "Aber seid getrost, ich habe diese Welt überwunden" und damit all das Leid und die Angst und den Tod) - und KEINER sollte sich dieser Angst schämen müssen.

Du nicht, ich nicht, all die anderen hier im Forum, die verzweifelt innere Ruhe suchen, nicht.
Sondern (sofern er gläubig ist) der Einladung Jesu folgen, der sagte: "Kommt her zu mir all, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken" Ein Wort, das mich immer wieder zum Weinen bringt, soviel Trost ist für mich darin.

Vielleicht ja auch für dich...?

Shalom, Froussi!

05.12.2010 09:31 • #12


So, aber nun mal zurück zum Thema Krankheiten: Sagt mal, weiß jemand, ob man Keuchhusten ZWEIMAL kriegen kann??

So allmählich kommt mir dieser nun in die 4. Woche gehenden Husten, der irgendwie anders verläuft als ein normaler Erkältungshusten, doch spanisch vor und nach einer fiesen Hustenattacke gestern Abend, bei der ich gar nicht mehr wusste, wann eigentlich Luft holen (war einfach keine Zeit dazwischen dafür ), km mir erstmalig der Verdacht auf Keuchhusten.

Ich hatte ihn zwar schon einmal als Kind, aber das ist ja bei meinem Alter nun schon 50 Jahre oder so her und möglicherweise sind die Antikörper inzwischen futsch und so....

Ich muss ja echt selbst grinsen , denn eigentlich hält man das ja immer für eine Kinderkrankheit, aber wie ich nun mal nachgegoogelt hab, ist dem durchaus nicht so. Nur ob er mehrfach auftreten kann, das hab ich nicht heraus gefunden und so frag ich einfach mal hier nach.

Würde einiges erklären - zum einen, warum mein sonstiges "Allheilmittel" gegen Husten (Prospan) diesmal eher gegenteiligen Effekt hatte, zum zweiten, warum auch in der 4. Woche der Schleim immer noch klar ist (so er denn raus kommt, was mühsam ist) - bei einem Infekt wäre er längst grün und gelb und lila und was weiß ich was , zum dritten, warum ich zwar ob der vielen Hustenattacken (treten ja immer anfallsartig auf) etwas geschlaucht bin, aber sonst nicht wirklich krank.

Irre, wenn

05.12.2010 09:45 • #13


jelly1102
Hallo Leute,
ich brauch eure hilfe.Ich erzähle kurz.Letztes Jahr so März April fing es an,mit so einem komischen gefühl in der Brust und das gefühl schwer Atmen zu können.Lange rede kurzer sinn bin ich zur Lungenärztin ,Lungenfunktionstest.Sie meinte meine Bronchien sind leicht entzündet und bekam ein Spray mit so pulvrigem Zeug drin und ein Notfallspray.Alles wieder gut .Dieses Jahr gleiche Zeit,selbe Symtome.Wieder zur Ärztin gleiche Medis ,wieder gut auch im Urlaub im August .(muss dazu sagen habe in den letzten zwei jahren sehr viel psychischen stress.z.b.Krampfanfall Sohn,immer ärger mit dem 21 jährigen Schwager der bei uns wohnt.)wusste nach dem Urlaub wartet wieder der psychische stress.Seit dem ständig probleme mit der Atmung, mal eine Woche ruhe, mal tage wieder da.Dachte auch an meine Pollen und Gräser Allergie die ich habe ,aber jetzt im Winter blüht doch nix mehr.Kann das durch stress auch kommen?Habe immer angst was an der Lunge zu haben,aber das hätte die Ärztin doch durch den test auch feststellen können.Habe auch offt ne Herzphobie.

06.12.2010 00:37 • #14


Okay, schalten wir einfach mal um auf "allgemein"

Was du da schilderst, klingt für mich schlichtweg nach einem allergisch bedingten beginnenden Asthma. Vermutlich Pollen, wenn ich die Jahreszeit betrachte - typische Frühblüherzeit.

Sprich mit einem Allergologen und lass einen Allergietest machen - wenn man rechtzeitig eingreift, muss es gar nicht erst zu Beschwerden kommen; es gibt gute Antihistamine und Asthma - Sprays.
Dann dürften auch die weiteren Auswirkungen verschwinden.

Viel Erfolg!


Zu den Symptomen deiner "Herzphobie" müsstest du ein bisschen mehr erzählen; so ist das zu allgemein.


Sinead

06.12.2010 09:06 • #15


jelly1102
Tja wie soll ich das beschreiben,manchmal habe ich so starkes Herzklopfen oder es sticht so,dann wird es mir voll komisch als würde mich der Teufel jetzt holen,ich steigere mich natürlich dann voll rein,aber ich weiss das das von verspannter Schulter oder vom Nacken kommen kann, das weiss ich ja alles aber es fühlt sich immer alles so echt an.Das mit der Allergie ist ja alles schön und gut, aber wir haben Winter da blüht doch nix mehr und das ich eine Allergie habe gegen Pollen und Gräser weiss ich ja.Ich merke schon Nachts fehlt mir gar nix und wenn ich es spüre und mich aber wie jetzt ablenke ist nix so bescheuert ist das.Ich hätte mir damals nie zu träumen gewagt, das psyche und körper so eng miteinander verbunden sind,das heisst ,wenn die Seele schweigt spricht der Körper.Gruss Jelly

06.12.2010 09:42 • #16


Du stellst Fragen - aber im Grunde kennst du die Antwort. Was möchtest du also hören?
Ich könnte nun noch einiges dazu schreiben, aber ich habe das Gefühl, wir landen dann immer mehr auf einem falschen Gleis.

WORUM also geht es dir WIRKLICH?

Gruß Sinead

06.12.2010 12:29 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

jelly1102
Hallo,

Warum auf einem falschem Gleis ?Wir befinden uns alle auf dem gleichen Gleis.Eigentlich wissen wir doch alle worum es geht und sind trotzdem alle hier in diesem Forum um uns irgendwie aufbauen zu lassen oder zuhörer zu finden, die ähnliches erleben und du merkst das du nicht alleine bist.Auch um erfahrungen auszutauschen.Schon alleine wenn einer schreibt he du ich habe das gleiche oder ich hatte das auch das ist nicht schlimm,dann geht es dir gleich besser.
Gruss Jelly

07.12.2010 09:57 • #18


*michmalgradschäme* - es ist alles ok, der Husten klingt ab und es war einfach NICHTS. Glaub, es war einfach zuviel in diesem Jahr und das hat mich aus der Bahn geworfen. Meine Angst ist weg und ich kann mich wieder realistisch sehen - GOTT sei Dank!

Und das wünsche ich Froussie auch endlich.

Aber keine Angst - ich nehme euch schon ernst, denn ZU lange hab ich mit hypochondrischen Beschwerden gelebt.

Liebe Grüße

Sinead

08.12.2010 12:23 • #19


Thema durch - war/ist Parapertussis. Aber es hat mich gelehrt (und deshalb bin ich dankbar dafür), Obacht zu geben, NICHT wieder in das Hypochonderdasein zurückzurutschen!

09.12.2010 10:39 • #20



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