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Ach ja, diese Angst kann einen schon echt fertig machen.
Vor ein paar Tagen hatte ich plötzlich wieder mal ne neue Stelle am Körper die mir Schmerzen bereitete. Da ich mich aber in letzter Zeit einigermaßen ok fühlte, habe ich es geschafft mich nicht allzu sehr reinzusteigern und es erstmal als harmlos abzutun und ein, zwei Tage abzuwarten. Und was war es? Ein Pickel. Nichts weiter. Und wenn ich zurückdenke, vor einem halben Jahr hätte ich in der gleichen Situation bestimmt ne Panikattacke bekommen. Wegen nichts, wenn man es mal knallhart sagen möchte.
Ich kenne auch deine jetzigen Symptome. Jeder Mensch und jeder Körper ist anders, also reagiert auch jeder Mensch etwas anders. Bei mir waren es hauptsächlich die Arme, die schmerzten. Bei mir war es vor einem knappen Jahr, als ich Sommerurlaub hatte. Erholt habe ich mich auch kaum, immer war irgendwas, wie soll man da zur Ruhe kommen? Angefangen hat es bei mir mit einer Magenschleimhautentzündung. Ich habe dann so allgemeine Ernährungshinweise befolgt: Wenig Zucker, wenig Fett, kaum Kaffee, nichts Scharfes. Nach 3-4 Monaten wog ich 10 Kilo weniger. Klar, weniger Zucker, weniger Fett, sollte einen kaum wundern. Übelkeit hatte ich auch eine ganze Weile, über mehrere Monate. Teils bedingt durch meine Medikation, aber auch nach dem Absetzen der Tabletten ging es nicht ganz weg. Mein Appetit war an manchen Tagen auch bei null, habe mir nur ne Kleinigkeit reinzwengen können, damit ich auf Arbeit nicht umkippe.
Abgesehen von meiner Magengeschichte, die zwar nicht sehr schlimm ist (wenn auch sehr lästig), war ich weiter nicht krank und dennoch quälten mich hunderte Symptome. Man meint es ja eigentlich nur gut mit sich, wenn man auf seinen Körper hört, aber in letzter Zeit habe ich für mich rausgefunden, dass es mir besser geht, wenn ich manches einfach ignoriere. Natürlich schwebte oft der Gedanke im Kopf rum, dass man doch aber auch tatsächlich mal etwas Schlimmes bekommen könnte. Und dann ignoriert man das auch einfach? Nein, das glaube ich mittlerweile nicht mehr, zumindest verunsichert mich der Gedanke nicht mehr so stark. Ich denke, eine schlimme Krankheit (oder zumindest die Sachen, die mir die größte Angst bereitet haben) würde ich im Ernstfall erkennen, denn die Symptome wären bestimmt noch viel heftiger. Schließlich merke ich zur Zeit jedes kleinste Zwicken in meinem Körper, da werde ich doch was Dramatisches auch bemerken.
10.06.2018 23:44 •
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