Lymphdrüsenkrebs - Angst
Wie man an der Vielzahl meiner Posts gerade sehen kann, bin ich total in einer Angstspirale und weiß echt nicht, wie ich da wieder rauskommen soll.
Während es letzte Woche noch ganz andere Bereiche waren, die mir Angst machten, bin ich jetzt wieder voll gepackt von dem Glauben, Lymphdrüsenkrebs zu haben. Es schwankt wirklich zwischen der bloßen Angst davor und nahezu einer Überzeugung.
Ende letzten Jahres hatte ich pfeiffrisches Drüsenfieber und im Zuge dessen wurden meine Lymphknoten geschallt, wobei ich 2 Stück mit 3cm (links) und 2.6cm (rechts) am Hals hatte. Der Arzt, der das geschallt hat, meinte sie sehen 'nicht gefährlich und entzündlich aus, aber da muss man ein MRT machen'
Meine Hausärztin meinte, dass dieser Arzt immer bei allem ein MRT veranlasst und sie dafür keinen Grund sieht, solange meine Blutwerte okay sind - was sie waren.
Das ist jetzt um die 10 Monate her. Naja, die Lymphknoten sind halt immer noch da.
Ich /meine/ der rechte ist etwas kleiner geworden, der linke ist aber gefühlt immer noch genauso groß wie damals. Das Ding ist: Ich bin mir auch sicher, dass ich die schon vor meinem pfeiffrischen Drüsenfieber hatte. Ich war eigentlich da, um einen ganz anderen Lymphknoten abklären zu lassen. Die beiden sind mir nicht mal als besonders seltsam aufgefallen, obwohl sie sehr deutlich tastbar sind - was für mich dafür spricht, dass ich sie schon seit Ewigkeiten habe und als normalen Teil meines Halses akzeptiert habe.
Aber seit dieser Erfahrung, vor allem weil sie ein Wochenende mit bangem Warten auf Rückmeldung kombiniert war, hab ich extrem Angst, dass meine Hausärztin das zu locker nimmt und ich eigentlich Krebs habe.
Diese Angst verfolgte mich über die letzten Monate immer mal wieder kurzzeitig, aber war noch nie so extrem wie in den letzten Tagen.
Ich bin mir eigentlich fast sicher, dass ich Krebs habe - wenn da nicht diese kleine, rationale Stimme in meinem Kopf wäre, die mir sagt: Aber wenn du die schon so lange hast, wären sie dann nicht schon viel größer? Deine Hausärztin hätte dann doch auch Bedenken gehabt? Es wäre ja fahrlässig, das nicht zu untersuchen, wenn sie auch nur kleinste Zweifel gehabt hätte, oder? Sie hat ja nicht mal regelmäßige Kontrollen veranlasst.
Ich hab nächsten Freitag einen Gesundheitscheck bei ihr, wo ich definitiv ansprechen will, dass die Lymphknoten noch immer da sind und frage, ob es da weitere Untersuchungen geben sollte. Ich hoffe sehr, dass ich mich mit welcher Antwort auch immer sie mir geben wird, zufriedengeben kann, aber hab auch extrem Angst, dass ich das nicht kann, oder dass jetzt rauskommt: Oh ja, war doch Krebs, hättest du schon vor Monaten nochmal abklären lassen müssen.
Ansonsten habe ich im Moment auch oft Kopfschmerzen, Rückenschmerzen (Verspannung?), bin generell sehr oft müde und erschöpft, und bin die letzten Nächte verschwitzt aufgewacht - letzteres ist aber erst jetzt plötzlich passiert, nachdem ich mich wieder mit dieser Angst beschäftigt habe und es ist auch furchtbar warm hier in den letzten Tagen, also will ich das nicht überinterpretieren (kann mich aber auch nicht komplett davon abhalten, es doch zu tun).
Oh mann, wie soll ich die Woche bis zum Termin aushalten, ohne durchzudrehen? Und was, wenn sie doch was finden?