Hallo, ich bin neu hier im Forum!

Zu der Thematik: Vor 3 Wochen hab ich ein MRT mit Kontrastmittel bekommen (Dotarem). Leider bin ich erst nach dem MRT durch Zufall im Internet auf die ganze Kontrastmittelkontroverse gestoßen. Es besteht der Verdacht, dass sich diese Kontrastmittel im Körper ablagern. Ich hab die 3 Wochen pausenlos damit verbracht Studien durchzuackern, teilweise auch normales googlen, wobei mir das zu viel Panik macht.
Kurzgefasst:
Wie sind Kontrastmittel aufgebaut?
Das Kontrastmittel besteht aus einem Gadoliniumion, das an sich hochtoxisch ist. Damit dessen Giftigkeit eingeschränkt wird, wird es an ein Molekül gebunden, dem sogenannten Chelat.
Problem:
Es hat sich gezeigt, dass sich solche Kontrastmittel im Körper ablagern. (Die Frage ist wie lang?)
Es gibt zwei Sorten: lineare und makrozyklische. Die Makrozyklischen sind die Stabileren, Dotarem darunter das Stabilste. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Gadoliniumion aus seinem Molekül löst und Unfug im Körper baut ist geringer.
In Langzeitstudien an Ratten, Schweinen und Schafen wurde gezeigt, nach einmaliger und mehrfacher Applikation, dass sich die Makrozyklischen weniger anlagern, als auch nicht aus ihrer Chelatbindung kommen und keine Bindung mit Makromolekülen im Hirn eingehen, wie Lineare. In einigen solcher Studien war das Gadolinium entweder unter der Nachweisgrenze oder auf oder leicht über dem Level der Kontrollgruppe. Man geht also von einer langsamen, aber kontinuierlichen Eliminierung aus dem Hirn aus.
Klingt beruhigend auf den ersten Blick, dennoch hab ich Panik. (viele beruhigenden Studien sind übrigens von den Firmenherstellern gesponsort. Muss nichts heißen, aber naja :/)
In anderen Studien von Autopsien von Toten wurden noch geringe Mengen im Hirn nachgewiesen, wobei natürlich Zeitpunkt zwischen Applikation und Tod mit einspielen.
Was mich stärker verunsichert ist dabei die Ablagerung im Knochen. Zum einen lagern sich eindeutig mehr Mengen im Knochen ab (auch hier wieder mehr bei den Linearen als bei den Makrozyklischen) und zum anderen bleiben sie dort anscheinend auch länger. In einer Studie hab ich sogar gelesen, dass Prohance (ein andere makrozyklisches Präparat) 8 Jahre nach Applikation im Knochen nachweisbar sein soll! In der Chemie gibt's nun mal ein Gleichgewichtsprinzip und ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gadolinium niemals seinen Chelat verlässt, besonders wenn es so lange im Körper verbleiben kann. Wie sieht's aus, wenn man mal schwanger wird? Während einer Schwangerschaft gibt's immer einen leichten Knochenschwund. Dann wird das Gadolinium ja nachher an das Ungeborene weiter geben. Wie sieht es mit Osteoperose aus? Nicht, dass ich mich aufgrund dieser Unachtsamkeit vor drei Wochen hinterher in ein paar Jahrzehnten vergifte.
Normales Googlen macht die ganze Sache nur noch schlimmer. Das Internet ist voller Panikgeschichten bezüglich Gadolinium. Das macht mir richtig Angst.
Körperlich geht's mir bis jetzt ganz ok. Hatte nach der Applikation für zwei Tage geringe Rückenschmerzen, die aber weggingen und bis jetzt hab ich nur geringe Herzschmerzen, wobei ich das eher auf die Panik schiebe.
Psychisch bin ich komplett daneben, was vorallem auch daran liegt, dass ich aufgrund von Semesterferien und der Coronapanik (die nicht mal von mir ausgeht) keine sozialen Kontakte habe, die mich ansatzweise ablenken könnten.
Ich fühl mich förmlich depressiv und wie in Panik und kann keinen Tag mehr genießen.
Ich hab sogar mit einigen Bekannten gechattet, die das mehrmals bekommen haben, aber irgendwie beruhigt mich das noch nicht.
In zwei Wochen werde ich nun einen Provokationstest auf das Gadolinium machen, teuer, der wird nicht von der Kasse übernommen, aber ich hab solch eine Angst. Wenn gewisse Mengen noch da sind (die vermutlich da sein werden, wegen der verlangsamten Eliminierung) werde ich vermutlich ausleiten mittels einer Chelattherapie. Ich will das Zeugs rauskriegen.
Hat jemand von euch auch Angst vor dem Kontrastmittel oder generell Erfahrung damit oder mit Entgiftungen?
Bin da für jedes Gespräche offen und dankbar.
