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HaSy
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Hallo ihr Lieben..

Ich hoffe sehr, hier auf Gleichgesinnte zu treffen, oder jemanden, der mir vielleicht irgendwelche Tipps geben können...

Mein Problem ist Folgendes:
Ich habe unheimliche Angst vor Krankheiten (insbesondere Krebs)...
Ich muss gestehen, was auch immer ich für Symptome habe, MUSS ich mich erstmal bei Google schlau machen.
Ich versuche es immer zu unterlassen, dieses "googlen", aber wenn ich nicht nachschaue, kann ich abends einfach nicht einschlafen.
Dazu muss ich erst sämtliche Seiten im Internet recherchieren.

Aber nun mal ein Beispiel: Ich habe geschwollene Lymphknoten (die nicht schmerzen) mehrere Jahre am Hals.
Laut Google habe ich.. na was wohl? Krebs! Auf so ziemlich jeder Seite steht, wie gefährlich es doch ist usw..
Habe jedoch 2 verschiedene Hausärzte befragt (erst vor Kurzem nochmal), die dann so was sagen wie: "Nicht schlimm, hat man schon mal!"
Und das verunsichert mich dermaßen!
Anderes Beispiel: Ich habe ein Ziehen im Unterleib.. ich Google daraufhin und was kann es sein? Krebs im Unterleib z.B. ..
Ich gehe in dem Moment grundsätzlich IMMER vom Schlimmsten aus - auch wenn ich es nicht will! Ich kann nicht anders!
Dann dieser Weg zum Arzt dann - HORROR! Mein Puls auf 180.. mir ist kotzübel.. einfach furchtbar!
Und was ist es? Eine popelige Blasenentzündung. Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen?
Naja.. weil bei Google ja noch was steht von "Häufiger Harndrang, Brennen beim Pippi machen.. " usw.
Dann habe ich ja eher Krebs anstatt eine Blasenentzüdung.. Logisch, ne?!
Es gibt noch reichlich andere Beispiele, denke aber das reicht erstmal aus, damit man sich ein Bild von mir machen kann..
Im Übrigen ist mein Mann auch echt gereizt, wenn ich ihm was davon erzähle.
Manchmal fange ich einfach das Heulen an, weil ich mich wieder dermaßen reinsteigere, dann überkommt es mich..
Mein Mann sagt dann immer "Jetzt mach' dich nicht wieder verrückt, du hast kein Krebs!" oder "Übertreib nicht mit deinen Vorstellungen!" o.ä.
Er hat echt langsam Zuviel .. und das verstehe ich auch bzw. kann es nachvollziehen.
Nur ich habe keine Ahnung was ich dagegen tun kann bzw. wie ich MIR helfen kann...
Nächste Woche habe ich vlt. so starke Kopfschmerzen, dann habe ich einen Hirntumor.
Oder ich entdecke ein dunkles Muttermal, dann ist es Hautkrebs!

Das nimmt mir oft die Lebensfreude und ich fühle mich abends manchmal so, als würde ich "totkrank" in mein Bett gehen..

Ich hoffe so sehr, irgendwer kennt das Problem von sich oder kann mir einfach Tipps geben, wie ich mit dem ganzen Mist
mal aufhören kann! Das macht einem das Leben echt oft zur Hölle!

Bin dankbar für jede Antwort!

Lieben Gruß <3

13.05.2020 #1


72 Antworten ↓
Heller_Wahnsinn

Heller_Wahnsinn
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Zitat:
Der Therapeut wird sicherlich nicht einfach nur sagen, dass man nichts hat und man soll es glauben. Es ist ein Lernprozess für den Körper. Man muss Panikattacken und Ängste durchleben, beobachten, feststellen, dass sie einem nichts tun und daraus lernen, so dass der Körper allmählich keine Panikattacken mehr entstehen lässt. So hat mein Therapeut es mir erklärt und ich bin zuversichtlich, dass wir das zusammen schaffen. Ein wegreden ist das mit Sicherheit nicht, eher ein lernen.


Ich habe keine Panikattacken. Ich fühle eine bleierne, erdrückende Angst in mir, mal mehr mal weniger. Wenn eine Sache durch den Arzt geklärt ist, kommt kurz darauf woanders ein "Zipperlein" und die Angst kommt wieder.

Zitat:
Und es ist ja auch seit einem Jahr nichts schlimmes passiert, obwohl ich seit einem Jahr diese Panikattacken und Ängste habe. Und sämtliche Ärzte haben mir gesagt, dass ich gesund bin.
Mein Therapeut fängt zum Beispiel keine Therapie an, wenn er nicht von den Hauptärzten, wie Kardiologe, Neurologe, HNO und so weiter. Einen Befundbericht hat, dass ich als Patientin gesund bin. Denn nur dann ist er sicher, das es wirklich psychisch ist. Denn er möchte einen ja richtig behandeln. Ich finde es sehr lobenswert, dass er sich so absichert und das zeigt mir, dass es ein guter Arzt ist.


Das finde ich auf jeden Fall sehr gut. Kann ja nicht sein, dass eben mal alles auf die Psychoschiene abgeschoben wird. Wie war es denn, wenn während der Therapie ein neues "Zipperlein" aufgetreten ist? Konsequenterweise hätte er Dich dann auch zum Arzt schicken müssen. Dann allerdings wäre es nicht anders als wenn man keinen Therapeuten hätte, dann würde man ebenfalls zum Arzt rennen und sich beruhigen lassen, oder läuft das dann in der Therapie anders?

Zitat:
Es soll dir nicht egal sein, ob du krank wirst. Du sollst nicht ständig daran denken, dass du krank wirst.


Das stimmt, wobei ich keine Angst habe, dass ich krank werden könnte (irgendwann wird jeder krank) sondern dass ich es bin und übersehe, und dann wäre es zu spät. Wenn ich symptomfrei bin bzw nur Symptome von geklärten, harmlosen Sachen habe, habe ich keine Angst krank zu sein oder zu werden.

Zitat:
Ich sage mir, am Ende werde ich 100 und bleibe gesund und habe mein halbes Leben damit verbracht, es nicht richtig zu genießen, weil ich Angst hatte vor Krankheiten.


Auch das ist richtig, aber auch hier denke ich, es wird kaum jemand 100 Jahre alt in unseren Kulturkreisen, viele sterben bis 60, wer in guten Zustand 60 geworden ist, kann auch lässig noch mal 20 oder 25 Jahre dranhängen.

Zitat:
Mit der Blase würde ich zum Arzt gehen, wenn es schlimmer wird oder nach ein paar Tagen nicht weg ist.


Ich habe es seit einer Woche jetzt. Nicht stark, keine klassischen Blasenentzündungsmerkmale wie starker Harndrang und Brennen beim Wasserlassen, aber eben immer wieder ein leichter Harndrang, ohne stark gefüllte Blase.
Beim Urologen habe ich angerufen, Termin erst Ende April. Da habe ich jetzt schon Sorge, dass dann alles zu spät sein könnte. Mein Kopf sagt mir, entweder ist es in einem Monat von alleine weg oder ich habe den Termin, und
wenn es schlimmer wird, muß ich woanders schauen oder am Telefon rumjammern. Aber ich vermute, dass es wie häufig so läuft: Es wird nicht deutlich schlimmer, aber es bleibt wie es ist, und ich muss 4 Wochen lang mit aller
Kraft den Deckel auf der Angst halten. Mein Mann ist mir da doch eine recht große Hilfe, auch wenn er es nervig findet, lasse ich ihn für mich googeln, und er meint, bei Blasenkrebs ist das häufigste Anfangsmerkmal eine
schmerzlose Blutung, die man im Urin auch sehen würde, und ansonsten wären eher Männer betroffen als Frauen und vor allem Raucher.

Zitat:
Und dem würde ich dann auch von dem Drücken beim auf dem Bauch Liegen erzählen.


Das erzähle ich meiner Internistin nächste Woche beim DMP. Das war nämlich eher vorne in Bauchnabenhöhe seitlich und nicht in der Blasengegend.


Zitat:
Bei mir ist es so, dass ich nur Angst habe, wenn ich nicht weiß, was es ist. Als ich mir den Fuß gebrochen habe Ende letzten Jahres, bin ich fröhlich mit meinem Entlastungsschuh rumgerumpelt und jeder hat sich gewundert, warum ich trotz des gebrochenen Fuß ist eine so gute Laune habe. Ich wusste , was es ist. Aber wehe, ich habe ein kleines Pieksen in irgendeinem Finger, dann mache ich mir total die Sorgen, weil ich nicht weiß, was es ist. Wenn es dann nach einem halben Tag wieder weg ist, bin ich beruhigt.


Das geht mir genauso. Wobei mich ein Pieksen im Finger oder auch in den Gliedmaßen nicht so beunruhigen würde. Meine Schwerpunkte sind Brust- und Bauchgegend, Hals und Kopf. Aber ansonsten geht es mir auch so wie Dir, wenn etwas als was Harmloses abgeklärt wurde, bin ich damit vollkommen zufrieden, auch wenn es wehtut oder lästig ist. Ich habe einen insulinpflichtigen Diabetes, den ich gut im Griff habe und der mich nicht stört, obwohl es ja eine ernstzunehmende chronische Erkrankung ist. Solange etwas nicht gefährlich oder gar tödlich ist, habe ich keine Angst davor und komme damit recht gut zurecht.

Zitat:
Gib einem Therapeuten eine Chance. Wenn es nichts für dich ist, kannst du die Therapie jederzeit abbrechen, aber vielleicht sagst du ja, das war die beste Entscheidung deines Lebens. Du hast nichts zu verlieren.

Ich weiß auch nicht mit Sicherheit, ob es funktioniert. Aber ich will es auf jeden Fall probieren.


Ja, ich denke wirklich darüber nach und meine, dass ich es versuchen sollte. Man wird ja älter und die Beschwerden im Alter werden nicht weniger. Wobei ich sagen würde, wenn ich ein bestimmtes Alter erreicht habe, was ein "zufriedenstellendes" Alter ist, würde ich wohl etwas gelassener werden, weil ich dann nicht das Gefühl hätte, irgendwas versäumt zu haben. Dann wäre das alles ganz normal.
Zitat:
Zwar wird es nicht ausreichen wenn du eine Woche nicht googelst, aber das wäre ein Anfang. Versuche es doch einfach mal...was hast du zu verlieren? Lebensfreude ja offensichtlich nicht, da du die bereits weitestgehend eingebüßt hast. Denke doch mal andersherum "ich möchte Lebensfreude zurückgewinnen...und dafür halte ich es jetzt aus nicht zu googeln, denn das ist ziemlich einfach und das werde ich schaffen". Jeder Tag den du nicht googelst und nicht irgendwelchen unwichtigen Wehwehchen in den Vordergrund stellst, ist ein kleiner Schritt hin zu mehr Lebensqualität. War bei mir genauso. Das kann der Schlüssel zum Erfolg sein.


Auch wenn das nicht an mich adressiert ist, möchte ich darauf eingehen.

Zweifelsohne ist Google nichts für Hypochonder. Wobei man eigentlich nach Beruhigung sucht. Die einem fehlt. Es fehlt einem die Gelassenheit. Es gibt offensichtlich für Hypochonder nichts und niemanden, der sie wieder "zurechtrückt" bzw ihnen Gelassenheit und Ruhe schenken kann. Vielleicht haben andere einen inneren Mechanismus, der das übernimmt, vielleicht ist es auch das Urvertrauen, aber das hat man oder man hat es nicht.

Aber zu sagen, wer nicht googelt, gewinnt Lebensfreude zurück - das ist mMn zu kurz gedacht. Googeln ist nicht der Auslöser der Angst sondern nur noch der Verstärker. Wer nicht googelt, quält sich halt weiter mit der ohnehin schon vorhandenen Angst. Es gibt also keine Ausrufungszeichen sondern Fragezeichen. Ungewissheit. Sorge. Angst. Die geht nicht weg, nur weil man die Finger von Google lässt.

Die Frage ist, mit welcher Einstellung bekommt man die bereits vorhandene Angst weg?

Würden Bomben fallen, würde keiner von uns über eines seiner Wehwehchen nachdenken, die denn würden uns, wenn wirklich was wäre, erst in ein paar Monaten oder Jahren dahinraffen, während ein Bombenangriff aktuell und aktut bedrohlich ist.
Nun möchte man sich keinesfalls einen Krieg oder andere akute Bedrohungen wünschen.

Dennoch bleibt die Frage, wie kann man lernen, Krankheitsängste, die durch Symptome hervorgerufen werden, von Symptomen zu unterscheiden, die einen auf jeden Fall zum Arzt führen sollten?
Wie lernt man als Laie zu unterscheiden, wann es Angst ist und wann ernst?
Wie machen das andere Laien? Haben die einen Instinkt dafür? Oder ist es ihnen solange egal, bis sie eine Horrordiagnose gestellt bekommen?

25.03.2016 16:18 • x 2 #59


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A


Angst vor jedem "Wehwehchen"

x 3


B

BeJoB
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@HaSy

Wundert mich nicht das es nicht besser wird bei dir. Du hast es seit Jahren schreibst du und bist mit deiner jetzigen Einstellung nicht erfolgreich...was könntest du tun? Vielleicht versuchst du mal eine andere Denkweise?

Deine Aussage, dass du es dann sein lässt und dann hast du nächsten Tag wieder das Bedürfnis und wenn du es dann sein lässt, dann wird ja deine Angst nicht weniger, halt ich für kategorisch falsch! Natürlich wird deine Angst mit der Zeit dann weniger, da deine Gedanken weniger um die Angst kreisen und du deine Seele mit anderen Gedanken fütterst und streichelst. Zwar wird es nicht ausreichen wenn du eine Woche nicht googelst, aber das wäre ein Anfang. Versuche es doch einfach mal...was hast du zu verlieren? Lebensfreude ja offensichtlich nicht, da du die bereits weitestgehend eingebüßt hast. Denke doch mal andersherum "ich möchte Lebensfreude zurückgewinnen...und dafür halte ich es jetzt aus nicht zu googeln, denn das ist ziemlich einfach und das werde ich schaffen". Jeder Tag den du nicht googelst und nicht irgendwelchen unwichtigen Wehwehchen in den Vordergrund stellst, ist ein kleiner Schritt hin zu mehr Lebensqualität. War bei mir genauso. Das kann der Schlüssel zum Erfolg sein.

Ich finde mit deiner Einstellung machst du es dir auch leicht. Du hast es nie ausprobiert und sagst "bringt eh nix...Angst bleibt ja sowieso". Probiere es bitte aus und du wirst sehen, nach einer Woche nicht googeln, wirst du das Ziel haben noch ne Woche zu schaffen und so wird es weitergehen. Schaue in die Zukunft und finde dich ehrlich damit ab nicht mehr zu googeln. Rede dir am Anfang immer wieder zu, dass du es nicht brauchst. "Ich liebe, glaube, vertraue, bin dankbar und mutig". Sage ich mir jeden morgen vor dem Spiegel. Möglicherweise findest du auch einen Spruch für dich der dir Mut macht und der deinem Unterbewusstsein suggeriert das du gesund und munter bist.

Jetzt bist du an der Reihe. Möchtest du wirklich deine Lebensfreude zurückgewinnen? Wirklich? Dann tue was und fange damit an nicht zu googeln, mache Progressive Muskelentspannung, keine Artikel, Zeitung, Sendungen über Krankheiten, treibe Sport. Ein gesunder Geist in gesundem Körper - mens sana in corpore sano".

Gib dir Zeit, sei mutig...nehme es hin wenn es vielleicht zunächst schlimmer werden sollte, wenn dein Unterbewusstsein rebelliert. Irgendwann wirst du im Tal angekommen sein und dann geht es bergauf, bergauf mit der Lebensqualität die Stück für Stück zurückkehren wird.

Haben wir das geklärt...du bist JETZT stark und in einigen Monaten wirst du über einige deiner Beiträge schmunzeln müssen, wie dir einige Dinge derartig das Leben vermiesen konnten Smile

Wenn das nicht hilft und du es ernsthaft versucht hast ohne dich selbst zu belügen, dann kannst du dir immer noch einen Psychologen suchen...

Liebe Grüße

25.03.2016 14:31 • x 1 #56


Zum Beitrag im Thema ↓


Schnupifrau
hallo Smile
du beschreibst mich hier perfekt. mir geht es genauso wie dir.
google ist der schlechteste arzt auf der welt aber man befragt ihn trotzdem dauernd.
es IST schwer damit aufzuhören.

jeden tag hat man eine andere krankheit, jeden tag zieht/drückt und zwickt es irgendwo im körper.

eine lösung ist, sich professionelle hilfe zu holen. das MÜSSEN wir machen!
ich traue mich nie meine ärztin darauf anzusprechen Sad eigentlich dumm.

x 1 #2


H
Zitat von Schnupifrau:
hallo Smile
du beschreibst mich hier perfekt. mir geht es genauso wie dir.
google ist der schlechteste arzt auf der welt aber man befragt ihn trotzdem dauernd.
es IST schwer damit aufzuhören.

jeden tag hat man eine andere krankheit, jeden tag zieht/drückt und zwickt es irgendwo im körper.

eine lösung ist, sich professionelle hilfe zu holen. das MÜSSEN wir machen!
ich traue mich nie meine ärztin darauf anzusprechen Sad eigentlich dumm.



Hallihallo.. schoen, eine Gleichgesinnte gefunden zu haben!
Da fuehlt man sich nicht mehr so alleine...
Ich habe es schon öfters befürchtet, mit "professioneller Hilfe".. aber ich hoffe immer noch, dass es auch irgendwie anders geht.. Sad

Klar würde es einfach schon genug helfen, "Dr. Google" einfach mal nicht zu befragen.
Aber diese Hürde erstmal zu überwinden... puh! Gar nicht so einfach..
Das muss doch irgendwie zu schaffen sein.. ich hoffe immer noch so sehr weiter auf Tipps...

Lieben Gruß!

#3


Icefalki
Liebe HaSy, der einzige Tipp bei den Ängsten ist, den richtigen Arzt dafür aufzusuchen, also Psychiater oder Psychologe.

Bei Krankheitsängsten evtl..noch einen vernünftigen Gesundheitscheck durchführen und die Finger von Dr. Google lassen.

Ist leider so, und je eher, desto besser.

#4


A
Hallo dein Text könnte von mir sein!
Habe ständig immer tödliche Sachen eigentlich.
Eingebildete luftnot = lungenembolie.
Bauchschmerzen = aortenaneurysma
Benommenheit = hirntumor.

#5


alice01
Hallo HaSy,
sehe es wie Icefalki. Ist vielleicht ein schönes Gefühl hier Gleichgesinnte zu finden, weil du dich dann wieder ein Stück weit "normaler" findest, bringt dich aber nicht wirklich weiter!
Es spricht nichts dagegen sich einmal richtig durchchecken zu lassen (notfalls einfach mal ein MRT machen lassen), aber spätestens dann, ab zum Psychologen.
Du hängst da anscheinend schon sehr tief drin...

#6


H
Hey,

Ich danke euch für die Antworten..
Hatte trotzdem gehofft dass mir irgendwer sagt, ich könnte es alleine schaffen..
Wen soll ich denn da ansprechen am besten? Meinen Hausarzt? Oder gibt es vlt noch eine andere Anlaufstelle? (Wäre mir sogar lieber!)
Möchte einfach wieder meine Lebensfreude wieder haben und nicht ständig daran denken, welche Krankheiten mich alle betreffen..
Mrt und Ct habe ich bereits hinter mir.. Zwischendurch wurden auch mal große Blutbilder gemacht, da die eh benötigt wurden für bestimmte Untersuchungen.. War zum Glück immer alles in Ordnung.
Aber das heißt für mich ja nix außer in den Moment. Einen Monat später kann man ja ein total schlechtes Blutbild haben..

Ich hoffe jemand kann mir noch sagen, wen ich ansprechen müsste... Hoffe gibt Alternativen außer Hausarzt. Wäre mir echt dort mega unangenehm.

P.S. Ach so: Bei mir fliesst definitiv auch die Angst vor Ärzten ein. Insbesondere z.B. Zahnarzt (Da traue ich mich auch nicht mehr hin)!...

Danke für eure Antworten!

#7


Angstmaus29
Mir geht es genau wie dir denke direkt an das schlimmste und jeden Moment die Angst zu sterben
Ich lese auch sehr viel bei Google was meine Symptome betrifft und das macht alles noch schlimmer
Weine deswegen auch sehr viel weil ich langsam nicht mehr weiter weiß es macht einen verrückt habe ständig andere Beschwerden im Körper

x 1 #8


Schnupifrau
japp, erstmal hausarzt. da gehört natürlich ein großes Vertrauensverhältnis dazu. ich habe mich auch noch nicht getraut meine ärztin anzusprechen. ich sehe das auch so wie du, man schafft das alleine aber leider stelle ich jeden tag mehr fest, dass es nix wird. ich habe zum glück keine angst vor ärzten aber ich habe totalen bammel vor harten medikamenten bzw. den nebenwirkungen. ich habe immer irgendwas vom beipackzettel Sad

und meine 62937299 schweinehunde was dr. google betrifft, werde ich niemas los.
wenn es einfach wäre, hätten wir das problem nicht ^^

x 1 #9


H
Hmm..
Ich weiß selbst die größte Hürde die ich erstmal überwinden muss, ist dieses ständige googlen wegen jeder Kleinigkeit.
Ich versuche damit aufzuhören und zwar ab sofort. Und wenn ich es nicht schaffe, MUSS ich mir Hilfe holen. Anders wird es sonst scheinbar keinen Ausweg geben..
Man darf sich halt nur nicht selbst bescheissen dabei ^^

#10


Angstmaus29
Das mit Google kenne ich zu gut ganz schlimm bei mir habe schon oft versucht es zu lassen aber irgendwie schaffe ich es nicht

#11


triple
Ich habe schon länger in diesem Forum still mitgelesen aber jetzt möchte ich auch aktiv mitmachen... Dieser Beitrag spiegelt mich genau so wieder... Ich kann es einfach nicht unterlassen jedes Wehwehchen zu googlen und natürlich lande ich immer bei Krebs... Aktuell habe ich eine ganz schlechte Phase und weiss nicht wie ich da wieder rauskommen soll. Mein Partner nervt sich inzwischen auch schon ab mir was ich völlig verstehen kann... In den letzten Jahren hatte ich schon alles durch, MS, ALS, Lymphdrüsenkrebs, Brustkrebs, aktuell ist es Knochenkrebs... Momentan finde ich überall etwas was mir wehtut und *zack* lande ich wieder bei Dr. Google. Es ist zum verzweifeln, jeden einzelnen Tag habe ich momentan diese düsteren Gedanken. Manchmal hab ich das Gefühl es ist wie ein Zwang alles am Körper genau zu überwachen um dann wieder zu googlen. Sad Ich weiss echt nicht mehr weiter...

x 1 #12


Angstmaus29
So ist es bei mir auch jeden Tag hat man etwas anderes an Krankheiten ich hab aktuell Favouriten die mir im Koof rum schwirren an denen ich erkrankt bin das ganze googelt man dann den halben Tag und ist fest davon überzeugt... Die ALS Angst hatte ich auch ganz schlimm hatte mich da so reingesteigert gehabt das nix mehr ging
Jetzt sind es dafür Krebs in allen möglichen Körperteilen

#13


H
Zitat von Angstmaus29:
Das mit Google kenne ich zu gut ganz schlimm bei mir habe schon oft versucht es zu lassen aber irgendwie schaffe ich es nicht


Ich sag mir immer wieder.. Wenn diese erste Hürde geschafft ist.. Ist der erste große Schritt getan. Ob und wie lange ich das jetzt durchhalte bleibt abzuwarten..
Ganz optimistisch bin ich da auch nicht, wenn ich ehrlich bin aber ich versuche es zumindest nochmal mit aller Willenskraft!


@triple
Und an alle anderen Mitleser

Genau so ist es.. Mein Mann sagt auch schon mittlerweile er schickt mich bald zum Psychologen. Ich fühle mich damit angegriffen. Keiner, der nicht von solchen Ängsten betroffen ist kann es nachvollziehen, wie es uns ergeht - leider. Das ist ein echt grausames Gefühl, von Menschen in deinem Umfeld nicht verstanden zu werden.
Ich habe nebenbei noch andere Ängste, wie zb Angst vor Krieg (aber meist nur wenn ich wieder was aktuelles höre) oder Flugangst (bin auch deshalb noch nie geflogen!)
Diese Ängste sind zwar da, aber beeinträchtigen mich ja nicht tag täglich bzw befasse ich mich nicht jeden Tag damit. Aber die Angst vor Krankheiten (somit sehe ich auch immer die Verbundenheit mit der Angst vorm Sterben) ist quasi schon Routine..
Ich kann mich nur wiederholen.. Ein Teufelskreislauf! Es muß endlich aufhören. Wir wollen doch alle unsere Lebenslust zurück oder :/

#14


B
hallo
mir gehts leider auch so. alles und nichts wird gegoogelt und es kommt immer krebs raus.
der tag ist bei mir dann immer gelaufen und ich komme aus der panik nicht mehr raus.
angst zum arzt zu gehn hab ich dann auch weil ich angst hab das was schlimmes raus kommt.
zur zeit hab ich angst vor unterleibskrebs.durch stress hab ich vor meiner eigentliche periode so komische blutungen bekommen. was sagt google?gebärmutterhalskrebs. es is echt zum kotzen.

lg und stark bleiben!

#15


H
@becean

Genau so ist es.. Laut Google wären wir alle schon unter der Erde.. Mal ehrlich. Das ist echt heftig. Ich hab demnach schon sämtlichen Krebs gehabt. Und wenn ich gewisse Beschwerden hatte und es nicht aufgehört hat, habe ich mich zusammen gerissen und bin zum Arzt gegangen. Die Zeit die ich im Wartezimmer verbracht habe waren dann immer der Horror, wenn ich wieder der Meinung war eine schlimme Diagnose zu erfahren.. Oder wenn mir vorsogehalber bei der Frauenärztin Blut abgenommen wird (krebsvorsorge) wie sehr ich immer bange, dass das Telefon nicht klingelt. Wie oft ich mir das schon zusammen gesponnen hab, dass die anrufen, sagen "Kommen Sie bitte in die Praxis, die Ärztin möchte mit Ihnen sprechen!" Und es dann heißt, ich habe Krebs im Unterleib..
Schrecklich.. Einfach nur schrecklich.
Dann sagen mir Leute "Ja und, wenn du Krebs hast, haste halt Krebs. Dann kann man auch nichts machen!"..
Natürlich ist das so. Aber diese ständige Angst davor ist einfach nur zum kot***

#16


Schnupifrau
@HaSy
das mit der flugangst kenne ich auch. ich bin aber schon total oft geflogen, vor allem lange strecken. meine mutter hat immer geschlafen und ich habe mich panisch an den sitz gekrallt. also scheint konfrontationstherapie wohl nix für mich zu sein ^^
aber wenn ich nach new york will, muss ich da wohl durch. meine mutter sagt dann immer, wenn es so sein soll, dass wir bei nem flugzeugabsturz sterben, dann soll es so sein. aber mit solchen gedanken kann und will ich mich gar nicht beschäftigen. am liebsten würde ich die flugzeuge selbst steuern ^^ dieses ausgeliefert und machtlos sein regt mich auf -.-

ich habe heute auch wieder n schlimmen tag. bei mir machen sich bauchkrämpfe und das gefühl von atemlosigkeit breit. ich google jetzt mit absicht nicht.

#17

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H
Ja was soll ich sagen.. Das mit dem nicht-googlen hab ich nicht lange durchgehalten. Hab mich grad eben wieder bei erwischt. Kommt davon, wenn man immer ständig nach Krankheiten oder Veränderungen an sich selbst sucht.. Warum kann man es nicht einfach sein lassen.. Warum? Oh man oh man..

#18


Angstmaus29
Bei mir das gleiche Problem den halben Tag nur am googeln nach den Symptomen die man hat ich habe im Moment solche Angst vor Lrebs das er gestreut hat im Körper und ich deswegen die ganzen Symptome habe es macht einen verrückt irgendwann heute ist mein Geburtstag für mich eher wie ein Trauertag feiere auch nicht

#19


H
@Angstmaus29

Och Mensch das tut mir leid. Dennoch alles Liebe zum Geburtstag!
Kann es aber total gut verstehen. Und ich denke auch dass ich überall Metastasen haben könnte.
Ich lege mir meine Symptome alle passend zusammen wie einzelne Puzzle Teile. Das kann man ja für so fast ziemlich jeden Krebs machen..
Das war gestern wieder ein sch*** abend und der morgen heut nicht viel besser..
Muss auf andere Gedanken kommen und du am besten auch.
Wie alt bist du eigentlich?
Ich sehe mittlerweile ja ein, dass einem geholfen werden muss.. Allein schafft man es scheinbar nicht.. Nur da erstmal den Mut zusammen nehmen und mit meinem Hausarzt sprechen.. Ohje :/

#20


A


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Dr. Matthias Nagel
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