Pfeil rechts
1

Paniker1990w
Hey Ihr Lieben,

Heute ist es bei mir echt schlimm.

Ich bin 25 Jahre alt, weiblich, nicht Raucher und habe gelegentlich Panikattacken und Hypochondrische Züge, wie es kein Therapeut nennt. Ich HSW Probleme und kann diese gut mit Mass. unter Kontrolle halten, jedoch können diese auch Panikattacken bei mir auslösen. Bei mir ist die Größte Angst vor geplatzten Adern im Kopf, Gehirnschläge, Lungenembolien, und ähnlich tödlichem

Ich bin heute morgen schon mit leichtem Druck auf dem Kopf aufgewacht, da ich aber auch Durst hatte, schob ich es auf Wassermangel.
Natürlich beobachtet ich meinen Körper genau, Pupillen gleich, Arme heben, etc. gehören zu meinen typischen Körperchecks bei Panik.
Ich spürte einen leichten Schwindel, jedoch so gering, dass ich mir noch nicht mal sicher bin, ob ich es mir nicht eingebildet hatte.

Auf dem Weg zur Arbeit nahm der Druck auf dem Kopf zu und leichte Kopfschmerzen setzten ein und Augenachmerzen. Ich muss dazu sagen, dass ich meine Brille 2 Monate nicht getragen habe und diese seit 2 Tagen wieder trage.

Jetzt im Büro nimmt die Panik Oberhand. Mein Nacken tut leicht weh, der Druck auf meinem Kopf (oben die Schädelplatte) nimmt zu und mir ist Schindelig/Übel.
Ich möchte nicht zum Arzt, da dieser mich eh nicht mehr ernst nimmt und die Notaufnahme kennt mich auch schon

Seltsamer Weise sind beim schreiben jetzt alle Symptome weg.

Was macht ihr in so Situationen, wenn ihr eigentlich wisst, dass es ganz sicher die Psyche ist, aber auf der anderen Seite alle eure Symptome auf was schlimmes hindeuten?
Ich hätte gerne mal ein MRT oder CT von meinem Kopf, jedoch sagt jeder Arzt, dass dies unnötig ist, obwohl meine Tante mit Mitte 30 an einem Gehirntumor letztes Jahr gestorben ist. Kann man ein MRT verlangen? Oder muss ich mich damit abfinden?

23.02.2016 10:04 • 24.02.2016 #1


10 Antworten ↓


Angstmaus29
Ich kann deine Ängste nachvollziehen leide ebenfalls an Hypochondrie aber ganz schlimm und einer Angstörung
Habe seit Tagen Schmerzen im Kopf und Druck auf den Ohren denke dann auch direkt an einen Hirntumor oder Hirnblutung man befragt dann Google und bekommt den Verdacht bestätigt
Ich denke aber eher du hast nichts körperliches es sind deine Gedanken die das auslösen wie du schreibst deibe Symptome sind gerade weg beim schreiben bei einer Krankheit wären sie nicht zwischendurch weg und würden dann einfach wieder auftauchen
Bei einem Hirntumor hat man schlimme Kopfschmerzen soweit ich weiß und Ausfallerscheinungen
Wenn es dich aber dennoch nicht beruhigt dann lass dir einen Termin bei einem Neurologen geben er wird dann ein MRT veranlassen wenn er es für nötig hält damit bidt du dann auf der sicheren Seite das nichts ist
Mache mich damit auch tagelang verrückt und werde deshalb auch nochmal einen Arzt aufsuchen in der Notaufnahme kennen sie nich auch schon da wird man dann meist nicht mehr für ernst genommen

23.02.2016 10:37 • x 1 #2



Angst vor geplatzter Ader, Hienschlag, etc

x 3


Paniker1990w
Hallo Angstmaus,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich denke auch nicht wirklich, dass ich was ernstes habe. Doch ich habe immer diese "Was wenn doch"-Angst im Kopf und noch viel schlimmer diese RIESIGE angst vor dem sterben.

Nimmst du AD oder helfen dir welche?

Ich habe letztes Jahr zwei Monate welche genommen, als es gar nicht mehr ging und sie haben mir richtig gut geholfen. Auch im Moment ist der Reiz danach riesig. Mein Therapeut möchte nicht, dass ich Medikamente nehme. Im absoluten Notfall Tavor. Aber ich habe immer das Gefühl, dass Tavor mir nicht hilft.

Mit dem MRT Termin bzw der Überweisung habe ich schon bei mehreren Ärzten versucht, alle halten es in meinem Alter nicht für nötig. Es ist auch fragwürdig wie lange mich das beruhigen würde. Trotzdem würde ich gerne ausschließen ein Aneurysma im Kopf zu haben.
Das Schlimme ist, dass man im endeffekt eh nichts dran machen kann, wenn man etwas tötliches im Körper hat dann ist das so. Aber mich macht das Gefühl so wahnsinnig es nicht Kontrollieren zu können. Wie gerne würde ich einfach unbekümmert leben. Früher hatte ich absolut keine Angst vor dem Tod. Er hat für mich einfach so zum Leben gehört und inzwischen bekomme ich Panik bei dem Gedanken daran.

Gehst du noch einen "Normalen" Alltag nach? Ich gehe zwar arbeiten, aber das kostet mich schon eine menge Kraft.

23.02.2016 12:01 • #3


Angstmaus29
Ich nehme bisher keine Medikamente hatte mal zwei Tage Tavor genommen weil ich keine Ruhe mehr gefunden habe die haben sie mir dann in der Klinik mitgegeben und muss sagen damit war meine Angst wenigstens aushaltbar und ich konnte durchschlafen bis früh...


Ich selbst habe auch wahnsinnige Angst zu sterben klar müssen wir alle irgendwann gehen aber nicht jetzt schon wollte noch soviel mit meinem Sohn erleben... Naja das halte ich eher für nicht so wahrscheinlich denn Krebs kann jeden treffen egal welches Alter versuch es am besten mal bei einem Neurologen dort einen Termin zu bekommen die machen meist MRT vom Kopf dann bist du zumindest beruhigt das dort nichts ist
Ich kann auch nicht mehr normal leben alles dreht sich nur noch um schlimme Krankheiten die ich in mir habe selbst vor dem schlafen gehen hab ich mittlerweile Angst
Drei Jahre hatte ich Ruhe ohne Angst und Panik erst als Symptome wieder auftraten bekam ich die Angst und Panik wieder
Meinen Alltag bekomme ich nur noch schwer hin immer die Angst im Nacken raus gehen ist fast garnicht mehr bei mir das muss alles mein Freund machen im Moment

23.02.2016 12:28 • #4


Paniker1990w
Schön von deinem Freund, dass er es mitmacht meiner kann es allmählich nicht mehr hören und nachvollziehen

Wie hast du vor drei Jahren die Angst besiegt?

Bei Tavor habe ich immer das Gefühl, dass dan einem Tag noch eine halbe hilft und am nächsten Tag schon eine ganze nötig. Sehr gut finde ich Diazipan. Hatte ich bisher leider nur einmal vom Krankenhaus, Tavor hatte mir mein Neurologe mal eine ganze Schachtel mitgegeben.

Vielleicht sollte ich mal zu einem anderen Neurologen, mein aktueller ist gegen ein MRT.

Jetzt ist der Tag um und aus Kopfproblemen ist ein brennen in der Herzgegend geworden Damit kann ich zumindest umgehen

23.02.2016 20:08 • #5


Icefalki
Paniker, was ich nicht verstehe, warum du die Medis, dir dir geholfen haben, nicht nehmen sollst. Manchmal kann man erst, wenn die medis gut wirken, wirklich besser therapeutisch arbeiten.

Nur medis rein und nix tun, da wird es nach dem Ansetzen wieder beginnen, aber begleitend eine Therapie, das ist doch sinnvoll.

23.02.2016 20:22 • #6


Paniker1990w
Mit AD hatte ich ein ganz normales Leben, ohne Panikattacken und absolut glücklich. So wie vor dem letzten Sommer.
Mein Therapeut sagt aber, dass er mit AD nicht Abschätzen kann, ob die Therapie funktioniert. Aktuell habe ich gute Phasen und schlechte Phasen. Im Moment hänge ich in einer Schlechten Phase fest. Hatte viel Stress auf der Arbeit und sobald sich das dann entspannt fängt bei mir die Panik an.
Alles was paradox.

23.02.2016 20:40 • #7


Icefalki
Nun, ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Und du hast die auch nur 2 Monate genommen. Ist echt sehr wenig. Quasi eingeschlichen und wieder ausgeschlichen. Komisch. Aber Benzos, die hält er für besser? Kapiere ich echt nicht.

Will dich aber nicht verunsichern.

Letztendlich, wenn man es aufdröselt, liegt es in einem Ungleichgewicht der Chemie im Hirn. Zumindest bei den Panikattacken. Bei hypochondrischen Ängste bin ich überfragt.

Aber Angst ist Angst. Und die hat ihre Ursache. Ich selbst, da ich Citalopram sehr gut vertrage, habe in Belastungssituationen die Dinger genommen. Evtl. auch als Placebowirkung, war mir aber egal.

Was für eine Therapie machst du denn? Vielleicht kapiere ich es dann. Bei Verhaltenstherapie könnte ich es verstehen.

23.02.2016 23:50 • #8


Paniker1990w
Also laut meinem Therapeuten bin ich kein Hypochonder. Da die Krankheitsangst eigentlich nur auf tödliche Dinge beschränkt ist und auch nur da ist, wenn ich eine Panikphase habe. Ich bin auch nicht Monate lang überzeugt einen Tumor zu haben, sondern wenn meine HWS überbelastet ist und ich mir was ausrenke oderblockiere, dann zwickt es z.b. Im Kopf oder in der Brust. Und dann habe ich Angst, dass es nicht die Wirbelsäule ist, sondern z.b. Eine Ader geplatzt ist.
Ich finde schon das es Hypochonderisch ist. Mein Therapeut begründet es damit, dass es ja nur in Angstsituationen ist.

Meine erste Panikattacke hatte ich im Sommer (Ende Juli), nach Krankenhaus Aufenthalt habe ich mir relativ schnell eingestanden, dass es vom Kopf kommt. Anfang September bin ich dann zum Neueologen und habe Citalopram und Opipramol verschrieben bekommen, sollte ich täglich nehmen und Tavor für den Notfall. Dann habe ich mich direkt ans Telefon gesetzt und über 200 Psychologen angerufen und einen Termin für Anfang Oktober bekommen. Dort mache ich seit dem eine kognitive Verhaltenstherapie. Da ich im Oktober natürlich keine Symptome mehr hatte durch die ADs hat er mich gebeten diese auszuschleichen. Seit Mitte November nehme ich keine mehr. Vor Weihnachten wurde es Stressmäßig zu viel für mich, da habe ich einfach wieder Opipramol genommen. Mein Therapeut war 3 Wochen im Urlsub, ich hatte teilweise 70Stunden Wochen (bin selbstständig) und dazu 2-3 PA am Tag. Nach einer Woche war ich bereits wieder Beschwerdenfrei. Als er aus dem Urlaub kam haben wir das ganze wieder ausschleichen lassen und ich musste versprechen für allemal die Finger von ADs zu lassen.
Er sagt ohne Panik können wir die Panik nicht bekämpfen.
Die letzten Wochen haben mir Mass. sehr geholfen, die Rezepte sind jetzt auch wieder aufgebraucht und mehr will mir mein Arzt nicht verschreiben.

24.02.2016 08:47 • #9


Angstmaus29
Ich habe schwere Hypochondrie und kann sagen das es wirklich so ist entweder man hat monatelang Angst vor einer bestimmten schlimmen Krankheit oder eben ständig Angst vor verschiedenen Krankheiten das ist dann aber meist dauerhaft vorhanden... Bei mir ist es so ich habe immer Angst schwer krank zu sein die Gedanken sind 24 Stunden vorhanden ich mach mich damit meist so verrückt das ich kaum noch ich selbst bin bekomme Heulkrämpfe richtig schlimm denke dann immer die Ärzte übersehen hier etwas
Es könnte bei dir wirklich mit den PAs zusammen hängen da du ja schreibst das du nur Angst vor einer Krankheit hast in deiner Panik aber bei einem Hypochonder der hat eigentlich immer Angst egal wann beschäftigt sich zum größten Teil mit Krankheiten und untersucht seinen Körper ganz genau

24.02.2016 08:59 • #10


Paniker1990w
Oh man und ich finde es jetzt schon schlimm

Ich werde mein Glück mit Johanniskraut probieren.

Wie geht es dir heute? Hast du den Tag halbwegs überstanden?

24.02.2016 18:38 • #11



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Matthias Nagel