✔ Empfohlene Antwort
Liebe Laura,
wenn die Kopfschmerzen sich gleich anfühlen wie damals, würde ich davon ausgehen dass sie die gleiche Ursache haben und kein weiteres MRT vornehmen lassen. Nur wenn sie sich deutlich anders anfühlen würden, würde ich nochmals gucken lassen.
Zwischen Januar und Mai kann sich nicht so schnell etwas Bösartiges entwickeln, wovon du jetzt schon starke Kopfschmerzen hättest. Selbst wenn sich in dieser Zeit ein bösartiger Tumor gebildet hätte, wäre er jetzt noch so klein, dsas du keine Kopfschmerzen davon hättest. Solche Tumore entwickeln sich ja über längere Zeit und bis sie wirklich Schmerzen auslösen sind sie schon relativ groß. Außerdem geht Krebs mit zahlreichen anderen Symptomen einher, nicht nur Kopfschmerzen. Du hättest Übelkeit und Erbrechen, Nachtschweiß und Fieber, neuropsychiatrische Ausfälle, würdest an Gewicht verlieren und hättest ein starkes Krankheits- und Schwächegefühl. Krebs ist eine ganzheitliche Krankheit deines Organismus. Da dein Immunsystem gegen die Krebszellen kämpft, merkst du das dann auch dementsprechend. Für einen Krebsverdacht braucht es also weit mehr als "nur" Kopfschmerzen, v.a. wenn du diese schon seit Januar hast und schon kennst.
Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig beruhigen. Jetzt versuch den Tag dennoch ein wenig zu nutzen und wenn du auf Dauer die Ängste nicht weg kriegst, mach noch ein MRT; danach solltest du dir aber wirklich bewusst machen, dass diese Kopfschmerzen bei dir wohl immer dieselbe (harmlose) Ursache haben und darauf vertrauen, dass eine andere Krankheit sich auch anders anfühlen würde.
Eine 100%ige Sicherheit wirst du nie haben und als Hypochonder musst du lernen, mit dieser minimalen Restgefahr zu leben. Das ist die große Herausforderung für uns, die 100%ige Sicherheit gehen zu lassen.
LG Darcy
12.05.2020 11:59 •
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