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M
Hallo zusammen,

ich bin ein wahnsinnig ängstlicher Mensch und hab auch definitiv ein Problem mit Hypochondrie.
Aber so schlecht ging es mir nur selten…

Bei meiner Tochter (12 Monate alt) war ein Blutwert auffällig und soll in 2 Monaten wieder kontrolliert werden, ob er gesunken ist…
Die Ärztin wollte mir erst nicht sagen, was das für ein Wert ist, erst auf ständiges Nachfragen sagte sie, es wäre ein Tumormarker. Jetzt bin ich fertig mit den Nerven…. Ich kann kaum noch klar denken und nicht mehr atmen.
So etwas habe ich noch nie gefühlt…

Mein Partner macht sich natürlich auch Gedanken, aber er denkt positiv, so ist er auch von der Grundstimmung. Ich bin eben genau das Gegenteil. Bei Krankheiten ist bei mir sowieso Ausnahmezustand.

Ich weiß einfach nicht, wie ich stärker sein kann. Ich bin so schwach. Dabei hab ich ja eine Verantwortung, meinen beiden Kindern gegenüber. Aber ich hab das Gefühl, als würde ich sterben vor Angst. Mein ganzer Körper zittert und ich kann mich kaum auf den Beinen halten.

Ich weiß gar nicht, was ich mir von euch erhoffe, ich denke, ich wollte mir einfach nur alles von der Seele schreiben. Und bedanke mich fürs zuhören.

Schön, dass es sowas wie dieses Forum gibt. Hier fühle ich mich wenigstens verstanden.

Lg, Marie

18.07.2023 19:53 • 19.07.2023 #1


3 Antworten ↓


Lacrimola
Liebe Marie,

ich verstehe absolut, dass du dich gerade grausam fühlst. Ich befürchte, es geht jetzt darum, die Angst in den verbleibenden Wochen auszuhalten. Das ist extrem unangenehm, aber du hast keine Wahl. Versuche dich abzulenken, deinen Alltag aufrecht zu halten und dir immer wieder zu sagen, dass die Wartezeit auch vorübergeht und du die schlimmen Gefühle aushalten kannst, auch wenn sie unangenehm sind.

Ganz liebe Grüße
Lacrimola

18.07.2023 20:27 • #2


A


Angst um meine Tochter

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NG1966
Liebe @Marie22, an deiner Stelle würde ich erst einmal versuchen, soviel Sachdienliches zusammenzutragen, wie möglich... Damit man klarer durchblickt.

Was ist es für ein Tumormarker, welche Art betreffend? Kommt der häufiger bei Babies vor und schleicht der sich auch gern wieder aus? Wie geht es dem Baby sonst? Gut?

Ich würde versuchen (!) dafür zu sorgen, dass das Kind happy ist, sorgenfrei, dass es ihm so gut wie möglich geht und es was zu lachen hat! Das ist gut für's Immunsystem! Und auch gut für die Psyche, die auch Krankheiten wie Krebs besser abwehren kann. Mag es Karottensaft? SEHR gesund: Vitamin A (Carotin), B-Vitamine, Zink (gut für Nerven und Immunsystem) u.a. Auch sonst ist es wichtig, dass es sehr gut ernährt wird, mit guten Vitalstoffen versorgt! Muttermilch?

(Mein Ex hatte als 3-jähriger einen Gehirntumor, wurde operiert. Als Kur für alles danach quasi wurde ihm TÄGLICHER Karottensaft verordnet! Und überlebt hat er! Kann nur keinen Karottensaft mehr sehen. )

Du bist nicht ohnmächtig, du kannst immer mit tun und dafür sorgen, dass es deinem Kind so gut wie möglich geht und Einfluß nehmen. Was es auch ist. Aber dafür musst du fokussiert sein. Und die Kraft kommt, wenn man bewusst mit der Situation umgeht - sich aus der Angststarre löst und allem ins Auge blickt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet!
Je besser du für dein Kind sorgst - physisch wie auch psychisch! - desto größer die Chancen, auch Schweres abzuwenden und zu heilen... Und dieses Wissen, das musst du dir vergegenwärtigen - du hast und kannst stark sein (nach anfänglich verständlichem Schockschwächeln) und raufst du dich zusammen, weil du es MUẞT - UND WEIL ES DEIN PERSÖNLICHER BEITRAG IST FÜR DEIN BABY, DEIN KIND, dich um die Situation und seine Gesundheit mit zu kümmern. Nicht ohnmächtig abwartend, sondern unterstützend mithelfend, mit allem, was dir möglich ist!

In diesem Sinne, alles Gute dir - und vor allem für dein Baby! Du kannst das!
Falls es überhaupt soweit kommt.

19.07.2023 03:43 • x 1 #3


P
Zitat von Marie22:
Hallo zusammen, ich bin ein wahnsinnig ängstlicher Mensch und hab auch definitiv ein Problem mit Hypochondrie. Aber so schlecht ging es
mir nur ...


Ohja, das fühlt sich sicher beängstigend an, aber wie schon geschrieben, würde auch ich nochmal genau nachhören, was das für ein Wert ist und inwieweit große Sorgen berechtigt sind.

Ich finde, das Vorgehen, dass erst in 2 Monaten kontrolliert werden soll, klingt eher nicht danach...
Abrr klar, Gedanken macht man sich.

19.07.2023 04:23 • #4




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Dr. Matthias Nagel