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Hallo,
ich bin neu hier und hoffe auf Tipps von Gleichgesinnten.
So richtig, weiss ich gar nicht wie ich anfangen soll. Ich bin Mutter einer inzwischen 21 jährigen Tochter. Seit ihrem 16. Lebensjahr hat sie Depressionen, Borderline, Dissoziationen, Panikataken. Einige Kliniksufenthalte hat sie auch schon hinter sich. 3 Suizidversuche, den letzten vor 4 Wochen, hat sie auch hinter sich. Das zum Thema meiner Tochter. Sie bekommt zur Zeit wieder Hilfe in einer Klinik. Aber ich habe mich hier angemeldet, um für mich Hilfe zu finden. Ich muss mir irgendwie helfen. Und zwar mit der ständigen Angst zu leben, Tag täglich, dass sie sich umbringt. Jeden Tag habe ich Angst, wenn wieder eine Krise war und sie nicht mehr leben will. Ich kann dich nicht ständig an sie denken, was sie gerade macht, wie es ihr geht. Es geht nun schon die vielen Jahre so. Ich habe noch eine andere Tochter mit Schwiegersohn und 2 liebe Enkel und einen lieben Ehemann. Es gibt also noch andere Menschen in meinem Leben. Und doch dreht sich alles um meine kranke Tochter. Manchmal fällt mir meine Arbeit im Büro sehr schwer, da ich gedanklich nur bei meiner Tochter bin. Ich versetzte mich ganz sehr in das Gefühl, wenn sie nicht mehr da wäre. Früh, nach dem Aufwachen und Abends vor dem Einschlafen. Ich will diese Ängste und Sorgen nicht mehr. VG, Tanzmaus

18.12.2022 19:28 • 24.12.2022 x 5 #1


4 Antworten ↓


F
Hast du schon mal überlegt, in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu gehen? Sowas kann manchen Menschen helfen. Ich kenne selber jemandem aus dem Bekanntenkreis, dessen Kind auch einen Suizidversuch hatte und die wurde durch so eine Gruppe gut aufgefangen.

Wenn du selber merkst, es belastet dich zu sehr, kannst du dir auch therapeutische Hilfe suchen. Therapeuten sind auch für sowas da. Da wäre der erste Schritt zum Hausarzt und dein Anliegen schildern.

18.12.2022 21:31 • x 2 #2


A


Angst um psychisch kranke Tochter

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Hotin
Hallo Tanzmaus,

die Sorgen um Deine Tochter kann ich sehr gut verstehen. Den Tipp von Fatuu, dass Du Dir
psychologische Unterstützung und Hilfe suchen solltest, finde ich sehr wichtig.

Wenn Du zurückschaust, wie war die Entwicklung Deiner Tochter in der Kindheit?
Gab es da Auffälligkeiten? So eine starke Depression mit Suizidversuchen hat mitunter
Gründe. Weißt Du etwas darüber, ob sich Deine Tochter schon mal einem Arzt oder
Therapeuten gegenüber öffnen konnte?

22.12.2022 18:54 • x 2 #3


Hoffnungsblick
Ja, hole Hilfe für dich in der Selbsthilfegruppe und auch therapeutische HIlfe. Sorge dich erst mal um dich. Hier zu schreiben ist ein richtiger Schritt. Wenn es dir gut geht, kann es auch deiner Tochter besser gehen, weil du gelassener bist.

Versetze dich nicht in das Gefühl, dass sie nicht mehr da wäre, sondern eher in das positive Gefühl, z.B. dass du dich darüber freust, weil sich eine Wendung zum Guten abzeichnet.

Alles Gute euch!

22.12.2022 21:51 • x 1 #4


F
Zitat von Tanzmaus1967:
Hallo, ich bin neu hier und hoffe auf Tipps von Gleichgesinnten. So richtig, weiss ich gar nicht wie ich anfangen soll. Ich bin Mutter einer inzwischen 21 jährigen Tochter. Seit ihrem 16. Lebensjahr hat sie Depressionen, Borderline, Dissoziationen, Panikataken. Einige Kliniksufenthalte hat sie auch schon hinter sich. ...


Willkommen hier im Forum. Das ist bestimmt sehr schwer für dich und du musst sehr stark sein.

Ich glaube, dass du deiner Tochter helfen kannst, indem du gut für dich sorgst. Sei weiter stark.

Ich habe auch psychische Probleme und vor einiger Zeit ging es mir sehr schlecht. Ich hatte auch Selbstmordgedanken, weil ich meine Ängste nicht mehr ertragen habe. Ich wollte nicht tot sein, aber ich wusste nicht, wie viel ich noch ertragen kann.

Jetzt geht es mir besser und ich bin froh, dass ich lebe.

24.12.2022 12:09 • x 2 #5






Mira Weyer