Pfeil rechts
33

Meine sehr verkopfte Frau hatte eine für ihre Verhältnisse ungewöhnlich unbeschwerte Schwangerschaft bis ein Monat vor der Geburt unserer Tochter, als sie dann plötzlich dachte, wir hätten uns die ganze Zeit zu wenig gekümmert, hätten unsere ungeborene Tochter geschädigt. Sie hätte zu wenig Nährstoffe bekommen, zu viel Stress gehabt, meine Frau hätte zu schwer gearbeitet . Alles maßlos übertrieben, jedoch nimmt sie das immer noch so wahr: Unsere Tochter ist jetzt 5 Monate alt. Wir haben und versuchen immer noch alles Mögliche, um auf der Vernunftsebene dagegen anzugehen - vergegens.
Meine Frau ist zum Glück sofort zum Psychologen gegangen, da sie sich nicht mehr zu helfen wusste. Wir wollten nicht, dass sie schwanger Medikamente nimmt, und einen Psychiatertermin bekommt man ohnehin schwer, ohne gleich in die Klinik zu müssen. Inzwischen ist es mir gelungen, einen Termin zu bekommen, sie nimmt seit einer Woche Quetiapin, aber sehr viel besser ist es noch nicht. Sie hat wohl keine körperlichen Schmerzen mehr, sagt aber den ganzen Tag, dass sie alles falsch gemacht hat, wir unserem Kind geschadet haben, sie uns das nie verzeihen kann. Sie sagt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß wäre, dass unser Kind irgendwann einen Schaden davon tragen würde, also vielleicht in Jahren ADHS oder Ähnliches haben könnte. Das kann man ihr schlecht beweisen, dass das nicht so sein wird. Wir waren bei mehreren Hebammen, Kinderärzten, Psychologen, Bekannten . Hilft alles nicht wirklich. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen, hoffe nur, dass es besser wird, habe aber große Angst, dass bald ein Neues "Problem" auf uns zukommt. Zuerst war es die angebliche Unterversorgung im Bauch, dann die Belastung mit Stress, dann Schadstoffe in einem Baustoff, dann Chlor im Trinkwasser, jetzt schlechte Versorgung des Kindes mit Muttermilch. Und angeblich nimmt und nahm sie niemand ernst und keiner hilft/half ihr. Ich bin verzweifelt, weiß nicht, was ich noch tun kann bzw. soll.

07.07.2019 00:00 • 10.07.2019 #1


50 Antworten ↓


Gaulin
Hallo und herzlich willkommen @Tomtpm
Deine Frau scheint extreme Ängste zu haben.
Ich kann dir nur raten, sie ernst zu nehmen, Verständnis aufzubringen und versuchen sie zu beruhigen ohne ihre Ängste abzuwerten. Für sie wäre es hilfreich therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie nimmt jetzt Medikamente, auf die sie erst richtig eingestellt werden muss. Das dauert seine Zeit. Wenn die Medikamente gar nix bewirken, sollte anderes probiert werden.
Hilfreich wäre vielleicht auch herauszufinden, warum sie aufeinmal so denkt, was die Ursache ist um genau dies zu bearbeiten. Vielleicht gibt sich das aber auch wieder nach gewisser Zeit. Ich vermute hier eventuell eine Verlustangst.

07.07.2019 00:26 • x 1 #2



Angst um Tochter, schwere Vorwürfe

x 3


Hallo,

bleibt erst einmal beim Quetiapin.
Eine Woche ist wenig.
Eventuell kann man die Dosis noch steigern.
Ich weiß nicht wie viel Milligramm deine Frau nimmt.

Ich fand das Quetiapin wunderbar. Ich war so ausgeglichen,
ruhig, relaxt und geduldig. Kann überhaupt nicht alles
an positivem Gefühlen aufzählen.

Leider musste ich es absetzen. Ich bekam das Restless-Leg-Syndrom.
Ich trauere dem Quetiapin heute noch hinterher.

Ich hatte schon viele Medikamente, doch dies war das Beste.

Also einfach noch etwas warten. Gebt dem Qutiapin eine Chance.
Etwas anderes an Medikamenten könnt ihr immer noch probieren.

Jedes Medikament braucht seine Zeit bis es wirkt.

Viele Grüße und alles Gute,
Mari

07.07.2019 00:49 • #3


Hallo zusammen

und vielen Dank für Eure Beiträge.
Sie nimmt 25mg Seroquel, die geringste Dosis. Angeblich kann es gut es bis zu 2 Wochen dauern, bis die Wirkung voll einsetzt. Ein wenig besser war es gefühlt aber schon bald. Nach 3 Wochen haben wir denn wieder einen Termin, kann gut sein, dass sie dann 50 mg nehmen muss. Bis 400 Gramm kann wohl nicht in der Muttermilch gefunden werden, von daher wäre es relativ egal, da hatten wir zuerst auch Angst.
Es ist sehr schwer, jemandem nicht manchmal zu sagen, dass er bitte damit aufhören soll, weil es niemandem hilft, im Gegenteil, und dass das alles wahrscheinlich gar nicht der Fall ist. Ist das schon unangebracht? Man denk immer, dass da doch was ankommen müsste.
Sie schadet damit sich selbst, unserer Tochter, unserer Beziehung, ihrem ganzen Umfeld.
Therapie ist so eine Sache. Den Psychologen will sie aktuell nicht mehr besuchen, da er ihr wohl nicht wirklich hilft, sie nicht ernst nimmt, sich nicht auskennt (wie auch die Hebammen, die Kinderärzte, ich, alle). Unsere Psychologin, die von unseren Kinderärzten empfohlen wurde, um ein besseres Verhältnis zu dem Kind herzustellen, mehr auf sich zu vertrauen, und dass eigentlich alles gut ist, ist wohl auch keine Hilfe. Das will sie jetzt auch abbrechen.
Wir haben uns zusätzlich auf eine Warteliste für eine Familientherapie schreiben lassen, da sie mir auch sehr böse ist, weil ich sie nicht unterstützen würde, ich habe mich immer auf die Ärzte/Professoren verlassen, sie recherchiert pausenlos im Internet, liest Studien, korrespondiert mit Prozessoren ... All das soll sie aber nicht, wie alle gesagt haben, das wollte ich ihr immer ausreden, was sie mir wiederum übelnimmt. Ich habe ihr meist schon zugehört, aber immer versucht, logisch damit umzugehen, das zu entkräften.
Ich habe alle meine Hobbys eingestellt, mache seit 6 Monaten nichts mehr, außer arbeiten, mich um sie zu kümmern oder mich zu sorgen, mir den Kopf zu zermartern, obwohl ich so viel anders zu tun hätte, gern intensiver für das Kind da wäre.
Es ist so schwer, ich weiß nicht, was das richtige Verhalten ist, was ich machen soll, was kontraproduktiv ist.
Eventuell wäre eine Mutter-Kind-Klinik etwas für sie, gibt es auch bei uns in der Gegend. Ich weiß nicht, ob es gut wär. Ich gebe die beiden nur sehr ungern her, würde ich aber natürlich, wenn es gut für uns wär.
Wir sind seit 2 Wochen zu Ihren Eltern gezogen, wo sie nicht mehr so viel alleine ist, da geht's ihr jetzt auch besser, das hatte ich anfangs vergessen zu schreiben. Wir haben immer versucht, etwas zu ändern, aber ich bin mir halt immer unsicher, ob es das Richtige ist. Jetzt bin bin ich gerade unsicher, ob die Klinik nicht sofort sein sollte, ich nicht mehr länger warten sollte. Warten hat evtl. schon viel kaputt gemacht bis jetzt. Auf der anderen Seite wollte ich dem Umgebungswechsel und dem Medikament auch noch eine Chance geben ...
Was vielleicht auch noch interessant ist, meine Frau ist/war Sozialpädagogin in der Psychiatrie, kennt sich also eigentlich mit allem besser aus als die meisten, also auf jeden Fall besser als ich, das macht es mir nicht leicht, gegen ihre Argumente anzukommen. Puh! Das war jetzt etwas viel, ich hoffe, es war nicht zu wirr.

Danke schon mal für Eure Hilfe! Alleine das Schreiben bringt mir schon viel. Bin total fertig.

07.07.2019 09:19 • #4


kritisches_Auge
Wir machen hier ja eine Art Brainstorming, deshalb nimm mir bitte meine ganz andere Frage nicht übel : Hat sich deine Frau wirklich darüber gefreut schwanger zu sein, wollte sie es oder aber auch, hatte sie große Angst vor der Geburt?

07.07.2019 09:28 • x 1 #5


Gute Frage, danke. Es war ein absolutes Wunschkind, wir haben es nach Jahren endlich mit ärztlicher Unterstützung geschafft, ein Kind zu bekommen. Umso schlimmer, dass sie dann von Adoption und davon, dass wir das Kind gar nicht verdient haben, gesprochen hat, immer noch spricht, was ich und jeder klar denkende Mensch alles nicht versteht. Ich verstehe die Ängste, in einem gesunden Maß, die hab ich auch. Sie wirft sich aber "Kleinigkeiten", die keine Auswirkung haben müssen, vor, als wäre unser total gesundes Kind schon krank oder würde es bestimmtmal werden. Also, dass sie nicht ausreichend gestillt hat, als das Kind geschrien hat, sie das nicht immer richtig gedeutet hat oder überhört hat z.B.
Es geht dabei natürlich ums Kind, aber vielmehr und hauptsächlich darum, dass sie mit der Schuld nicht leben kann und weiterhin nicht "alles falsch machen" will. Denn das Kind hat da nichts davon, von diesem Selbsthass, im Gegenteil.

07.07.2019 10:01 • #6


Suizid ist als Thema erst an mich herangetragen worden, als es nicht mehr aktuell war. Die Gedanken sind wohl dem Kind zuliebe verschwunden, zuerst zurückgestellt worden. Ich glaube/hoffe, das ist jetzt definitiv kein Thema mehr. Mir wurde damals vom Therapeuten und ihr versprochen, dass sie das im Griff haben, mich informieren, wenn es sein muss. Umso mehr stört es mich natürlich jetzt, dass sie ganz aktuell nicht mehr bei dem Psychologen ist. Ich muss versuchen, einen neuen zu finden. Da bin ich gespannt, ob ich schnell einen fähigen finde. Die Wahrscheinlich ist sehr gering, denke ich, obwohl ich normalerweise eher probiere, positiv zu denken. Auch weiß ich nicht, wie ich das herausfinden kann, ob der Therapeut gut ist. Ein guter Therapeut wäre Gold wert. Habt Ihr da vielleicht einen Tipp?

07.07.2019 10:13 • #7


kritisches_Auge
Ich kann mich in gewisser Weise in deine Frau hineinfühlen.
Ein zweites Kind hatte ich mir immer gewünscht, ein Mädchen und endlich war es so weit.
Ich hatte panikartige Ängste in der Schwangerschaft, wenn sich meine Tochter einmal einige Stunden nicht bewegte, glaubte ich sie tot.

Babykleidung bekam ich von einer Freundin, sonst wurde nichts angeschafft, wenn alles vorhanden wäre, würde das Kind womöglich sterben.

Auch als die Tochter da war, hatte ich diese Ängste, nun halfen mein Mann und mein Sohn der sich rührend um seine Schwester kümmerte, er durfte nicht zum Skifahren ins Schullandheim fahren da ich Angst hatte, dann würde etwas passieren.
Ich hatte mir diese Tochter so sehr gewünscht und muss wohl davon überzeugt gewesen sein es nicht verdient zu haben, dass sich mein Wuinsch erfüllte.

Damals war ich nicht in Therapie, erst später, aber darüber wurde nicht mehr geredet.

Einen guten Therapeuten erkennt man daran dass er ganz und gar für den Patienten da ist, ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt, ihm nichts überstülpt, bleibe einfach mit uns im Gespräch.

07.07.2019 10:30 • #8


Sara80
Meiner Meinung nach sollte deine Frau in eine Klinik aber vielleicht ohne dem Baby, obwohl das jetzt schwer einzuschätzen ist was besser für die Tochter ist. Wenn es so bleibt wie es jetzt ist wird das Kind wirklich noch Probleme bekommen, weil auch kleine Kinder schon die Ängste der Mutter mitbekommen.
Versuche dich soviel wie möglich um deine Tochter zu kümmern.

07.07.2019 10:50 • x 3 #9


Die Kliniken bei uns sind (teils) chronisch überfüllt, die Arbeitsbedingungen sind fürs Personal sehr schlecht, daher ist das Personal oft entsprechend motiviert oder überhaupt in der Lage, sich richtig zu kümmern. Ich habe die große Befürchtung, dass das evtl. nicht zielführend sein könnte, das eher schlechter macht. V.a. dann auch noch die Trennung von der geliebten Tochter.
Das mit der Angstübertragung auf die Kleine, das ist auch meine große Sorge. Ich tu alles dafür, dass sie das bei mir nicht sieht, und ich habe auch kaum Angst um sie, schon alleine deshalb nicht. Auch wenn das schwer ist, wenn einem den ganzen Tag erzählt wird, dass unser Kind dies und das haben wird, weil wir schlechte Eltern waren und sind. Es sind ja auch keine Spinnereien, die Aussagen meiner Frau stimmen, das kann ihr keiner widerlegen: Es kann immer was sein, und wir haben dazu beigetragen durch unser Verhalten, dass die Wahrscheinlichkeit dafür größer ist. Übertrieben gesagt: Durch die Geburt haben wir sie schon zu Tode verurteilt. Da kann sie nicht damit umgehen.

07.07.2019 11:15 • #10


Icefalki
Zitat von Tomtpm:
um ein besseres Verhältnis zu dem Kind herzustellen,


Vielleicht, ich denke mehr um die Ecke, steckt auch unbewusste Ablehnung dem Kind gegenüber, dahinter . Das Wort Ablehnung meine ich jetzt mal ganz sachlich. Von einer Mutter wird erwartet, dass sie im 7.Himmel schwebt, und mit der ganzen Umstellung umgehen kann.

Eine Powerfrau, so wie du sie schilderst, plötzlich zuhause, und total unsicher, unglücklich, hormonell noch durcheinander und und und.

Ich sage dir, da kann man am Rad drehen. Und das Schlimme, es versteht niemand, noch nicht mal sie selbst. Alles, was du hier schreibst, liest sich: ich will das nicht. Und da ich das nie aussprechen darf, denn dann bin ich ein Monster, mache ich das (unbewusst) auf eine andere Art.

Deine Frau leidet ohne Ende. Als Sozialpädagogin in der Psychiatrie kennt sie natürlich alle schweren Fälle, die auftreten könnten. Und auch das will sie nicht erleben, nicht bei ihrem Kind. Lieber vorher schon ein Szenario im Kopf haben, damit sie irgendwie gewappnet sein könnte. Aber auch hier schreit alles nach : ich will das nicht, ich kann das nicht aushalten.

Sie ist innerlich total zerissen und quält sich ohne Ende damit.

Meiner Meinung nach kann man nur hoffen, dass sie mit dem Medi wieder ruhiger wird, und sich rational mit sich auseinandersetzen kann. Jetzt scheint es noch nicht zu wirken.

Eine andere Frage: Könnte sie wieder stundenweise oder halbtags arbeiten?

07.07.2019 11:42 • x 2 #11


Danke für Deinen Beitrag, Icefalki.
Ja, Arbeiten wollte sie ursprünglich bald wieder. Sagt auch immer wieder: "Das kann ich, da bin ich gut darin, mit dem Kind versagen wir nur."
Aber irgendwie ist sie wieder zurückgerudert, will dann doch voll für die Kleine da sein.
Ich denke auch, dass schrittweise Abstillen, Medikamente weiter einnehmen und bald wieder zumindest Teilzeit Arbeiten gehen helfen würde. Das werde ich uns auch ermöglichen, indem ich meinen Job so anpassen werde, weniger arbeiten werde, in der Zeit auf unser Kind aufpasse. Ich hoffe nur, dass das reicht und sie das dann auch macht.
Ich bin recht ungeduldig (inzwischen) und weiß nicht, ob es nicht mehr braucht, ich wieder zu spät schwereres Geschütz auffahre. Ich hätte wahrscheinlich z.B. schneller einen Notfalltermin beim Psychiater besorgen müssen, als alles anfing. Aber ich denke, jetzt ist es nicht ganz so akut, war schon mal schlimmer. Und ich will auch nichts verschlechtern.

07.07.2019 12:33 • x 1 #12


Hallo,

25mg Quetiapin sind eigentlich nichts.
Wenn man bedenkt das man bis zu 600mg nehmen kann.

Für mich hat das Verhalten deiner Frau etwas Wahnhaftes.

Ich würde auf jeden Fall einen Notfalltermin beim Psychiater machen.
Lass dich da nicht abwimmeln.
Am besten du gehst persönlich vorbei.

Wenn sie Medikamente nehmen muss, um ihren Zustand zu verbessern,
sollte sie Abstillen. Ich denke, hier sollte man Prioritäten setzen.

Viele Grüße,
Mari

07.07.2019 12:52 • x 2 #13


Icefalki
Das Blöde bei unseren Erkrankungen ist, dass sie sich der Ratio so entzieht. Und noch blöder, je intelligenter und empatischer, desto schlimmer. Als Nichtbetroffener fällst du vom Glauben ab, als Betroffener steht die Welt Kopf.

Und, da man ja nicht dumm ist, versucht man dann, rationale Erklärungen abzugeben, weil der wirkliche Grund tief im Inneren verborgen ist. Dann wird alles noch irrationaler und das Umfeld verzweifelt und der Betroffene auch.

Was man gar nicht gebrauchen kann, ist Druck. Druck bedeutet, möglichst schnell wieder funktionieren zu müssen, was aber nicht gelingt. Und das gilt auf beiden Seiten.

Auch du wirst lernen müssen, dass dieses Leben manchmal echt zum Kotzen ist, und deine Kräfte nicht ausreichen, das schnellstens wieder hinzubekommen.

Deine jetzige Stimmung liegt ein bisschen in der Richtung deiner Frau. Ohnmacht, Negativität, Hilflosigkeit, Wut. Alles verständlich, aber das bringt euch nicht weiter. Im Moment hilft nur, sich Zeit zu lassen. Viel miteinander ohne Druck zu reden. Und auch du darfst gerne deine Gefühle dabei zeigen.

Eigentlich müsste sich deine Frau hier anmelden.

07.07.2019 12:57 • x 1 #14


Hallo Mari,
wahnhaft war das anfangs, ja. Das war das, was ich geschrieben habe, da hätte man einen Notfalltermin machen sollen. Nun ist sie in psychatrischer Behandlung und wird gerade eingestellt. Bei Bedarf und Verträglichkeit wird die Dosis erhöht. In dem Zusammenhang wird dann bei Bedarf auch abgestillt.

Liebe Icefalki,

noch bevor ich gelesen habe, dass Du meinst, meine Frau müsse sich anmelden, dachte ich mir das auch, als ich das gelesen habe, was Du vorher geschrieben hast. Das alles war mir nicht so ganz klar, ich denke, Du hast recht. Sie versteift sich sehr im vermeintlich Sachlichen, aber das Problem liegt eigentlich ganz woanders. Ich war mir nicht sicher, ob ich das wieder ansprechen darf, werde es aber bald tun. Vielen Dank!

07.07.2019 13:00 • x 1 #15


Hallo,

das klingt nach einem Plan.

Ich denke das deiner Frau und damit auch euch allen,
geholfen wird.

Bin sehr erleichtert deinen Betrag gelesen zu haben.

Viele Grüße und nochmals alles Gute für euch Drei.
Mari

07.07.2019 13:08 • #16


Icefalki
Tom, du darfst alles ansprechen, wenn der Gegenüber merkt, was alles an Sorge und Liebe dahintersteckt.

Aus eigener Erfahrung habe ich auch immer zuerst gemauert, allerdings haben die Worte meines Mannes mich trotzdem erreicht. Was nicht funktioniert hat, war meine Unfähigkeit, mir fachkundige Hilfe zu holen, das hat ewig gedauert. Da ist deine Frau klüger.

Das alles braucht viel Zeit. Und eines noch. In unserer heutigen Gesellschaft wird eben Funktionieren, Erfolg, Glück und Gesundheit als hohes Mass gefordert. Dass sich da viel Überforderung breit macht, ist das Ergebnis. Und das macht einem Angst, wenn man plötzlich nimmer "richtig" funktioniert.

07.07.2019 13:31 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

kritisches_Auge
Dass 25 mg Seroquel eigentlich nichts sind, kann ich nicht bestätigen, mich haben sie vor meinen Schlafstörungen gerettet und Medikamente wirken sich bei jedem anders aus.

07.07.2019 13:41 • x 1 #18


kritisches_Auge
Vielleicht sollte sich deine Frau einmal klarmachen welch ungeheuren Belastungen Kinder ausgesetzt waren die kurz vor dem Krieg,im Krieg und nach dem Krieg geboren wurden, deren Eltern auf der Flucht waren, die in den Bunker vor Bombenalarm flüchten mussten und deren Eltern nicht genug zu essen hatten. diese Kinder müssten völlig lebensuntauglich geworden sein, was aber durchaus nicht der Fall war.

Tatsache ist, dass deine Tochter liebevoll umsorgt wird, nicht nur von euch sondern sicher auch noch von den Großeltern.

Der erste Schritt wäre getan wenn sie erkennen würde, dass ihre Ängste und Schuldgefühle nichts mit der Tochter zu tun haben, nichts mit der Realität sondern mit ihrer eigenen Problematik. Und um herauszufinden welche Problematik von ihr selber mitspielt, braucht sie einen Psychologen.

07.07.2019 15:40 • #19


Hallo,

es mag sein das dir 25mg reichen. Du hast ein Schlafproblem.

Hier berichtet ein Ehemann und ist verzweifelt.
Seine Frau und damit die ganze Familie, haben ganz andere Probleme.
Massive Probleme und leider nicht nur ein Schlafproblem.

Ein Beispiel von mir. Den meisten reicht für ihren hohen Blutdruck
eine halbe Tablette um den Blutdruck zu senken. Ich nehme acht Tabletten
täglich und mein Blutdruck ist immer noch nicht optimal.

Doch du hast recht, Quetiapin wirkt bei jedem anders.

Viele Grüße,
Mari

07.07.2019 17:55 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Mira Weyer