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SunnyBlue
Hallo ihr Lieben,
jetzt muss ich euch auch mal um Rat fragen.
Ich kann häufig nicht Schafen. Dafür gibt es verschiedene Auslöser, aber am Ende mündet alles in wahnsinniger Angst vor jeglicher Krankheit.
Mein Körper ist so in Alarm, dass jeder kleinste Kopfschmerz, jeder Zucker im Zeh dazu führt, dass ich Panik bekomme, daran sterben zu können. Und das fast jedes Mal, wenn mein Körper zu Ruhe kommt, also beim schlafen....

Was kann ich machen? Alle pflanzlichen Beruhigungsmittel hab ich durch, die können mir nicht helfen. In Therapie bin ich, aber das geht eben nicht alles so schnell....
Und das schlimmste daran ist, dass andere das von außen einfach nicht nachvollziehen können. und ich damit in den Momenten der Angst alleine bin.

Liebe Grüße
Sunny

15.10.2015 23:27 • 17.10.2015 #1


9 Antworten ↓


Hotin
Hallo SunnyBlue,

Zitat:
Dafür gibt es verschiedene Auslöser, aber am Ende mündet alles in wahnsinniger Angst vor jeglicher Krankheit.


Sind das aktuelle Auslöser, also aktuelle Sorgen, oder liegen die Auslöser
alle in der Vergangenheit?

Zitat:
Was kann ich machen? In Therapie bin ich, aber das geht eben nicht alles so schnell....


Erste Erfolge solltest Du eigentlich schnell erreichen können. Dafür ist es aber
notwendig, dass Du Dir Deine eigenen Schwächen selbst eingestehst.
Zitat:
Und das schlimmste daran ist, dass andere das von außen einfach nicht nachvollziehen können.


Könnten sie schon, aber Du wirst keinem die wirklichen Gründe für Deine starken
Ängste sagen. Brauchst Du auch nicht. Aber bei Deiner Psychologin oder Deinem
Psychologen solltest Du das mal ansprechen. Dies befreit in der Regel sehr
stark.

Zitat:
und ich damit in den Momenten der Angst alleine bin.


So lange Du keinen in Deine wirklichen Gefühle (Ängste) einweihst, bleibst du auch damit allein.
Also bist Du daran auch etwas selbst Schuld

Versuche mal, ob Du aus Deiner Schutzburg ausbrechen kannst.

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 00:06 • #2



Angst um mein Leben

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SunnyBlue
Hallo Hotin,

Danke für deine Antwort.
Ich habe hier nicht alles direkt genannt, weil ich es so einfach wie möglich halten wollte. Die Auslöser liegen in der Vergangenheit und im hier und jetzt.
Ich habe tatsächlich schon viele OP's gehabt, und habe auch eine seltene Autoimmunerkrankung, weswegen ich zumindest wegen nem Mini-Schlaganfall im Krankenhaus war. Seitdem ist eben alles anders...

Auslöser der mich darein bringt, also in diese Angst, ist vor allem Stress. Ich bin schnell gestresst, und wenn mein Körper müde wird, kommt eben die Angst...

Meine Therapeutin ist da über all das informiert und wir reden da auch drüber... Und es gibt ja auch bessere Zeiten. Aber momentan ist es eben eher wieder schwieriger...

Ganz liebe Grüße

SunnyBlue

16.10.2015 00:14 • #3


nilu
vielleicht hilft dir in solchen Momenten aufzuschreiben was dich wachhält? Hast du eine Art Einschlafritual? Kannst du mit Freunden über deine Angst reden?

16.10.2015 01:03 • #4


Hotin
Hallo SunnyBlue,

da Du schon einige Gesundheitsprobleme hattest, ist es verständlich,
wenn Du Dir Sorgen (Angst) um Deine Gesundheit machst.
Angst ist ein Teil unserer Gefühle. Also grundsätzlich völlig normal.
Nur die Stärke solltest Du selbst regeln.
Dies ist auch einer der Gründe, warum ein anderer Mensch oft nicht verstehen
kann, warum jemand bei bestimmten Sachen besonders starke Angst hat.

Zitat:
Auslöser der mich darein bringt, also in diese Angst, ist vor allem Stress. Ich bin schnell gestresst,
und wenn mein Körper müde wird, kommt eben die Angst...


Kann ich sehr gut nachvollziehen. Kannst Du Deinen Stress eventuell reduzieren?

Zitat:
Meine Therapeutin ist da über all das informiert und wir reden da auch drüber...


Dies ist sicher sehr gut. Aber etwas entscheidendes scheint mir da noch zu fehlen.
Das Wissen um die Auslöser reicht selten allein aus.
Hast Du schon mal versucht Deine Einstellungen zu Deinen Ängsten (Gefühlen) zu verändern und
dadurch die Angst abzuschwächen?
Nur mit viel Ehrlichkeit zu Dir Selbst, Veränderung der eigenen Sichtweise und mit Vertrauen in den
eigenen Körper wirst du da weiter kommen.

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 01:18 • #5


SunnyBlue
Ihr Lieben ganz lieben Dank für eure Antworten...
Zitat:
vielleicht hilft dir in solchen Momenten aufzuschreiben was dich wachhält? Hast du eine Art Einschlafritual? Kannst du mit Freunden über deine Angst reden?

Ja das habe ich schon ausprobiert. Es hilft mir in soweit etwas, dass ich nicht ganz aus der Realität gezogen werde, sondern noch das denken kann was ich will...

Zitat:
Hast Du schon mal versucht Deine Einstellungen zu Deinen Ängsten (Gefühlen) zu verändern und
dadurch die Angst abzuschwächen?


Das ist der Punkt, ja ich versuche das. Und dadurch kann ich auch schon in vielen Momenten entspannter damit umgehen. Aber wenn es so schlimm wird, hab ich einfach keine Chance anders darüber zu denken. Meine Wahlmöglichkeit ist dann nicht mehr da.. Die Angst bestimmt dann mein Denken und Fühlen... Da geht nicht mehr viel.
Kann man das nachvollziehen?
Danke Euch!

16.10.2015 09:38 • #6


Hotin
Hallo SunnyBlue,

Zitat:
Aber wenn es so schlimm wird, hab ich einfach keine Chance anders darüber zu denken.
Meine Wahlmöglichkeit ist dann nicht mehr da..


Schön beschrieben. Dies wird ein Irrtum sein. Da Du die Chefin Deiner Gefühle bist,
hast Du immer eine Wahlmöglichkeit. Dies kenne ich aus eigener Erfahrung. Eine von nilu beschriebene
schriftliche Methode kann Dir da sehr viel weiter helfen.

Der Kopf kann 27 Sachen gleichzeitig denken. Wenn Du, weil Dir unter anderem etwas Selbstbewusstsein
fehlt, zu wenig Entscheidungen triffst, kann es sein, das Du gleichzeitig von Deinen 27 Sachen 12
Entscheidungen noch ausstehen hast.
Daraus folgt das bekannte Gedankenkarussell. Dies bekommst Du in den Griff, wenn Du Dir mehrere große
Blätter Papier nimmst und aufschreibst, was Dir an Sorgen im Kopf rum schwirrt. Ganz wichtig ist dann,
dazu zu schreiben, welche Lösungsansätze Du Dir dafür ausdenkst. Du betrachtest Dein Denken also
in Zeitlupe. Dies entlastet Dein Gehirn und sollte da mehr Ruhe rein bringen.
Du erkennst vermutlich dann wieder Deine "Wahlmöglichkeiten". Starke Angst entsteht vor allen auch dadurch,
dass du glaubst, Du findest für bestimmte Sachen keine oder keine rechtzeitige Lösung.

Kannst Du hiermit etwas anfangen?

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 10:03 • x 1 #7


SunnyBlue
Hey Hotin,

ja damit kann ich etwas anfangen und ich werde das mit dem Aufschreiben auch definitiv machen!

Bleibt nur, dass ich eben auch Angst habe davor, zu sterben. Dafür gibt es aber definitiv grad keinen Grund. Angst davor habe ich trotzdem.
Hast du dafür auch noch eine Idee?

Ich mach mir schon immer wieder bewusst das mir eigentlich nichts Angst machen muss gerade, aber dann wache ich mitten in der Nacht auf weil ich glaube gleich Tod zu sein...

Ich danke euch sooooo für eure Antworten! Danke!

SunnyBlue

16.10.2015 15:47 • #8


Hotin
Hallo SunnyBlue,

Zitat:
Bleibt nur, dass ich eben auch Angst habe davor, zu sterben.
Hast du dafür auch noch eine Idee?


Schwer zu sagen. Ich glaube schon zu wissen, wie Du das weg bekommen kannst.
Dies ist aber nicht so einfach zu erklären.

Sehr oft hat so eine Angst, wie Deine vor dem Tod, überhaupt nichts mit sterben zu tun.
Wenn Dein Selbstbewusstsein schwach ist macht der Kopf schon mal so etwas. Du könntest dadurch
auch eine Angst vor "Zug fahren" bekommen.
Dies könntest Du dann auch nicht erklären.
Wie gesagt, durch Deine gesundheitlichen Sorgen hast Du ja eventuell auch echte Gründe.

Es könnte auch sein, das Deine Angst vor dem Sterben tatsächlich etwas mit Deinen Krankheiten zu
tun hat. Dies musst Du aber selbst spüren und herausfinden.
Bitte sei möglichst ehrlich zu Dir selbst. Das Angstgefühl ist etwas ganz normales.
Angst geht nie weg. Du kannst bei der Angst aber meistens viel an der Stärke regeln.

Viele Grüße

Hotin

16.10.2015 16:15 • #9


Hallo,
Die Angst vor dem Sterben habe ich auch. Ich habe mal versucht heraus zu finden wovor ich eigentlich Angst habe. Meine Oma zum Beispiel, die dem Tod näher ist als ich (zumindest aller Wahrscheinlichkeit nach ) hat keine Angst. Ich glaube, ich will noch nicht sterben weil ich noch nicht "fertig" bin. Ich will noch so viel erleben und tun. Also glaube ich, dass daher meine Angst kommt. Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation.
Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich erklärt. Die Todesangst ist so stark weil ich mit 34 noch gar nicht richtig gelebt habe. Ich versuche also mein Leben mehr zu genießen und es aktiver selbst zu gestalten so dass ich, wenn ich denn dann irgendwann sterbe zufrieden sterben kann.

17.10.2015 20:42 • #10



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