1

Jeff94

1
1
Hallo Ihr Lieben,

ich hab mich nach langer Zeit auch mal dazu entschlossen, euch meine Geschichte anzuvertrauen. Ich freue mich über jede Meinung und Einschätzung von euch! Ich werde mich versuchen möglichst kurz zu halten- auch wenn das an manch einer Stelle nicht immer leicht wird.
Kurz zu mir: ich bin männlich, 23 Jahre alt und schon immer ziemlich ängstlich bzw. mach ich mir über eig. alles ziemlich viele Sorgen. Beispielsweise hatte ich während meines ganzen Studiums eine starke Versagensangst, die mir vor so mancher Prüfung schlaflose Nächte bereitet hat. Teilweise habe ich mir über die sinnlosesten Dinge den Kopf zerbrochen, die niemals eingetroffen sind.

Vor ziemlich genau einem Jahr fing alles mit einer Art Panikattacke, ich weiß nicht ob ich es so nennen kann, an: Während des Lernen in der Uni haben mir ab und an unkontrolliert meine Beine und Arme gezuckt. Eines morgens bin ich aufgewacht und meine Beine haben sich zudem ziemlich schwach angefühlt, sodass ich anfing mich im Internet zu belesen. . Noch am selben Tag kribbelte mir abends auf Arbeit plötzlich ein Fuß. Ich belaß mich weiter über alle mögliche Krankheiten und dachte an Symptome in meiner Kindheit. Als mir dann einfiel, dass ich in meiner Kindheit an starker Blendeempfindlichkeit litt und ab und an Probleme mit der Blase hatte, war ich irgendwie gefangen und mein Leidensweg begann. In den darauf folgenden Tagen hatte ich seltsame Symptome wie Kribbeln, Taubheit in den Beinen, Schwindel, Muskelzucken, am morgen eingeschlafene Hände und Probleme mit den Augen. Ich wurde den Gedanken nicht mehr los an MS erkrankt zu sein. Ich konnte nachts nicht schlafen, sodass es mir an den darauffolgenden Tagen noch schlimmer ging. Das Ende vom Lied war eine stationäre Aufnahme im KH mit der Diagnose alles ist okay. MRT Kopf und HWS, Lumbalpunktion und Nervenleitgeschwindigkeit alles unauffällig. Danach noch etliche Ärzte aufgesucht die auf Schilddrüsenerkrankungen, Borreliose und andere Dinge testeten. Alles unauffällig.
Nun ein Jahr später leide ich noch immer an den unterschiedlichsten und nahzu ähnlichen Symptomen. Die stärksten Symptome sind ein inneres Vibrieren/ Kribbeln/pieksen der Füße und manchmal Hände, insbesondere in Ruhelage (beim Lernen und abends im Bett). Häufig auch ein Taubheitsgefühl/Klammergefühl im linken Bein, allerdings überwiegend bei Bewegung. Dazu kommt in unterschiedlicher Ausprägung Muskelzucken, Schwindel, Probleme mit den Augen (Schwarze Punkte, Ein Gefühl als wäre man angetrunken und starke Blendeempfindlichkeit), Gelenkschmerzen der Hände, Magenschmerzen, Durchfall und neuerdings Juckreiz. Häufig auch Abgeschlagenheit.
Vom Gefühl her würde ich sagen, dass vieles (vor allem die Gefühlsstörungen) verschwindet/ weniger werden, wenn ich stark abgelenkt bin, sodass ich oft alles auf die Psyche schiebe- aber so richtig glauben konnte ich noch nie dran.
Außerdem glaube ich, so seltsam es klingen mag, dass ich in bestimmten Situationen die Symptome immer wieder selbst hervorrufe. Beispielsweise habe ich das Gefühle gehabt, dass das Taubheitsgefühl immer dann auftritt, wenn ich mich viel bewege oder Alk. trinke. Nun konzentriere ich mich bei viel Bewegung oder 4 Schlückchen B. am Wochenende direkt wieder auf das Bein und verspüre die Schmerzen. Ähnlich ist es mit dem Kribbeln, wenn ich liege oder ruhig sitze. Kennt ihr sowas? Symptome die unter bestimmten Bedienungen immer wieder auftreten?
Ich versuche mich in meiner Freizeit viel mit Sport und Freunden abzulenken- was mir nachhaltig gesehen hinsichtlicher der Symptome nicht besonders viel bringt. Irgendwie bin ich jeden Tag damit beschäftigt, mich selbst zu beobachten. Häufig glaube ich, dass es von der Psyche kommt und an andere Tagen sind die Symptome so schlimm, dass ich eigentlich nur wissen möchte an welcher Krankheit ich leide. Komischerweise schlafen mir seit einem Jahr fast mehrmals die Woche nachts die Hände ein, was ja eig. kein Symptome der Psyche sein kann. Auch das hatte ich vorher nie. Es ist einfach zum verrückt werden. Vielleicht sollte ich endlich mal den Mut zusammen nehmen und mich in Behandlung begeben. Was sagt ihr? Und vielen Dank fürs Lesen!

23.11.2017 22:11 • 24.11.2017 #1


7 Antworten ↓


BellaM85


3704
15
1358
Hi!
Du hast doch alle wichtigen Untersuchungen machen lassen und das ohne großen Befund also können deine Beschwerden auch einfach psychisch oder auch vom zB Rücken oder der HWS kommen. Du solltest vielleicht wirklich darüber nachdenken eine Therapie zu machen wegen dem Problem weil du bist noch jung und Versuch das jetzt hin zu kriegen damit du dein weiteres Leben einigermaßen Beschwerde frei erleben kannst und nicht immer jedes kleine Symptom deines Körpers hinterher Googlest
Ich hab das auch oft das mir die Arme einschlafen, wach sogar manchmal morgens so auf, oder das meine Beine mal zucken oder ziepen na und so ist das eben mit dem Körper der zwickt und ziept eben schon mal und ich bin auch ein Hypochonder nur nicht ein ganz so schlimmer

Ich würde ne Therapie versuchen kann nie schaden

LG und alles Gute!

23.11.2017 22:22 • #2


Vault1


85
5
17
Hi jeff

Ich hab häufiges muskelzucken bei psychischem stress manchmal hab ich das gefühl das gerade ein mini erdbeben stattfindet weil es von meinem rücken bis zu den füßen ganz fein vibriert. Ich glaub auch mittlerweile das mein zucken in der speiseröhre/brustbein gegend das ich für herzrhytmusstörungen hielt auch muskelzuckungen sind.. Seitdem ich magnesium einnimm ist es allgemein mit dem zucken besser geworden.. Ein heißer tipp könnt auch sein das du allgemein deinen vitamin und mineralhaushalt aufstockst..
Mein linker arm zb kribbelt auch öfter das hängt laut meinem arzt mit dem handy halten zusammen da die nerven eingeklemmt werden können und dann in gewissen positionen es zu diesen symptomen kommt.. Hatte das auch in den beinen dieses kribbeln da aber durch eine pa ausgelöst..
Wenn du ganz arge panik attacken hast und sie gar nicht in den griff bekommst ist eine psychotherapie wirklich überlegenswert sofern alle deine organe und blutwerte abgecheckt wurden und alles körperliche ausgeschlossen wurde..

Glg vault

23.11.2017 22:43 • #3


Sertralin 83


Hi ,
Also du hast deine Geschichte sehr schön geschrieben und ein Lob an dich das du es in den Forum den Leuten anvertraust.
Warst du im MRT mit der HWS oder generell mit dem Rücken?
Ich wurde an der HWS operiert und bei mir war ein schwerwiegender Bandscheibenvorfall. Die Symptome die du hast hatte ich auch mit den einschlafen zucken sie lass dir mal den rücken mal kontrollieren und stell dich mal beim Neurologen vor.

23.11.2017 22:50 • #4


Gandalf der Graue

Gandalf der Gra.


401
10
143
Zitat von Jeff94:
Komischerweise schlafen mir seit einem Jahr fast mehrmals die Woche nachts die Hände ein, was ja eig. kein Symptome der Psyche sein kann. Auch das hatte ich vorher nie.

Das habe ich auch erst seit ca. einem Jahr. Klar gab es das früher auch mal, dass ich nachts aufgewacht bin und wohl auf meinem Arm gelegen haben muss, der dann komplett eingeschlafen war, so dass ich ihn mit der anderen Hand in eine normale Position bringen muss. Aber es war früher bei weitem nicht so oft, vielleicht alle 2 oder 3 Monate einmal, jetzt bestimmt mindestens alle 2 Wochen oder häufiger.

Oder ist das normal, wenn man älter wird? Ist an sich nichts Schlimmes und macht mir auch nicht wirklich Angst, aber merkwürdig ist es schon und es fällt eben auf.

24.11.2017 03:45 • #5


Schlaflose

Schlaflose


18799
6
6812
Zitat von Jeff94:
Komischerweise schlafen mir seit einem Jahr fast mehrmals die Woche nachts die Hände ein, was ja eig. kein Symptome der Psyche sein kann.


Das habe ich seit Jahren jede Nacht etliche Male. Ich kann seit ca. 30 Jahren nur auf der Seite liegen und klemme mir dabei immer den jeweiligen Arm ab. Die Hand habe ich immer unter dem Gesicht, so dass sie auch abgeklemmt wird. Jedesmal wenn ich afuwache, was sehr oft pro Nacht ist, und mich umdrehe, sind meine Hände eingeschlafen.

24.11.2017 09:18 • #6


Psychic-Team

Psychic-Team


3062
204
2993

kricke


408
1
54
Zitat von Gandalf der Graue:
Das habe ich auch erst seit ca. einem Jahr. Klar gab es das früher auch mal, dass ich nachts aufgewacht bin und wohl auf meinem Arm gelegen haben muss, der dann komplett eingeschlafen war, so dass ich ihn mit der anderen Hand in eine normale Position bringen muss. Aber es war früher bei weitem nicht so oft, vielleicht alle 2 oder 3 Monate einmal, jetzt bestimmt mindestens alle 2 Wochen oder häufiger.

Oder ist das normal, wenn man älter wird? Ist an sich nichts Schlimmes und macht mir auch nicht wirklich Angst, aber merkwürdig ist es schon und es fällt eben auf.


das haben hier viele das einschlafen der Hände nachts

und bei mir hat das auch mit meiner Angst -Krankheit angefangen.
wenn man da schon einen Schwachpunkt hat, wie ein leichtes KP-Syndrom oder eine leichte Irritation in der HWs verstärkt sich das.
Must mal mal schauen wie du abends dich ins Bett legst , ich hab meine Schultern teilweise auf Ohrenhöhe.

p.s und mit diese herbei reden von Symptomen.

Das kennen hier auch viele denk ich ,meine Therapeutin fragte mal "was ist mit ihren Schwindel".
In dem Moment ist mir aufgefallen , oh den hab ca seit 6 Wochen nicht mehr, geschätzt.
Drei mal darfst du Raten, wer Schwindel bekommen hat als er aus dem Gebäude ging

24.11.2017 10:40 • #8



Dr. Matthias Nagel