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aaalso ich muss sagen meine geschichte ist etwas länger- ich hab mich eben erst dafür entschieden mich anzumelden weil ich in diesem augenblick mal wieder eine panikattacke habe und nicht weiß was ich tun soll.

vor ca einem jahr hatte ich schonmal eigenartige schmerzen im/am brustbein, bin damals zu arzt gegangen und es wurde ekg, ultraschall und blutbild gemacht- alles top. natürlich, denn ich bin ja gerade so 20 Jahre alt, nichtraucher und normalgewichtig (auch wenn ich zugegeben zum untergewicht tendiere). ich gehöre also keinerlei risikogruppen an außer dass ich die pille nehme und seit einem jahr keinen sport mehr mache
die diagnose damals vom arzt hat mir zwar etwas ruhe gegeben aber trotzdem hat sich imm laufe der zeit bei mir eine herzneurose entwickelt. die tritt eigentlich nur auf wenn ich mal wieder brustwirbel blockiert habe oder im bws bereich verspannt bin- das löst bei mir immer auch schmerzen im brustkorb aus und deswegen habe ich jetzt immer die angst einen herzinfarkt zu erleiden.
momentan ist es schlimmer als je zuvor, ich habe seit ein paar wochen starke rückenschmerzen in der bws, akut hatte ich mir einen nerv geklemmt was zu sehr sehr starken schmerzen in brust und rücken geführt hat welches sich beim einatmen verschlimmerte und als die schmerzen weg waren taube stellen am rücken und im linken arm, das hat natürlich sofort zu einer full blown panic attack geführt. bin danach zum orthopäden, welcher mich zwar deblockiert hat aber die rücken-/brustschmerzen sind nicht besser geworden. jetzt nach zwei wochen also wieder zum arzt- herz und lunge abgehört- alles ok- trotzdem nicht beruhigt. gegen die rückenschmerzen bin ich derzeit in schmerztherapie mit akupunktur, hatte heute meinen ersten termin und stelle noch keine besserung fest.

schlimmer ist jedoch dass ich jetzt während der semesterferien bei meiner mutter war und heute das erste mal wieder alleine zuhause. ich habe wahnsinnig angst davor allein zu sein. das iist mir erst vor einem jahr aufgefallen als ich in meine erste eigene wohnung gezogen bin, es viel mir enorm schwer allein in einer anderen stadt weit weg von meiner mutter, ich hab wochenlang durchgeheult. und auch jetzt fällt es mir sehr schwer allein zu sein und jetzt mit den schmerzen und der angst ist es einfach gerade zu viel für mich. ich habe den ganzen tag schon angefangen zu weinen und jetzt eben eine panikattacke, was mich zum eigentlichen punkt bringt: ich kannn nicht aufhören zu zittern, fühle eine innere unruhe, habe starkes herzklopfen und gefühlststörungen/kribbeln im linken arm und der brust, mir ist schlecht/schwindelig ich bin am weinen und kann nur schluchzend atmen...ich weiß nicht was ich machen soll ich kann mich einfach nicht beruhigen, kann mir bitte jemand helfen!?

07.10.2016 17:57 • 09.10.2016 #1


6 Antworten ↓


miriam0707
Hallo und herzlich Willkommen Miika,
das was du da alles geschrieben hast könnte zu 100 Prozent von mir kommen.
Mir geht es genau wie dir, hauptsächlich dreht sich bei mir alles um mein Herz und Thrombose ist auch oft ein Thema.
Wenn ich alleine bin geht es mir auch sehr schlecht.
Gibt es etwas was dich irgendwie ablenkt und runter bringt?
Hast du Freunde mit denen du darüber reden kannst?
Bist du in Behandlung? Therapie?
Liebe Grüße

07.10.2016 18:03 • x 2 #2



Akut! panikattacke herzneurose- was hilft?

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white_cat
Solche Ängste sind meist ein Hinweis dafür, dass irgendwas im Leben nicht passt. Und du hast es ja schon selbst benannt: Du fühlst dich alleine in deiner Wohnung nicht wohl. Gibt es denn die Möglichkeit in eine WG zu ziehen, damit du nicht mehr alleine bist? So wie ich es verstanden habe, ist deine Uni ja ziemlich weit weg von zu Hause. Sonst hätte ich gesagt, dass du ja zur Uni pendeln kannst. Du musst auf jeden Fall entweder lernen die Angst vorm Alleinsein zu überwinden oder etwas an deiner Wohnsituation ändern.

Den ganzen Verspannung beugst du übrigens am Besten mit Sport vor. Ich hatte sowas Ähnliches auch und ich hasse Sport, aber leider geht's nicht ohne. Lass dir lieber Physiotherapie verschreiben und bau deine Muskulatur auf, sonst wird das noch chronisch.

Für den Moment am besten erst mal tiiiiiieeeeeef durchatmen und versuchen runter zu kommen. Gibt es niemanden, den du anrufen kannst und mit dem du reden kannst? Vielleicht jemand, der dich besuchen kann?

LG
white_cat

07.10.2016 18:10 • x 1 #3


EcoDan
nimm dir jemandem, dem du vertraust, zur seite und sprich/schreib mit der person. hau einfach alles raus. beistand in einer akuten situation ist das a und o

mach' dir einen tee, z.b. johanniskraus oder salbei, und beschäftige dich mit etwas, was dir freude bringt oder freudige erinnerungen hoch holt. du hast bestimmt irgendwelche übungen für deinen rücken gezeigt bekommen, also versuch sie gleich mal. du kannst im netz nach therapie- und heilmethoden forschen, indem du bei einer google-suche ganzheitlich anfügst. die meisten sachen, die da empfohlen werden, kann man daheim machen und sollten nichts kosten. überhaupt das wissen, dass man selbst etwas unternehmen kann und nicht hilflos ausgeliefert ist, kann schon etwas bewirken

ich wünsche dir viel kraft in dieser zeit

07.10.2016 18:35 • x 1 #4


wow danke für die antworten! die panikattacke hat nach ca einer viertel stunde 'von allein' aufgehört, allerdings hatte ich danach furchtbare kopfschmerzen. falls jemand nochmal drüber stolpert: mir hat mynoise.net geholfen mich nach der attacke zu beruhigen, das ist ne website (gibt auch ne app) in der man hintergrundgeräusche hören und kalibrieren kann, also sowas wie regen, white noise, und atmosphärische geräusche- ist echt cool und hilft mir mich zu beruhigen. akut konnter ich leider nicht viel machen, ich hab versucht ein paar freunde anzurufen aber die waren alle beschäftigt -.-

ich weiß dass ich was an meinen lebensumständen ändern muss, ich komme einfach nicht alleine mit mir klar und meine heimatstadt ist fast 500km von meiner uni entfernt also kann ich nicht mal am wochenende nach hause fahren....ich würde total gerne mit meiner freundin zusammen ziehen, sie hat die idee auch schonmal geäußert aber ich weiß nicht ob das ernst gemeint war, zudem ist sie ja auch erst im februar umgezogen, aber vllt sollte ich nochmal mit ihr drüber reden, das ist ne gute idee!
ich sollte mich vermutlich auch wegen meiner herzneurose (und seitdem ich schmerzen im oberschenkel habe auch thromboseangst^^) in psychologische therapie begeben. ich hab das noch nie gemacht und weiß ehrlich nicht was mich da erwartet....
wegen den rückenschmerzen sollte ich auf jeden fall wieder sport machen, das hat der arzt auch gesagt, das eigenartige ist, eigentlich liebe ich sport, ich weiß ehrlich gesagt nicht warum ich aufgehört habe, vermutlich weil meine wahlsportart klettern ist und ich in dem jahr in dem ich jetzt schon allein wohne noch keinen wirklichen kletterpartner gefunden habe. aber ich hab mir fest vorgenommen wieder anzufangen weil alle meine körperlichen beschwerden auch erst im letzten jahr aufgetreten sind und mir sport einfach gut tut...
ich habe das gefühl das mir eine feste beziehung auch helfen könnte, mir fehlt glaube ich einfach eine person der ich mich anvertrauen kann, das ist halt im moment nur meine mutter. aber da fangen ja die nächsten probleme an weil meine selbstzweifel und meine angst vor bindung und intimität und meine schuldgefühle im weg stehen...aaach es ist ein teufelskreis
vielen dank trotzdem für eure hilfe, ich finde es schon so sehr nett mit menschen zu reden die die gleichen probleme haben wie ich

08.10.2016 07:30 • x 1 #5


Hey,

bevor du einen Psychologen aufsuchst, wohin dich ein Arzt überweist oder einen ärztlichen Psychotherapeuten (was ich dir nicht ausreden möchte), könntest du dich an deiner Uni über Hilfe informieren.

Als Betreuer von BA und MA Studenten habe ich da mal einem Studenten Hilfeleistung gestellt dem es nicht gut ging. Da habe ich herausgefunden, dass Unis einen Sozialdienst haben und man in dem Zuge auch kostenfrei psychologische Betreuung in Anspruch nehmen kann als eingeschriebenes Universitätsmitglied. Ist jetzt nur eine Vermutung, aber die Betreuer dort werden mMn vielleicht sogar mehr Erfahrung haben mit psychosomatischen Probleme die in jungen Jahren daraus resultieren, dass für dich ein neuer Lebensabschnitt beginnt...weit weg vom Elternhaus. In dieser Zeit verändert sich räumlich alles und damit eingergehend auch physisch und psychisch. Das fängt damit an, dass du dich selbstständig verpflegst, geht über die eigenständige Organisation des Alltags (eigenes Zeitmanagement) hin zum Aufbau eines neuen Freundeskreises. Manchmal besteht dieser auch nur aus Zweckfreundschaften, was für den Anfang des Studiums aber vollkommen ok ist. Wenn ich mich da an meine ersten Studienjahre zurückerinnere. Das war alles neu, aber auch interessant. Das kann einen schon verwirren und Ängste auslösen...du kannst die Unsicherheit aber vielleicht auch in positive Energie umwandelt.

Möglicherweise informierst du dich mal.

500km nach Hause am We ist doch sicher auch mal möglich. Am schwarzen Brett bieten in der Regel viele Studenten Mitfahrgelegenheiten durch ganz Deutschland für ein paar Taler an

Liebe Grüße

08.10.2016 07:53 • #6


white_cat
Das mit der kostenlosen psychischen Betreuung gibt es normalerweise beim Studierendenwerk. Hatte auch schon mal überlegt, dass kurzfristig in Anspruch zu nehmen. Die Sprechzeiten und Telefonnummern findet man auf der entsprechenden Homepage. Da könntest du zumindest mal reinschnuppern und sehen, wie so ein Gespräch mit einem Therapeuten abläuft.
An sich ist Therapie nichts Schlimmes, sondern einfach nur ein Ort, wo man offen über alles sprechen und sich professionellen Rat holen kann. Mir hat das immer sehr geholfen, aber es gibt auch Leute, die einfach Probleme haben offen zu sprechen. Da wird das dann eher schwierig, denn absolute Offenheit braucht es schon.

Ansonsten finde ich die Idee mit der Freundin super! Auch, wenn sie gerade erst umgezogen ist, findet sich vielleicht eine Möglichkeit, dass ihr im nächsten Semester zusammenziehen könnt oder so. Bis dahin könntest du ja auf jeden Fall mal versuchen das Thema Sport wieder in Angriff zu nehmen. Viele Unis bieten auch Hochschulsport an. Und einen Kletterpartner könnte man sicher auch über das schwarze Brett oder die App Jodel finden. Ich denke, dass sich dadurch deine körperlichen Beschwerden schnell bessern werden. Es gibt auch gute Videos auf YouTube mit Übungen für den Rücken etc. die man leicht zu Hause nachmachen kann.

Eine Beziehung ist natürlich auch immer was Schönes, aber ideal ist es natürlich, wenn man erst mal lernt mit sich selbst klar zu kommen, bevor man sich darauf einlässt. Aber ich weiß selbst, wie schwer das ist. Ich konnte auch nie lange allein sein und habe noch nie komplett alleine gewohnt. Das ist schon ne große Umstellung, die einem Angst machen kann - erst recht, wenn es so weit weg ist. Ich denke, es ist da echt wichtig, ein gutes Netzwerk und Struktur im Alltag zu haben. Auch wenn es tatsächlich nur Zweckfreundschaften sind, kann es einem Helfen sich mehr auf die positiven Aspekte zu konzentrieren und sich weniger allein daheim hängen zu lassen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen weiteren Plänen und ich drück dir die Daumen, dass es mit der Freundin irgendwie klappt und du schnell wieder deine Freude am Sport entdeckst!

LG
white_cat

08.10.2016 23:47 • #7




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