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Ahnungslos1234
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Gibt es Leute hier die den Diagnosen der Ärzte nicht Glauben ? Wenn ja wieso tut ihr das und was kann man dagegen tun ?
Und fühlt ihr euch manchmal Falsch behandelt ? Meine damit das ihr nicht richtig kontrolliert werdet aufgrund der Hypochondrie

07.07.2017 #1


43 Antworten ↓
kopfloseshuhn

kopfloseshuhn
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Also ich traue auch nicht jedem Arzt. Ha! Natürlich machen die auch fehler oder sind "schnell bei der Sache".
Was ich meine?
Also ich hatte ja diese Herzrhythmusstörung (AVNRT) und kam sah ein Sani der meinen Blutdruck messen wollte meine Arme mit sehr sehr vielen SVV Narben...hieß es "das war eine Panikattacke".
Und ich WUSSTE einfach, dass es keine war. Mir wurde danach im krankenhaus die Schulter getätschelt als ich beschrieb, wie sich das angefühlt hat, mit den Worten "jetzt mal ganz ruhig sonst klopt ihr herzchen gleich wieder so schnell" Aaahrs. Da kam dann ne Psychologin und ich bekam einen Brief mit den Worten Patientin ist nicht selbst und fremdgefährdent. Ja danke auch.

Klar kann man nicht jedem Arzt trauen.
Das ist aber Gefühlssache bei mir. Wenn der Arzt sich Zeit nimmt, sich alles anhört und vernünftig nachschaut und mir dann schlüssige Erklärungen liefert dann passt es für mich.
Wenn er larifari wischiwaschi macht dann .... eher nicht. dann gehe ich (auch als nicht Hypo) nochmal wo anders hin.

Ich habe den Vorteil selbst Medizinisches Wissen mitzubringen und kann daher ganz gut einschätzen,w as passt und was nicht.

Wenn jetzt aber verschiedene Ärzte das selbe sagen - dann muss ich es wohl glauben. Und das kann ich dann auch.
Und ich glaube da gehts ganz viel um vertrauen und loslassen können.
Wenn ich das gefühl hab, ich kann diesem arzt vertrauen, dann ist alles gut.

So schlussendlich sei noch gesagt, dass es natürlich ist, dass Menschen eine Erklärung für alles suchen.
Deswegen sehen wir Bilder in Wolken - weil unser Gehirn bestrebt ist uns eine kongruente Wirklichkeit zu liefern.
Aber die gefahr ist über kurz oder lang, dass wir Erklärungen suchen wo es keine gibt. Also zumindest nicht die, die wir uns ausmalen.

Denn das Girirn sucht Lösungen. Und ich war schin on Phasen in denen ich absurdeste lösungenf and.
Wurde mir morgens vor der Arbeit schwindelig und seltsam war das nicht die Angt, nein es war die neue maskara an der ich jetzt sterben werde.
Wurde mir auf der Arbeit schwindelig und brach mir der Schweiß aus, war das nicht die Angst oder die Überforderung, nein es war der eben gegessene Joghurt auf den ich ganz sicher allergisch reagiere.
Hatte ich einen Mega Klos im Hals und ich fühlte mich bedroht zu ersticken war das nicht die Angst nein. Es war....die Schilddrüse, eine Allergie, Asthma...irgendwas muss doch da sein! Aaah und alle übersehen es. keiner nimmt mich ernst.
Psychisch muss doch heißen ich bilde mir das ein oder bin ein Simulant.
Nein das stimmt nicht denn unsere Symptome sind echt.

Es ist natürlich für alles Erklärungen zu suchen. Und es ist sicher gut alles mal abgeklärt zu haben.
Aber dann muss man anfangen den Verursacher der Symptome eben doch in der Seele zu suchen und in einem gestörten (übersteigerten) Körperermpfinden und schlimmen Bewertungen.

Ja Ärzte machen Fehler. Ärzte gehen mit Hypochondern oft nicht gerade nett um. Ja ich finde auch ein bisschen psychologisches Grundwissen könnte denen nicht schaden.
Oft muss man halt lange suchen nach einem Arzt der einen ernst nimmt. Aber dann muss man anfangen zu vertrauen.

Liebe Grüße

07.07.2017 09:03 • x 1 #40


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Ärzte und deren Diagnosen

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la2la2

la2la2
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Zitat:
Gibt es Leute hier die den Diagnosen der Ärzte nicht Glauben ?

Ja, aus gutem Grund. Ich leide seit vielen Jahren an untypischen Symptomen (Symptome, Kombination der Symptome, und mein Alter), die bislang für jeden Arzt rätselhaft waren. Die Symptome sind leider so schwerwiegend, dass sie mich beruflich und im Alltag sehr stark einschränken. Ein naher Verwandter leidet ebenfalls unter sehr ähnlichen Symptomen. Folglich muss um jeden Preis gesucht werden, bis gefunden wird.
Kürzlich hatte ich mal wieder ein Highlight bei der Diagnostik: Ein medizinischer Fachangestellter hat eine Untersuchung an mir durchgeführt, die er seit vielen Jahren täglich an mehreren Patienten durchführt. Die Messergebnisse sind objektivierbar und eine bewusste oder unbewusste Beeinflussung der Ergebnisse ist unmöglich. Er hat die Messungen mehrfach durchgeführt. Am Ende sagte er mir, er hätte noch nie einen Patienten, bei dem er das so hatte (ging um einen Wert der bei mir stark gefallen war, bei anderen Patienten bislang jedoch nur gleich geblieben war oder gestiegen war). Bei der Nachbesprechung mit dem Arzt, sprach ich diesen auf die Abweichung an --> hat meine Frage komplett ignoriert. Als ich nochmal nachhakte, hat er die Frage wieder ignoriert und das Gespräch zügig beendet.
Es ist nicht schlimm, wenn so ein möchtegern Halbgott sagt: "Ich habe überhaupt keine Ahnung, was das zu bedeuten hat." - aber eine berechtigte Frage zu ignorieren ist eine bodenlose Frechheit.

Zitat:
Wenn ja wieso tut ihr das und was kann man dagegen tun ?

Da ich mir inzwischen alle Untersuchungsergebnisse und Arztberichte kopieren lasse (für meinen Keller), gibt es immer wieder große Überraschungen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass einfach nach dem Motto "Was nicht passt, wird halt irgendwie passend gemacht, egal was der Patient gesagt hat", vorgegangen wird.
Dagegen hilft nur anrufen und der Sprechstundenhilfe mitteilen, dass es offenbar zu erheblichen Missverständnissen gekommen ist, da man sich den Bericht vom Arzt durchgelesen hat. Dann bekommt man meist sehr schnell einen Termin beim Arzt. Ich bleibe dann freundlich, aber bestimmt. Die Reaktionen reichen von weiterer Diagnostik (da der Arzt es so nie erwartet hätte, wie es ist) , über die reine Korrektur des Berichts bis hin zur Reaktion: "Was fällt ihnen eigentlich ein sich zu beschweren [ich bin schließlich Halbgott in weiß]."

Zitat:
Und fühlt ihr euch manchmal Falsch behandelt ?

Manches ist eine bodenlose Frechheit. Ein gutes Beispiel: Ich habe seit vielen Jahren u.a. massive Hautprobleme. Eine 2stellige Anzahl an Kortisonsalben habe ich inzwischen durch - alle haben eins gemeinsam: sie wirken kaum. Und alle Hautärzte sind sich einig, dass sie nicht wissen, was es ist (spätestens auf Nachfrage geben sie zu, dass sie es so noch nicht hatten). Da habe ich natürlich im laufe der Jahre verschiedene Hautärzte zur Rate gezogen. Ich habe schließlich am Ende sogar ne Liste mit den wirkungslosen Kortisonsalben hingelegt und gesagt, diese Salben haben alle kaum gewirkt und explizit gefragt, was man denn so außer Kortison machen kann. Gabs wieder ein Rezept für Kortison. Anfangs stand ich dann nach 2 Wochen wieder auf der Matte und hab mich beschwert, dass auch diese Kortisonsalbe augenscheinlich nichts bringt, inzwischen hab ichs aufgegeben mit Hautärzten.

Zitat:
Meine damit das ihr nicht richtig kontrolliert werdet aufgrund der Hypochondrie

Dann machst du was falsch. Entweder du machst grobe Fehler in der Kommunikation mit dem Arzt (so dass es direkt für psychisch gehalten wird), oder du gibst Überweisungsscheine ab, die in den Müll gehören. Alles außer Radiologe und Labormediziner geht auch ohne Überweisungsschein. Einem Arzt zu sagen, dass ein Kollege es für psychisch bedingt hält, ist natürlich auch eine Todsünde.

07.07.2017 19:49 • #41


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bensemer
Hi...also zu meinem Fall ...da ist es so das ich wegen meiner Symptome schon einiges an Untersuchungen hinter mir hab...und eigentlich nix gefunden wurde ...Gott sei dank... nur bin ich auch einer von dehnen der immer Skeptisch ist hauptsächlich wegen den weiter bestehenden Beschwerden!Knifflige Abgelegenheit

#2


Minkalinchen
Ich weiß, das vieles bei mir psychisch ist, trotzdem zweifle ich oft und bleibe auch skeptisch.

Z.B. ich dachte immer, ich habe es mit der Schilddrüse, mir hat mal ein Arzt gesagt, er würde es an meinem Hals sehen, ich solle sie bei einem
Nukearmediziner untersuchen lassen.
Bei der Untersuchung war aber alles in Ordnung.
Das ist jetzt 7 Jahre her.

jetzt habe ich Symptome, die eigentlich typisch für eine Schiddrüsenerkrankung zutreffen würden.
Meine Hausärztin (Internistin) nahm mir Blut ab und machte diesbezüglich Ultraschall, auch alles ohne Befund.

Irgendwie glaube ich das nicht so richtig, man hört oft, da gibt es viele Fehldiagnosen.

#3


bensemer
Das war bei mir auch so....ich hatte auch als erstes immer die Schilddrüse im Kopf....wurde auch drei mal Ultraschall gemacht...Blut mit Antikörper FT3.FT4 usw.Einer sagte vergröbertes Muster aber da wäre nix (Größe 10). Der andere sagte es könnte Hashimoto sein (Größe 8,6) Und der andere sagte alles ok. Da kann man sich dann was aussuchen....

#4


Minkalinchen
Ja such dir was aus...finde ich auch komisch....

In Bezug auf die Psyche wird man oft abgestempelt, wenn man mit irgendwelchen Symptomen kommt, heißt es oft,
das ist psychisch...z.B. meine Schwitzerei, sagt die Ärztin..ach, das kommt von ihrer Angst...
Obwohl ich in den Wechseljahren bin, kann auch ein Grund sein oder am Vitamin D Mangel liegen.

Da gäbe es noch mehr....

#5


K
Mir geht es aktuell auch so. Obwohl ich Versuche, dem Arzt zu vertrauen! Ich habe auch wirklich Beschwerden & auch wenn sie abgeklärt sind, gehen sie nicht weg. Deswegen denke ich, man wird zu schnell abgestempelt auf "du bist jung und gesund. Lebe!"

#6


A
Finde es auch sehr schwer habe 2 Beulen auf der Zunge ( die kann man sich schlecht einbilden ) und mein hno sagt sie sein gutartig. Aber die scheinen alle so genervt zu sein... das ich eher glaube der Typ will seine Ruhe. Nach dem Motto " ach der ist Hypochonder der hat nix " aber hallo man fühlt die Beulen...
Dachte ich wäre alleine mit dem Misstrauen. Gut das es noch paar andere gibt. Was kann man da aber genau machen? Jemand der sowas in einer Therapie gelernt hat

x 1 #7


Minkalinchen
@ Ahnungslos,

im anderen thread hast du ja schon von den Beulen geschrieben.
Warst du denn nicht damit schon bei mehreren Fachärzten?

Ich bin ja dafür, wenn man zweifelt, mindestens zwei Meinungen einholt, wenn beide nicht übereinstimmen, eben eine
dritte.
Ich denke, dann würde ich es entsprechend glauben.

Leider liest man auch zuviel von Fehldiagnosen, die einen unsicher machen, ob sie stimmen oder nicht.
Man kann auch zuviel 'input' haben...

#8


S
Seit mein Arzt von der Angst weiß, hab ich auch das Gefühl, nicht mehr ernst genommen zu werden. Nach dem Motto, die ist jung, ist Hypochonder und hat generell immer Angst, die hat nichts Organisches. U d trotz Therapie und AD geht es mir schlechter statt besser. Zum Arzt gehe ich schon kaum noch, bringt gefühlt nichts.

#9


M
Ja leider fühle ich mich manchmal, als ob ich nicht korrekt behandelt werde, oder besser gesagt, dass etwas übersehen wird.

Nun bin ich nach all den befundlosen Diagnosen an dem Punkt, wo ich mir selbst eine Diagnose stelle: Somatisierungsstörung!

Ein Arzt kann MAL daneben liegen, vielleicht auch noch einer, aber dann wird es objektiv betrachtet auch unrealistisch, dass keiner meine Beschwerden erklären kann.

Die Foren, wo sich die "austherapierten" User tummeln und sich selbst vermutlich bessere Diagnosetipps geben, weil sie denken an einem Gendefekt oder seltenem Parasiten oder sonst was zu leiden, tragen zum Arztmisstrauen noch bei.

Manchmal wünsche ich mir die internetlose Zeit zurück. Da konnte man sich nicht in den Wahnsinn googlen.

x 1 #10


Minkalinchen
Es scheint immer mehr so zu laufen, das man sich selbst eine Diagnose stellen muß, weil die meisten
Ärzte nicht dazu in der Lage sind....

@ Mutexia,

ich sag, ja man hat schon zuviel 'input'....

x 1 #11


bensemer
Es ist wirklich nicht einfach wenn man nicht weiß was man glauben soll....

#12


K
Ich schließe mich an. Aber wenn man 2/3 Mal die gleiche Meinung von Ärzten bekommt, sollte man Vertrauen. Mir fällt das auch sehr schwer, aber ich mache das jetzt immer so. Wenn es um was "schlimmes" geht, hole ich mir 2./3 Meinungen. Auch wenn die Wartezeit manchmal 8 Monate betragen.

x 1 #13


Minkalinchen
@ Keks,

so mache ich es auch....werde meine Schilddrüse auch nochmal vom Facharzt untersuchen lassen, nur der Termin dauert, ist ja
leider bei den Spezialisten so.

x 1 #14


M
Zitat von Minkalinchen:
@ Keks,

so mache ich es auch....werde meine Schilddrüse auch nochmal vom Facharzt untersuchen lassen, nur der Termin dauert, ist ja
leider bei den Spezialisten so.


Lass Dir einen Termin über die Krankenkasse besorgen. Wartezeit = Maximal 4 Wochen.

x 1 #15


Minkalinchen
Danke für den Tipp.

x 1 #16


K
Zitat von Minkalinchen:
@ Keks,

so mache ich es auch....werde meine Schilddrüse auch nochmal vom Facharzt untersuchen lassen, nur der Termin dauert, ist ja
leider bei den Spezialisten so.



Die Schilddrüse war eine Aktion bei mir, dass kann ich dir sagen! Mein Hausarzt damals sagte, die sei ok. Dann bin ich zum Facharzt, der schrieb mir Tabletten auf und dann begann ich einfach selber zu lesen usw. Ich habe angefangen, die Schilddrüse zu verstehen! Mittlerweile ist mein Tsh von 3,9 (wo es damals hies sei ok) auf 1,0 und damit fühle ICH persönlich mich wohl! Aber es war ein laaaanger weg.

x 1 #17

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bensemer
Keks1234...darf ich fragen welche Symptome du hattest?

#18


Minkalinchen
@ Keks,

habe ich schon öfter gehört, eben, das die Schilddrüsenwerte von Allgemeinmedizinern oder Internisten nicht richtig bewertet werden, wie auch immer.
Will jetzt keine Ärzte schlecht machen.
Man sollte doch damit zum Facharzt gehen, da geschieht es eben gründlicher

@keks,

das wollte ich dich auch grad fragen, welche Symptome du hattest?....

#19


K
Zitat von bensemer:
Keks1234...darf ich fragen welche Symptome du hattest?



Wenn ich ehrlich sein soll... ALLES. Ich war ein lebensfroher Mensch, habe alle Abenteuer und Reisen mitgenommen usw. Nach einem massiven Stressabfall (über Jahre) kam ein "Zusammenbruch"... Schwindel, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit und ANGST! ANGST vor wirklich allem! Essen, Tabletten, Autofahren, Krankheiten uvm... Es hat lange gedauert, bis ich mich halbwegs gefangen habe, aber es ist deutlich besser seit die Schilddrüse stimmt bzw ich sie verstehe.

#20


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Dr. Matthias Nagel
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