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Hallo ihr Lieben,

ich schreibe nicht oft, aber lese hier viel im Forum. Aktuell brauche ich einen Rat/Aufmunterung...

Ich wollte von euch wissen, ob sich eure Panikstörung in Zwangsgedanken verwandelt hat? Mit meiner PA-Störung kommen ich zurecht und bin auch in Therapie. Aber mit den ZG komme ich nicht zurecht. Vor Wochen hatte ich plötzlich Angst ein Messer anzufassen, dachte ich würde durchdrehen und etwas unüberlegtes tun. Darüber war ich sehr erschrocken. Dann hatte ich Gedanken gegen mich selbst. Wie soll ich sagen, eher Impulse. Das machte mir noch mehr Angst. Ich bin ganz bestimmt nicht gefährdet mir oder jemand anderem etwas anzutun. Es macht mich einfach nur fertig und traurig.
Im Moment habe ich eine Erkältung und fühle mich eh besch... !
Ich bin kein Mensch, der tagelang vor dem TV sitzen oder einfach auf dem Sofa liegen kann. Das fällt mir sehr schwer. Mein Mann arbeitet viel und mein Sohn geht bis 16.00 Uhr zur Schule. Wenn ich dann hier rumliege, weil es echt nicht geht, dann habe ich ein schlechtes Gewissen, weil der Haushalt brach liegt. Gestern habe ich gekocht, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte, wenn meine beiden nach Hause kommen, es wäre kein Essen fertig. Es hat mich aber sehr viel Überwindung gekostet, mich hinzustellen. Da ich Fieber habe. Aber anstatt sich zu freuen hieß es nur: Hättest du ja nicht gebraucht.
Das hat mich so wütend gemacht, das ich sehr laut geschrieen habe. Eine Mutter darf eben nicht krank werden, habe ich gesagt. Es war keiner von beiden in der Lage, mich zu Fragen, ob sie etwas für mich tun können. das hat mich noch mehr enttäuscht und noch wütender gemacht. Die Folge: wieder ZG als ich das Besteck in den Geschirrspüler eingeräumt habe.

Ich werde dieses Jahr 38 und habe vieles im Leben durchgemacht. Wann hört das alles endlich auf?
Freue mich über eure Antworten.

01.02.2014 11:56 • 05.02.2014 #1


2 Antworten ↓


Hallo
Also die Zwangsgedanken kenne ich nicht, allerdings schockiert michwie deine Familie reagiert ... :O
Mein Freund leidet auch unter meinen PA's, unterstützt mich aber wo er kann, was mir hilft.

Machst du denn eine Therapie?

LG Susi

05.02.2014 15:28 • #2


Hallo Taya,

tut mir sehr leid, daß es Dir so schlecht geht.

Ich kenne das mit den Zwangsgedanken auch nicht, aber ich kann mir vorstellen, daß das sehr belastend ist, zusätzlich noch solche Gedanken mir sich rumzutragen. Wenn dann noch eine weitere Krankheit hinzukommt, dann wird man mutlos und manchmal auch depressiv. Mir geht es ähnlich, wenn ich zusätzlich zu schlaflosen Nächten mit PA und unruhigen Tagen noch eine Migräne bekomme, unter der ich schon seit meiner Jugend leide.
Aber lass den Kopf nicht hängen, die Erkältung geht auch wieder vorbei.
Du mußt kein schlechtes Gewissen haben, wenn Du krank bist und Deinen Haushalt mal nicht so bewältigen kannst. Es ist sicher auch von Deiner Familie nicht böse gemeint, es ist nur so, daß Männer schlecht damit umgehen können, wenn die Mama oder Ehefrau krank ist, sie sind dann irgendwie hilflos. Ich kenne das zur Genüge.
Bei uns ist es auch so, daß ich diejenige bin, die die meiste Zeit zu Hause verbringt, da ich sehr unregelmäßige Arbeitszeiten habe. Dementsprechend bin ich für alles zuständig und wenn ich dann mal ausfalle, merken sie erstmal, was ich den ganzen Tag so alles leiste. Dann brauchen sie eine gewisse Zeit, um zu akzeptieren, daß Muttern auch keine Maschine ist. Allerdings verstehen sie dann auch, daß ich nicht einsatzfähig bin und greifen selbst mal ein bißchen mit an.
Hast Du mit Deiner Familie schon mal darüber geredet, wie schlecht Du Dich fühlst ? Vielleicht können sie sich gar nicht in Deine Lage versetzen.

05.02.2014 17:47 • #3




Dr. Reinhard Pichler