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Hallo Zusammen,

ich habe ein Problem und hoffe das mir jemand von euch einen Rat oder Tipp geben kann.

Vor etwa 2 Wochen hatte ich seit langem mal wieder eine heftige Panikattacke. Ich bin das mittlerweile ja eigentlich schon gewohnt, weil ich jden Tag mit der Angst davor eine zu bekommen lebe, aber das war eine von der extrem schlimmen Art. Hatte Angst zu sterben, zu ersticken, umzukippen, ...
Seit dem ist die Angst davor erneut eine zu bekommen wieder riesengroß und eigentlich warte ich jeden Tag bereits darauf.
Nun geht es mir seit gestern sehr schlecht. Der Schwindel ist noch dazu gekommen und macht mich fast wahnsinnig.
Bin gestern nach einem halben Tag auf der Arbeit nach Hause gegangen (wo es mir natürlich wieder gut ging). Und heute habe ich mich gleich morgens krank gemeldet.
Morgen wollte ich eigentlich wieder zur Arbeit. Nun war ich aber bei meinem Hausarzt um mir für heute eine Krankmeldung zu holen.
Er meinte ich soll mir ruhig die Woche mal Ruhe gönnen und morgen (habe ich wieder Therapie) mit meiner Therapeutin über eine Entspannungstechnik sprechen.

Nun mein Problem:
Natürlich habe ich nicht wiedersprochen, als mein Doc meinte er schreibt mich bis Freitag krank. Er ist schließlich Arzt und weiß was mir gut tut
Aber nun habe ich Angst davor, dass das genau das Falsche ist und ich so zurück in den teufelskreis falle, weil ich weg laufe anstatt mich der Angst zu stellen. Ich war vor einigen Jahren schonmal in deiesem Kreis drin und war so glücklich als ich es geschafft habe daraus zu kommen.

Mache ich einen Fehler indem ich die Woche zu Hause bleibe?

Bitte helft mir. Ich weiß auch noch nicht was ich meinem Arbeitgeber sagen soll. Das mit der Angst möchte ich ihm nicht sagen, aber weshalb kann man wegen Schwindel 1 Woche krank geschrieben werden?!

Liebe Grüße Schnuppilino

24.02.2009 11:20 • 02.03.2009 #1


5 Antworten ↓


Hallo, ich denke das es nicht so gut für dich ist ne ganze Woche zu Hasue zu bleiben. Ein oder 2 Tage vielleicht, aber nicht länger. Aber ich würde abwarten bis du mit deiner Therapeutin gesprochen hast. Aus meiner Erfahrung ist es nicht gut wegzulaufen. Es ist immer besser sich der Angst zu stellen. Ich weiß, wie schwierig das ist, aber ich glaube es wird dir besser gehen wenn du Donnerstag wieder zur Arbeit gehst. Ich wollte vor 2 Wochen abends mit meinen Freunden weggehen, mir wurde schlecht und daraufhin bekam ich ne Panikattacke, die es echt in sich hatte. Ich hab fast die ganze Nacht vor Angst nicht geschlafen. Aber ich bin trotzdem am nächsten Abend zur Arbeit gegangen. Ich wusste ja, das es mir nicht hilft, mich zu drücken. Egal ob du morgen, Montag oder in 2 Wochen wieder zur Arbeit gehst, die Angst wird die gleiche sein. Also versuche es gleich, je schneller du dich deiner Angst stellst, je schneller kannst du sie besiegen. Außerdem, was machst du denn den ganzen Tag zu Hause? Geht es dir dort besser?
Liebste Grüße
Lauren

24.02.2009 11:50 • #2



Zurück in den Teufelskreis?

x 3


Vielen Dank für die Worte, dass habe ich echt gebraucht.
Bin nun nochmal beim Arzt gewesen und habe die Krankschreibung auf 2 Tage ändern lassen. Nun bin ich bis einschließlich morgen krank geschrieben. Dann habe ich auch das Gespräch mit meiner Therapeutin.

Das wäre mein nächstes Problem gewesen... Allein zu Hause. Denn davor habe ich momentan genausoviel Angst wie vor allem anderen. und da ja alle Freunde arbeiten und auch meine Family kann ich ja den Tag über nichts anfangen und würde wahrscheinlich nur über alles nachdenken.

Dankeschön

24.02.2009 15:58 • #3


Lala-Schwester
Ich finden den Satz Lauren total klasse
"Egal ob du morgen, Montag oder in 2 Wochen wieder zur Arbeit gehst, die Angst wird die gleiche sein."

So habe ich das noch nie wirklich gesehen, aber du hast natürlich vollkommen recht!!
Ich glaub das wird mir helfen wenn ich nocheinmal in einer solchen Lage bin, danke!

Das Wichtigste wurde damit ja schon gesagt, aber nur kurz was zu deinem Arbeitgeber:

Du musst ihm nicht erklären welche Krankheit du genau hast, dazu bist du nicht verpflichtet. Wenn der Arzt dich also krankschreibt (steht denn auf dem Zettel drauf, dass du Schwindel hattest?!), dann warst du eben "krank". Du musst das nicht erläutern und erklären, es war einfach so und Ende. Sag, dass es dir nicht gut ging und du dich ausruhen musstest. Das ist nicht gelogen und damit muss er sich zufrieden geben

Ich wünsche Dir eine schöne restliche Woche

25.02.2009 11:49 • #4


Hallo!

Um direkt einzusteigen:
Ich würde dir raten, deinen Arbeitgeber (am besten deinen direkten Vorgesetzten) in die Geschichte einzuweihen.

Ich war 6Wochen krankgeschrieben und mein Chef hat am Telefon schon diverse Andeutungen gemacht, dass mich das noch den Job kosten könnte. Also habe ich ihn aufgeklärt und versucht, das Problem richtig deutlich darzustellen.
Siehe da, nach dem dritten oder vierten Erklärungsversuch (Vergleich mit Angst vor Spinnen -.-) schien er mich halbwegs zu verstehen. Und das beste daran: Er sagte, ich könne ja einfach mal auf einen Kaffee vorbeikommen.
Dazu muss gesagt sein, dass ich meinen Arbeitsweg immer im Zug zurücklege, wovor ich Angst habe...
Aber ohne den Druck, hinzumüssen, bin ich eines Tages recht locker die Stunde mit dem Zug gefahren
Mittlerweile arbeite ich nach einem sogenannten ärztlichen Wiedereingliederungsplan, nach dem ich momentan nur 3Stunden pro Tag arbeiten darf. Ich kann mir die Zugfahrt auf die Zeiten legen, in denen der Zug fast komplett leer ist. Damit geht's besser.
Und die Idee kam von meinem Chef.

Also, wenn der Chef weiß & versteht, kann er dir sogar ziemlich helfen
Wenn du das Gefühl hast, er ist da nicht soo festgefahren ist und mit sich reden lässt, dürfte dem Gespräch nix im Weg stehen!

LG

26.02.2009 15:02 • #5


hallo!

du bist ja zwar mittlerweile sicher zurück auf der arbeit aber ich würde jedem raten sich garnichterst anzugewöhnen von der arbeit zu flüchten. bei mir wurde es dadurch immer nur schlimmer, da ich statt mich zu konfrontieren und die angst aufzulösen zuhause nur noch mehr nachgedacht habe und die sache nur noch schlimmer wurde.

zum thema den chef einweihen.. ich denke wenn mein chef nicht eingeweiht wäre wäre ich meinen job schon lange los, denn er hatte nachdem ich ihn aufgeklärt hatte verständnis für meine kleinen macken und wir haben uns so arrangiert und es klappt prima!

regards

02.03.2009 03:11 • #6




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