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Wir hatten dieses Thema ja schon öfter und da es diesbezüglich immer wieder Fragen gibt, schaut Euch das hier mal an:





Auswirkungen von Wirbelsäulen-Blockierungen auf Organe

Jeweils zwischen zwei Wirbelkörpern verlässt ein Nervenpaar die Wirbelsäule, welches aus dem Wirbelkanal stammt und mit dem Gehirn verschaltet ist. Diese Nervenpaare versorgen bestimmte Organe oder Körperareale gleich einem „Kabelbaum“, der vom zentralen Schaltraum aus die einzelnen Räume eines Hauses versorgt.
Wichtige Verbindungen der Wirbelsäulensegmente zu bestimmten Organen sind beispielsweise:

C 2 – Hörnerv, Augen
C 5/6 – Schultern, Arme, Finger
C 7 – Schilddrüse

Th 2 – Herz
Th 4 – Galle
Th 5 – Magen
Th 10 – Nieren

L1 – Dickdarm
L3 – Blase
L5 – Unterschenkel



Zur Erklärung:
C heißt cervikal und steht für Halswirbel
Th heißt thorakal und steht für Brustwirbel
L heißt lumbal und steht für
Lendenwirbel

Wirbelsäulenblockierungen in bestimmten Segmenten können also Gesundheitsstörungen in entsprechenden Organen oder Organzonen hervorrufen. Bei C 5/6-Blockierungen kommt es z.B. zu Missempfindungen u./o. Schmerzen in den Armen, meist in den frühen Morgenstunden; eine Blockierung bei Th 6 kann zu Magenbeschwerden (Krämpfe, Appetitlosigkeit...) führen, ohne dass sich bei einer Magenspieglung irgendein Anhalt für eine Magenerkrankung finden ließe; und eine Problematik bei L 3 ist eine häufige Ursache für funktionelle Blasenbeschwerden (Inkontinenz oder auch Harnverhalt).
An dieser Stelle wird ein Problem deutlich: Oft wird in der ärztlichen Praxis nach der Ursache einer Erkrankung lediglich im erkrankten Organ gesucht, mittels Ultraschall, Röntgen oder Endoskopien nichts gefunden und der Patient als ein Fall für den Psychologen eingestuft. Leider werden noch sehr selten Zusammenhänge zwischen Organ und Wirbelsäule gesehen. In der Tat besteht kaum eine chronische Erkrankung ohne ein gestörtes Wirbelsäulensegment! Warum dennoch in einigen Fällen von Wirbelsäulenblockierungen der Psychologe konsultiert werden sollte, besprechen wir im nächsten Kapitel.

Bezug zwischen Wirbelsäule und Psyche

Jeder Mensch, der unter ständigen Schmerzen zu leiden hat (egal ob an der Wirbelsäule, an anderen Teilen des Bewegungsapparates oder unter chronischen Kopfschmerzen), wird wissen, welche Auswirkungen das auf seine Psyche hat. Ein Dauerschmerz zermürbt, macht manchmal aggressiv oder unduldsam. Aber auch der umgekehrte Weg ist möglich.
Es gibt auch Entsprechungen von seelischen Problemen zu einzelnen Wirbelsäulensegmenten, welche dann mit Schmerz oder Verspannung antworten. Die Seele macht gewissermaßen durch körperliche Erscheinungen auf sich aufmerksam.
Es gibt Autoren, die sogar jeder einzelnen WS-Blockierung ein ganz bestimmtes Verhaltensmuster zuordnen. So liest man dann beispielsweise beim Segment C2: „Ablehnung von Weisheit, Weigerung zu wissen oder zu verstehen, Unentschlossenheit.“ Als Ursache für das gestörte WS-Segment Th6 steht: „Wut auf das Leben, zurückgehaltene negative Emotionen, ständige Sorgen“ und dem Segment L3 sind „Sexueller Missbrauch, Schuldgefühle, Selbsthass“ zugeordnet. Das Kreuzbein sieht man allgemein in Verbindung mit Partnerschaft, bzw. zwischenmenschlichen Beziehungen.
Diese Entsprechungen sind keineswegs pauschal zu verwerfen, sie sind jedoch stets am speziellen Fall zu prüfen, mit Zurückhaltung anzuwenden und nicht als Gesetzmäßigkeit zu werten. Sie können allemal als Hinweise dienen.
Dass es ganz allgemein Verbindungen von Charakter und Wirbelsäule geben muss, gibt uns schon von Alters her der Volksmund zu verstehen, in Formulierungen wie z.B.: „kein Rückgrat haben“, „vor jemandem buckeln“, „sich vor jemandem krumm machen, verbiegen“, „schwer auf den Schultern lasten“ oder „Er ist ein gebrochener Mann“.
Ein aufrechter, aufrichtiger, selbstbewusster Mensch zeigt das auch mit einer aufrechten, (nicht steifen) Haltung – wieder ein Wirbelsäulenbezug! Eine bestimmte Lebenshaltung zeigt sich in einer entsprechenden Körperhaltung.
Solche Bezüge zwischen Psyche und Wirbelsäule in eine ganzheitliche Therapie einzubeziehen, kann äußerst hilfreich sein. Vor allem dann, wenn trotz umfassender Körpertherapie eine Heilung nicht vorankommt oder ein Wirbelsäulen-Problem immer wieder auftritt, ohne dass eine äußere Ursache erkennbar ist.

01.10.2008 07:19 • 01.10.2008 #1


22 Antworten ↓


Wenn ihr dazu Fragen habt, antworte ich gerne!

01.10.2008 07:20 • #2



Wirbelsäule! Nervenbahnen und Zusammenspiel mit Organen

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Hallo Hoffnung,

vielen Dank für diese tolle Zusammenstellung, da haste Dir ja viel Mühe gemacht.

Ich denke, dass kann schon vielen weiterhelfen.

Grüsslis
Gabi

01.10.2008 07:39 • #3


Natürlich ist das jetzt nicht die Lösung für unser aller Problem, aber man muß körperliche Reaktionen manchmal wirklich komplexer sehen ! Als Laie denkt man ja oft nicht an sowas und auch nicht jeder Arzt denkt bei Magenschmerzen an Rückenprobleme! Aber man sollte auch diese Möglichkeit mal in Betracht ziehen!

Mir tat die ganze Nacht meine rechte Hüfte weh und tut es immer noch ... bin mir ziemlich sicher, dass das auch vom Rücken kommt ... ich bin so verspannt und verdreht, dass ich auch wieder Magenschmerzen habe. Ich spüre das, je nachdem wie ich mich bewege. Solche Infos sind auch für einen Arzt wichtig ... dann kann er besser seine Diagnose stellen.

Also auf zum Chiropraktiker!

01.10.2008 07:51 • #4


Bei mir kann das auch der Fall sein da ich einen Beckenschiefstand hab durch zu kurzes Bein. Und dadurch mein Atlaswirbel verschoben ist und ich auch Probl mit BWS hab. Ich bin auch im Schulterbereich total verspannt,und hatte auch schon linken Arm wie taub abr bis jetzt nur Therapie und spritzen bekommen.

01.10.2008 08:06 • #5


Vorsicht mit Spritzen! Die nehmen nur den Schmerz, aber ändern nichts an der Ursache!

Blockaden des Atlas sind sehr, sehr häufig und werden durch Fehlhaltungen verursacht ... gerade im Nackenbereich sind dann Nervenbahnen schnell eingeengt und man hat alle möglichen Beschwerden.

Bei Dir können gezielte Rückenübungen viel bewirken. Die Muskulatur stützt und gleicht aus ... wenn die richtig trainiert ist, kann sie viel auffangen. Gibt´s gute Rückenschulkurse in Deiner Nähe?

01.10.2008 08:12 • #6


Missyou
Vielen Dank hierfür! Das sind echt sehr hilfreiche Informationen.
Da ich ja im Moment auch zur KG gehe hoffe ich, dass es sich bei mir bald bessern wird! Ich bin halt uch immer so ungeduldig. Ich denke wenn ich dahin gehe mit Schwindel und Kopfschmerzen und ich werde behandelt dass ich dann 10 Minuten später keinen Beschwerden mehr haben dürfte...aber so ist es leider nicht

01.10.2008 08:41 • #7


Missyou
Zitat von Sandra04849:
Bei mir kann das auch der Fall sein da ich einen Beckenschiefstand hab durch zu kurzes Bein. Und dadurch mein Atlaswirbel verschoben ist und ich auch Probl mit BWS hab. Ich bin auch im Schulterbereich total verspannt,und hatte auch schon linken Arm wie taub abr bis jetzt nur Therapie und spritzen bekommen.


Ich habe auch Beckenschiefstand..und das scheint sich wohl auf die komplette linke Seite auszuwirken...aber ich bekomme das einfach nicht in den Griff!

01.10.2008 08:44 • #8


Nein, das dauert! Und regelmäßiges Rückenaufbautraining nicht vergessen ! Ist auch wichtig! Denn nur eine gut gestützte Wirbelsäule neigt weniger zu Verletzungen und somit auch zu Fehlhaltungen, die dann negativ auf die Muskulatur wirken = Verspannungen!
Es ist ein langer Weg, aber es lohnt sich.

Das mit dem Schwindel ist eklig - mit der richtigen Behandlung bekommt man das aber in den Griff!

01.10.2008 08:47 • #9


Man bekommt aber nur einmal Quartalsweise KG verschrieben beim Rückentraining war ich noch nicht. Aber dei bei unds Im KH nehmen einen auch nicht für voll awr da schon in Notfallambulanz wie gesagt nur Spritzen.
Wir haben bei uns im Ort ein Fachklinik für Orthopädie.

01.10.2008 08:50 • #10


Missyou
Zitat von Hoffnung40:
Nein, das dauert! Und regelmäßiges Rückenaufbautraining nicht vergessen ! Ist auch wichtig! Denn nur eine gut gestützte Wirbelsäule neigt weniger zu Verletzungen und somit auch zu Fehlhaltungen, die dann negativ auf die Muskulatur wirken = Verspannungen!
Es ist ein langer Weg, aber es lohnt sich.

Das mit dem Schwindel ist eklig - mit der richtigen Behandlung bekommt man das aber in den Griff!


meinst du echt man kann das noch loswerden?
also jedesmal wenn ich hingehe, hat sich meine HWS schon wieder etwas verschoben. Sie meinte halt, ich soll momentan noch keinen Muskelaufbau machen weil wir erstmal alles in den Griff bekommen müssen, sprich die Fehlhaltung weg bekommen...und dann wollen wir anfangen mit Übungen zum Muskelaufbau und Unterstützung der HWS.
Glaubst du das wird helfen? Oh man...ich bin so verzweifelt im Moment...Schwindel ist ja echt so was belastendes

01.10.2008 08:50 • #11


Ok - das ist der Nachteil der Gesundheitsreform - leider werden solche Therapien nicht unterstützt - oder nicht meh, da jahrelang Leute ohne wirkliche Beschwerden sich Mass. haben verschreiben lassen ... nun müssen wir, die echt Schmerzen haben darunter leiden.

Aber die KG-Übungen kann man auch gut zu Hause machen - man muß es nur tun! Ich habe den Vorteil, dass ich selbst Kurse anbiete und so Rückenübungen immer mit einbaue!

Es gibt auch ein paar gute DVD´s für zu Hause! Das kommt dann aber auf dich drauf an. Lieber in der Gruppe oder alleine zu Hause?

Fachklinik bedeutet nicht, dass du als ambulanter Patient gut versorgt wirst - auch da herrscht das Prinzip der Fließbandabfertigung

01.10.2008 08:55 • #12


Ich hab noch Herzrasen und Atemnot dazu aber wird ja alles auf Psyche geschoben. Alles andere wurde abgeklärt wegen Herzrasen.Meine HWS knirscht und knackt und mein Kiefer auch beim öffnen des Mundes.

01.10.2008 08:56 • #13


Missyou
Zitat von Sandra04849:
Ich hab noch Herzrasen und Atemnot dazu aber wird ja alles auf Psyche geschoben. Alles andere wurde abgeklärt wegen Herzrasen.Meine HWS knirscht und knackt und mein Kiefer auch beim öffnen des Mundes.


ja, das mit dem Kiefer hab ich auch. Hab jetzt ne Beißschiene für Nachts und bekomme auch extra KG für Kiefer und Kopf

01.10.2008 08:57 • #14


Zitat von Missyou:
Zitat von Hoffnung40:
Nein, das dauert! Und regelmäßiges Rückenaufbautraining nicht vergessen ! Ist auch wichtig! Denn nur eine gut gestützte Wirbelsäule neigt weniger zu Verletzungen und somit auch zu Fehlhaltungen, die dann negativ auf die Muskulatur wirken = Verspannungen!
Es ist ein langer Weg, aber es lohnt sich.

Das mit dem Schwindel ist eklig - mit der richtigen Behandlung bekommt man das aber in den Griff!


meinst du echt man kann das noch loswerden?
also jedesmal wenn ich hingehe, hat sich meine HWS schon wieder etwas verschoben. Sie meinte halt, ich soll momentan noch keinen Muskelaufbau machen weil wir erstmal alles in den Griff bekommen müssen, sprich die Fehlhaltung weg bekommen...und dann wollen wir anfangen mit Übungen zum Muskelaufbau und Unterstützung der HWS.
Glaubst du das wird helfen? Oh man...ich bin so verzweifelt im Moment...Schwindel ist ja echt so was belastendes


Das ist voll ok so!

01.10.2008 09:01 • #15


Ja, das mit der Kiefermassage wollte ich auch gerade erwähnen. Die ist nicht ganz angenehm, aber manchmal notwendig. Ich kann die Schiene nicht im Mund tragen, dann fange ich an zu würgen und dementsprechend oft habe ich Zahnschmerzen - kommt alles von der Muskulatur ... mache mir die Mass. oft selbst. Da hilft auch die Mass. der HWS - da gibt es einen Punkt am Querfortsatz des Atlas - dabei muß man den Kopf zur Seite neigen und vorsichtig den Punkt suchen ... naja, vielleicht doch besser den Fachmann machen lassen.

01.10.2008 09:08 • #16


Hab dadurch auch Panikattacken bekommen ist schrecklich.

01.10.2008 09:10 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Von der Kiefermassage? Oder gingen die bis runter an den Hals?

01.10.2008 09:14 • #18


meinst du mcih Hoffnung?

01.10.2008 09:19 • #19


Missyou
also ich hab mit der Kiefermassage gute Erfahrungen. Klar, ist nicht angenehm wenn jemand einem im Mund rumfummelt aber ich seh es halt als eine Notwendigkeit an und ich und meine Therapeutin haben auch schon festgestellt, dass meinen Kiefermuskulatur schon viel besser geworden ist!

01.10.2008 09:21 • #20



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