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Eine Frage brennt mir schon lange auf der Seele und zwar die Frage, wie lange soll ich die Nebenwirkungen eines neuen Medikamentes tolerieren, bevor ich sage, stopp es geht nicht mehr? Wie entscheidet ihr, wann ihr ein Medikament absetzt? Ich werde jetzt wohl schon das dritte Mittel dieses Jahr bekommen. Mit dem ersten hab ich es vier Wochen versucht, bis ich es abgesetzt habe und mit dem zweiten sogar fast acht Wochen.

15.03.2020 17:24 • 21.03.2020 #1


45 Antworten ↓


Gorilla
Ich nehme zwar keine Medikamente, aber wenn ich welche nehmen würde und ich hätte Nebenwirkungen dann würde ich diese sofort absetzen.

15.03.2020 19:05 • #2



Hallo Judith2121,

Wie lange Nebenwirkungen von Medikamenten tolerieren

x 3#3


Laraow
Magst du genauer erklären um welche Medikamente es sich handelt ?

15.03.2020 19:07 • #3


Dore
Ich finde, es kommt darauf an, welche Nebenwirkungen es sind, und wie stark sie sind und ob es typisch für ein Medi ist.

15.03.2020 19:38 • #4


Zitat von Laraow:
Magst du genauer erklären um welche Medikamente es sich handelt ?
Bei mir handelte es sich um Antidepressiva. Ich habe bisher von allen Medikamenten starke Benommenheit, Schwindel und Müdigkeit bekommen.

15.03.2020 19:56 • #5


Zitat von Dore:
Ich finde, es kommt darauf an, welche Nebenwirkungen es sind, und wie stark sie sind und ob es typisch für ein Medi ist.
es handelt sich um Nebenwirkungen aus dem Beipackzettel, sind also wohl typisch. Dabei handelt es sich vor allem um Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit.

15.03.2020 19:59 • #6


Laraow
Das klingt ja nicht so toll
Was sagt denn der Arzt ?
Und kannst du es dir vorstellen ohne Medikamente zu leben ?

15.03.2020 20:26 • #7


Das ist auch immer eine schwierige Frage. Hast du nur Nebenwirkungen oder auch positive Effekte. Es heißt ja immer, dass es erstmal schlechter werden kann. Auf der anderen Seite sind manche Ärzte der Meinung, dass man schon die ersten zwei Wochen was bemerken sollte, obwohl die Leitlinien etwas Anderes sagen. Das ist ein ganz schöner Mist mit diesen Medikamenten, wir sind wie Versuchskanninchen. Für diejenigen die schnell Hilfe brauchen, ist das echt schwierig, immer wieder das Warten.

15.03.2020 21:18 • #8


Zitat von Laraow:
Das klingt ja nicht so toll Was sagt denn der Arzt ?Und kannst du es dir vorstellen ohne Medikamente zu leben ?
bis jetzt hab ich die letzten zwei immer wieder absetzen müssen. Ich glaube im Moment ist nicht so der richtige Zeitpunkt die Tabletten ganz abzusetzen.

15.03.2020 23:10 • #9


Zitat von Schluri77:
Das ist auch immer eine schwierige Frage. Hast du nur Nebenwirkungen oder auch positive Effekte. Es heißt ja immer, dass es erstmal schlechter werden kann. Auf der anderen Seite sind manche Ärzte der Meinung, dass man schon die ersten zwei Wochen was bemerken sollte, obwohl die Leitlinien etwas Anderes sagen. Das ist ein ganz schöner Mist mit diesen Medikamenten, wir sind wie Versuchskanninchen. Für diejenigen die schnell Hilfe brauchen, ist das echt schwierig, immer wieder das Warten.
positiv ist, dass ich nur noch selten Angstattacken habe, es ist aber auch nicht toll, den ganzen Tag wie ein Schlafwandler rumzulaufen. Ist als hätte man mal eine ganze Nacht nicht geschlafen und hätte noch dazu einen Kater. Mit den Versuchskaninchen hast du so recht, manchmal komme ich mir echt so vor.

15.03.2020 23:14 • #10


Schlaflose
Zitat von Judith2121:
Bei mir handelte es sich um Antidepressiva. Ich habe bisher von allen Medikamenten starke Benommenheit, Schwindel und Müdigkeit bekommen.


Welche genau? Wenn es sedierende/schlafanstoßende ADs sind, ist das ja mit der Müdigkeit gewollt. Ich nehme seit über 20 Jahren welche wegen meinen Schlafstörungen. Wenn man von Natur aus unruhig und aufgedreht ist, helfen solche ADs sehr gut und man wird einfach ruhiger ohne tagsüber müde zu sein. Schwindel und Benommenheit hatte ich nur die ersten 1-2 Wochen.
Es gibt anregende ADs (hauptsächlich SSRI), bei denen das nicht so ist. Da sind die anfänglichen Nebenwirkung eher stärkere Unruhe und Aufgedrehtheit. Aber das sollte auch nach 3-4 Wochen verschwinden.

16.03.2020 10:40 • x 1 #11


Zitat von Judith2121:
positiv ist, dass ich nur noch selten Angstattacken habe, es ist aber auch nicht toll, den ganzen Tag wie ein Schlafwandler rumzulaufen. Ist als hätte man mal eine ganze Nacht nicht geschlafen und hätte noch dazu einen Kater. Mit den Versuchskaninchen hast du so recht, manchmal komme ich mir echt so vor.


Weißt du woher deine Angstattacken kommen? Nimmst du auch im Notfall ein Benzodiazepin? Bei mir steht auch die Angststörung immer Vordergrund, aber ich weiß nicht woher das kommt. Habe schon seit 9 Jahren so ziemlich alles gemacht. Nehme ich mal ein Benzodiazepin geht es mir um Welten besser. Das ist einfach nur so nervig mit den Antidepressiva. Wenn man mal so liest, helfen Antidepressiva vielleicht 50 Prozent den Leuten. Auch im Bekanntenkreis kenne ich niemanden der sagt, dass sie super helfen.

16.03.2020 11:07 • x 1 #12


Zitat von Schlaflose:
Welche genau? Wenn es sedierende/schlafanstoßende ADs sind, ist das ja mit der Müdigkeit gewollt. Ich nehme seit über 20 Jahren welche wegen meinen Schlafstörungen. Wenn man von Natur aus unruhig und aufgedreht ist, helfen solche ADs sehr gut und man wird einfach ruhiger ohne tagsüber müde zu sein. Schwindel und Benommenheit hatte ich nur die ersten 1-2 Wochen. Es gibt anregende ADs (hauptsächlich SSRI), bei denen das nicht so ist. Da sind die anfänglichen Nebenwirkung eher stärkere Unruhe und Aufgedrehtheit. Aber das sollte auch nach 3-4 Wochen verschwinden.
danke für die vielen Infos, muss ich mal in Ruhe überdenken

16.03.2020 11:13 • #13


Zitat von Schluri77:
Weißt du woher deine Angstattacken kommen? Nimmst du auch im Notfall ein Benzodiazepin? Bei mir steht auch die Angststörung immer Vordergrund, aber ich weiß nicht woher das kommt. Habe schon seit 9 Jahren so ziemlich alles gemacht. Nehme ich mal ein Benzodiazepin geht es mir um Welten besser. Das ist einfach nur so nervig mit den Antidepressiva. Wenn man mal so liest, helfen Antidepressiva vielleicht 50 Prozent den Leuten. Auch im Bekanntenkreis kenne ich niemanden der sagt, dass sie super helfen.
nein ich nehme nur die Antidepressiva, sonst trinke ich nur mal zusätzlich einen Schlaf und Nerventee oder ganz selten wenn es ganz schlimm ist nehme ich eine Neurexan.

16.03.2020 11:18 • x 1 #14


Zitat von Judith2121:
nein ich nehme nur die Antidepressiva, sonst trinke ich nur mal zusätzlich einen Schlaf und Nerventee oder ganz selten wenn es ganz schlimm ist nehme ich eine Neurexan.


Habe ich auch schon alles probiert, hilft bei mir nicht. VG

16.03.2020 12:34 • x 1 #15


-Leeloo-
@Judith2121
Hallo, ich habe mich über Jahre mit inzwischen dem 8. AD quasi als Versuchskaninchen gefühlt. Leider hat keines dieser geholfen. Die Nebenwirkungen waren u. a. auch Benommenheit, Schwindel, DR, Magen-Darm Beschwerden, Unruhe oder Schläfrigkeit, Herzrasen usw. Diese Symptome habe ich auch ohne AD, deshalb wird es schwer, immer und immer wieder etwas auszuprobieren. Habe nun zwei Jahre ohne einigermaßen gut gelebt. Leider hat die Misere im letzten Jahr wieder begonnen mit Angst und Panik, deshalb bin ich wieder bereit dazu, merke allerdings, dass das Medikament nicht ohne ist und weiß nicht, ob ich es weiterhin nehme, es handelt sich um ein Bedarfsmedikament. Gewartet hatte ich zu Beginn etwa 6 Wochen, aber die Abstände wurden dann immer kürzer.

16.03.2020 12:53 • x 1 #16


Zitat von -Leeloo-:
@Judith2121 Hallo, ich habe mich über Jahre mit inzwischen dem 8. AD quasi als Versuchskaninchen gefühlt. Leider hat keines dieser geholfen. Die Nebenwirkungen waren u. a. auch Benommenheit, Schwindel, DR, Magen-Darm Beschwerden, Unruhe oder Schläfrigkeit, Herzrasen usw. Diese Symptome habe ich auch ohne AD, deshalb wird es schwer, immer und immer wieder etwas auszuprobieren. Habe nun zwei Jahre ohne einigermaßen gut gelebt. Leider hat die Misere im letzten Jahr wieder begonnen mit Angst und Panik, deshalb bin ich wieder bereit dazu, merke allerdings, dass das Medikament nicht ohne ist und weiß nicht, ob ich es weiterhin nehme, es handelt sich um ein Bedarfsmedikament. Gewartet hatte ich zu Beginn etwa 6 Wochen, aber die Abstände wurden dann immer kürzer.

Vielen Dank, mir geht es ganz ähnlich wie dir. Ich fühle mich auch nur noch wie ein Versuchskaninchen. Manchmal frage ich mich auch nach welchen Kriterien der Arzt entscheidet, welches Medikament er einem jetzt wieder verschreibt. Langsam denke ich, ich sollte gar keins mehr nehmen, dann könnte ich mich vielleicht wieder wie ein normaler Mensch fühlen, aber dann kommt wieder die Angst hoch. Deshalb versuche ich ein Medikament nach dem anderen, in der Hoffnung, dass es eventuell irgendwann mal eins gibt, was hilft. Mal sehen wieviel Mittel ich noch testen muss.

16.03.2020 13:36 • x 1 #17


Zitat von Schluri77:
Habe ich auch schon alles probiert, hilft bei mir nicht. VG
kurzzeitig hilft es schon bei mir, aber auch nur ergänzend. Möchte ungern Tavor oder so nehmen.

16.03.2020 13:39 • #18


Zitat von Judith2121:
kurzzeitig hilft es schon bei mir, aber auch nur ergänzend. Möchte ungern Tavor oder so nehmen.


Ich werde meinen Arzt mal wegen Lithium ansprechen, soll man ja eigentlich nehmen, wenn man nicht genug Wirkung mit einem ad erzielen kann. Gibt auch noch atypische Neuroleptka die man dazunehmen kann. Möchte auch nicht unbedingt ein benzo sprich tavor nehmen.

16.03.2020 16:36 • x 1 #19


Zitat von Schluri77:
Ich werde meinen Arzt mal wegen Lithium ansprechen, soll man ja eigentlich nehmen, wenn man nicht genug Wirkung mit einem ad erzielen kann. Gibt auch noch atypische Neuroleptka die man dazunehmen kann. Möchte auch nicht unbedingt ein benzo sprich tavor nehmen.
okay wusste ich auch noch nicht, muss ich mir mal merken.

16.03.2020 16:51 • #20




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