Pfeil rechts

Ich leide unter einer Angststörung, die mich nun schon seit über 10 Jahren begleitet.
Mache eine Therapie und war auch schonmal 8 Wochen in einer psychosomatischen Klinik ( ist allerdings schon 6 Jahre her).
Zur Zeit gehts mir wieder ziemlich schlecht, habe diverse körperliche Symptome und mir gelingt es so gut wie gar nicht, diese Symptome als Ausdruck meiner Angst zu sehen. Ich habe Angst an einer schlimmen körperlichen Krankheit zu leiden, habe Angst zu sterben, wenn die Symptome so übermächtig sind.
Habe viele Arztbesuche hinter mir, es wurde mehrmals Blut untersucht, EKG gemacht, EEG, MRT vom Kopf usw, alles war oB und mir wird vom Arzt körperliche Gesundheit bescheinigt. Eigentlich ein Grund um froh zu sein, nur leider kann ich es nicht glauben, weil ich ja täglich diese Symptome erlebe.
Es macht mich teilweise wahnsinnig und ich bin verzweifelt. Bin nur noch ein Schatten meiner Selbst. Mag so nicht leben, es macht keinen Spass. Hab schon etliches an Büchern über Angststörungen gelesen, theoretisch ist mir vieles klar.
Würd mich freuen, mich mit gleichgesinnten auszutauschen.
Falls ihr noch Fragen habt, immer raus damit.

Lg Jono

27.11.2007 15:33 • 28.12.2007 #1


21 Antworten ↓


sHallo,
ich kenne das sehr gut. Ich leide zwar noch nicht so lange wie du, aber ich denke das macht keinen Unterschied. Ich denke jeden Tag das ich irgendeine schlimme Krankheit habe und möchte es immer gleich abklären lassen. Das schwierige ist bei mir das die Symptome ständig wechseln. Mal ist es das Herz, die Atmung, der Schwindel, die Augen,
der Kopf(ganz aktuell). Hirntumor oder ähnliches............
In dem letzten Jahr bin ich wahrscheinlich gedanklich an 100 verschiedenen Krankheiten erkrankt. Es schlaucht, macht einen wahnsinnig und hindert an allem. Aber ich denke wir müssen uns mit dem Befund gesund abfinden, was ja auch gut ist. Je mehr Ärzte, desto mehr Unsicherheit. So wars bei mir. Und wenn man mal ganz ehrlich zu sich selbst ist, passen die wechselnden Symptome auch nicht wirklich zu irgendeiner organischen Erkrankung. Einen Rat kann ich dir auch nicht wirklich geben, da es mir ja auch so geht und ich selber auf der Suche bin. Wenn man es so akzeptieren würde, würde es uns wahrscheinlich schneller wieder besser gehen.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft dabei.
LG mela

27.11.2007 18:16 • #2



Warum ist es so schwer?

x 3


Ich leide auch schon seit Jahren unter Panikattacken. Manchmal gehen sie für längere Zeit weg, aber leider kommen sie immer wieder. Ich versuche es zu akzeptieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es mir besser geht, wenn ich etwas sinnvolles tue.

Mona Lisa

27.11.2007 19:15 • #3


hallo jono
Habe meine Angsterkrankung jetzt seid 11 Jahren und habe auch diese furchtbare Angst vor Erkrankungen habe ständig irgend welche Symptome ist das eine besser fängt das nächste an .Ich mache auch eine Therapie und war vor 6 Jahren für 5 Monate in einer Tagesklinik.zur Zeit ist es bei mir auch wieder schlimmer ,versuche mich so gut wie möglich abzulenken aber zur Zeit ist es schwierig .nimmst du Medikamente?


LG.TINI

27.11.2007 21:18 • #4


Hallo ihr Drei,

vielen Dank für eure Antworten.
Das mit dem akzeptieren ist das Problem, es fällt mir so verdammt schwer.
Gestern musste ich früher von der Arbeit los, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, hatte so schlimme Symptome und hatte nur noch Angst gleich umzufallen....
Das hat mich dazu gebracht, gestern das erste Mal Medikamente zu nehmen. Hab die Packung hier bestimmt schon 3 Wochen liegen, mich aber nie getraut, aus Angst vor den Nebenwirkungen, sie zu nehmen. Nun hoffe ich das ich am Ball bleibe und sie zumindest etwas helfen.
Wünsche euch auch allen ganz viel Kraft und hoffe das wir irgendwann lernen bzw akzeptieren können, das die angst uns nichts schlimmes anhaben kann.

Lg Jono

28.11.2007 11:01 • #5


Makani
Das kenn ich auch,bei mir ging es lange einigermaßen gut,
jetzt fängt es wieder an.die letzen Tage waren schlimm,
eine Angst und Panikattake jagte bald die andere.
Schwindelig,mus aufpassen um nicht umzukippen
bekomme dann auch nichts mehr auf die Reihe
Therapie mach ich auch schon über viele Jahre,
es hilft auch,aber irgentwann kommen dann doch wieder die Attaken,
ich weiß manchmal garnicht wie so,
es passiert auch wenn kein Stress ist.
Oft denk ich auch,wenn das so weiter geht,
das ist doch kaum zu ertragen.
Ich sag mir dann auch,die Angst kann dir doch nichts,
aber das hilft auch nicht.

28.11.2007 12:07 • #6


Hallo Jono71

kenne jetzt nicht unmittelbar deine Beschwerden, aber wenn du organisch gesund bist, ist das erstmal viel wert. Nach 10 Jahren Angst und keine Lösung in Sicht, solltest du die Initiative selbst ergreifen und nicht auf Hilfe von Außen warten. Ich hatte auch gehofft, das ich mit den herkömmlichen Methoden der Psychotherapien mir helfen kann. Dem war leider nicht so. Und warum das so bei mir ist wird wird mir immer klarer mit der Zeit und ich habe die Erfahrung gesammelt, das, je schlechter es mir ging, umso besser konnte ich wichtige Zusammenhänge erkennen. Es war meine schöpferischste Zeit. damals hab ich nur nicht gewußt, das diese Zeiten einem einfach auch die Lösung näher bringen. Ich war damals auch sehr verzweifelt und hoffnungslos.
Mit allgemeinen Labern kann ich jedoch auch keinen Menschen hier helfen. Es ist alles persönlich und individuell so unterschiedlich. man müßte viel von einem Anderen erstmal wissen, um sinnvolle Ratschläge geben zu können. Außerdem hat ja jeder auch so seine Vorstellungen vom Leben und würde sicher nicht über längere Zeit sein Verhalten nach Vorstellungen irgendeines Fremden ändern.
Ich weiß aber nunmehr auch, das die Änderungen ziemlich umfangreich werden könnten bei längerer Krankheitsgeschichte. Hatte anfangs auch falsche Vorstellungen davon. Aber wenn es einem dann wieder besser wird, belasten die überhaupt nicht, sondern man macht diese dann auch gern.

Alles Gute

28.11.2007 12:32 • #7


hallo ihr, leide selbst seit 9 jahren an pa. anfangs nur sporadisch pa, aber in den letzten jahren immer häufiger. trotz 2 jähriger therapie, die mir gut getan hat und wie ich finde pa besser verarbeite, leide ich unter starken angstzuständen. mittlerweile täglich. ich finde, das mit dem akzeptiern der krankheit, dass man nichts hat, ist sehr sinnvoll, aber man muß erst mal in der lage sein während ner pa, davon überzeugt zu sein. bin auch mitten in einer attacke und kann mir jetzt sagen, dass ich nix habe, aber wircklich glauben tu ich dies im moment nicht. es ist mal leichter, aber auch mal schwerer. habe plätzchenteig mit hand geknetet (um ca. 10.00); meine nase ist verstopft; war ziemlich anstrengend einen geschmeidigen teig zusammen zu kneten. danach war ich so ausser atem, dass plötzlich druck im kopf entstand, mir kalt wurde und ich das gefühl hatte ich wäre 5 km gelaufen. kann das normal sein? sofort gedanken: herz schafft nicht mal kleinste anstrengung; oder lunge ? hand tat weh, muskelerkrankung ? was soll das ? habe um 12.00 aspirin genommen. ist nicht wircklich vorbei. wie soll ich mir jetzt sagen, es ist nix? vielleicht ist ja diesmal wirklich was?! vielleicht melde ich mich auch mal an. hab mich bis jetzt noch nicht getraut. lese aber viel.lg.

28.11.2007 13:06 • #8


Ihr sprecht mir alle aus der Seele....

Ich weiss auch das ich nicht auf Hilfe von aussen warten darf, das ich es selbst bin, die meine Angst verursacht bzw meine Symptome. Aber das fällt mir grad so schwer. Ich kann auch nicht wirklich eine Ursache greifen. Ich habe so Muskelschmerzen und ich glaube, das es daran liegt, dass ich den ganzen Tag auf 180 bin und sämtliche Muskeln extrem anspanne, aber gleichzeitig hab ich Angst, das etwas schlimmes passiert ich umfalle... Mir ist schwindelig, ich zittere, habe echt Angst den Verstand zu verlieren. Es ist mir unbegreiflich, das Angst so mächtig ist.

Es tut mir gut darüber zu schreiben und zu sehen, dass ich nicht allein auf der Welt bin mit diesen Symptomen.

28.11.2007 14:57 • #9


ich habe genau das selbe angst zustände wie noch nie manchmal würde ich alles aufgeben aber das ist echt falsch. Ich hatte nicht viele Menschen als es mir so richtig schlecht ging.

Nur meine Freundin und ihre Tante waren immer für mich da.

ich bin noch sehr jung und wünsche mir so sehr ein normales Leben.

Ich habe immer diese Hyperventilationsstörungen das ist sehr schlimm.

aber ich mache eine Therapie und ich hoffe sehr das es mir helfen wird.

Wenn ich irgendwo alleine hin fahren soll, dann gehts mir richtig schlecht manchmal klappt das halt aber nicht immer

aber dafür bin ich dann stolz auf mich ,dass ich es alleine geschafft habe;)

ich habe eine Ausbildung abgebrochen weil ich es einfach nicht mehr konnte.

als erstes wollte ich keine Therapie machen, aber die Tante meiner Freundin hat mir immer wieder Mut gemacht das die Therapie was bringt.

Und ich bin ihr sowas von dankbar, dass sie mir so ein Mut gemacht hat.

denn ich bin seit August in behandlung;)

Ich finde es total blöd, wenn andere Leute darüber lachen was ich habe denn ich finde es überhaupt nicht witzig.

bitte schreibt mir zurück wenn ihr interesse habt.

gruß

28.11.2007 15:41 • #10


Makani
Das ist bestimmt nicht witzig,da geb ich Recht.
Ich mag es auch nicht wenn man dann nur dumm angeguckt wird,
so nach dem Motto stell dich nicht so an.
Aber ich denkl mal ,was wir in den Situationen durchmachen,
das kann so wie so keiner nachvollziehen.
Das ist keine entschuldigung für das Verhalten der anderen,
ich sag immer, ihr könnt froh sein,das ihr das nicht durchmachen m üßt.
Das Herzrasen,die ungemeine Angst das was passiert,
den Schwindeln,das zittern,
vor allen es kommt mit einmal ohne Vorwahrnung geht es lso.
Bei mir kommt dann noch mal Angst vor der Aura bei Migräne auch dazu,
es ist echt manchmal zum verzweifeln.

LG Makani

28.11.2007 18:37 • #11


hallo Makani ja da hast du wirklich recht das ist auch nicht witzig:(

ich versuche immer ruhig zu bleiben aber manchmal geht das halt leider nicht deshalb mach ich eine Therapie ich bin froh, dass ich damit nicht alleine bin.

voralem ich hase es so sehr das die anderen einen nicht verstehen und denken man sei bekloppt

lg mausi

28.11.2007 19:05 • #12


Makani
Hallo Mausi,gneu das ist es auch,das man für bekloppt,oder für verrückt gehalten wird.
Da kommen wieder diese,die ich so abgrundtief hasse ,in jeder Richtung Vorutreile gegen alles zum Vorshein.
Man kann dabei auch nicht immer ruhig bleiben,
Das ist wohl wahr ,auch ich hab hier gemerkt,das man damit nciht alleine ist,wie ich immer dachte,man kann es ja auch kaum einen sagen, denn dann wird man ja so fort abgestempelt.
Also versucht man damit alleine klar zu kommen.

lg Makani

28.11.2007 22:19 • #13


Ich finde es auch extrem schwer vor anderen zuzugeben, dass man eine Angststörung hat. Auf meiner Arbeitsstelle weiss zB niemand davon, ist mir peinlich und ich habe Angst vor den Reaktionen der anderen. Denn ich weiss von meinem Mann, meiner Mutter und den Freunden die es wissen, das es auch für die unmittelbar Beteiligten schwer ist, meine Gefühle in schlimmen Momenten zu verstehen. Wobei ich sie auch ein bischen verstehen kann.... mir wird vollkommene Gesundheit von jedem Arzt bescheinigt, aber trotzdem meine ich immerwieder todkrank zu sein .
War heute auch mal wieder beim Arzt, hat nochmal Blut abgenommen, aber nur weil ich darum gebeten habe, hoffe das Ergebnis beruhigt mich für eine Zeit wieder....

29.11.2007 12:43 • #14


hallo Jono71 es ist zwar sehr schwer für die Menschen dich zu verstehen, aber versuch wenigstens mal darüber zu reden ist auch besser für dich.

such doch mal bei google die Therapie NIVT verhaltenstherapie in Bremen ich bon soweit damit zufrieden.

bei mir gehts ab Dezember richtig los.

also bei nach fragen einfach fragen.

für mich war es auch sehr schwer jemanden zu finden bis die Tante meiner Freundin mir geglaubt hat sie hat es mir schon von anfang an geglaubt und meine Freundin auch;)

ich würde auch manchmal alles aufgeben.

vorallem das kommt einfach so jetz gehts mir seit Montag gut aber das kann jeder Zeit wieder kommen.

Ich bin auch kerngesund;) zum glück im Blut auch.

29.11.2007 19:14 • #15


Hallo Mausi,

ich weiss, dass es besser wäre auf der Arbeit mit offenen Karten zu spielen aber fällt mir noch sehr schwer...

Die Therapieform die du beschreibst kenn ich persönlich nicht, muss ich mich mal informieren. Danke.

Lg
Jono

30.11.2007 15:08 • #16


Hallo. Ich bin neu hier und leide seit ca.5Jahren unter einer Angststörung mit höhen und tiefen.Lange Zeit ging es mir recht gut und jetzt wo man meinen sollte es läuft alles gut geht es mir wieder richtig schlecht. Habe wieder angefangen zu arbeiten,nur zwei stunden am tag,aber ich habe das Gefühl das ist schon zu viel.Ich gehe immer mit der Angst ;mir könnte ja was passieren. Ich weiß das nichts passiert aber diese Gedanken machen mich wahnsinnig so das ich darüber nachdenke wieder aufzuhören. Kennt das jemand? Sonja

05.12.2007 09:41 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Sonja,

das kenne ich sehr gut... War heute früh 5 Std arbeiten und mir ging es fast die gesamte Zeit sehr schlecht. Hatte schlimme körperliche Symptome und viel Angst. Ich kann damit leider selbst schlecht umgehen oder dir einen guten Rat geben. Ich glaube wichtig ist es durchzuhalten, nicht aufzugeben und sich der Angst zu stellen. Auch wenn es schwer ist.

Lg
Jono

05.12.2007 13:58 • #18


Zitat von Jono71:
Ihr sprecht mir alle aus der Seele....

Ich weiss auch das ich nicht auf Hilfe von aussen warten darf, das ich es selbst bin, die meine Angst verursacht bzw meine Symptome. Aber das fällt mir grad so schwer. Ich kann auch nicht wirklich eine Ursache greifen. Ich habe so Muskelschmerzen und ich glaube, das es daran liegt, dass ich den ganzen Tag auf 180 bin und sämtliche Muskeln extrem anspanne, aber gleichzeitig hab ich Angst, das etwas schlimmes passiert ich umfalle... Mir ist schwindelig, ich zittere, habe echt Angst den Verstand zu verlieren. Es ist mir unbegreiflich, das Angst so mächtig ist.

Es tut mir gut darüber zu schreiben und zu sehen, dass ich nicht allein auf der Welt bin mit diesen Symptomen.


Hallo Jono,

diese Muskelschmerzen kennen wir wohl alle und ich denke auch wie du das es kein Wunder ist tagtäglich so unter Anspannung zu stehen ist für dein Körper schwerst Arbeit ..da verkrampft er irgendwann unahbhängig von den verkrampften Muskeln die man dann noch in einer Panikattacke bekommt....hast du es schon mal mit einer Entspannungsform versucht?

Da gibt es ja etliche Arten nur über die Atmung, nur über Gedanken aber auch wo der Körper also die Muskulatur speziell entspannt wird...damit hab ich mir sehr gut helfen können auch wenns manchmal schwer fällt und mal mehr mal weniger hilft ist es bei mir insgesamt besser geworden.

Gruss, linchen

06.12.2007 10:13 • #19


Hallo Linchen,

versucht mit Entspannungsformen hab ich es schonmal, aber mit eher mäßigem Erfolg. Muskelentspannung nach Jacobsen wurde mir damals in der Klinik gezeigt und ich habe mal einen Yoga Kurs besucht. Das Problem ist, das es mir so schwer fällt loszulassen und ich kann kaum ruhig sitzen, wenn ich Panik habe. Laufe dann immer auf und ab und bin sehr unruhig.
Danke für deinen Tip, ich werds mal ausprobieren, auch wenn es mir schwer fällt.

Lg
Jono

07.12.2007 20:21 • #20



x 4


Pfeil rechts


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky