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Rada
Gast

Hallo zusammen, ich habe vor ein paar Wochen realisiert das ich eine Angst und Panikstörung hab. Sie kam bei mir ganz plötzlich. Ich hatte im Juli eine Entzündung vom Gleichgewichtsinn (Neuritis Vestibularis) da hatte ich plötzlich Unruhe und Panik das ich mindestens 1 mal in der Woche ins Krankenhaus bin weil ich dazu noch Herzrasen und Angst hatte aber dachte das es von der Entzündung und dem Kortison kam aber die Ärzte haben nie was anderes gefunden. Im September war die Entzündung dann weg ich ging wieder 3 Wochen arbeiten und hatte im Anschluss Urlaub nach dem Urlaub bekam ich corona, und als ich wieder auf Arbeit wollte sträubte sich mein ganzer Körper, kurz vor der Firma bekam ich ein beklemmendes Gefühl und wollte nicht in die Firma rein. Mein Hausarzt meinte ich bin überarbeitet und sollte kündigen, ich ging zum Psychologen dieser empfahl mir nicht zu kündigen sondern auf 50 Prozent zu probieren und dann in Ruhe was anderes nebenbei zu suchen. Als ich dann verstand was mit mir nicht stimmt ging ich 50% und es ging jeden Tag etwas besser, bis letzte Donnerstag ich die Kündigung bekam. Aber wie hat es bei euch angefangen? Liebe Grüße und schon mal danke für eure Erfahrungen.

15.01.2024 x 2 #1


338 Antworten ↓
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Rada
Gast

@Oxuz entschuldigt bitte das ich erst jetzt dir antworte, lag gestern schon im Bett und heute kam ich noch nicht dazu. Ich kam drauf als mein neuer Arzt mich fragte ob ich weiß woher ich eine Entzündung vom Gleichgewichtsinn habe, ich sagte nein genau weiß ich das nicht aber vielleicht vom Stress auf der Arbeit? Er meinte nicht jeder der Stress auf Arbeit hat bekommt eine Entzündung vom Gleichgewichtsinn und ob ich mal drüber nachgedacht habe das die Entzündung nur ein Symptom ist und nicht die Ursache? Bin danach Nachhause gegangen und habe mal mir Gedanken darüber gemacht, habe angefangen zu beobachten wann meine Angst und meine Panik kammen, ich stellte schnell fest das laufe Geräusche und viele Menschen mir Angst machen oder wenn ich viel gleichzeitig machen will plötzlich mein Herz anfängt zu rassen und ich bekomme Panik und möchte einfach aus der Situation raus. Ich konnte auch kein Fernsehen den das verursachte unruhe und die Geräusch waren wie eine Belastung. Als ich dan wieder arbeiten ging musste ich an manche Tagen wieder heim weil wenn ich zuviele Aufgaben aufeinmal bekommen habe bekam ich sofort Panik und konnte nicht bleiben, ich musste da weg. So bin ich drauf gekommen was mein Problem ist, durch beobachten.

08.12.2023 15:16 • x 3 #198


Zum Beitrag im Thema ↓

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Panikstörung und Arbeiten gehen / Kündigung bekommen

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Flame
Gast

Woher die Angst kommt ist eine gute und auch zentrale Frage.

Die Antwort liegt (sehr einfach beschrieben) darin,dass man im Laufe des Lebens einiges "wegstecken" musste und irgendwann mal läuft das innere Fass über und dann beginnt der Körper auszudrücken,dass wir Entlastung brauchen.

Und vielleicht auch eine Überprüfung dessen,warum man sich verhält,wie man sich verhält (innere Antreiber lokalisieren,Glaubenssätze überprüfen,Werte neu bedenken etc.)
Also das ganze "Lebenskonstrukt" in dem man sich befindet kann neu überdacht und neu bewertet werden.

Das passiert über eine Verhaltenstherapie,wobei Therapieplätze leider sehr rar geworden sind.

Medikamente können helfen,machen aber auch häufig zusätzlich Angst (vor Abhängigkeit,unerwünschten Nebenwirkungen) und so bleiben viele von uns lange in ihrer Symptomatik gefangen.

Zunächst einmal zieht es einem (gefühlt) den Boden unter den Füssen weg,man kann (zunächst) nicht mehr arbeiten,die Existenz scheint bedroht und die Ängste vermehren sich.

Wie kommt man da raus:

Sich um einen Therapieplatz bemühen (anstrengend) und die Wartezeiten überbrücken im günstigsten Falle mit einem Psychiater (auch hier gibt es leider Wartezeiten) ,der dann widerum mindestens ein Bedarfsmedikament verschreibt,das den Leidensdruck auf ein besser aushatbares Maß lindern kann.


Also: Möglichkeiten gibt es aber es ist kein leichter Weg.
Manchmal Kampf,manchmal auch (phasenweise) Resignation und immer wieder aufstehen.
Seine Grenzen kennen lernen und überwinden.

Wir schaffen mehr als wir uns selbst zutrauen und gerade das macht uns im Endeffekt stark genug um endlich zu uns selbst zu stehen,wie wir sind,das ist meines Erachtens nach die grösste "Challenge" aber auch die Beste für ein zufriedenes Leben.

02.12.2023 21:31 • x 3 #80


Zum Beitrag im Thema ↓


Backspast
Das muss bei mir so um 2014 gewesen sein.
Mein damaliger bester Freund ist plötzlich an einer Lugemembolie gestorben. Er war Herzkrank aber dennoch erst 26 Jahre alt.
Da fingen dann bei mir auch Herzstechen etc an und ich war oft beim Arzt. Dann war ne Zeit lang ruhe und dann wurde es immer Extremer. So gegen 2018 wusste ich für mich, dass ich wohl ein Psychisches Problem habe.
Seitdem habe ich jede Todbringende Krankheit schon mind. 2 mal gehabt und auch einige sehr ordentliche Panikattacken.

x 3 #2


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Zitat von Backspast:
Das muss bei mir so um 2014 gewesen sein. Mein damaliger bester Freund ist plötzlich an einer Lugemembolie gestorben. Er war Herzkrank

Dankeschön, nimmst du eigentlich was dagegen? Oder was hilft dir bin ziemlich neu auf dem Gebiet und meine Therapie fängt erst am Mittwoch an.

#3


Backspast
@Rada
Huhu Smile

Dagegen habe ich noch nie was genommen.
Ich hatte 2019 als mein Vater starb monatelang Dauerschwindel und habe dagegen Sulpirid bekommen. Das habe ich dann nach 4 Monaten aber abgesetzt. Ich wollte das nicht mehr. War aber auch nix dolles.

Gegen diese Krankheitsangst hilft mir nur eines... Arzt und abklären. Ich hasse es so sehr aber alles andere bringt nix.

Aktuell hab ich wieder ne Phase... seit ner Woche Magen und Darmschmerzen. Mein Hypochonderhirn sagt "jaaa... is die Bauchspeicheldrüse" aber mein normaler Versand sagt "ey... du hast vor 2 Wochen Antibiotika genommen und dein Körper is dadurch halt aussm Gleichgewicht"

Der Hypochonder in mir gewinnt aber immer.
Was wirklich hilfreiches hab ich nicht. Ich genieß einfach die Zeit in der ich mal nix habe.

x 2 #4


R
In der Jugend, mit ca 16 oder 17 Jahren. Hatte ganz komische Symptome und bin von einem Arzt zum Nächsten. Irgendwann hat mich einer der Ärzte dann drauf angesprochen was mit mir los ist. Hatte keine schöne Kindheit und für mich war das lange Zeit normal. Kannte es ja nicht anders. Seither kämpfe ich.

x 3 #5


K
Bei mir ist es seit Juli/August diesen Jahres. Also erst kurz. Es kam ziemlich plötzlich. Ich fühlte mich total unwohl und unruhig und wusste nicht, was es ist. Irgendwann kamen panikattacken dazu und da hab ich sehr schnell reagiert und mir direkt einen Therapeuten gesucht. Ich hatte Glück und habe direkt nach 3 Wochen einen Platz bekommen. Dann hatte es sich aber erstmal verschlimmert. Ich dachte nur an Herzinfarkt und Schlaganfall. War oft im Krankenhaus. Langsam geht es besser.
Medikamente nehme ich nicht und will ich auch nicht. Auslöser? Keine Ahnung. Vielleicht Stress. Ich hatte das halbe Jahr davor auch 25kg abgenommen. Vielleicht die große körperliche Veränderung?…

x 2 #6


R
@Backspast okay dan bin ich wohl von der schnellen Sorte. Hab mit Paroxetin vor 6 Tagen angefangen da ich diese Panik und Angst fast jeden Tag hatte, kein schönes Gefühl und ich konnte kein Auto mehr fahren. Mein Bewegungseadius wurde immer kleiner bis ich garnicht mehr vor die Tür wollte.

#7


R
@Romy11 Dankeschön das du mir das sagst, es ist wirklich kein schönes Gefühl. Hat erstmal Angst zu sterben und die ganze anderen Symptome.

x 1 #8


H
Schon früh, ich war mit 10 bei meinem ersten Therapeuten als "Beiwerk". Die eigentliche Person hat laut Therapeut keine Behandlung gebraucht, ich schon. Wurde aber nicht ernst genommen.
Mit 20 war ich dann in meiner ersten Therapie, jetzt in meiner 6.
Habe immer schon gemerkt, das ich anders war, anders gefühlt habe. Schwierige Kindheit, schwieriges Erwachsen werden.
Habe mich auch schon früh von düsterer Musik angesprochen gefühlt, da ich im Umfeld nie verstanden wurde, in der Musik aber schon.

Habe mich damit abgefunden, das ich so leben muss und eben anders bleibe.

Medikamentenliste seit 2012: Citalopram, Cymbalta, Sertralin, Opipramol, Promethazin, Pipamperon, Escitalopram, Quetiapin..

x 1 #9


R
@Kirschblütex oh danke, das hört sich fast wie bei an, ich habe 21 kg abgenommen wegen dem ganzen Schwindel von der Gleichgewichtsentzündung. Genau so ging es mir auch nur das ich den Druck von der Arbeit hatte wieder schnell zur Arbeit zu kommen. Naja am Ende wurde ich ja gekündigt.

x 1 #10


R
@Horizon das ist hart, ich hoffe es geht dir besser. Ich hatte auch keine tolle Kindheit aber habe bis heute davon nichts gemerkt und jetzt versuche ich irgendwie aus dem Loch zu kommen.

x 1 #11


R
Was hilft euch wenn ihr ein Tief habt?

#12


K
@Rada warum wurdest du denn letztendlich gekündigt? Weißt du, mit der Arbeit ist das immer so eine Sache. Es ist echt falsch sich davon abhängig zu machen oder so. Im Endeffekt dankt es einem keiner. Ist einfach so.

Ehrlich gesagt halte ich es dann einfach aus und versuche meinen Alltag weiter zu machen. Ich weiß, dass ein wirkliches Tief (Also schlimmer als die Standard schlechten Phasen wegen der Angst, das ist ja eh dauerhaft) bei mir meistens nach einem halben Tag wieder vorbei ist. Manchmal fahre ich aber auch nach Hause oder mache Sachen, worauf ich Lust habe. Ich habe gelernt, dass es einem am Ende keiner dankt, wenn man sich durch alles durchgequält hat. Manchmal lasse ich also alles stehen und liegen und mache was mir gut tut (schlafen, was leckeres kochen, Freunde treffen). Das kommt eigentlich immer drauf an.

x 2 #13


R
@Kirschblütex ich wurde wegen meine Erkrankung gekündigt, vorher habe ich wirklich viel geleistet und immer war ich da und immer Bereitschaft am Wochenende und immer erreichbar sein. Und als danke dan die Kündigung.

#14


K
@Rada ich will das natürlich auch nicht zu krass pauschalisieren, aber es ist schon so, dass man es halt nicht ordentlich gedankt bekommt….

#15


R
@Kirschblütex und bis vor 3 Wochen wusste ich nicht was mein Problem ist sonst hätte ich vielleicht anderst damit umgehen können. Und die letzte Panikatake war so schlimm das ich von der Autobahn runter musste und an der nächsten Tankstelle für mich ein Krankenwagen gerufen wurde. Da habe ich erst verstanden was mit mir nicht stimmt.

#16


K
@Rada Ja ich verstehe dich gut. Ich wusste auch erst nicht, was los ist. Aber nach der 2./3. Panikattacke dämmerte es mir dann. So krass, dass man das gar nicht kontrollieren kann und man dem so ausgeliefert ist.

x 1 #17

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R
Ja deswegen habe ich jetzt ohne wenn und aber das Medikament genommen, später ist später und jetzt ist jetzt. Jetzt hatte ich Panik und Todesangst und wenn es hilft überlege ich später wie ich es absetze.

#18


R
@Kirschblütex mache auch ab nächste Woche eine Therapie hoffe das hilft.

#19


K
@Rada das ist immer eine gute Idee. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass mir die Therapie nicht so wirklich hilft. Bei mir ging es besser, als ich mich mit mir selbst beschäftigt habe. Achtsamkeit, Sport etc. Das Leben entschleunigen. Aber jeder ist da anders. Ich hoffe, es klappt gut bei dir.

x 1 #20


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