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nadine100185
Hallo Ihr Lieben.

Hat jemand Erfahrungen mit Escitalopram?

Ich war bis Mai diesen Jahres bei 15mg, wollte es ausschleichen. natürlich mit ärztlicher Absprache. Bei 5mg ging es mir so schlecht, das mein Arzt und ich entschieden haben wieder zu erhöhen.
Erhöht haben wir auf 10mg, heut sind es genau 14 Tage. Mein Problem ist, das ich ständig Panikattacken habe. ganz schlimm auch nachts. Vor der Erhöhung war das nicht so und auch nicht als ich bei den 15mg war.

Hat jemand von euch damit gleiche Erfahrungen gemacht?

Es ist so anstrengend. Wenn ich etwas geschlafen habe, kommt wieder extreme Angst. Ich getraue mich schon nicht mehr zu schlafen.

Ich danke euch schon mal für eure Antworten.

19.10.2023 14:57 • 15.12.2023 #1


15 Antworten ↓


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Du hast vermutlich zu schnell ausgeschlichen, was zu Entzugserscheinungen oder sogar einem Rebound geführt hat. Es dauert, bis sich das wieder beruhigt. Eventuell wird es auch erst besser, wenn du einige Wochen auf deiner Ursprungsdosis bist.
Sollst du denn noch suf 15mg erhöhen und wie war dein Absetzregime?

19.10.2023 17:54 • #2


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Verstärkt Angstzustände und Panikattacken, Escitalopram

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nadine100185
@Pauline333 Ursprünglich war ich bei 15mg, sollte auf 7,5mg reduzieren...das habe ich mehrere Wochen gemacht bis ich auf 5mg gegangen bin...auch mehrere Wochen, leider ging es so nicht wirklich. Deshalb habe ich wieder auf 10mg in Absprache mit dem Arzt erhöht. Ob auf 15mg erhöht wird weiß ich noch nicht, habe im November den nächsten Termin.

19.10.2023 18:06 • #3


Kai73
@nadine100185
Also ich habe langsamer reduziert, von 15mg auf 10mg, 3 Monate und dann von 10 auf 5 wieder 3 Monate. Leider hatte ich dann sehr viel Stress und das hat wieder zu Panik geführt...bin jetzt wieder auf 10mg, aber habe noch manchmal Panikattacken...

19.10.2023 20:16 • #4


nadine100185
@Kai73 mein Psychiater war der Meinung, das es so gut ist. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wäre ich nach 6 Wochen bei 0 gewesen, aber ich habe es langsamer gemacht.

20.10.2023 05:23 • #5


P
Man sagt: sehr langsam, sehr kleinschrittig. Alle 4 bis 6 Wochen die Dosis reduzieren, in immer kleiner werdenden Schritten und immer nur dann, wenn man mind. 2 Wochen lang völlig stabil war nach Reduktion (aber trotzdem 4 bis 6 Wochen auf einer Dosis bleiben, auch, wenn man von Anfang an stabil ist).

Ich habe damals für 30mg Citalopram, was 15mg Escitalopram entsprechen soll, 11 Monate gebraucht und musste nach 2 Monaten trotzdem zu Johanniskraut greifen, weil sich die gajze Zeit leicht was anbahnte. Dabei war ich nur 6 Monate auf 30mg. Meine Schritte waren 25 / 20 / 17,5 / 15 / 12,5 / 10 / 7,5 / 5 / 2,5 / 1,25 für je 4 bis 6 Wochen),

Sertralin 75mg habe ich nach 6 Monaten Einnahme nun innerhalb 5 Monaten supergut wie folgt absetzen können: 50 mg, 25 mg, 12,5mg, 6,25mg, 3,675mg, machte und mache aber parallel auch viel für meine psychische Gesundheit, was mich deutlich nach vorne gebracht hat.

Je länger man SSRI nimmt und je höher die Dosis und je anstrengender das Leben zu der Zeit, desto kleinschrittiger und langsamer sollte man absetzen. Manche gehen sogar in 10% Reduktionsschritten vor (Wasserlösmethode).

Viele Psychiater empfehlen ein deutlich brachialeres Vorgehen.
Entweder aus völliger Unwissenheit oder aus wirtschaftlichen Gründen (Kundenbindung) - letzters ist natürlich durch den Eid des Hippokrates verboten .
Citalopram sollte ich mit 20/10 absetzen.
Die Psychiater sind ja oft angeblich auch erstaunt, dass es manche so hart mit Einschleichsymptomen trifft...

Und man sollte tatsächlich auch nur dann absetzen, wenn man sein Problem gelöst hat bzw zumindest einen Umgang damit, sonst geht es natürlich weiter bzw wieder los, wenn der Medikamentenspiegel sinkt.

Hast du dahingehend etwas gemacht oder setzt du ab ohne dein Problem bearbeitet zu haben?

20.10.2023 07:13 • #6


nadine100185
@Pauline333 ich habe die ganze Zeit daran gearbeitet. Aber so richtig in Ordnung war es nie, ich hatte immer Angst um mein Herz. Es ist schwierig mit dem Antidepressiva. Seit der Erhöhung habe ich jetzt seit paar Tagen ganz schlimme innere Unruhe. Ich hoffe das legt sich bald wieder.

20.10.2023 07:27 • #7


P
Ja, der Weg ist lang. Bleibe dran. Die Unruhe wird wieder abnehmen. Einschleichsymptome halt.

20.10.2023 08:22 • x 1 #8


P
Zitat von Kai73:
Leider hatte ich dann sehr viel Stress und das hat wieder zu Panik geführt...


Arbeitest du denn an deiner Stressresistenz? Das ist ja der Weg der Heilung, nicht das Medikament.
Es gibt z.B. Stressmanagementkurse, manche werden von der KK subventioniert. Für mich war das eine der wichtigsten Stellschrauben auf meinem Weg.

20.10.2023 08:26 • #9


Kai73
Ja, ich habe durch Entspannungübungen, Hypnose, Coaching etc. mein Stresslevel schon deutlich heruntergefahren, aber leider wird meine Fähigkeit mit Stress umzugehen trotzdem immer schlechter....

20.10.2023 12:34 • #10


nadine100185
Mit Stress umgehen ist gar nicht so einfach. Mal klappt es und dann ist eine Kleinigkeit einfach zu viel.

Ich bin gerade ein paar Runden draußen gegangen...es regnet zwar, aber dieses unruhige Gefühl ist so schlimm das ich einfach raus musste. Hoffentlich lässt es bald nach.

20.10.2023 12:39 • x 1 #11


Kai73
Da hast Du recht, leider weiß man nie vorher, wann es zu viel ist.
Bewegung ist immer gut!
Ich habe jetzt meine Medikation auch von 10mg auf 15 mg hochgesetzt.

20.10.2023 13:00 • #12


P
Doch, doch, den Umgang mit Stress kann man lernen.
Der Trick ist, sich möglichst gut auf einem angenehmen Level zu halten (also unnötige Stressquellen ausschalten oder optimieren) , sodass man Stressspitzen abfedern kann UND stressige Phase durch Entspannung auszugleichen.

Ich kann sagen, dass ich deutlich weniger Stress habe und Stressspitzen viel besser aushalten kann, seit ich das verstanden habe und vor allem Werkzeuge habe, mit denen ich das bewältigen kann.
Ich bin übrigens am Beginn der Wechseljahre, habe 2 noch recht junge Kinder, arbeite 70%, kümmere mich um Haus und Haushalt und habe einen pflegebedürftigen Vater, wo ich ab und zu im Einsatz bin.

Ihr seid dem nicht hilflos ausgeliefert.

20.10.2023 14:42 • x 1 #13


nadine100185
@Kai73 hast du da auch Nebenwirkungen?

Was mich interessieren würde, habt ihr immer diese Nebenwirkungen oder lassen die auch mal nach? Bei mir lassen sie immer mal nach, zum Beispiel wenn ich mich bewege.

20.10.2023 14:43 • x 1 #14


Kai73
@nadine100185 also da ich heute erst die Dosis erhöht habe, kann ich noch nicht viel dazu sagen, ausser bisher noch nicht

20.10.2023 14:48 • #15


S
Hallo Nadine, hallo an alle,

wie geht es dir mittlerweile? Wann wurde es besser mit den Angstzuständen?

Ich brauche dringend ein paar aufmunternde Worte. Ich habe Escitalopram von 15 auf 11 mg innerhalb von 3 Wochen reduziert. Als ich bei 11 mg angelangt war hatte ich Nervosität, Zittern und morgendliche Übelkeit. Habe wieder auf 12 mg erhöht und nach einer Woche ging es mir wieder einigermaßen gut. Zwei Wochen später kam dann plötzlich eine starke Angst in mir hoch. Ich war völlig überfordert, da ich ewig keine Probleme damit mehr hatte und dann plötzlich so stark. Leider habe ich mich reingesteigert mit negativen Gedanken. Jetzt habe ich seit 4 Tagen ganz schlimme Angstzustände, vor allem morgens starke Übelkeit und innere Unruhe. Es ist kaum auszuhalten. Ich steigere mich nicht mehr rein, aber es ist trotzdem sehr stark. Habe vor 2 Tagen wieder auf 13 mg erhöht. Mein Psychiater meinte es müsste jetzt wieder besser werden. Es ist so eine schlimme Angst, ich kann es kaum aushalten. Selbst wenn ich ruhig atme und mich entspanne wird es nur ganz leicht besser. Manchmal wird es kurz besser und dann kommt wieder eine schlimme Angstwelle. Wann wird das besser? Ich bin sehr sensibel und habe Escitalopram 7 Jahre genommen. Wie lange dauert es bis sich mein Serotoninspiegel wieder einpendelt? Mir geht es sehr schlecht.

Danke für jede Antwort.

15.12.2023 16:51 • #16


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