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Emmy1

Emmy1
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Ich mache mal ein neues Thema hoffe ist ok.
Soll man egal wie es einem Zuhause geht ob mit oder ohne Angst und Nervosität seine vorgenommenen Termine und Ziele durchziehen?

Ist Vermeidung schlecht da die Angst dann gewinnt?

LG eure Emmy

18.05.2024 x 1 #1


48 Antworten ↓
S

Sillyblue
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Kommt glaub auf die Panikattacken an wie du dich am besten verhalten sollst. Klar der Angst zeigen das es trotzdem geht ist optimal aber manchmal geht das nicht. In meinen schlimmen Phasen war Panik fast täglich egal ob draußen oder daheim. Teilweise mit Dissoziationen und Zeitsprüngen mit anschließenden Heulkrämpfen und Hyperventieren bis ich nicht mehr konnte und Schlafen musste. Da war es kontraproduktiv es zu erzwingen. Meine Welt wurde dann immer kleiner bis ich mich kaum aus dem Schlafzimmer traute. Und selbst da hatte ich Angst.
Aber mit viel Therapie würde es Stück für Stück besser. Erst Gesprächstherapie zum Sichern und dann Verhaltenstherapie um der Angst in den Hintern zu treten. Hab damit fast wieder "Normale" Lebensqualität. Und nur noch 1-2 Panikattacke im Monat die ich meistens aber einfach aushalten kann ohne das sie mein Leben beeinflussen.
Mir hat es sehr geholfen meine Ängste runterzubrechen und erst da zu Kämpfen wo ich warscheinlich Gewinnen kann. Das wär zum Beispiel beim Marktbesuch: Kannst du an den Ort wenn kein Markt ist? Kannst du zu einem anderen Markt? Kannst du den Weg gehen oder Fahren wenn du daran vorbeigehst?
Oder notfalls ganz ganz klein. Du ziehst dich für den Markt an schreibst dir Einkaufsliste und gehst nur kurz vor die Tür. Manchmal kann das schon sehr schwer sein. Vorallem begleitetes Rausgehen in die Angst mit meiner Verhaltenstherapeutin hat mir sehr geholfen. Denn es geht da nicht darum das du merkst das du dabei nicht stirbst sondern um das Bewusste Erleben das dein Körper die Angst abbaut egal was du tust. Egal ob Weglaufen, einen Skill zur Beruhigung einsetzen oder einfach nix tun. Die Angst geht runter.

17.04.2024 16:31 • x 2 #23


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A


Vermeidung bei Angst und Panik

x 3


I

-IchBins-
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Zitat von Emmy1:
Ich habe in den letzten Jahren gemerkt das man sich selbst helfen muss. Ich will keinen beleidigen aber Psychologen, die es nur aus Büchern kennen haben keine Ahnung wie es wirklich ist. Meine Erfahrung, das viele gerede ging mir auf den Keks und brachte nur aufgewühltheit in mir und Erschöpfung.

Genauso ist es, ich kann mir nur selbst helfen. Mir haben keine Therapien und keine Klinikaufenthalte geholfen, weil das Problem an sich nicht erkannt wurde. Meine letzte Therapie hat alles nur noch schlimmer gemacht, weil es die falsche Form war.
Die hören heutzutage nicht mehr richtig hin, habe ich das Gefühl oder stellen nicht die richtigen Fragen (man selbst weiß es ja nicht, weil ich zu jenem Zeitpunkt keine Ahnung hatte, was das eigentliche Problem ist/war).

Ich sehe das genauso. Deshalb habe ich mich auch nur mit Recherche aus dem Netz und vielen Hörbüchern beschäftigt, bei welchen Menschen selbst Angst und Panik durchlebt hatten. Die wissen, wovon sie sprechen. Jemand, der das studiert hat, weiß im Prinzip nichts davon, wie ein Patient sich fühlt und wie es ist, an schlimmen Ängsten zu leiden usw.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem eigenen Weg. 🙂🍀

18.04.2024 11:08 • x 2 #38


Zum Beitrag im Thema ↓


Celia
Zitat von Emmy1:
Ist Vermeidung schlecht da die Angst dann gewinnt?

Guten Morgen!
Mit deiner Frage vermutest du, dass Vermeidung eventuell nicht die richtige Lösung sein könnte.
Worauf begründet sich denn deine Angst? Hast du Angst vor der Angst?
Mein Vorschlag: Nimm doch anstatt Vermeidung den Begriff "Umgehen" oder "anderer Lösungsweg". Dann hast du, obwohl sich deine Angst deutlich zeigt, wenigstens Versuche gemacht, dich der Angst zu stellen.

Ich habe auch in ganz bestimmten Situationen sehr große Angst. Jedoch schaue ich immer, ob ich nicht doch ein paar Schritte machen kann und mich der Angst stelle. Und oft war die Lage dann besser als ich dachte.

x 2 #2


Schlaflose
Zitat von Emmy1:
Ich mache mal ein neues Thema hoffe ist ok. Soll man egal wie es einem Zuhause geht ob mit oder ohne Angst und Nervosität seine vorgenommenen Termine und Ziele durchziehen? Ist Vermeidung schlecht da die Angst dann gewinnt? LG eure Emmy

Also ich mache das immer so.

x 1 #3


P
Zitat von Emmy1:
Ich mache mal ein neues Thema hoffe ist ok. Soll man egal wie es einem Zuhause geht ob mit oder ohne Angst und Nervosität seine vorgenommenen Termine und Ziele durchziehen? Ist Vermeidung schlecht da die Angst dann gewinnt? LG eure Emmy

Ja, man soll kämpfen. Das heißt aber nicht, dass man sich überfordern soll. Du gehst nach deinem Gefühl, bzw. deinem inneren Kompass. Jeder Angst nachzugeben ist nicht gut für dich, denn die Ängste könnten sich auf weitere Gebiete ausdehnen und dann würde dein Spielraum immer enger. Wenn du deinen Spielraum trotz Ängsten erweiterst, geht es dir besser.

x 2 #4


Emmy1
@Schlaflose hallo
Willst du damit sagen, du gehst oder fährst z.b. einkaufen auch wenn du Angst hast und alle Symptome der Angst.
Bei mir ist es so das ich schon einen Tag vorher sehr sehr nervös bin, den Morgen dann auch und wenn die Zeit kommt loszufahren oh man das ist echt schwer.
Ich habe Angst das unterwegs eine Panikattacke kommt.
Das ist für fürchterlich, obwohl oftmals passiert wenn ich unterwegs bin gar nichts. Die Nervosität geht sogar weg. Hmm komisch

x 2 #5


Emmy1
@Reconquista
Danke dir. Oh man ihr seid alle so mutig 🙏

#6


Schlaflose
Zitat von Emmy1:
Ich habe Angst das unterwegs eine Panikattacke kommt.

Meine Panikattacken sind schon fast 40 Jahre her und ich habe damals mehrmals täglich welche gehabt, zuhause wie auch anderswo, aber ich habe sie immer über mich ergehen lassen und es ist nie etwas passiert, keine Ohnmacht, kein Sterben. Kam gar nicht in Frage, dsss ich mich deswegen einschränken ließ. Nach einem halben Jahr waren sie weg und kamen in der Form nie wieder, egal wie nervös ich wegen etwas bin oder Angst vor etwas habe.

x 4 #7


P
Zitat von Emmy1:
@Reconquista Danke dir. Oh man ihr seid alle so mutig 🙏

In dir ist genauso Mut. Du darfst ihn auch für dich nutzen. Du bist nicht verpflichtet, immer klein beizugeben. 🌷

x 1 #8


Emmy1
@Schlaflose
Respekt 🙏
Du hast alles durchgezogen?
PA dann durchgestanden und danach ging es weiter?
Ziehe den Hut

#9


Emmy1
@Reconquista
Eine PA finde ich ganz schlimm
Hab das Gefühl ich sterbe wenn ich nicht sofort nach Hause komme
Mein Mann sagte es dauert meist nur 5 min er beruhigt mich dann und dann geht's mit weichen Knien weiter.

Das Problem ist die Angst vor der nächsten. Hilfe kriege jetzt schon Symptome nur vom schreiben

x 1 #10


Schlaflose
Zitat von Emmy1:
PA dann durchgestanden und danach ging es weiter?

Ja, so war das. Ich saß im Bus, in der Mensa, in einer Univeranstaltung, stand an der Bushaltestelle etc.und wenn ich merkte, es geht wieder los, habe ich einfach still abgewartet, bis es vorbei war und es ging danach normal weiter. Es hat mir nie jemand angemetkt, was los war.

x 1 #11


Emmy1
@Schlaflose
Wahnsinn
Du bist echt mutig.
Da scheine ich ja der ober Schiss Hase zu sein.
Seit 6 Monaten möchte ich in einen Markt ca.. 20 km entfernt wenn ich schon dran denke wird's mir komisch und ich kriege es nicht hin.
Natürlich bin ich traurig um da nicht hinzukommen 😥

#12


Solti986
@Emmy1 Hi Emmy, du bist kein schiss Hase sondern die Angst vor der Angst hat bei dir die Kontrolle übernommen. Glaub mir ich kenne das sehr gut habe es selbst.. Bist du denn in ambulanter oder stationärer Behandlung oder warst es schon? Ich wünsche dir alles gute!

x 2 #13


Emmy1
@Solti986 ambulante Behandlung hatte ich schon. Der erzählt mir immer dasselbe.
Die Angst geht hoch und wieder runter. Es sind nur Gedanken und Gefühle.
Ich kann es bald nicht mehr hören.

Es wurde gesagt ich soll in die Konfrontation gehen aber ich kriege das nicht hin. An guten Tagen 1 x die Woche fahre ich einkaufen ja.
Die letzte Panikattacke unterwegs war im Oktober aber die Angst vor der nächsten ist die Hölle

x 2 #14


Avarella
@Emmy1 Mir geht es genauso. Wenn ich einen Termin habe und merke es geht mir nicht so gut wird abgesagt. Wenn ich aus dem Haus gehe habe ich immer meine Tabletten dabei und etwas zu trinken. Vor paar Tagen ist es mir passiert, dass ich vergass die Tabletten und Getränk in die Tasche zu machen. Sofort brach Panik aus und ich musste zurück. Es ist ein Teufelskreis aus dem man schlecht herauskommt.

x 1 #15


Emmy1
@Avarella genauso

x 1 #16


Schlaflose
Zitat von Emmy1:
Hab das Gefühl ich sterbe wenn ich nicht sofort nach Hause komme

Man muss es in der Situation aushalten, um zu erleben, dass man nicht stirbt. Wenn man das oft genug macht, lernt das Gehirn, dass keine Gefahr besteht und es kommt nicht mehr zu den Attacken. Das ist das Prinzip der Exposition.
Ich hatte das Glück, dass mich die Attacken auch zu zuhause völlig unvermittelt und grundlos überfielen. Da gab es keine Möglichkeit zu flüchten und ich musste die Attacken zwangsläugig bis zu Ende ertragen. So hatte ich immer wieder die Gelegenheit zu erleben, dass ich nicht sterbe 😄

x 2 #17

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Solti986
@Emmy1 hattwst du eine oder mehrere? Ganz viele brquchen nämlich mehrere. Ja es hört sich oft doof an was erzählt wird, ABER man muss sich darauf einlassen, ansonsten wird es nicht besser, eher im Gegenteil. Ich weiß das es oft einfach ausweglos aussieht, aber das ist es einfach nicht. Hast du denn schonmal über einen stationären Aufenthalt nachgedacht? Das hat mir in meiner akuten Phase sehr gut geholfen, weil man in einem sicheren Umfeld mit den Ängsten konfrontiert wird und lernt damit umzugehen. VG

#18


Emmy1
@Solti986 nein hatte ich noch nicht
Eigentlich möchte ich das auch nicht ehrlich gesagt.
In den letzten 2 Jahren hatte ich 4 Attacken
1 davon zu Hause. Ich war alleine fühlte mich hilflos aber sie ging relativ schnell vorbei.
Wenn ich das hier so lese ist mein größtes Problem die
Angst vor der Angst

Einfach ins Auto rein Augen zu und durch.

Ich überlege oft Tage lang soll ich oder soll ich nicht. Hmm

#19


Solti986
@Emmy1 Keiner zwingt dich dazu. Man muss nur verstehen, dass die Angst vor der Angst viel schlimmer und erdrückener ist als die Panikattacke an sich. Ich hatte in meinem Leben vielleicht 3 richtige Panikattacken und habe trotzdem nichts mehr auf die Kette bekommen, eben wegen der Angst vor der Angst. Ich war 2 mal stationär in Behandlung und kann es einfach nur empfehlen. Man lernt Menschen mit den selben Problemen kennen und bekommt jeden Tag professionelle Unterstützung langfristig die Angst zu besiegen und damit umzugehen. So wie du es beschreibst hört es sich für mich nämlich schon sehr ausgeprägt an, genauso war es auch bei mir. Vielleicht ist es ja irgendwann eine Option darüber nachzudenken, dass wäre nur ein Tipp von mir, aber man muss die Hilfe natürlich auch annehemen Smile
Immer nur Augen zu und durch wird langfristig nicht klappen da spreche ich auch aus eigener Erfahrung.

x 1 #20


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