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Panikalte
Hallo,
wer war so wie ich in der absoluten Vermeidung?
Hat wegen der Angst vor der Angst seine Wohnung fast gar nicht verlassen?
Wie seit ihr da raus gekommen?

08.08.2016 21:27 • 11.08.2016 x 1 #1


23 Antworten ↓


Hallo!
Ich habe mich bis letzte Woche Freitag 2 wochen fast komplett eingesperrt.. frische Luft nur aufm Balkon, mann immer einkaufen..

Naja, freitags hat er mich dann geschnappt, wir haben unseren Sohn zu Oma gebracht und sind einkaufen gefahren. Mussten in 4 (!) Läden rein..
Zwischendurch hatte ich echt Zustände. Aber es wurde mit jedem laden besser.
Ich denke tatsächlich man muss machen.. Sonst sperrt man sich nur noch ein.
Es ist aber schwer, das weiß ich.

Ich drücke dir die Daumen!

09.08.2016 07:33 • #2


waage
Hallo......

kenne das auch sehr gut, setze dir immer wieder kleine Ziele...üben üben..das ist sehr wichtig. Mit der Zeit wirst du wieder sicherer und bekommst Vertrauen in dich und deinen Körper! Nimmst du Medis, Therapie?

Alles Gute

L.G. Waage

09.08.2016 07:38 • #3


Panikalte
Zitat von waage:
Hallo......

kenne das auch sehr gut, setze dir immer wieder kleine Ziele...üben üben..das ist sehr wichtig. Mit der Zeit wirst du wieder sicherer und bekommst Vertrauen in dich und deinen Körper! Nimmst du Medis, Therapie?

Alles Gute

L.G. Waage

Hallo,
ich schleiche das cipralex aus. Ansonsten nehme ich hin und wieder Tavor 0.5 - 1mg. Das hilft zwar,aber da muss ich wegen der Gefahr zur Abhängigkeit aufpassen und du?
LG

09.08.2016 07:46 • #4


kl Schnecke
Vermeidungsverhalten kenne ich auch.
Aber nicht in dem Sinne das ich nicht aus dem Haus gehe.
Eher vor neuen und unangenehmen Dingen.
Meistens bezogen auf Menschen und dazu gehörige Situationen.
Vielleicht ist es auch vor sich hin schieben, hängt wohl beides ein wenig miteinander zusammen.
Raus kommt man da nur in dem man trotzdem das tut wovor man angst hat, nützt nichts.
Je mehr du vermeidest um so schlimmer wird es.

Bis es besser wird, kann es mitunter sehr lange dauern, also nicht aufgeben.
Und wenn es mal nicht geht dann geht es eben nicht.
Hauptsache man fängt wieder an daran zu arbeiten.

Und eine positive Einstellung vor allem zu sich selbst ist auch wichtig.

09.08.2016 07:47 • x 3 #5


Panikalte
Zitat von Mimi-maus:
Hallo!
Ich habe mich bis letzte Woche Freitag 2 wochen fast komplett eingesperrt.. frische Luft nur aufm Balkon, mann immer einkaufen..

Naja, freitags hat er mich dann geschnappt, wir haben unseren Sohn zu Oma gebracht und sind einkaufen gefahren. Mussten in 4 (!) Läden rein..
Zwischendurch hatte ich echt Zustände. Aber es wurde mit jedem laden besser.
Ich denke tatsächlich man muss machen.. Sonst sperrt man sich nur noch ein.
Es ist aber schwer, das weiß ich.

Ich drücke dir die Daumen!


Ja ich weiß, aber ich übe schon jahrelang und immer wenn ich dachte es ist gut kam wieder eine Attacke. Ich bin ziemlich Kraft und hoffnungslos.
LG

09.08.2016 07:49 • #6


Panikalte
Zitat von kl Schnecke:
Vermeidungsverhalten kenne ich auch.
Aber nicht in dem Sinne das ich nicht aus dem Haus gehe.
Eher vor neuen und unangenehmen Dingen.
Meistens bezogen auf Menschen und dazu gehörige Situationen.
Vielleicht ist es auch vor sich hin schieben, hängt wohl beides ein wenig miteinander zusammen.
Raus kommt man da nur in dem man trotzdem das tut wovor man angst hat, nützt nichts.
Je mehr du vermeidest um so schlimmer wird es.

Bis es besser wird, kann es mitunter sehr lange dauern, also nicht aufgeben.
Und wenn es mal nicht geht dann geht es eben nicht.
Hauptsache man fängt wieder an daran zu arbeiten.

Und eine positive Einstellung vor allem zu sich selbst ist auch wichtig.


Die Schritte sind sehr klein und bevor ich wirklich weiter komme, kommt ein Rückschlag.

09.08.2016 07:51 • #7


waage
Da hast du Recht, ab und zu Tavor ist o.k. Ich war mal abhängig...da ich es schon so lange habe...vieles an Medis durch. Insidon hat mir immer gut geholfen. Jetzt nehme ich nichts mehr...das heißt aber nicht , daß ich keine Symptome mehr habe..für den Anfang , können Medis sehr gut sein..zur Unterstützung und Stabilisierung. Wie schon geschrieben, versuche jeden Tag dir was vorzunehmen...auch wenn es nicht so klappt es ist Arbeit..und jeden Tag eine Herausforderung..aber du schaffst das. Es dauert und braucht Zeit...Entspannungsübungen und Sport finde ich auch wichtig.

L.G. Waage

09.08.2016 07:52 • x 1 #8


kl Schnecke
Zitat von Panikalte:
Zitat von kl Schnecke:
Vermeidungsverhalten kenne ich auch.
Aber nicht in dem Sinne das ich nicht aus dem Haus gehe.
Eher vor neuen und unangenehmen Dingen.
Meistens bezogen auf Menschen und dazu gehörige Situationen.
Vielleicht ist es auch vor sich hin schieben, hängt wohl beides ein wenig miteinander zusammen.
Raus kommt man da nur in dem man trotzdem das tut wovor man angst hat, nützt nichts.
Je mehr du vermeidest um so schlimmer wird es.

Bis es besser wird, kann es mitunter sehr lange dauern, also nicht aufgeben.
Und wenn es mal nicht geht dann geht es eben nicht.
Hauptsache man fängt wieder an daran zu arbeiten.

Und eine positive Einstellung vor allem zu sich selbst ist auch wichtig.


Die Schritte sind sehr klein und bevor ich wirklich weiter komme, kommt ein Rückschlag.
Kleine Schritte sind ja auch besser wie Große und Rückschläge sind normal.
Was meinst du wie oft ich auf die Schnauze gefallen bin und immer noch mache und wie peinlich mir das ist.
Aufstehen und weiter machen, so schwer es fällt, dann stellt sich irgendwann der Erfolg ein.

Was sind denn das z.B. für kleine Schritte?

09.08.2016 07:58 • #9


Zitat von Panikalte:
Zitat von Mimi-maus:
Hallo!
Ich habe mich bis letzte Woche Freitag 2 wochen fast komplett eingesperrt.. frische Luft nur aufm Balkon, mann immer einkaufen..

Naja, freitags hat er mich dann geschnappt, wir haben unseren Sohn zu Oma gebracht und sind einkaufen gefahren. Mussten in 4 (!) Läden rein..
Zwischendurch hatte ich echt Zustände. Aber es wurde mit jedem laden besser.
Ich denke tatsächlich man muss machen.. Sonst sperrt man sich nur noch ein.
Es ist aber schwer, das weiß ich.

Ich drücke dir die Daumen!


Ja ich weiß, aber ich übe schon jahrelang und immer wenn ich dachte es ist gut kam wieder eine Attacke. Ich bin ziemlich Kraft und hoffnungslos.
LG



Das kann ich verstehen.. Bei mir wurde es vor kurzem erst so schlimm.. Also ganz optimal ist es nicht..Es kostet ziemlich viel Überwindung jedes mal..

09.08.2016 08:03 • #10


Panikalte
Zitat von Mimi-maus:
Zitat von Panikalte:
Zitat von Mimi-maus:
Hallo!
Ich habe mich bis letzte Woche Freitag 2 wochen fast komplett eingesperrt.. frische Luft nur aufm Balkon, mann immer einkaufen..

Naja, freitags hat er mich dann geschnappt, wir haben unseren Sohn zu Oma gebracht und sind einkaufen gefahren. Mussten in 4 (!) Läden rein..
Zwischendurch hatte ich echt Zustände. Aber es wurde mit jedem laden besser.
Ich denke tatsächlich man muss machen.. Sonst sperrt man sich nur noch ein.
Es ist aber schwer, das weiß ich.

Ich drücke dir die Daumen!


Ja ich weiß, aber ich übe schon jahrelang und immer wenn ich dachte es ist gut kam wieder eine Attacke. Ich bin ziemlich Kraft und hoffnungslos.
LG



Das kann ich verstehen.. Bei mir wurde es vor kurzem erst so schlimm.. Also ganz optimal ist es nicht..Es kostet ziemlich viel Überwindung jedes mal..


Viel Erfolg bleib dran, dann wird es gar nicht so schlimm

09.08.2016 08:05 • #11


anna violetta
Hallo zusammen,

interessantes Thema. Ich hab mal alles durchgelesen. Finde mich hier ein Stück weit wieder.
Bin seit Wochen nun sehr "schräg" unterwegs mit Angstzuständen, Panikattacken, Depris usw... ;( Ich muss dazu aber sagen, dass ich vor ein paar Monaten meine Medis ausgeschlichen habe (Venlafaxin und Lyrica).
Ich "muss" auf jeden Fall raus, weil ich einen Hund seit Februar habe. Auch zwinge ich mich immer wieder dazu, auch in Geschäfte reinzugehen (in die Reinigung "muss" ich sozusagen auch immer wieder, die Hemden und Anzüge meines Mannes abgeben und holen), in die Apotheke usw.). Ich denke auch immer, dass ich das halt für mich machen muss, weil ich mich sonst echt nur daheim einigle (außer die Spaziergänge mit meinem Hund, aber da hab ich oft keine sozialen Kontakt ) und das darf einfach nicht sein... auch wenn es mir oft danach ist. Die Angst kommt aber auch daheim bei mir, das ist es ja eben. Es wird auf lange Zeit ja auch kein Stückchen besser, wenn man nur vermeidet...
Ich weiß das.
Aber es ist echt schwer, auch für mich im Moment. Ich hab auch das Gefühl, dass ich einen Schritt vorwärts gehe und dann eben wieder zurück, wenn es mit der Angst wieder so schlimm ist. So Rückschläge zu verarbeiten und zu akzeptieren ist nicht leicht für mich. Ich denke, da geht es euch ähnlich...

Liebe Grüße an euch alle, Anna

09.08.2016 08:15 • x 1 #12


waage
Hallo Anna,
sicher ist das wichtig, immer wieder Dinge zu erledigen..ich denke wir brauchen diese Routine.
Und somit kommt mit der Zeit auch wieder ein Stück Sicherheit und es fällt leichter. Auch wenn man ab und zu wieder Schritte zurückgeht, daß gehört dazu...und muß akzeptiert werden..kenne das auch von mir...versuche damit umzugehen. Das du einen Hund hast, ist doch supi...somit hast du täglich eine "Aufgabe" und sicher macht das ja auch Spaß. Machst du sonst noch was? Mir helfen oft Entspannungs-CD.

L.G. Waage

09.08.2016 08:30 • x 2 #13


Panikalte
Zitat von waage:
Hallo Anna,
sicher ist das wichtig, immer wieder Dinge zu erledigen..ich denke wir brauchen diese Routine.
Und somit kommt mit der Zeit auch wieder ein Stück Sicherheit und es fällt leichter. Auch wenn man ab und zu wieder Schritte zurückgeht, daß gehört dazu...und muß akzeptiert werden..kenne das auch von mir...versuche damit umzugehen. Das du einen Hund hast, ist doch supi...somit hast du täglich eine "Aufgabe" und sicher macht das ja auch Spaß. Machst du sonst noch was? Mir helfen oft Entspannungs-CD.

L.G. Waage

Klasse früher binich auch mit dem Hund meiner Tochter unterwegs gewesen. Schlimm finde heute die Gedanken : schaffe ich das? Einfach leben ist nicht mehr.

09.08.2016 09:41 • x 1 #14


anna violetta
Zitat von waage:
Hallo Anna,
sicher ist das wichtig, immer wieder Dinge zu erledigen..ich denke wir brauchen diese Routine.
Und somit kommt mit der Zeit auch wieder ein Stück Sicherheit und es fällt leichter. Auch wenn man ab und zu wieder Schritte zurückgeht, daß gehört dazu...und muß akzeptiert werden..kenne das auch von mir...versuche damit umzugehen. Das du einen Hund hast, ist doch supi...somit hast du täglich eine "Aufgabe" und sicher macht das ja auch Spaß. Machst du sonst noch was? Mir helfen oft Entspannungs-CD.

L.G. Waage


Danke für deine Nachricht, Waage.
Mh, schwierig ist das gerade bei mir... Ja, das mit dem Hund ist auf jeden Fall total gut.
Man muss für sich einen Weg finden, damit umzugehen, da geb ich dir voll und ganz recht. Und es ist auch richtig und wichtig, eine gewissen Routine zu haben. Für mich ist das wichtig.
Es ist einfach so hart, Schritte zurückzugehen... da hab ich Dinge schon tausend Mal durchdacht und auch gemacht und dann ist es trotzdem immer wieder so niederschmetternd, wenn ich z.B. nicht "ganz normal" mich mal mit meinem Mann und mit Freunden in einem Restaurant treffen kann, ohne nicht schon wieder total dereal zu werden irgendwann und dann eine Panikattacke zu schieben.
Das haut mich jedes Mal irgendwie um... Es ist anstrengend, ja...

Ich versuche mich eigentlich den ganzen Tag so in die Hausarbeit zu stürzen (mein Mann ist ein kleiner Chaot, seine Kids auch und der Hund trägt auch seinen Teil zum Chaos bei... hihi)... Und ich gönne mir auch jeden Tag einen Mittagsschlaf, zusammen mit dem Hund dann sozusagen. Der ruht dann immer neben dem Bett und schläft auch.
Entspannungs- CDs sind auch manchmal echt gut. Ich lasse vorm Einschlafen bei YouTube dann manchmal was laufen, so zur Entspannung. Also so Entspannungsmusik und dass dann jemand dazu spricht- wieso fällt mir dafür das Wort gerade nicht ein?!

Ich schwanke zur Zeit ständig zwischen: "Ja, ich schaffe das so" und zwischen:"Oh nein, ich muss mich medikamentös wieder neu eistellen lassen!"... Kennst das jemand von euch?

LG, Anna

09.08.2016 09:50 • #15


Panikalte
Zitat von anna violetta:
Zitat von waage:
Hallo Anna,
sicher ist das wichtig, immer wieder Dinge zu erledigen..ich denke wir brauchen diese Routine.
Und somit kommt mit der Zeit auch wieder ein Stück Sicherheit und es fällt leichter. Auch wenn man ab und zu wieder Schritte zurückgeht, daß gehört dazu...und muß akzeptiert werden..kenne das auch von mir...versuche damit umzugehen. Das du einen Hund hast, ist doch supi...somit hast du täglich eine "Aufgabe" und sicher macht das ja auch Spaß. Machst du sonst noch was? Mir helfen oft Entspannungs-CD.

L.G. Waage


Danke für deine Nachricht, Waage.
Mh, schwierig ist das gerade bei mir... Ja, das mit dem Hund ist auf jeden Fall total gut.
Man muss für sich einen Weg finden, damit umzugehen, da geb ich dir voll und ganz recht. Und es ist auch richtig und wichtig, eine gewissen Routine zu haben. Für mich ist das wichtig.
Es ist einfach so hart, Schritte zurückzugehen... da hab ich Dinge schon tausend Mal durchdacht und auch gemacht und dann ist es trotzdem immer wieder so niederschmetternd, wenn ich z.B. nicht "ganz normal" mich mal mit meinem Mann und mit Freunden in einem Restaurant treffen kann, ohne nicht schon wieder total dereal zu werden irgendwann und dann eine Panikattacke zu schieben.
Das haut mich jedes Mal irgendwie um... Es ist anstrengend, ja...

Ich versuche mich eigentlich den ganzen Tag so in die Hausarbeit zu stürzen (mein Mann ist ein kleiner Chaot, seine Kids auch und der Hund trägt auch seinen Teil zum Chaos bei... hihi)... Und ich gönne mir auch jeden Tag einen Mittagsschlaf, zusammen mit dem Hund dann sozusagen. Der ruht dann immer neben dem Bett und schläft auch.
Entspannungs- CDs sind auch manchmal echt gut. Ich lasse vorm Einschlafen bei YouTube dann manchmal was laufen, so zur Entspannung. Also so Entspannungsmusik und dass dann jemand dazu spricht- wieso fällt mir dafür das Wort gerade nicht ein?!

Ich schwanke zur Zeit ständig zwischen: "Ja, ich schaffe das so" und zwischen:"Oh nein, ich muss mich medikamentös wieder neu eistellen lassen!"... Kennst das jemand von euch?

LG, Anna


Ja das kenne ich sehr gut. Ich möchte auf der einen Seite kein Medikament nehmen, weil ich Angst vor den Nebenwirkungen habe. Aber wenn ich wüsste, dass es was gibt (außer Benzos ) was mir die Angst nehmen würde und ich wieder normal leben könnte würde ich es nehmen. Aber das Ausprobieren der AD und die anfänglichen Nebenwirkungen immer gruselig.
Bei den kleinen Schritten stört mich so, dass an einemTag etwas klappt und am nächsten Tag wieder nicht.
LG

09.08.2016 11:52 • x 1 #16


Joulupukkiblue
Das kenn ich nur zu gut! Ich möchte keine Medikamente nehmen und such ebenfalls nach wegen mal aus dem Haus zukommen ohne Panikattacken oder ähnliches zu bekommen.... Ich hatte einen Hund, dass hat sehr geholfen! Meiner Meinung nach sind Tiere/Hunde eine sehr gute Begleitung.
Liebe Grüße

09.08.2016 12:02 • x 1 #17


animositas
Hallo,

das wichtigste ist, dass du dich der Angst stellst. Ich weiß wie sich das anhört, aber es ist der einzige Weg. Eigentlich soll man nichtmal dagegen ankämpfen, keine Musik, nicht lesen, keinerlei Ablenkung. Das sind dann die Schlimmsten Minuten die man durchlebt, aber es wird besser.

Ich kämpfe seit langer Zeit damit und vor 3 Monaten hab ich das erste Mal erlebt, wie die Panik wirklich wieder abbebt. Ich war im vollem Zug, in eine für mich vorher unbekannte Stadt und dann hat mich die Panik erwischt. Ich konnte dort nicht weg, nichtmal auf die Toilette da diese besetzt war. Da hatte ich wirklich das Gefühl, dass gleich alles zusammenbricht. Aber so nach 10-15 Minuten ist die Angst zurück gegangen. Du kannst dir das sicher vorstellen wie schlimm das war, aber das Gefühl danach, als die Angst zurück ging, hat mir den Rest leichter gemacht und mir die Erfahrung gegeben, dass die Panikattacke tatsächlich irgendwann nachlässt.

Ich habe trotzdem jedesmal Angst vor der Panik und mein Vermeidungsverhalten ist noch da. Jedoch habe ich mit Therapie und AD erhebliche Fortschritte gemacht. In fast 2 Jahren kann ich wirklich wieder rausgehn und krieg weniger Panikattacken. Manchmal überrumpelt es mich dann schon und ich kann nicht besonders gut mit Rückschlägen umgehen.

Das allerwichtigste ist, dass du dir ein Ziel setzt. Setzt dir das Ziel, relativ normal auf die Straße gehen zu können und mach weiterhin kleine Schritte. Am besten legst du dir eine Angsthierachie an. Da bewertest du, was das Schlimmste für dich wäre und welcher Situation du dich am ehesten stellen könntest. Und sobald du einen Punkt von der Liste abgearbeitet hast, wiederhol ihn, bis du dort fast angstfrei bist.

Ich konnte vor 2 Jahren nichtmal bei mir in der Stadt einkaufen ohne Panik und mittlerweile kann ich in einige Geschäfte fast angstfrei gehen.

Man muss seinem Gehirn klar machen, dass keine reale Gefahr droht. Wir Menschen mit Angststörung haben quasi eine falsche Gefahr eingespeichert und deshalb sendet unser Lymbisches System Signale und das führt zu Kettenreaktionen die dann die Panik auslösen. Wenn du dich immer wieder in die selbe Situation begibst und die Angst kommen lässt, dass speichert sich dein Gehirn die richtige Information und zwar, dass keine Gefahr droht und dass alles gut ist.

Das ist ein verdammt weiter, steiniger Weg aber glaub mir, es lohnt sich. Lob dich für jeden noch so kleinen Fortschritt. Am besten führst du Buch darüber, damit du auch an schlechten Tagen deine Erfolge sehen kannst. Du schaffst das, glaub an dich und hab Mut.

11.08.2016 10:37 • x 1 #18


Hey Vermeidung ist der größte Fehler ...Ich hatte immer Angst raus zu gehen ...hab mich 4 wochen zu hause aufgehalten...Das ist kein Leben...Also beschloss ich das zu ändern ...Ich gehe wieder einkaufen ...Bin 6 Stunden mit dem Bus gefahren ...Einen Ausflug unter 1000 Leuten gemacht...anfangs ist es hart aber umso öfter du das machst geht die Angst weg ...Kann ich nur bestätigen

11.08.2016 10:48 • #19


Panikalte
Zitat von animositas:
Hallo,

das wichtigste ist, dass du dich der Angst stellst. Ich weiß wie sich das anhört, aber es ist der einzige Weg. Eigentlich soll man nichtmal dagegen ankämpfen, keine Musik, nicht lesen, keinerlei Ablenkung. Das sind dann die Schlimmsten Minuten die man durchlebt, aber es wird besser.

Ich kämpfe seit langer Zeit damit und vor 3 Monaten hab ich das erste Mal erlebt, wie die Panik wirklich wieder abbebt. Ich war im vollem Zug, in eine für mich vorher unbekannte Stadt und dann hat mich die Panik erwischt. Ich konnte dort nicht weg, nichtmal auf die Toilette da diese besetzt war. Da hatte ich wirklich das Gefühl, dass gleich alles zusammenbricht. Aber so nach 10-15 Minuten ist die Angst zurück gegangen. Du kannst dir das sicher vorstellen wie schlimm das war, aber das Gefühl danach, als die Angst zurück ging, hat mir den Rest leichter gemacht und mir die Erfahrung gegeben, dass die Panikattacke tatsächlich irgendwann nachlässt.

Ich habe trotzdem jedesmal Angst vor der Panik und mein Vermeidungsverhalten ist noch da. Jedoch habe ich mit Therapie und AD erhebliche Fortschritte gemacht. In fast 2 Jahren kann ich wirklich wieder rausgehn und krieg weniger Panikattacken. Manchmal überrumpelt es mich dann schon und ich kann nicht besonders gut mit Rückschlägen umgehen.

Das allerwichtigste ist, dass du dir ein Ziel setzt. Setzt dir das Ziel, relativ normal auf die Straße gehen zu können und mach weiterhin kleine Schritte. Am besten legst du dir eine Angsthierachie an. Da bewertest du, was das Schlimmste für dich wäre und welcher Situation du dich am ehesten stellen könntest. Und sobald du einen Punkt von der Liste abgearbeitet hast, wiederhol ihn, bis du dort fast angstfrei bist.

Ich konnte vor 2 Jahren nichtmal bei mir in der Stadt einkaufen ohne Panik und mittlerweile kann ich in einige Geschäfte fast angstfrei gehen.

Man muss seinem Gehirn klar machen, dass keine reale Gefahr droht. Wir Menschen mit Angststörung haben quasi eine falsche Gefahr eingespeichert und deshalb sendet unser Lymbisches System Signale und das führt zu Kettenreaktionen die dann die Panik auslösen. Wenn du dich immer wieder in die selbe Situation begibst und die Angst kommen lässt, dass speichert sich dein Gehirn die richtige Information und zwar, dass keine Gefahr droht und dass alles gut ist.

Das ist ein verdammt weiter, steiniger Weg aber glaub mir, es lohnt sich. Lob dich für jeden noch so kleinen Fortschritt. Am besten führst du Buch darüber, damit du auch an schlechten Tagen deine Erfolge sehen kannst. Du schaffst das, glaub an dich und hab Mut.


Super bei dir. Ich verstehe das alles und ich weiß auch verstandmässig dass das der richtige Weg wäre. Aber ich bekomme das nicht in die Praxis umgesetzt. Gestern war ich etwas unterwegs mit meinem Mann habe aber tavor genommen um möglichst die Sicherheit zu haben es kann nicht so schlimm werden.
LG

11.08.2016 11:04 • #20




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Dr. Christina Wiesemann