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13

J

Juliii
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Hey,
Ich habe leider heute erst dieses Forum für mich entdeckt und wollte direkt mal fragen, ob es jemandem vielleicht genauso ergeht wie mir.
Ich habe bereits nach einem Forum gesucht, dass mein Problem ähnlich beschreibt, jedoch keins gefunden, also sorry wenn ich ausversehen eins übersehen hab:/
Alsoo zu mir,
Ich leide seit diesem Jahr (2020) an "Panikattacken" mit jedoch ~untypischen~ Symptomen, wie ich finde.
Ich kann das Haus auch seit Monaten nicht mehr verlassen, weil ich einfach Angst vor der Angst hab.
Naja bei mir läuft das wie folgt ab sobald ich das Haus doch verlassen sollte;
1. mir geht es schon Stunden bevor ich raus muss (zB zum Psychologen) schlecht/unwohl und stehe schon etwas "neben mir"
2. kurz bevor ich das Haus verlasse plagen mich starke Bauchschmerzen und ich bekomme innerhalb von Minuten den Drang aufs Klo zu gehen. habe in vielen Fällen dann auch Durchfall und muss auch fast jedes mal wirklich aufs Klo.
3. wenn ich es dann doch schaffe vom Pott runterzukommen und mich nach draußen überwinde stehe ich komplett neben mir, in der Ferne verschwimmen die Sachen die ich sehe etwas und man kann mich kaum noch ansprechen, es ist etwas so als würde ich in solchen Momenten einfach nur "funktionieren" und zB auto fahren, was mit leicht verschwommener sicht ja auch nicht ganz so optimal ist:D
4. wenn ich angekommen bin geht es mir eigentlich relativ in Ordnungen (kommt natürlich auf die Situation an, lange Schlangen beim einkaufen zB bringen mich einfach nur zum Heulen und flüchten ohne etwas zu kaufen). wenn ich aber bei meinem Psychologen bin zB ist meine Angst eigentlich weg, nur selten drängeln sich manchmal Gedanken hoch mit "was wenn dies was wenn das. ", kennt ihr ja bestimmt und dann steh ich auch kurz davor abzudrehen.
5. mein Magen "brennt" total. also nicht im sinne von sodbrennen sondern wirklich eher magenbrennen, woraus häufig ein teufelskreis entsteht und ich mir dadurch wieder panik einrede.

Am meisten beschäftigt mich das mit dem Durchfall/Stuhlgang bevor ich das Haus verlasse. es passiert eigentlich so gut wie jedesmal, egal was ich davor gegessen hab etc.
Sind dies überhaupt typische panikattacken symptome? Alle reden immer nur von herzstolpern/rasen, schwitzen, angst zu sterben etc.
Hat jemand ähnliche Symptome? Und wenn ja, was macht ihr dagegen? Wenn ich nicht immer diese Bauchschmerzen und Stuhlgang bekommen würde, würde ich mich glaub ich auch wieder raustrauen aber wie bekommt man das weg?:(
Ich war damit schon bei 3 Ärzten (vor meinem jetzigen psychologen, da wir damals dachten ich hätte was am magen), jedoch ist bei mir alles in ordnung:(
Schonmal vielen Dank für eure Antworten.

21.11.2025 #1


21 Antworten ↓
Mondkatze

Mondkatze
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Zitat von Juliii:
Am meisten beschäftigt mich das mit dem Durchfall/Stuhlgang bevor ich das Haus verlasse. es passiert eigentlich so gut wie jedesmal, egal was ich davor gegessen hab etc.
Sind dies überhaupt typische panikattacken symptome?


Wenn körperlich ( Magen-Darm ) alles in Ordnung ist, dann hängt der Durchfall mit deiner Angst zusammen.

Du hast doch bestimmt schon mal mitbekommen, dass manche Menschen Prüfungsangst haben? Die bekommen u.a. auch Durchfall.
Ich kenne das auch. 3 Tage vor der Prüfung ging`s schon los.
Ich bekomme sogar sofort Durchfall, wenn ich plötzlich in einer Angstsituation bin.
Du siehst, es ist tatsächlich so, dass Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen Symptome bei einer Angsterkrankung sind.
Das liegt daran, dass das vegetative Nervensystem ( Sympathikus und sein Gegenspieler der Parasympathikus - lies mal darüber, ist interessant und man erfährt einiges über seinen Körper, warum er so reagiert ) nicht im Einklang ist.
Du kannst mit verschiedenen Hilfsmitteln versuchen dein Streßlevel herunterzufahren oder durch intensives Üben erst gar nicht aufkommen zu lassen.

z.B. Atemübungen
Tai Chi
Achtsamkeitsübungen
Yoga
Meditation
sind da tolle Hilfsmittel.
Versuche das für dich geeignete Mittel zu finden und dann mache das regelmäßig. Du wirst sehen, es wird dir gut tun.

LG
Mondkatze

02.11.2020 00:48 • x 2 #17


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Jedesmal Durchfall bevor ich das Haus verlasse

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K

Klolektüre
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Hallo Juliii, die beschriebenen Probleme kommen mir leider sehr bekannt vor. Ich leide unter diesem Problem mehr oder weniger seit etwas mehr als 20 Jahren.

Zu den Grundlagen: Stress / Angst (wenn jemand weiß, wo da biochemisch ein Unterschied besteht, bitte um Kommentar) werden durch verschiedene Hormone ausgelöst bzw. begleitet. Cortisol ist eines der Hormone, das Stress erzeugt. Am Morgen ist die Cortisolkonzentration am höchsten. Bei mir sind die Stresszustände / der Reizdarm morgens in der Regel am stärksten. Die Symptome sind impulsiver Stuhlgang, oftmals Benommenheit (fühlt sich an wie leicht betrunken) und selten auch Zittern.

Soweit ich mich in dieses Thema eingelesen habe, kann man davon ausgehen, dass von derartigen Zuständen Betroffene bereits eine Reihe stressvoller Erlebnisse hinter sich hatten. Das kann der permanente Leistungsdruck sein, Mobbing, ein lebensbedrohlicher Unfall, etc. Was man leicht übersieht ist Einsamkeit. Einsamkeit ist ein sehr stressvoller Zustand.

Oftmals sind Angststörungen / Reizdarm mit anderen Krankheiten oder Störungen, wie bsp. Depressionen, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder dem chronischen Erschöpfungssyndrom, vergesellschaftet.

Auch wenn man als Betroffener spürt, dass der Durchfall durch Stress ausgelöst wird, kann es sinnvoll sein erst einmal eine Nahrungsmittelunverträglichkeit bzw. Allergie auszuschließen. Dazu lässt man sich vom Hausarzt zum Internisten überweisen. Oder man wird ohnehin vom Psychiater zum Internisten überwiesen. Sollte der Durchfall stressbedingt sein, wird die Diagnose „Reizdarm“ oder falls man die Darmspiegelung stressbedingt ablehnt „Verdacht auf Reizdarm“ gestellt. Zusätzlich kann noch die Diagnose „Angststörung“ oder „Panikstörung“ gestellt werden.

Hier ein paar Tipps, aus eigener Erfahrung, wie man mit stressbedingtem Durchfall umgehen kann. Wenn ich es aus der Wohnung geschafft habe, dann sind meine Probleme gerade in Wartesituationen, bsp. in der Straßenbahn, bei der roten Verkehrsampel oder bei der Kassa im Supermarkt, am schlimmsten. Aber so wie jede Krankheit unterschiedlich verläuft, zum Beispiel auch Corona, so ist auch jede Angststörung / jeder Reizdarm individuell unterschiedlich – je nachdem wo jemand Schwachstellen hat. Gerne nutze ich zur Veranschaulichung folgende Metapher: Beim Bergwandern bekommt der eine Knieschmerzen, weil seine Knie die schwächste Körperstelle ist, und jemand anders bekommt Fersenschmerzen, weil dort dessen Schwachstelle liegt. So, nun zu meinen probierten Strategien:
1) In stressigen Situationen (bsp. beim Straßenbahnfahren) laut Musikhören mittels MP3 Spieler. Den Satz „Musik wirkt angstreduzierend“ findet man in „EinBlick ins Gehirn“ von Dieter F. Braus (3. Auflage, S. 43).
2) Auf Fernsehen, speziell auf Spielfilme, verzichten. Speziell Action- und Horrorfilme sind zu vermeiden, da es dabei zu einer Ausschüttung von Stresshormonen kommen kann. Seit ich nicht mehr Fernsehe habe ich jedenfalls kaum noch Alpträume. Anmerkung: Anregende Informationsaufnahme, wie bsp. Fernsehen, führt zu Dopaminausschüttung. Anders gesagt: Fernsehen macht süchtig. Daher werden die meisten Patienten es nicht schaffen auf Fernsehen zu verzichten, auch wenn es für erholsamen Schlaf sehr wichtig wäre.
3) Stundenlang leichte Bewegung wie Spazieren gehen. Das entspannt extrem! Kann man halt nur machen, wenn man das Haus verlassen kann und viel Zeit hat. Bezüglich Bewegung ist es vorteilhaft nahe dem Arbeitsort zu wohnen, damit man zu Fuß gehen kann, oder mit dem Fahrrad fahren. Durch leichte Bewegung wie Spazieren gehen werden Stresshormone abgebaut.
4) Zeitig aufstehen oder Termine auf späte Uhrzeiten legen, damit der Cortisolspiegel abgesunken ist bevor man rausgeht.
5) Falls die oben genannten Methoden nicht helfen, dann wird der Arzt irgendwelche Entspannungsmethoden (nach Jacobsen) oder angstlösende Medikamente (Pregabalin, Venlafaxin, Anafranil, Temesta [Tavor in Deutschland]) empfehlen. Beides hat bei mir nicht nur nicht geholfen, sondern die Symptome teilweise deutlich verstärkt. Wobei ich bei Pregabalin und Temesta einfach gar keinen Effekt verspürte. Es ist halt leider so, dass wenn man permanent an Durchfall leidet, die Medikamente eventuell schlecht vom Körper resorbiert werden. CBD Öl habe ich auch probiert – eignete sich bei mir aber lediglich als Geschmackskorrigens für Salate.
6) Begleitend zu den Medikamenten kann eine Psychotherapie ausprobiert werden. Mir hilft die Therapie zwar nicht gegen den Reizdarm, aber es tut trotzdem gut mit jemandem über seine Probleme zu reden. Hypnose kann man ausprobieren; dazu muss man allerdings hypnotisierbar sein, was wenn der Körper permanent gestresst ist, eher unwahrscheinlich ist. Ich war jedenfalls nicht hypnotisierbar, da ich mich nicht entspannen kann.
7) Schmerzreize (zum Beispiel an den Oberschenkelinnenseiten zwicken). Wenn ich früh genug erkenne, dass sich ein panikartiger Zustand ankündigt, dann schaffe ich es mittels Schmerzreizen diesen Zustand zu verhindern. Wenn die Panik einmal da ist, dann hilft nur mehr Bewegung, Bewegung, Bewegung.
Cool Imodium akut (ein Durchfallmedikament mit dem Wirkstoff Loperamid, ein Opioid), dadurch lähmt man die Darmbewegung. Achtung: Muss man aber mit Bedacht einsetzen! Ich nehme es maximal 2 Mal die Woche, für wichtige Termine wo ich meinen Hund nicht mitnehmen darf. Kann man frei in der Apotheke kaufen oder man lässt es sich vom Arzt verschreiben. Tipp: Rezept ist bei diesem Medikament billiger. Allerdings warnen mich meine Ärzte immer vor Dauergebrauch!
9) Ein Tier, wie bsp. einen Hund nehmen. Tiere reduzieren nachweislich Stress und mir wurde von allen Pflegern, Ärzten, Psychologen und Therapeuten ein Hund empfohlen. Erst seit ein Hund bei mir einzog, konnte ich wieder ohne Schlafmittel schlafen und kann die Wohnung in stressfreien Wochen sogar ohne impulsiven Stuhlgang / Durchfall verlassen.
10) Einen Behindertenpass beantragen. Man darf dann eventuell die Behindertentoiletten auf Autobahnen benutzen. Bei Behördengängen kann das auch von Vorteil sein, bsp. um die Warteschlange zu umgehen, oder wenn man unter Benommenheit leidet, dass einem jemand hilft Formulare auszufüllen.
11) Viel Schlafen: Hier reden wir von weit mehr als zehn Stunden täglich mehrmals über den Tag verteilt. Das kann man natürlich nur im Krankenstand oder am Wochenende machen.
12) Und falls das alles nichts hilft, dann hilft Stress vermeiden. Da reden wir leider von monatelangem Krankenstand oder Invaliditätspension. Denn wenn man schon ganz am Ende ist, dann kann es sein, dass selbst der Stress „wieder gesund werden zu müssen“ zu viel ist.
Anmerkung: Leider ist Krankenstand zeitlich nur begrenzt möglich. Nach sechs bis neun Monaten Krankenstand werden die Patienten auf Druck vom Chefarzt meist wieder gesund geschrieben, obwohl die gesundheitlichen Probleme unverändert bestehen. Danach landet der Patient sehr häufig in der Arbeitslosigkeit. Gerade Arbeitslosigkeit ist ein sehr (!) stressiger Zustand, weil auf Arbeitslose von der Arbeitslosenversicherung ein harter Druck ausgeübt wird. Nötigungen, Drohungen und Demütigungen gehören am Arbeitsmarktservice zum Standardrepertoire. Zusätzlich wird man von den Politikern gerne als „arbeitsunwillig“ und als „Schmarotzer“ bezeichnet. Ohne meinen Behindertenpass hätte ich diese Zeit wohl kaum überlebt. Der Behindertenpass und die entsprechenden Gutachten haben mir insofern geholfen: Erstens musste ich mich nur auf gesundheitlich passende Arbeitsstellen bewerben und zweitens war während der Coronapandemie die Toilette am Arbeitsmarktservice eigentlich gesperrt. Nach einer erniedrigenden Diskussion mit dem Portier durfte ich dann aber aufgrund meiner Behinderung "ausnahmsweise" doch auf die Toilette.
13) Wichtig zu wissen: Permanent zu viel Stress begünstigt Depressionen inklusive Suizid. Auch hier hilft ein Hund extrem. Seit ich den Hund habe, habe ich keine Suizidabsichten mehr, zumindest während der Hund in meiner Nähe ist. Deswegen sollte man sich einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen, wo ein Hund erlaubt ist.

Man soll sich vom stressbedingten Durchfall nicht mehr einschränken lassen als nötig. Am besten immer ein (feuchtes) Toilettpapier mitnehmen. Im schlimmsten Fall geht man mal hinter einer Hecke oder im Park. Seit ich einen Hund habe, weiß ich, dass das ohnehin mehr Leute machen als man denkt. Einkaufen fährt man am besten in ein Einkaufszentrum wo es Toiletten gibt, oder man sucht sich einen Supermarkt wo man in der Nähe eine Toilette hat. Gar nicht einkaufen gehen könnte schlussendlich zu einer Vermeidungsspirale führen. Deswegen gehe ich mindestens einmal die Woche einkaufen, wobei ich mir dazu einen ganzen Vormittag reserviere. Was man versuchen kann ist, sich für das Einkaufen oder andere stressbehaftete Ereignisse zu belohnen – das macht man ohnehin viel zu wenig. Weil dann wird die stressbehaftete Tätigkeit schlussendlich positiver besetzt.

Bezüglich Arbeitsplatz: Hier empfehle ich das Büro. Erstens weil man fast immer auf die Toilette kann. Zweitens weil der Arbeitsalltag relativ gleich ist, wodurch man weniger gestresst wird. Drittens ist im Büro oftmals ein Haustier erlaubt. Da man natürlich überdurchschnittlich viel Zeit auf der Toilette verbringt und daher eine geringere Arbeitsgeschwindigkeit hat als die Kollegen, kann auch hier der Behindertenpass helfen die Arbeitsstelle zu behalten. Wenn zusätzlich zum Reizdarm noch Benommenheit hinzukommt, so wie von Juliii beschrieben, dann kann es sein, dass bereits Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Aber auch hier: Benommenheit im Büro ist weit weniger tragisch als auf einer Baustelle oder in einem chemischen Labor. Denn: Ein Rechtschreibfehler oder ein falsch verschicktes e-mail sind meist folgenlos verglichen mit Arbeitsunfällen auf einer Baustelle.

16.05.2023 12:14 • x 1 #21


Zum Beitrag im Thema ↓


OBIKO
Was und wo war der Anlass für die erste Panik Attacke ?

x 1 #2


J
Leider bin ich mir da nicht sicher, da ich wie gesagt zuerst vermutet habe einfach etwas am Magen zu haben:/
Also ich weiß noch, dass es mir während meiner Lk Abiturprüfung im Mai total schlecht ging, da ich dort auch Durchfall bekommen hab... Ein paar Tage später stand die nächste Klausur an und ich saß da und dachte mir "sch., was wenn das nochmal passiert..." und siehe da es ist nochmal passiert.. nicht annähernd so stark aber ich hatte auch in meiner 2. Klausur Bauch Beschwerden...
in der 3. Klausur dann genau das Gleiche... "was wenn ..."
Ich war nachdem die 4. Prüfung zuende war (zum glück war wenigstens die ohne symptome) mit Freunden etwas weiter weg sushi essen.. dort habe ich wieder probleme mit dem Magen bekommen was mir total peinlich war.. da hab ich dann auch angefangen zu zittern weil ich einfach nicht aus der situation rauskonnte (immerhin waren wir weit weg von zuhause)..
Ich denke das waren so die ersten Anzeichen, an etwas anderes kann ich mich nicht erinnern..

#3


Angor
Zitat von Juliii:
Sind dies überhaupt typische panikattacken symptome?

Nein, das ist die Angst vor der Angst, obwohl Verdauungsprobleme durchaus auch bei einer PA auftreten können wie die anderen Sympome, die Du erwähnt hast und typisch für eine PA sind.

Magenschmerzen gehören leider auch zu Angsstsymptomen, das kenne ich, da krampft sich der Magen regelrecht zusammen.
Der Magen ist ein sehr sensibles Organ und macht grad Ängstlern häufig Probleme. Das mit dem Stuhldrang kenne ich auch, als ich trotz meiner Angststörung Termine beim ZA wahr nehmen musste, rannte ich vorher ständig aufs Klo.

LG Angor

x 1 #4


OBIKO
Du leidest wahrscheinlich unter Angst. Du stehst häufig unter Druck und hast Angst zu versagen ? Ich glaube nicht direkt das Du unter Panik leidest sondern unter Angst der Druck ist so gross das dein Körper sich erleichtern möchte.

x 1 #5


J
Mhmm...
Aber was mache ich denn jetzt dagegen:(
Also ich bin ja schon in Behandlung bei einem Psychologen (habe morgen meine 3. Sitzung) aber ich habe einfach Angst, dass das alles nichts bringt..
Meine Motivation ist wie weggeblasen

#6


J
Zitat von Angor:
Nein, das ist die Angst vor der Angst, obwohl Verdauungsprobleme durchaus auch bei einer PA auftreten können wie die anderen Sympome, die Du erwähnt hast und typisch für eine PA sind.Magenschmerzen gehören leider auch zu Angsstsymptomen, das kenne ich, da krampft sich der Magen regelrecht zusammen.Der Magen ist ein sehr sensibles Organ und macht grad Ängstlern häufig Probleme. Das mit dem Stuhldrang kenne ich auch, als ich trotz meiner Angststörung Termine beim ZA wahr nehmen musste, rannte ich vorher ständig aufs Klo.LG Angor



Und wie hast du das wegbekommen?:/ oder leidest du immernoch unter den Symptomen

#7


OBIKO
Zitat von Juliii:
Mhmm...Aber was mache ich denn jetzt dagegen:(Also ich bin ja schon in Behandlung bei einem Psychologen (habe morgen meine 3. Sitzung) aber ich habe einfach Angst, dass das alles nichts bringt..Meine Motivation ist wie weggeblasen
. Du studierst nun ?

#8


J
Zitat von OBIKO:
. Du studierst nun ?


Wollte ich eigentlich... Semesterbeginn wäre morgen gewesen, habe mich jetzt aber dazu entschieden erstmal gesund zu werden und das Studium auf nächstes Jahr zu verlegen..
Ich schaffe es zurzeit ja nicht mal wirklich das Haus zu verlassen:/

#9


Angor
Weißt Du, solange Du noch nicht unter richtigen PA leidest, die Dich sehr einschränken, könntest Du es noch mit etwas pflanzlichem zum Beruhigen versuchen, wie z.B. Baldrian, Johanniskraut oder Lavendelöl.

Und nicht mutlos sein, Du hast erst die 3. Sitzung beim Psychologen, vertraue einfach darauf, dass es Dir hilft, manchmal dauert es halt.

Gib nicht auf knuddeln

x 1 #10


Angor
Zitat von Juliii:
Und wie hast du das wegbekommen?:/ oder leidest du immernoch unter den Symptomen

Ich leide schon sehr lange unter meiner Angsstörung und hatte schlimme PA, manchmal traute ich mich gar nicht mehr aus dem Haus. Zur Zeit nehme ich noch ein Medi.

#11


J
Zitat von Angor:
Weißt Du, solange Du noch nicht unter richtigen PA leidest, die Dich sehr einschränken, könntest Du es noch mit etwas pflanzlichem zum Beruhigen versuchen, wie z.B. Baldrian, Johanniskraut oder Lavendelöl.Und nicht mutlos sein, Du hast erst die 3. Sitzung beim Psychologen, vertraue einfach darauf, dass es Dir hilft, manchmal dauert es halt.Gib nicht auf knuddeln



Leider schränkt es mich jetzt schon ziemlich ein:/ wie gesagt ich komme nicht mehr aus dem Haus raus (sogar joggen gehen klappt nicht mehr weil ich von jetzt auf gleich angst bekomme und anfange zu zittern zb)..
Ich bekomme zwar keine Atemnot oder sowas, aber ich denke dass ich bestimmt schon ein paar mal wirklich eine Panikattacke hatte..
Jedoch war dies unabhängig vom Rausgehen und Magenbeschwerden, deswegen habe ich das nicht erwähnt.
Das eine Mal war zB nachdem ich wegen Kopfschmerzen eine Tablette Ar. genommen hatte.. etwas später find ich an zu Zittern und bekam total Angst, dass diese Tablette mir zum Verhängnis wird, musste mir sogar Hilfe holen weil ich so Angst hatte..
Manchmal sitze ich auch einfach am Tisch und will etwas mit meiner Familie essen und plötzlich gehts mir schlecht ohne ersichtlichen Grund.. mir steigt das dann irgendwie richtig zum Kopf und ich muss einfach weg.
Baldrian und ähnliches wirken leider so gut wie gar nicht bei mir, jedenfalls habe ich noch nicht das Richtige für mich gefunden, habe mir jetzt aber wieder cbd bestellt vielleicht hilft das..
Aber naja ich denke hier haben einige Leute schlimmeres erlebt und auch geschafft
Trotzdem vielen Dank für eure Antworten?

#12


Angor
Zitat von Juliii:
habe mir jetzt aber wieder cbd bestellt vielleicht hilft das..

Ich drücke die Daumen dass es hilft, wenns aber schon so arg ist spricht sicher nichts dagegen, Dir begleitend zur Therapie ein Medi verschreiben zu lassen.

x 1 #13


J
Zitat von Angor:
Ich drücke die Daumen dass es hilft, wenns aber schon so arg ist spricht sicher nichts dagegen, Dir begleitend zur Therapie ein Medi verschreiben zu lassen.


Mein Psychologe ist da total gegen:/
Er meint das würde mich nur abhängig machen und die Probleme verschlimmern..
Irgendwie würde ich mich aber sicherer fühlen, wenn ich im Haus zB irgendwo ein Beruhigungsmittel hätte.
Nicht um es zu nehmen, sondern einfach damit es da ist für den aller aller schlimmsten Notfall..
Macht das Sinn oder klinge ich jetzt schon süchtig obwohl ich noch nie Medis genommen hab Very Happy

x 1 #14


Angor
Zitat von Juliii:
Mein Psychologe ist da total gegen:/

Die Psychologen sind immer dagegen, und es gibt Medis, die nicht abhägig machen, ich wüsste nicht, dass ich Escitalopramsüchtig bin.

Frag doch mal Deinen HA oder den Psychiater, es gibt ein Notfallmedi, Tavor, das sollte man aber nicht regelmäßig nehmen, weil es zu den Benzos gehört, die abhängig machen können.

Aber viele User haben hier ein Notfallmedi wie Tavor, meistens beruhigt es schon, wenn man es da hat, man muss es ja nicht nehmen.
Ich hatte damals Diazepam, und konnte eine fast volle Flasche nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums wegschmeissen.
Es hatte mich schon beruhigt, weil ich es ja hätte nehmen können.

x 1 #15


J
Ja genau das habe ich meinem Psychologen auch gesagt:/
Erst recht da ich ja mehr Angst vor der Angst hab müsste dies perfekt sein in meiner situation.. immerhin könnte ich rausgehen mit dem Gedanken, dass ich sogar im aller aller schlimmsten Fall abgesichert bin..
Ich spreche es morgen noch einmal an, jedoch denke ich nicht, dass er das befürworten wird:/
Er sagt halt, dass ich psychisch davon ab der ersten Einnahme abhängig sein werde, da ich mir denken könnte "warum tu ich mir das alles an wenn ich dieses Beruhigungsmittel nehmen kann und es mir damit gut geht".. jedoch denke ich keineswegs so..
Naja, vielen vielen Dank, dass ihr eure Zeit für mich aufgeopfert habt!:)
Ich wünsche euch allen Genesung!

x 1 #16


Mondkatze
Zitat von Juliii:
Am meisten beschäftigt mich das mit dem Durchfall/Stuhlgang bevor ich das Haus verlasse. es passiert eigentlich so gut wie jedesmal, egal was ich davor gegessen hab etc.
Sind dies überhaupt typische panikattacken symptome?


Wenn körperlich ( Magen-Darm ) alles in Ordnung ist, dann hängt der Durchfall mit deiner Angst zusammen.

Du hast doch bestimmt schon mal mitbekommen, dass manche Menschen Prüfungsangst haben? Die bekommen u.a. auch Durchfall.
Ich kenne das auch. 3 Tage vor der Prüfung ging`s schon los.
Ich bekomme sogar sofort Durchfall, wenn ich plötzlich in einer Angstsituation bin.
Du siehst, es ist tatsächlich so, dass Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen Symptome bei einer Angsterkrankung sind.
Das liegt daran, dass das vegetative Nervensystem ( Sympathikus und sein Gegenspieler der Parasympathikus - lies mal darüber, ist interessant und man erfährt einiges über seinen Körper, warum er so reagiert ) nicht im Einklang ist.
Du kannst mit verschiedenen Hilfsmitteln versuchen dein Streßlevel herunterzufahren oder durch intensives Üben erst gar nicht aufkommen zu lassen.

z.B. Atemübungen
Tai Chi
Achtsamkeitsübungen
Yoga
Meditation
sind da tolle Hilfsmittel.
Versuche das für dich geeignete Mittel zu finden und dann mache das regelmäßig. Du wirst sehen, es wird dir gut tun.

LG
Mondkatze

x 2 #17

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J
Zitat von Mondkatze:
Wenn körperlich ( Magen-Darm ) alles in Ordnung ist, dann hängt der Durchfall mit deiner Angst zusammen.Du hast doch bestimmt schon mal mitbekommen, dass manche Menschen Prüfungsangst haben? Die bekommen u.a. auch Durchfall.Ich kenne das auch. 3 Tage vor der Prüfung ging`s schon los.Ich bekomme sogar sofort Durchfall, wenn ich plötzlich in einer Angstsituation bin.Du siehst, es ist tatsächlich so, dass Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen Symptome bei einer Angsterkrankung sind.Das liegt daran, dass das vegetative Nervensystem ( Sympathikus und sein Gegenspieler der Parasympathikus - lies mal darüber, ist interessant und man erfährt einiges über seinen Körper, warum er so reagiert ) nicht im Einklang ist.Du kannst mit verschiedenen Hilfsmitteln versuchen dein Streßlevel herunterzufahren oder durch intensives Üben erst gar nicht aufkommen zu lassen.z.B. AtemübungenTai ChiAchtsamkeitsübungenYogaMeditationsind da tolle Hilfsmittel.Versuche das für dich geeignete Mittel zu finden und dann mache das regelmäßig. Du wirst sehen, es wird dir gut tun.LGMondkatze



Vielen Dank liebe Mondkatze:)
Nimmst du irgendwelche Mittel gegen den Durchfall oder lässt du es einfach auf dich zukommen?
Ich mein ist schon ziemlich blöd... und ich hatte das mit der Prüfungsangst auch genauso während meiner Abiturprüfungen:(

#18


Mondkatze
Zitat von Juliii:
Vielen Dank liebe Mondkatze:)Nimmst du irgendwelche Mittel gegen den Durchfall oder lässt du es einfach auf dich zukommen?Ich mein ist schon ziemlich blöd... und ich hatte das mit der Prüfungsangst auch genauso während meiner Abiturprüfungen:(


Nein, ich nehme nichts dagegen.
Warum auch? Es ist nicht notwendig, es ist nichts was behandlungsbedürftig ist.
Es sei denn, du hast täglich mehrmals Durchfall, oder über einen längeren Zeitraum. Dann besteht schon Handlungsbedarf, weil dein Körper droht auszutrocknen. Aber da hätte dein Arzt ja schon anders reagiert.

Man kann es selbst in den Griff bekommen. Zum einen mit gesunder, ausgewogener Ernährung dem Körper etwas gutes tun, durch Sport den Körper zu kräftigen und dann versuchen anders mit Streß umzugehen.
Das ist eigentlich schon alles.

x 1 #19


Schlaflose
Zitat von Juliii:
3. wenn ich es dann doch schaffe vom Pott runterzukommen und mich nach draußen überwinde stehe ich komplett neben mir, in der Ferne verschwimmen die Sachen die ich sehe etwas und man kann mich kaum noch ansprechen, es ist etwas so als würde ich in solchen Momenten einfach nur "funktionieren" und zB auto fahren, was mit leicht verschwommener sicht ja auch nicht ganz so optimal ist:D


Das nennt sich Derealisation und ist häufig ein Begleitsymptom bei Ängsten.

x 1 #20


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Dr. Christina Wiesemann
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