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Ihr Lieben,

seit einiger Zeit nehme ich Venlafaxin 150mg. Morgen wird der Spiegel kontrolliert. Leider hilft das Venlafaxin eigentlich gar nicht, weder gegen die mittelgradige Depression noch gegen die Angst- und Panikstörung (welche ich schon seit ca. meinem fünften Lebensjahr habe).
Dazu bekomme ich noch Quetiapin: Morgens 50mg retardiert, abends 150mg retardiert und zum Schlafen 200mg unretardiert. Mit dem Quetiapin komm ich ganz gut zurecht.
Nun fragte ich meinen Psychiater (im ambulanten Programm, welches kommenden Mittwoch endet) was er denn von Opipramol hält. Er sagte, er ändere keine Medikamente während des ambulanten Programmes. Wenn ich das Opipramol möchte, dann soll ich das mit meiner Psychiaterin ausmachen. Dort habe ich aber erst am 29.12.2020 einen Termin bekommen. Ist das erste Mal, dass ich zu ihr gehe.
Er meinte aber, dass er keine Kontraindikation sehe, weder für das Venlafaxin noch für das Quetiapin. Ich könne dazu sogar noch Mirtazapin nehmen.

Kennt sich hier jemand aus mit den Kombinationen?

Übrigens bin ich auch in psychologischer Behandlung. Und das ambulante Programm nennt sich ambulant statt stationär und wird vom Zentrum für Psychiatrie angeboten. Mit Therapeuten unterschiedlichster Art, welche zu mir nach Hause kommen.

Vielen lieben Dank für eure Antworten!

20.11.2020 00:01 • 21.11.2020 #1


30 Antworten ↓


Hört sich nach nen heftigen Mix und too much an

20.11.2020 00:15 • x 1 #2



Venlafaxin & Opipramol zusammen mit Quetiapin und Mirtazapin

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Lottaluft
Ich finde auch das das nach sehr viel klingt obwohl ich selbst Medikamenten nicht abgeneigt bin

20.11.2020 00:34 • x 2 #3


Vielen Dank für eure Antworten.

Was meint ihr wenn ich das Mirta weg lasse?

Und das Vanlafaxin ausschleiche und dafür ein "sedierendes" AD nehme?

Lieben Gruß
Jürgen

20.11.2020 00:55 • #4


Schlaflose
Opipramol ist ein ganz schwaches sedierendes Medikament. Kaum anzunehmen, dass es bei dir eine Wirkung haben wird, nachdem du die anderen viel stärkeren Medikamente nimmst.

Zitat:
Was meint ihr wenn ich das Mirta weg lasse?

Und das Vanlafaxin ausschleiche und dafür ein "sedierendes" AD nehme?

Mirta ist doch ein sedierendes AD. Warum willst du das weglassen?

20.11.2020 07:42 • x 1 #5


Für welche Zwecke sind die Medikamente eigentlich gedacht?

Bei dem Mix kann ich nur keine Wirkung ohne Quereinflüsse vorstellen. Wo dann schwerlich der Nuten eines einzelnen Medikamente beurzeilbar ist.

20.11.2020 10:14 • x 1 #6


Hallo zusammen,

das Mirta nehme ich zur Zeit nicht. Hatte es schon, hat aber die beruhigende Wirkung verloren. Das ist bei mir immer so, dass die Medis nach einiger Zeit nicht mehr wirken. Das selbe erlebe ich gerade beim Quetiapin. Denke, das Mirta müsste nun für zwei bis drei Monate wieder wirken. Das ist meine Erfahrung.

Opipramol hatte ich noch nie. Weiß nicht wie stark es wirkt.

Der Sinn meiner Medikation ist einfach meine mittelgradige depressive Episode im Griff zu haben (wobei die Depression meiner Meinung nach zur Zeit eher mäßig ausgeprägt ist) und gleichzeitig ruhiger zu werden, so dass meine Angst- und Panikatakken die "Spitzen" verlieren. Das wäre mein Hauptwunsch.

Vielen Dank auch für eure Antworten!

20.11.2020 10:38 • #7


Also für ne mittelgradige Depri ist das viel zu viel. Was die pa ikattacken angeht na gut, da bin ich kein Kenner. Bei mir selbst habe ich aber die Erfahrung, das AD gegen Angst, Panik, und somatoforme Reaktionen nichts bringen

20.11.2020 10:41 • x 1 #8


Lieber Gefühlsmensch (ein schöner Name!),

Venlafaxin hat mir schon mal gegen Angst geholfen. Wenn auch nur kurz. Das gleiche gilt für Escitalopram.

Aber du hast recht, auf Dauer wirken sie wohl nicht. Auch wenn einem die Pharmaindustrie immer das blaue vom Himmel vorgauckelt.

20.11.2020 10:49 • #9


petrus57
Ich würde es Abends mit Trimipramin und Morgens mit Escitalopram versuchen. Sind beide auch relativ nebenwirkungsarm. Trimipramin ist trizyklisches AD und Escitalopram ist ein SSrI.

20.11.2020 10:54 • x 1 #10


NIEaufgeben
Also ich finde auch das du einen viel zu hohen medi mix nimmst...

Das Quetiapin nimmst du in einer sehr hohen Dosis,gegen Angst und Panik wird es im Normalfall viel viel niedriger dosiert genommen....

Ich an deiner Stelle würde meine komplette medikation überdenken und evtl komplett umstellen...

Ich finde bevor man ein medi dermassen hoch dosiert sollte man evtl etwas anderes probieren ..

Ich kenne das Quetiapin selbst ich habe es über ein Jahr lang gegen meine Angst und Unruhe genommen
Aber ich hätte niemals so eine hohe Dosis von dem medi genommen

20.11.2020 12:14 • x 1 #11


Entscheiden soll natürlich die Psychiaterin.
Aber bis zum 29.12 ist es noch eine lange Zeit hin.
Dennoch weiß ich, dass ich abwarten muss.

20.11.2020 12:25 • #12


Die Antwort an Petrus hat es nicht angenommen.

Also nochmal.
Trimipramin hatte ich schon. Bin den ganzen nächsten Morgen über der Schüssel gehangen.
Das selbe nach Dosisreduktion.

20.11.2020 12:27 • x 1 #13


Was ich noch vergaß: das Quetiapin sollte mich auch in den Schlaf bringen. Hat auch wunderbar funktioniert. Bis es die Wirkung langsam verloren hat.

20.11.2020 12:32 • #14


Wußte übrigens gar nicht, dass es so ein Forum gibt mit so vielen netten, hilfsbereiten Menschen.
Dafür ein herzliches Dankeschön an euch alle!

20.11.2020 13:03 • #15


Schlaflose
Zitat von Keller:
Was ich noch vergaß: das Quetiapin sollte mich auch in den Schlaf bringen. Hat auch wunderbar funktioniert. Bis es die Wirkung langsam verloren hat.


Zum Schlafen kann ich dir aus meiner persönlichen Erfahrung Amitriptylin und Doxepin empfehlen. Beides ist auch sehr gut bei Depressionen. Ich hatte 9 Jahre Amitryptylin 75mg und wechselte dann zu Doxepin, weil die Wirkung vom Ami stark nachegelassen hatte. Das Doxepin nehme ich jetzt seit 12 Jahren und es wirkt immer noch. Die erste Zeit nahm ich 125mg und konnte es nach 3 Jahren ganz langsam reduzieren. Seit einigen Monaten nehme ich nur noch ein Krümelchen, vielleicht 5-10mg.
Zwischendurch hatte ich auch noch Opipramol, Trimipramin, Mirtazapin und Trazodon ausprobiert, aber die hatten von vornherein gar keine Wirkung bei mir.

20.11.2020 13:23 • x 1 #16


Angor
Zitat von Keller:
Er meinte aber, dass er keine Kontraindikation sehe, weder für das Venlafaxin noch für das Quetiapin. Ich könne dazu sogar noch Mirtazapin nehmen.

Nach dem Wechselwirkungscheck gibt es keine Wechselwirkungen unter allen drei Medis.
Wenn die Wirkung aber nicht mehr gegeben ist, würde ich mit dem Arzt sprechen.

Warum manchmal so ein Coctail gegeben wird, verstehe ich nicht, warum nicht ein Medi, was gegen Depris und Angst wirkt?
Ich nehme Escitalopram wegen meiner Angststörung und komme damit gut zurecht.

Sollte es Probleme mit dem Schlaf geben, kann man sich dann immer noch was verschreiben lassen, oder was pflanzliches versuchen.

LG Angor

20.11.2020 13:26 • x 2 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo "Schlaflose" und "Angor",

vielen Dank. Auch diese Überlegungen werde ich mitnehmen.

Lieben Gruß
Jürgen

20.11.2020 13:50 • x 1 #18


Oder auch mal von einem anderen Psychiater beraten lassen, der nicht nur nach dem Motto verfährt "viel hilft viel"

20.11.2020 13:53 • x 2 #19


Meine Hausärztin empfiehlt übrigens immer Paroxetin bei Angststörungen.
Habe aber keine Ahnung ob und wie das wirkt.
Nur so als kleine Nebenbemerkung.

20.11.2020 13:59 • #20



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