Bitte Mirtazapin nicht plötzlich absetzen. Nackenschmerzen können im Rahmen von Absetzsymptomen auftreten, haben aber auch viele andere mögliche Ursachen. Ein langsames Ausschleichen ist in der Regel notwendig.
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Mirtazapin und Opipramol gemeinsam
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silberauge Mitglied
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Er hat doch gar nichts von Absetzen geschrieben Ich hatte nur mal ganz kurz beides genommen, fühlte mich davon aber zu lethargisch und habe dann nur noch das Opipramol genommen. Den Sinn von zwei eher sedierenden Medis verstehe ich auch nicht so ganz.
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Faultier Mitglied
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Über Sinn und Unsinn kann man viel diskutieren. Das Problem bei dieser Kombination ist hier vor allem eine mögliche kardiotoxische Wirkung. Es geht oft darum den Patienten nach der stationären Therapie *ruhig* zu halten damit er nicht einige Wochen später erneut in der Klinik *aufschlägt* Diese Kombination eignet sich nach Meinung von Hausärzten dafür prima und führt im Gegensatz zu Tranquilizern zu keiner Abhängigkeit. Was das mit dem Herz machen kann ist da leider oft zweitrangig... Anscheinend nimmt man lieber Rhytmussstörungen in Kauf als einen Missbrauch von Tranquilizern zu riskieren. Im schlimmsten Fall bzw in Kombination mit gewissen Vorerkrankungen/Risikofaktoren haben wir hier halt den klassischen Fall eines nicht erklärbaren Herzversagens mit oft letalem Ausgang. Das sind dann die Fälle wo es einen umhaut und aus die Maus. Dann wars wenns nach den Ärzten geht eben der Stress,der eine Hamburger zu viel usw Der *gesunde* Patient hat hei dieser Medikamenten Kombi aber eher nichts zu befürchten (wobei ein gewisses Risiko immer besteht) Das Herz reagiert bei jedem Menschen anders auf Medikamente und deshalb ist es besser bei einem zu bleiben oder es mit einem anderen zu kombinieren welches die QT Zeit nicht oder nur minimal beeinflusst.
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Daniel1988 Mitglied
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@Faultier danke für deinen beitrag. Ich leide unter einer Angst und Panikstörung mit Herzneurose... Dann nehme ich die Kombination nicht ein.
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Daniel1988 Mitglied
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Ich möchte das Thema gern etwas einordnen, ohne es zu dramatisieren.
Die Kombination aus Mirtazapin und Opipramol wird in der Praxis relativ häufig eingesetzt, insbesondere nach stationären Aufenthalten bei Angst- und Unruhezuständen. Mirtazapin gilt dabei insgesamt als QT-arm, Opipramol kann in seltenen Fällen QT-verlängernd wirken, vor allem bei höheren Dosierungen, entsprechenden Vorerkrankungen oder zusätzlichen Risikofaktoren.
In niedriger Dosierung (z. B. 15 mg Mirtazapin abends und 50 mg Opipramol morgens) ist das Risiko bei herzgesunden Patienten nach aktuellem Kenntnisstand als gering einzustufen. Üblicherweise wird empfohlen, bei Bedarf ein Basis-EKG durchzuführen und auf typische Warnzeichen wie Synkopen, ausgeprägten Schwindel oder anhaltende Tachykardien zu achten.
Die Kombination wird unter anderem auch deshalb gewählt, weil sie – im Gegensatz zu Benzodiazepinen – kein Abhängigkeitspotenzial hat und sich zur Stabilisierung nach der Klinik eignet. Natürlich gilt wie bei allen Psychopharmaka, dass individuelle Reaktionen möglich sind und eine regelmäßige ärztliche Begleitung sinnvoll ist.
Pauschale Aussagen zu „klassischen letalen Verläufen“ helfen dem Betroffenen aus meiner Sicht eher wenig und erzeugen, vor allem bei mir, unnötige Angst. Entscheidend sind immer die individuelle Ausgangssituation, die Dosierung und die ärztliche Überwachung.