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Es macht mich irre das ich die Ursache von den PA+AP nicht weiß!!Es kam plötzlich.Wie findet man das heraus???Liegt es auch am geringen Selbstwertgefühl??

14.02.2010 17:16 • 17.02.2010 #1


10 Antworten ↓


Hallo,

mir hat es geholfen, dass es egal ist, was die Ursache ist, der Weg der Heilung ist immer der gleiche. Rein in die angstauslösende Situation und zwar immer wieder. Ich zwinge mich auch jeden Tag dazu.

Ich erwische mich aber auch immer wieder dabei, mich zu fragen, was der Auslöser war, denke aber das werden wir vielleicht nie rausfinden. Man denkt immer, wenn man es weiß, dann löst sich die Angst in Luft auf. Aber das ist wahrscheinlich der falsche Ansatz. Man wartet sozusagen auf ein Wunder anstatt zu handeln.

Und das ist der einzige Weg: HANDELN!

Liebe Grüße, berlina

14.02.2010 21:27 • #2



Ursache!?

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Hallo

hier dein Denkfehler:

Die Ursachen sind wichtig...man kann nur was ändern wenn man die Ursachen kennt.

Dem Auslöser keine Bedeutung beimessen, sonst kann es zu Vermeidung-Verhalten führen (folge später Phobien)

Also : Ursachen erkannt ohne Situationen zu meiden, erkennen was man ändern muss...verstehen. Nur handeln ohne etwas zu hinterfragen ist ein qualvoller Weg der irgendwann unerträglich wird. Und die Luftblase ist geplatzt.

Deswegen Therapie um nach Ursachen zu forschen.
LG

14.02.2010 21:52 • #3


hallo es hilft nicht,wenn man weis was die ursache seiner angstzustände ist.nach dreisig jahren habe ich angst und panik.jetzt habe ich den grund und die ursachen dafür gefunden.mit psychologin und 6 wochen kur.aber es ist schon gut zu wissen warum man sich so plagt jeden tag.ich wurde als kleines kind schon immer zu guten leistungen getrimmt.immer gut zu sein und wenn es geht noch besser.die angst ich jetzt auf keinen fall einen fehler machen ist so schlimm gewurden,das ich nur noch mit medis auf arbeit gehen kann .und selbst das ist jeden tag schlimm.

14.02.2010 22:01 • #4


Ich kenne die Ursache bis heute nicht und ich mache schon länger eine Therapie und weiß trotzdem woran ich arbeite. Daran, wieder normal zu leben, egal was dazu geführt hat, dass ich Angst habe.

14.02.2010 22:19 • #5


Zitat von berlina:
Rein in die angstauslösende Situation und zwar immer wieder.


Und wenn die überall ist? Egal wo, wann und mit wem.

14.02.2010 22:28 • #6


Das kann ich Dir leider nicht beantworten, ich habe sie nur in bestimmten Situationen. Aber es war auch schon sehr viel schlimmer, ich habe hart an mir gearbeitet. Ich dachte täglich, dass ich sterben muss, war mehrmals in der Notaufnahme etc., aber das habe ich jetzt Gott sei Dank nicht mehr.

Weißt Du denn wovor Du Angst hast oder ist es eine andauernde Panik? Machst Du eine Therapie?

14.02.2010 22:39 • #7


Ich denke, dass die Chance herauszufinden, woher die Angst kommt, wie sie sich "zusammensetzt", woraus sie gespeist wird, erheblich größer ist, wenn man gleichzeitig immer wieder in diese angstauslösende Situation reingeht und sich damit konfrontiert.

Wenn man immer nur im stillen, sicheren Ort verbal daran herumdoktert, ob mit oder ohne einen Therapeuten, regrediert man m.E. eher, anstatt an die Lösung zu kommen, die für das reale aktuelle Leben wichtig ist.

Nach meiner Erfahrung mit mir selbst - ich weiß nicht, wie weit andere das können - kann aber auch eine intensive geistige Vorstellung der angstauslösenden Situation, plus des Ausphantasierens, wie ich mich damals gerne anders verhalten hätte (und auch heute gerne anders verhalten würde) dazu führen, dass man/frau erkennt, was in der Situation "drinsteckt".

So ein Erlebnis hatte ich erst vor kurzem und es war unfassbar gut, was dabei herausgekommen ist und sich sofort auf mein aktuelles Leben auswirkte. Ich war zwar nicht aktuell nicht selber in der "schrecklichen" Situation, aber andere, denen ich konzentriert zuschaute. Also eine milde Form des "Hineingehens" in die Situation. Ich habe mich dabei in meine "damalige" Situation versetzt, mich gefragt, welche Gefühle, Gedanken, Impulse und Wünsche ich damals aus Angst unterdrückt habe - und dann kamen solche Erkenntnisse, dass es mich fast vom Stuhl gehauen hat. Und seitdem ist sogar eine körperliche Veränderung eingetreten.

Zitat:
Es macht mich irre das ich die Ursache von den PA+AP nicht weiß!!Es kam plötzlich.Wie findet man das heraus???Liegt es auch am geringen Selbstwertgefühl??

Ich glaube, es ist eher umgekehrt: Das geringe Selbstwertgefühl kommt, weil es etwas Bedrohliches gab, das zu massiver Angst/Unsicherheit/Ungeborgenheit führte. Dieses Unsicherheitsgefühl verinnerlicht man dann.

Ich halte es übrigens für möglich, dass allein schon die Gewohnheit, schon Babys allein in einem Zimmer schlafen zu lassen, anstatt bei der Mutter bzw. den Eltern oder wenigstens bei den Geschwistern, den Kindern eine massive Angst einpflanzen kann. Diese kann dann später, bei passender Gelegenheit - z.B. bei an sich normale Angst erzeugender Situation oder erhöhtem Stress mit Verlustangst - panikartig ausbrechen.

14.02.2010 22:54 • #8


GastB

genau das meinte ich , in die Angstauslösende Situationen gehen um dir Angst zu erleben und Ursachen der Angst zu erkennen . Wenn man es herausgefunden hat kann man die übermäßige Angst entkräften was zu Veränderung der Lebensqualität führt und Besserung des Wohlbefinden.


LG

15.02.2010 13:16 • #9


Für mich ist es schon wichtig die Ursache für die PA zu wissen, damit ich was ändern kann. Bei mir war es ständige Überforderung bei der Arbeit und Familiere Gründe.

Nick

16.02.2010 20:07 • #10


Ich denke, man kann sich darauf einigen, daß Angst eigentlich meist immer eine Ursache hat - nämlich Streß. Bei vielen ist das aber nicht eine Ursache, sondern das Aufeinandertürmen von unzähligen Stressoren, die dann irgendwann - scheinbar wie aus heiterem Himmel - in einer x-beliebigen Situation (mit der die Angst null zu tun hat) eskalieren.

Der zweite Fehler, der dann nach diesem Initialereignis passiert ist, daß die Leute anfangen, über ihre Angst nachzudenken - dadurch machen sie diese dann immer größer. Ich denke gerade in diesem Forum zeigt sich das oft ganz deutlich.

Den dritten Fehler, den viele dann begehen ist, daß sie nach der einzig wahren Ursache suchen und nach der einzige wahren Methode, welche das Problem löst. Während andererseits die Stressoren, von denen ich oben gesprochen habe, weiterhin ignoriert werden. Man hat es ja jahrelang so gemacht, da kann ja nichts falsch daran sein.
Uns so beginnt dann oft ein jahrelanges Analysieren und Suchen mit der einzigen Konsequenz, daß Autobahnen von Ängsten im Gehirn gespeichert werden.

Ich denke, 3 Dinge sind wichtig:
1.) Die Stressoren ausfindig machen (das erfordert oft viel weniger Analyse, als man denkt - vielmehr oft einfach Ehrlichkeit sich selbst gegenüber) und möglichst reduzieren
2.) Die richtige Einstellung gegenüber der Angst zu finden
3.) Die Beschäftigung mit der Angst konsequent einstellen

Ein häufiger Fehler ist dann auch noch, daß nach einem Rückschlag wieder alles hinterfragt wird, anstatt einfach auf Punkt 3 zu achten.
Übrigens denke ich auch (aus eigener Erfahrung), daß Therapeuten sehr häufig den Fehler begehen, den Klienten nicht von der Angst wegzuführen, sondern ihn in seiner Megaanalyse nicht nur zu unterstützen, sondern ihn geradezu dazu auffordern. Also - so wie im oben beschriebenen Gleichnis - fleissig mit ihm Autobahnen bauen, statt diese abzutragen.

17.02.2010 19:32 • x 1 #11



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