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Hallo liebes Forum,
mich beschäftigt schon länger etwas, und zwar frage ich mich, ob ich schon soweit in diesen ganzen Angst-Teufelskreis mit seinen Symptomen abgerutscht bin, dass ich gar nicht mehr wahrnehme/akzeptieren kann, wenn es mir eigentlich gut geht.
Ich versuche mal ein bisschen zu beschreiben, wie ich das meine.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich gar nicht mehr richtig akzeptieren kann, dass es mir auch mal gut geht. Es fühlt sich so an als sei das falsch weil es mir ja sobald ich das Haus verlasse eigentlich eher nicht so gut geht. Und dann denke ich sowas wie "Irgendwas fehlt hier" und schon kommt die Nervosität. Oder ich frage mich, ob das 'Sich gut fühlen' irgendwie falsch ist, weil ich eigentlich aufgeregt sein sollte, und dann starte ich damit die Angst. Ich habe fast das Gefühl, dass die Angst Normalität wird und wenn sie einmal nicht spürbar da ist, fehlt etwas und ich finde das komisch und schon kommt die Angst wieder.
Das ist alles irgendwie etwas durcheinander
Vielleicht kann mir ja jemand von ähnlichen Erfahrungen berichten.

LG Lizzerd

07.04.2014 10:41 • 07.04.2014 #1


6 Antworten ↓


Wenn du dann wieder zuhause bist, bist dann froh das du es getan hast?
Fandest es dann doch nicht so schlimm wie vorgestellt?
Oder so eingetroffen wie du es dir im Vorfeld gedacht hast?

07.04.2014 11:08 • #2



Unfähig zu akzeptieren, dass es einem gut geht

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Ja ich kenne es auch nur zu gut gerade wenn das Selbstvertrauen schon lange geschwächt wurde...
Darf ich das überhaupt geniessen..
Bin ich gut genug dafür---
Werd ich bestraft wenn ich es geniesse..
Es gibt soviele Gedanken die einfach unnütz sind wir aber leider nicht von jetzt auf gleich ausblenden können. Aber wir können lernen uns auch wieder an die positiven Gefühle zu gewöhnen lernen sie anzunehmen und zu geniessen.

Für jedes geschaffte Ziel sollten wir uns unserer Gefühle die dabei entstehen bewusst werden und sie aktiv
Leben und sich für erreichtes mit schönem belohnen.

07.04.2014 12:38 • #3


@Verschollen: Wenn ich wieder Zuhause bin, dann bin ich eigentlich erstmal nur froh daheim zu sein. Wenn der Ausflug erfolgreicher war (keine großartigen Panikattacken) dann bin ich sehr froh dass ich mich überwunden habe. Wenn es aber mal eine schlimmere Attacke gibt, dann bereue ich es manchmal ein bisschen, dass ich rausgegangen bin. Das zieht mich dann den ganzen Tag noch runter und gibt mir ein ungutes Gefühl.
Im Nachhinein ist es oft nicht so schlimm wie ich es mir vorstelle und es passiert ja auch nichts. Das weiß ich. Es ist alles in meinem Kopf. Aber ich beruhige mich erst wieder richtig wenn ich nach Hause komme und dort dann zur Ruhe komme und merke, dass das alles nur mal wieder die Panik war.

@bleeny: Ja exakt das frage ich mich auch manchmal: Darf es mir überhaupt mal gut gehen und wenn ich mich darüber freue, dass es mir gut geht, kommt dann dafür gleich die Strafe? Ich habe Angst davor zu sagen: Heute war ein guter Tag!, weil ich denke, darauf folgen ewig viele schlechte.
Es ist wirklich schwer an manchen Tagen auch mal nur diese guten Gefühle durchzulassen, weil man so viele negative Gedanken im Kopf hat. Aber du hast Recht, für alles was wir erfolgreich geschafft haben, dürfen wir auch mal stolz auf uns sein.
Ich denke, man muss manchmal irgendwie das ganze Negative loslassen damit es nicht schwerer wiegt als die guten Dinge. Das alles ist nur immer leichter gesagt als getan

07.04.2014 13:55 • #4


Hallo

Das ist genau das, was ich in jeder Therapieszunde meiner Therapeutin versuche zu erklären. Manchmal denke ich sie versteht mich einfach nicht denn sie kann mir nicht wirklich sagen wie ich damit umgehen soll.
Das ist so das Letzte was mir von der Angst noch geblieben ist und ich bin mir fast sicher dass, wenn ich diese Gedanken nicht hätte, ich auch keine oder kaum noch Angst hätte.
Also was kann man tun um diesen Kreislauf zu durchbrechen?

In der Reha haben sie mir gesagt dass es so ist weil sich meine Ängste und Gedanken chronizifiert haben aber was ich dagegen tun kann konnten sie mir auch nicht sagen,,,,,

07.04.2014 14:01 • #5


@Sonnenblume
du hast glaub ich auch Hypnose gemacht...Ja und bei mir ist es auch nur der Rest
Angst vor der eigenen Courage..eigentlich weiss ich das ich alles wieder schaffen kann
aber dann kommt dovhmal so nen kleiner Rückschlag und man zweifelt wieder.

Was hast du dir denn noch vor genommen wo gerätst du denn noch an deine Grenzen?

07.04.2014 14:14 • #6


bleeny, ja ich habe Hypnose gemacht und das hat mir super geholfen. Allerdings sind es die Symptome die unregelmässig und bei keiner bestimmten Situation kommen sondern immer dann wenn sie wollen und wenn ich sie überhaupt nicht gebrauchen kann.
Es ist nur der Rest, aber der ist verdammt hartnäckig

07.04.2014 15:23 • #7




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