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Iownmyfear
Liebe Community,

ich bin gerade ziemlich am Ende, weil ich so viele Symptome habe, die einerseits mit Angst/Panik und innerer Anspannung zu erklären sind, mich aber andererseits unheimlich besorgen.

Ich habe aktuell mit folgenden Symptomen zu tun:

- Schlaflosigkeit
- Ständiges Herzrasen und Herzstolpern; auch nächtliches Aufschrecken mit Herzrasen und Schweißausbrüchen
- Heißer Kopf, heiße Wangen flush
- Hitzewallungen und Schweißausbrüche
- Schwindelgefühl
- Zittern
- Kribbeln in Armen und Beinen
- Kurzatmigkeit
- Übelkeit
- Fehlender Appetit
- Todesangst
- Angst vor unheilbarer Krankheit
- Angst, bald zu sterben
- Plötzliches Weinen


Was denkt ihr? Alles psychisch bedingt oder steckt da was Ernsteres dahinter? Ich bin seit Wochen immer kurz davor in die Notaufnahme zu gehen. Der Hausarzt hat Blutbild und EKG gemacht - das war beides unauffällig. Was würdet ihr an Diagnostik an meiner Stelle abklären lassen?

Wäre über ein paar Hinweise und Ratschläge sehr dankbar.
Herzliche Grüße

01.11.2022 14:57 • 01.11.2022 x 1 #1


15 Antworten ↓


Angstmaschine
Das liest sich für mich wie der ganz „normale“ Symptomkatalog für Hypochonder Angstpatienten.

EKG und Blutuntersuchungen sind schon mal gut.
Hast Du besonderen Stress im Moment?

Du musst immer auch bedenken, dass natürlich auch eines oder mehrere Symptome „echt“ sein können (aber harmlos) und sich die anderen durch deine Angst und Anspannung dazu gesellen.

Womit hat es denn angefangen?

01.11.2022 15:06 • x 2 #2


A


Immer mehr Symptome - Angst vor organischen Ursachen

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Iownmyfear
@Angstmaschine
Ja, es passt alles auf Hypochondrie und Angst. In der Tat ist der Stress privat und beruflich gerade massiv. Fühle mich überfordert, dünnhäutig und sehr belastet.

Seit längerem habe ich die Schlafstörungen, aber auch die Übelkeit begleitet mich seit geraumer Zeit, auch in Kombination mit Magen-Darm-Rumoren.

Ob es Sinn macht, sich im Krankenhaus einmal komplett von oben bis unten durchchecken zu lassen?

01.11.2022 15:12 • x 1 #3


Iownmyfear
Oder der Gang einzeln zum Neurologen, Kardiologen und Endokrinologen?

01.11.2022 15:14 • x 1 #4


Fatuu
Also ich habe alle deine Symptome immer mal wieder, mich kennt nur der Hausarzt und kein Spezialist.
Ich lebe bis heute. Vieles ist Stress, bedarf aber keiner weiteren Untersuchung. Wenn der Arzt nichts weiter veranlasst hat, ist normalerweise auch nichts weiter zu tun. Ärztefehler gibt es wirklich selten, gerade bei Blutbild und EKG.

01.11.2022 15:18 • x 2 #5


Iownmyfear
@Fatuu Danke, es ist beruhigend, dass andere auch solche Symptome haben. Wie gelingt es dir, dich zu beruhigen bei den massiveren Symptomen? LG

01.11.2022 15:21 • x 1 #6


Fatuu
Ich brauche mich da nicht beruhigen, da meine Ängste und Probleme woanders liegen, also ich bin kein Hypochonder. Ich weiß, ich habe bisher alle Symptome immer wieder überstanden und wenn es schlimmer wird, gehe ich zum Arzt/Bereitschaftsdienst/Rettungsdienst. Ich weiß einfach, die Psyche ist meistens das , was leidet.

01.11.2022 15:27 • x 2 #7


Angstmaschine
Na das könnte doch schon eine gute Erklärung sein. Mich würde es jedenfalls nicht wundern.


Zitat von Iownmyfear:
Ob es Sinn macht, sich im Krankenhaus einmal komplett von oben bis unten durchchecken zu lassen?

Da kann ich natürlich nur für mich sprechen. Ich habe mich auch vor Jahren einmal komplett durchchecken lassen. Seitdem halte ich es so, dass ich neue Symptome die länger anhalten oder wenn sich was besonders bedrohlich anfühlt einmal(!) abklären lasse.
Danach mache ich das, was der Arzt sagt: also vergessen, behandeln oder im Auge behalten. Und die regelmäßigen Checks beim Hausarzt.
Seitdem komme ich ganz gut mit meinen Ängsten zurecht, habe aber ab und zu auch mal Rückfälle, wie man an meinen Beiträgen hier auch sehen kann.

Wichtig ist m. M. nach aber, dass Du das Ergebnis der Untersuchung dann auch annimmst und glaubst. Ansonsten nützt es dir nichts.

Also einmal untersuchen und dann abhaken und die sinnvollen Vorsorgen machen.

01.11.2022 15:29 • x 4 #8


Iownmyfear
@Fatuu Das ist eine sehr gut Haltung und Einstellung - leider bin ich davon (als Hypochonder) weit entfernt. Für mich ist es extrem schwer, mich von diesem Symptomstrudel zu lösen und einigermaßen gelassen zu bleiben.

01.11.2022 15:36 • x 2 #9


Vanessa147
Zitat von Iownmyfear:
Liebe Community, ich bin gerade ziemlich am Ende, weil ich so viele Symptome habe, die einerseits mit Angst/Panik und innerer Anspannung zu erklären ...

Hallo, deine Symptome passen sehr zu der angststörung. Das geht meistens alles von der Psyche aus die dir so Angst machen will.. .
wenn du schon beim Hausarzt warst und er ekg und Blutbild gemacht hat und dort nichts ausfälliges war, kann es nichts ernstes sein. Wenn ihm was komisches aufgefallen wäre, hätte er dir Überweisungen zu Fachärzten gegeben.
zum Neurologen, Psychiater zu gehen macht denk ich mehr Sinn. Lg

01.11.2022 15:41 • x 2 #10


Fatuu
Sonst hat Angstmaschine schon sehr Recht. Wichtig ist, dass du dem Arzt glaubst. Wenn du so Angst hast, kannst du durchaus die Symptome 1 x checken lassen, das muss aber reichen. Am besten nach dem Arzttermin eine Memo machen, was genau gesagt wurde. Dann kannst du dir das immer wieder durchlesen und dann verfälscht der Kopf auch nichts. Und immer aufschreiben, was du gehört hast und nicht, was vielleicht gemeint sein KÖNNTE.
Wäre so ein Tipp von mir.

01.11.2022 15:43 • x 3 #11


Iownmyfear
@Vanessa147 Danke für deine Antwort. Ich sollte meinem Arzt vertrauen und die Sache damit abhaken. Mein Kopf produziert aber schnell wieder Zweifel und malt sich die schlimmsten Katastrophen aus. Es hat sicher auch etwas mit Angst vor Kontrollverlust oder Schwierigkeiten, Dinge anzunehmen und loszulassen zu tun. Zum Psychiater zu gehen ist sicherlich eine gute Idee. Danke!

01.11.2022 15:50 • x 1 #12


Iownmyfear
@Fatuu Ja, da habt ihr beide vollkommen Recht. Ich muss da nur irgendwie in meinen Kopf kriegen, der sich gerne die verrücktesten Dinge zusammenreimt. Die Einschätzungen des Arztes als Memo zu verschriftlichen ist ein guter Ratschlag.

01.11.2022 15:53 • x 3 #13


Iownmyfear
Wenn ich eine Tavor (1mg) nehme, wird die Symptomatik insgesamt abgedämpft. Vermutlich auch ein Hinweis darauf, dass es psychischer Natur ist.

01.11.2022 17:54 • x 3 #14


Angstmaschine
Zitat von Fatuu:
Am besten nach dem Arzttermin eine Memo machen, was genau gesagt wurde. Dann kannst du dir das immer wieder durchlesen und dann verfälscht der Kopf auch nichts. Und immer aufschreiben, was du gehört hast und nicht, was vielleicht gemeint sein KÖNNTE.

Ja, das ist ein super Tipp!
Vor allem der letzte Satz ist wichtig, daher auch im Zweifel nachfragen, wenn Du nicht ganz sicher bist wie was gemeint war.

01.11.2022 18:45 • x 3 #15


Iownmyfear
Zitat von Angstmaschine:
Ja, das ist ein super Tipp! Vor allem der letzte Satz ist wichtig, daher auch im Zweifel nachfragen, wenn Du nicht ganz sicher bist wie was gemeint war.

Ja, das stimmt! Vielleicht sollte ich mir die Kernbotschaften auf die Unterarme tätowieren.

01.11.2022 20:29 • x 1 #16


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Dr. Matthias Nagel