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einsamervater
Hallo,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Im Februar 2020, kam es zu einer schweren Krise in meiner Ehe, meine Frau hat mich sehr verletzt und kurrzeitig verlassen für circa 4 Wochen. in dieser Zeit bekam ich das erste mal so eine merkwürdige attacke. Ich bin bus gefahren, aufeinmal schoss mein Blutdruck in die Höhe, mir wurde heiss, ich krümmte mich , weil ich dachte ich kipp gleich um.
Tage später saß ich beim Frisör und dann wieder das gleiche.

Nach besagten 4 Wochen kam meine Frau wieder zurück, es ging mir wieder gut. ganze 6 Monate mein Leben war normal.
Im November ist mein bester Freund und Familienhund gestorben, es war fürchterlich. Ich habe mich durchgebissen und versucht weiter zu machen, weil ich jetzt nicht mehr so trauern konnte wie ich es sonst getan habe wenn eins meiner vierbeiner gehen musste. Ich kümmerte mich um das Weihnachtsfest, schmückte das Haus, Arbeitete nebenbei, organisierte die Geschenke und machte den Großeinkauf. Bis eines Tages am 11 Dezember ich eine fürchterliche attacke bekam, wieder das gleiche wie damals. Nur schlimmer. Hyptertensivekrise . Notarzt, Krankenhaus. EKG, Herzultraschall und Blut unaufällig: Diagonose: Angsstörung. Ich wurde außerdem auf Blutdrucktabletten eingestellt Amlodipin 10MG

Ich konnte es nicht glauben. Ich bin nachhause habe erstmal aufgeräumt meine Frau war einkaufen.
Dann ging es mir wieder schlecht. Aufeinmal merkte ich auch fürchterliche Magenschmerzen und war apetitlos. Ich bin daraufhin zum Hausarzt und merkte da schon , es geht nicht mehr. Ich habe beim Hausarzt auch panik. gekrümmt vor meinem Arzt mit Blutdruck auf 180 gab er mir Paroxetin 10MG. und überweisung für eine Magen und darmspiegelung.

Die Apetitlosigkeit hielt über wochen an. Ich bin zur Vorbesprechung der Spiegelung gefahren und habe wahnsinnige panik bekommen, bin rein. und sofort wieder raus. Beim Tag der Spiegelung selbst hingegen ging es, ich hatte keine Panik. .

24.12. ich mache das Essen, kümmere mich um alles. 15 Uhr PANIK attacke. meine Frau reagierte mit: HÖR auf zu Spinnen. es wurde dadurch schlimmer! Sie ging zu meinen Eltern, um 21 UHr hatte ich mich wieder im Griff und konnte das essen servieren.

Ich ging ab und zu mit dem Hund, am anfang war es so ich wollte zur Haustür und merkte es geht wieder los und hab alles ausgezogen und sofort wieder hingelegt. mittlerweile kann ich mit dem Hund überall rumspazieren. Aber es darf mich niemand ansprechen.

1.1. meine Frau musste mit einem Sohn ins Krankenhaus, ich hatte die verantwortung für den anderen Sohn, ich habe eine riesige Panik bekommen und musste ihn zu meiner MUtter bringen bzw abholen lassen. , es ging nicht anders.
Paroxetin abgesetzt!
Ich hatte das gefühl depressiv zu werden, hab geheult und viele nebenwirkungen.

Ab Januar Betablocker 10mg und 10mg amlodipin:
total müdigkeit . ich dosiere auf 2,5mg Betablocker und 5 mg Amlodipin selbst runter.
müdigkeit bis anfang März blieb. Mittlerweile weg.

Stand heute habe ich nur 2 mal geschafft in einen kleinen tante emma leiden einzukaufen. alles andere geht nicht. Ich komme nicht raus, ich kann nicht mal an die tür wenn mein Vater unseren Sohn vorbei bringt. Geschweige auf einen Geburtstag in der Familie. Es ist furchtbar.

Meine Frau war beim Geburtstag meiner Schwester, als sie von meinem Vater nachhause gebracht wurde ,habe ich herzrasen gehabt puls bei 160 und war fix und fertig nur weil ich zu tür musste zum aufmachen. dannach tot müde und 3 tage gings mir sch..

Was soll ich noch machen?
Hat jemand CBD ÖL ausprobiert?

20.03.2021 00:38 • 11.05.2021 x 1 #1


59 Antworten ↓


einsamervater
Die Magen und Darmspiegelung ergab entzündung in Magen und Darm... die angeblich nicht behandlungsbedürft sind.. gastritis... mein Arzt meiner reizmagen, reizdarm... in den letzten tagen zwickt und schmerzt es bei berührung hier und da schon

20.03.2021 00:39 • x 1 #2



Trotz Panikattacken zurück ins Leben - was tun?

x 3


Ich nehme seit ein paar Tagen cbd öl 5% und steigere mich langsam hoch. Zzt 3x 5 Tropfen. Ich merke schon einen Unterschied. Probiere es doch mal aus.

Machst du Entspannungsübungen? Sport?
Weißt du wie eine Panikattacke abläuft und hast zusätzliches Wissen? Es gibt viele Bücher hierzu oder auch die Hörbuchversion zb bei Spotify. Mir hilft das zusätzliche Wissen sodass ich den Ablauf verstehe.

20.03.2021 22:34 • x 1 #3


einsamervater
Ok, ja dann werde ich das mal ausprobieren. Tablette möchte ich nie wieder nehmen.... heute bin ich ca. 1 Kilometer zum Rewe gelaufen. Habe Pfand abgeben und mir etwas gekauft.

Das ist das erste mal seit dezember, dass ich in einem Laden war. Ich habe es bereits im Februar versucht musste aber bei der hälfte der strecke aufgeben und bin nachhause....

Die Strecke an sich ging, ich hab mir immer gesagt" Ich weiß die Angst wird kommen, ich werde aber nicht Sterben daran!".... Als ich dann im Laden war, ging merkte ich schon... mir wurde heiß, blutdruck ging hoch... dann noch die Maske... ich bin zur Kasse... stand an, die kassiererin brauchte ziemlich lange... meine beiden wurden wackelig... nachdem bezahlen richtung ausgang ging es mir besser... vieeel besser. ...

Mich macht kaputt, dass ich so ein aktiver Mensch war bis vor einpaar monaten und jetzt quasi pflegefall.

20.03.2021 23:15 • x 1 #4


einsamervater
Nein, ich habe viel im Internetgelesen. Nutze so eine entspannungs APP CALM, ... aber momentan ich weiß auch nicht. Bin oft unsicher, habe angst wirklich tot umzukippen wenn der blutdruck so in die höhe schießt,.. und wenn ich nicht darauf eingehe werden die beine butter weich... heute lag ich auf dem sofa und ich wusste ich habe vor zum rewe zu gehen... als ich aufstand puls 130 und ohren haben gedröhnt ohne ende, da dachte ich schon schlaganfall...

20.03.2021 23:29 • #5


moo
Willkommen Dad!

Bei Panikattacken, insbesondere bei der ersten (bewussten) im Leben, ist es wichtig, die Tage, Wochen und Monate davor genau zu durchleuchten.
In den meisten Fällen wird kurz vor der PA eine chronische Belastung durch mindestens ein oder zwei Erlebnisse zusätzlich flankiert. Es kommt zum Zusammenbruch. Dieser stellt für den Betroffenen einen Schock, ein Trauma dar. Die Folge ist in vielen Fällen eine Angstsympomatik, die unbehandelt in eine generalisierte Angststörung münden kann. Soweit in Kürze die aktuelle Lage.

Um Dir etwas Struktur und Orientierung zu geben, hier ebenfalls in Kürze die übliche (!) ungefähre Vorgehensweise:

1. Abklärung und grobe Ausschlussdiagnostik der körperlichen Symptome (bereits im gewissen Umfang erfolgt).

2. Erlernen von Nothilfemaßnahmen für den Fall erneuter PA.

3. Suche und Bestimmung der akuten Auslöser UND der chronifizierten Belastungsumstände.

4. Individuelle Therapieformen zum Erlernen des richtigen Verhaltens (Reaktionen, Denkmuster, Lebenseinstellung etc.).

5. Ggfs. Einleitung und Vollzug notwendiger Veränderungen im Bereich der Lebensumstände (Beruf, Familie, Freunde, Angewohnheiten, Süchte, Ernährung, Bewegung, Geistes- und Herzarbeit etc.).

6. Und nicht zuletzt parallel zu allen genannten Punkten das regelmäßige offene Gespräch mit a) erfahrenen Betroffenen und/oder b) einschlägige Fachlektüre. Hierzu mein Standardbuchtipp: Wenn plötzlich die Angst kommt / Roger Baker.

Ich hoffe, der Austausch hier nimmt Dir erstmal den Druck. Sicher werden viele hier ähnliches wie Du berichten können.

21.03.2021 07:36 • x 4 #6


einsamervater
Danke für deine Worte. Ist es wirklich richtig in einer akuten Panik dabei zu bleiben und die situation nicht abzubrechen? Gibt es Medikamente außer antideprissiva die da unterstützen könne?
Werde jetzt mal das CBD ÖL ausprobieren.

21.03.2021 14:54 • x 1 #7


moo
Ich kann GABA sehr empfehlen. Hilft sehr vielen.

Die PA durchstehen tut man ja sowieso irgendwie. Ob man was daraus lernt, macht den Unterschied und ist für den weiteren Verlauf mitentscheidend.

21.03.2021 14:58 • x 2 #8


einsamervater
ich habe in den letzten monaten halt versucht alle situationen zu meiden wo es zu einer kommt, menschen meiden, zuhause bleiben..

anfangs konnte ich nicht mal mit dem hund, aber ich musste ja... mittlerweile ist es so ich kann kilometer laufen mit ihm keine probleme.. aber das ging nur schritt für schritt. Jetzt hab ich halt die idee mich absichtlich in die situationen zu bringen wie z.b. geschäfte , bus fahren und die attacken durchleben.

21.03.2021 15:01 • x 1 #9


moo
Ja, Du bist da auf dem richtigen Weg. Ruhig hin und wieder die Grenzen pushen. Aber auch mal wieder einen Gang runterschalten, wenn es zu viel wird. Tagesform beachten - an guten Tagen wieder Lust am Augenblick spüren. Dankbarkeit, Freude über kleine Dinge, sowas.

21.03.2021 15:06 • #10


einsamervater
Ich danke dir von ganzen Herzen.

21.03.2021 15:09 • x 2 #11


Calima
Zitat von einsamervater:
Jetzt hab ich halt die idee mich absichtlich in die situationen zu bringen wie z.b. geschäfte , bus fahren und die attacken durchleben.


Und diese Idee ist goldrichtig. Du hast bereits die Erfahrung gemacht, dass die Panik verschwindet, wenn du nicht aufgibst. Diese Erfahrung kannst du dir immer wieder herholen, wenn du in einer neuen und scheinbar bedrohlichen Situation bist.

Wie @moo ganz entschieden richtig schreibt, ist der Erfolg einer Konfrontation immer davon abhängig, was man aus dieser lernt. Du weißt bereits, dass die Politik der kleinen Schritte für dich schon funktioniert hat. Also ist es naheliegend, es auf die gleiche Weise auch mit anderen Situationen zu versuchen.

Um jeden Preis durchhalten ist weniger entscheidend, als es immer wieder aufs Neue zu probieren. Wenn du merkst, dass du an die Grenze kommst, lobe dich für den Weg, den du gerade geschafft hast. Jeder Schritt nach draußen ist bereits 100 Prozent mehr, als dich auf dem Sofa zu verschanzen.

Atme durch, geh' zurück und probiere es so bald es dir möglich erscheint erneut. Du kannst immer nur gewinnen, auch wenn du 100 Anläufe brauchst. Wenn du heute nur bis zur Bushaltestelle gekommen bist, kannst du morgen vielleicht schon 2 Minuten da stehen bleiben. Und in ein paar Tagen gut aushalten, dass der Bus kommt, anhält, die Türen öffnet und schließt und wieder abfährt.

Wenn du all diese Erfolge auch bewusst als solche einordnest und dir dafür auf die Schulter klopfst, dass du es auch heute wieder angegangen bist, hat das einen viel positiveren Effekt, als wenn du in voller Panik einfach nur abwartest, bis es rum ist.

In der erfolgreichen Konfrontation ist es wie mit vielen anderen Dingen im Leben: Der Weg ist das Ziel.

Viele Angsthasen glauben, wenn sie nur lange und heftig genug gelitten haben, öffnet sich plötzlich die Schranke und sie haben es überwunden. So funktioniert es aber nicht. Es ist die Politik des steten Tropfens. Du würdest auch nicht morgen zu einem Marathonlauf starten oder den Atlantik in einem Segelboot überqueren, ohne dich entsprechend darauf vorzubereiten.

In der Angst glauben wir aber oft, es müsste doch eben so schlagartig ins normale Leben zurückgehen, wie uns die Angst aus diesem gerissen hat. Wenn das Forum 10 Euro für jedes Mal bekommen würde, an dem hier der Satz "Ich will doch einfach nur mein altes Leben zurück!" (in diversen Variationen) zu lesen ist, könnten die Betreiber es komplett werbefrei betreiben .

Deswegen: Sei ebenso geduldig wie hartnäckig bei deinem Vorhaben. Nimm dabei immer das Erreichte in den Fokus, nicht das vermeintliche Scheitern. Dann schaffst du auch den Marathon .

21.03.2021 15:22 • x 4 #12


Zitat von moo:
Ich kann GABA sehr empfehlen. Hilft sehr vielen. Die PA durchstehen tut man ja sowieso irgendwie. Ob man was daraus lernt, macht den Unterschied und ist für den weiteren Verlauf mitentscheidend.


Danke für den Tipp mit Gaba. Hast du selber Erfahrungen damit gemacht? Ich wollte nochmal L Tryptophan oder eher direkt 5 htp ausprobieren zwecks Serotonin.

21.03.2021 15:49 • x 2 #13


moo
Ja, @Shark - GABA (>200mg) hilft erfahrungsgemäß gerade bei Unruhe besser. Vor allem in meinem Fall auch bei einmaliger Gabe. 5-HTP ist eher bei Depression hilfreich und sollte ggfs. mit SAMe kombiniert eingenommen werden. Doch bei mir hat die Kombi nix geholfen...

21.03.2021 18:29 • x 2 #14


moo
@einsamervater
Sorry nochmal. Mir ist in Deinen Beiträgen aufgefallen, dass Deine Frau irgendwie oft abwesend, wenn nicht gar "abweisend" wirkt. Macht das auf mich nur so den Eindruck?
Wie waren denn für Dich die 4 Wochen Trennung?
Beachtung sollte finden, dass Du die erste PA hattest, als sie wieder "da" war - nicht während ihrer 4 Wochen Beziehungspause.
Fühl Dich nicht gedrängt, hier darauf zu antworten, ich denke nur, dieser Punkt sollte bei der Analyse der Entwicklungsumstände angemessen gesehen werden.

22.03.2021 08:50 • #15

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moo
Calima:
In der Angst glauben wir aber oft, es müsste doch eben so schlagartig ins normale Leben zurückgehen, wie uns die Angst aus diesem gerissen hat. Wenn das Forum 10 Euro für jedes Mal bekommen würde, an dem hier der Satz "Ich will doch einfach nur mein altes Leben zurück!" (in diversen Variationen) zu lesen ist, könnten die Betreiber es komplett werbefrei betreiben .
...
Allerdings! Zu bedenken ist dabei, dass einen dieses "alte Leben" genau in die aktuelle Lage gebracht hat! Der Anspruch ist also, die nötigen - z. T. ungewohnten - Wege zu beschreiten. Der Marathon ist da ein treffliches (und wie ich finde, motivierendes!) Beispiel.

22.03.2021 09:09 • #16


Flame
Zum Thema Medikamente:

Paroxetin ist ein antriebssteigerndes Antidepressivum,wird oft bei Angststörungen verschrieben obwohl es viele nicht vertragen.
Ich habe es fast 3 Monate genommen und mein Zustand hat sich dadurch ebenfalls verschlechtert.

Man sollte aber nicht den Fehler machen,deswegen Medikamente grundsätzlich abzulehnen,da sie das Leiden deutlich lindern können.
Bei Psychopharmaka ist es so,dass diese bei jedem Menschen eine (zumindestens zum Teil) unterschiedliche Wirkung zeigen.
Deswegen kann es sein,dass man mehrere Präparate durchprobieren muss.
Was anstrengend ist aber lohneswert denn es winkt ein fast beschwerdefreies Leben.

Neben den antriebssteigernden AD´s gibt es noch die Trizyklischen,die neben der antidepressiven auch eine beruhigende Wirkung haben,z.B. Amitriptylin.
Die sind auch in der Regel tut verträglich also bei Angststörungen eine sehr gute Idee.

Kommt man auch damit nicht weiter,gibt es noch Neuroleptika,mir hatte früher Perazin ganz gut geholfen.

Ausserdem kommen noch Antikonvulsiva wie Lyrica (Wirkstoff Pregabalin) in Frage,die haben einen ganz anderen Wirkungsmechanismus als AD´s oder Neuroleptika.
Mir hilft Lyrica seit 3,5 Jahren sehr gut.

Und lass Dir keine Angst machen von wegen Abhängigkeit,das ist die nächste Stolperfalle in diesem Zusammenhang.

Wenn Du an Dir selbst gearbeitet hast in Form von Therapie und allem,was hier schon beschrieben wurde und parallel medikamentös gut eingestellt bist,wirst Du auch wieder ein glückliches und zufriedenes Leben führen.
Das geht jetzt nicht von heute auf morgen aber Du weisst nun,was zu tun ist.

Mit einer Kombination aus Therapie,medikamentöser Unterstützung und Geduld kommst Du da definitiv raus.

22.03.2021 09:52 • x 1 #17


einsamervater
VIELEN DANK FÜR EURE WORTE... das ist die beste Medizin momentan für mich. Weil es leider mir fehlt momentan. Ich verheimliche , selbst vor meiner Frau meine wehwechen.



Zitat von moo:
@einsamervater Sorry nochmal. Mir ist in Deinen Beiträgen aufgefallen, dass Deine Frau irgendwie oft abwesend, wenn nicht gar "abweisend" wirkt. Macht das auf mich nur so den Eindruck? Wie waren denn für Dich die 4 Wochen Trennung? Beachtung sollte finden, dass Du die erste PA ...


Meine Frau kann mit sowas nicht umgehen.
Sie hat sich sorgen gemacht als ich ins Krankenhaus musste. Aber als ich die nächste heftige Attacke unter Tabletten Paroxetin an Weihnachten hatte kam nur" reiß dich zusammen, oder ich trenne mich"... das hatte mir ehrlich gesagt den rest gegeben und mein tag war gelaufen... sie war dann einpaar stunden weg und ich habe mich wieder gefangen. Aber ich war kurz davor in die Notaufnahme zu fahren, ich konnte nicht mal mehr sprechen... die bislang schweste Attacke...

Die erste Attacke hatte ich als sie die 4 Wochen weg war, sie war spurlos weg und ich war fix und fertig. Und plötzlich beim BUs fahren dachte ich , ich kipp um... dann paar tage später beim friseur , usw.. Hausarzt meinte dann ich hätte Agoraphobie. Dann gab er Paroxetin, ich habe sie aber nicht genommen. Meine Frau war dann wieder da und ab dann war meine Attacke wie weggeblasen. Erst ca. 7 Monate später dann im Dezember gings dann los.. davor ist halt noch mein Liebling gestorben unser Hund... und ich habe da schon gemerkt meine trauer ist irgendwie anders,früher war ich der typ der tagelang heulend im bett liegt, aber ging ja nicht haben viel zutun... fühlte nur ein stechenden schmerz in der Brust. Es ist an diesem abend wo er gehen musste defintiv ein teil von mir mitgegangen.

Also im Dezember unverhofft kam dann die attacke und seitdem bin ich in dieser Spirale.

23.03.2021 00:31 • #18


moo
@einsamervater
Wenn meine Frau mir während einer PA androhen würde, mich deswegen (!) zu verlassen, dann müsste ich mich ernsthaft fragen, ob unsere Beziehung noch tragfähig ist.
Zwar kenne ich die Entwicklung nicht, aber soviel Respekt sollte zwischen Lebenspartnern schon vorhanden sein, dass ich nicht die Koffer packe und abhaue.
Was mich allerdings ebenso wundert, weshalb Du offenbar die Opferrolle so verinnerlicht hast. Wie kam es denn dazu?
Aus dem Wenigen, das Du hier berichtet hast, kann ich vor allem ableiten, dass dieser aktuelle Zustand unhaltbar ist und die Grenze zur Ehekrise weit (!) überschritten ist.
Du benötigst erst mal einen Therapeuten, der Dir hilft, die Situation durchzustehen und in der Folge die nötigen Veränderungen vorzunehmen. Auch drastische Schritte wie z. B. Scheidung sollten da nicht tabuisiert werden.
Egal, wie es dazu kam: Du hast in der Familie keinen Rückhalt. Das macht eine Genesung schlechterdings unmöglich!
Pass auf Dich auf und hol Dir schnellstmöglich Hilfe!

23.03.2021 06:02 • #19


einsamervater
Möchte mal ein Update geben....


Also die letzten Wochen waren geprägt von einem auf- und ab... Im Hinblick auf meine Panikattacken möchte ich sagen es gibt schon Besserung.

Ich war anfangs wieder tagelang drin, bin dann irgendwann raus zu Netto .. stand davor.. kassen voll.. ging gar nicht. Bin dann zum Bäcker hab ein teilchen gekauft und raus... heftig.. ich war erstmal total enttäuscht von mir. Weil ich ja schon einmal beim Netto war und das ging (trotz Panikattacke)...

Dann in einen anderen kleinen Laden, ging rein... stöberte 2-3 Minuten hatte 3 Teile und wollte zur Kasse.. vor mir 3 Leute.. die Kassiererin langsam ... telefon klingelte bei mir plötzlich.. und meine heftige Panik (zittrig, nervös, Blutdruck)... alles abgelegt und geflüchtet... kurz hingesetzt und abgewartet bis leer die kasse. Bin dann rein und habe bezahlt... Dannach war war ich Fix und Fertig.

Zuhause hatte ich auch eine Panikattacke, aber es ist nicht mehr so schlimm. Ich komme besser daraus und steigere mich nicht so heftig rein.

Das ist auch eine Beobachtung die ich gemacht habe, ich kann es besser Kontrollieren wenn mir zuhause mal die Panik gefühle aufkommen...

Hatte Privat ein ziemlich heftigen Streit bei dem ich gezittert und PA hatte vom feinsten, aber mich schnell gefangen. Heute musste ich raus in einen kleinen Laden und habs geschafft, ich hatte mich zwar bestimmt 20min vor den Laden gesetzt und mit mir gehadert aber ich muss unbedingt rein. Erstaunlicherweise ging es ganz gut, obwohl ich schon so nervlich angeschlagen war von dem privaten Streit.

Meine Umwelt redet mir ständig ein wie ich mich fühle und was der Grund ist und ich soll Tabletten nehmen usw. Ich könnte einfach nur kotzen. Und besonders die Vorschläge zur Abhilfe. Als wenn ich mir selbst keine gedanken machen würde. Ich denke mir dann immer, "Hallo? Ich denke den ganzen Tag an NICHTS anderes!"

Habe verschiedene Techniken die mir sehr geholfen haben, Hypnose von Youtube und Akkupressur.

Am besten ging es mir, wenn ich es geschafft habe nicht darüber nachzudenken, dass ist auch der Grund warum ich dieses Forum nicht sehr häufig aufsuche. Und diese Abstände werden immer größer und das stimmt mich erstmal positiv.

26.04.2021 23:32 • x 1 #20



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