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Esprit
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Hallo,

fühle mich heute irgendwie nicht so gut.

Alles fing gestern damit an, dass versehentlich beim Jeans über das Geländer oben legen mein Handy rausfiel und in seine Teile zerfiel auf der offenen Treppe. Mein mann und ich suchten dann über 1 Stunde die Karte. Ich hab dann gedacht "Ich muss die Karte finden, sonst muss ich eine Panikattacke kriegen." Blödes Denken, ich weiß aber ich dachte wirklich es wäre so. Mein handy gibt mir ein Sicherheitsgefühl.

Das handy geht wieder, aber irgendwie bin ich heute total schlecht gelaunt aufgestanden und hatte den ganzen Tag unterschwellig Traurigkeit.

Nun habe ich Angst wieder depressiv oder so zu werden. Die Angstattacken sind zurzeit komplett weg, habe sogar einen Zahnarzttermin heute relativ gelassen überstanden.

Ich glaube ich mache derzeit zuviel. Fühle mich überfordert. Dabei ist es eigentlihc nicht soviel, ich arbeite nicht. Sind halt Termine wie Kindergarten, Sport, Kind zu Freund fahren, anderes Kind von Kita abholen usw.

Könnt Ihr mir Tipps geben, wie ich aus der Traurigkeit rauskomme ohne ins Loch zu fallen? An Medis nehme ich 1x1 Valdoxan abends.

Ich weine nicht, aber unterschwellig ist sie den ganzen TAg da, und ich weiß nicht recht warum und möchte sie natürlich nicht morgen haben.

Habt Ihr auch solche Tage? Das muss nicht gleich wieder eine Depression werden, oder?

Leider hat meine Psychologin kranheitsbedingt diese Woche unseren Termin absagen müssen. Sie versucht mich auch seit 2 Tagen zu erreichen, da sie nun Urlaub hat aber erwischt mich nicht, und wenn ich zurück rufe, dann erreiche ich sie nicht, da sie schon offiziell Urlaub hatte. Sie wollte mir einen "Notfallkoffer" für ihre Urlaubszeit erstellen und mir wahrscheinlich auch Zeiten nennen wo ich sie anrufen kann, wenn es brennt, da ich erst 2,5 Wochen aus der Klinik raus bin.

Freue mich über Antworten.

Liebe Grüße Esprit

01.02.2019 #1


29 Antworten ↓
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Esprit
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Ach man...obwohl mit meinem Mann alles wieder ok ist, und wir viel mehr reden dümpel ich in meinem Loch .

Vorgestern hat meine Therapeutin mich wieder aus ihrem Urlaub raus angerufen. Sie hörte sich alles an, auch dass ich wieder im Loch bin. Das ich Angst habe nie wieder normal zu werden.

Sie sagte, dass es nicht so ist, das ich rauskommen werde. Ich soll dieses Wochenende ruhig angehen,aber auch was unternehmen ohne mich zu überfordern. Dienstag ruft sie mich nochmal an, und Donnerstag habe ich meinen Termin bei ihr. Dann möchte sie sich ums weitere stabilisieren mit mir zusammen kümmern.

Gestern war ich hier in einer Ambulanz der Psychiatrie um mir mein Valdoxan nachrezeptieren zu lassen. Die liegt in dem KH in dem ich bis vor kurzem war. Als ich dort war, wurde mir klar wie sehr mir der Zusammenhalt auf der Station, das Sicherheitsgefühl fehlt. Die Ärztin war sehr nett und verschrieb es mir. Eigentlich muss ich danach weiter zu einem Neurologen der künftig verschreiben soll, aber sie sagte, wenn er es nihct aufschreibt kann ich auch weiter zu ihr. Ich ärgere mich jetzt sehr, dass ich nicht gleich gesagt habe, dass ich bei ihr bleiben möchte.

Genauso ärgere ich mich, dass ich sagte mir gehts ganz gut, ich schwanke noch ab und an, aber sonst ok.

Ging es mir auch in dem Moment. Aber im Laufe des letzten Abends kippte meine Stimmung. Weil mir klar wurde, dass 2 sehr gute Freundinnen derzeit nicht in Deutschland sind, sondern im Ausland im Urlaub. Meine Therapeutin ist jetzt auch vereist und halt erst Dienstag wieder erreichbar.

Ich habe das meinem Mann erzählt, und er sagte aber ich bin doch da für Dich. Ist er ja auch. Aber es gibt mir Sicherheit zu wissen die anderen erreichen zu können, wenn ich sie brauche. Versteht Ihr?

Ich habe ihm gestern und heute gesagt, dass ich mich selber dafür hasse das ich nicht stark bin. Das ich derzeit nicht die Mutter bin die ich eigentlich bin, sondern immerzu mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt- statt fröhlich zu tollen.

Meine größte Angst ist, dass ich wieder Suizidalgedanken bekomme. Gestern und heute morgen habe ich kurz daran gedacht. Auch darüber habe ich mit meinem Mann gesprochen, und ihm auch gesagt, dass ich das eigentlich alles gar nicht will. Ich möchte ich will ja gesund werden.

Und mir ist schon klar, dass wenn die sich verfestigen würden ich wieder einige Zeit auf der geschlossenen wäre. Wobei ich schon ehrlich zu mir selber bin. Als die Gedanken das letzte Mal kamen, habe ich mich ja selber eingewiesen als ich nicht mehr einschätzen konnte ob ich für mich garantieren kann. Das kann ich derzeit schon.

Ich möchte nicht wieder ins Krankenhaus. Denn ich habe relativ kleine Kinder, die ich nicht nochmal so lange Zeit "allein" lassen möchte. Auch wenn ich sie 2-4x die Woche zuhause sehen würde, und auch 1-2x die Woche im KH sehen würde. Sie haben gerade wieder dieses Urvertrauen, versteht Ihr?

Was ich nicht verstehe ist, dass ich genau dieselbe Tablette im KH genommen habe, also nicht mehr als zurzeit auch. Irgendwie fühlte ich mich da aber sicher, weil ich immer Ansprechspersonen vom Personal hatte. Wie kann ich es hinbekommen, dass ich mich zuhause auch sicher fühle?

Ich versuche mich abzulenken, das klappt mal besser mal schlechter.

Es setzt mich derzeit halt alles unter Druck (ICH setze mich unte rDruck):
- das niemand so wirklich erreichbar ist von denen die mir Halt geben
- das ständig meine Familie fragt wie es mir geht, aber ein "gut" erwarten. Ein Familienmitglied (meint es gut) sagt immer das ich stark sein muss, und das sie das alles belastet weil sie nicht mehr so jung ist (was mir zusätzlichen Druck macht)
- Sonntag und Montag müssen wir eigentlich wegen Ostern zur Familie. Da habe ich Angst vor. Angst dann wieder so traurig zu sein, Angst neue Vorwürfe zu bekommen, Angst das sie merken das es mir schlecht geht und mich drauf ansprechen oder schlimme rVorwürfe machen
- Nächstes Wochenende müssen wir zu einer Konfirmation in der entfernten Verwandtschaft. Ich würde am liebsten nicht hin gehen, aber die Familie erwartetet es...

Ich wäre Euch so dankbar für Tipps wie ich dieses Wochenende stabil(er) hinte rmich bringen kann und wieder fröhlich werde dabei.

Alles Liebe, Esprit

02.04.2010 11:29 • #23


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Traurigkeit

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E

Esprit
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Mein Mann ist gestern Abend nach Hause gekommen. Er war bei meinem Sohn (der lag schon) und als ich sah wie er ihn so liebevoll kuschelte musste ich sehr weinen, und bin ins Wohnzimmer. Er kam dann kurz darauf zu mir, nahm mich (seit langer Zeit) mal so richtig lieb in den Arm und entschuldigte sich bei mir dafür das er in letzter Zeit soviele Fehler gemacht hätte. Das sei ihm erst klar geworden, als ich ihn rausgeschmissen hätte und er weinend bei seinen Eltern saß (wir sind ja diese Woche 11 Jahre zusammen, ist also nicht erst eine kurze Beziehung).
Meinem Mann fällt es ja oft schwer zu reden über seine Gefühle. Er hat gestern sehr lange geredet und gesagt, dass er immer hinter mir gestanden hätte, aber irgendwann total überfordert war. Meine Ma war ja Haushaltshilfe, aber natürlich blieb ihm abends trotzdem der Haushalt, die Kinder (auch zur Kita/Schule bringen und abholen), für die Schule üben, Garten und die Einkäufe UND ein 40 Stunden Job und mich besuchen ja auch noch.

Das ist mir erst bewusst geworden, als er wie erschöpft er selber davon war/ist.
Er sagt er hat einfach in der Zeit verlernt mitfühlend zu sein, und Gefühle zu zeigen, weil er immer nur funktionieren musste, damit alles läuft.

Er hat in der Zeit wirklich immer gesagt, wenn ich mich nicht gut fühlte, oder was war "es muss weitergehen hier".

Er ist die Nacht auch zuhause geblieben, und ich habe das erste Mal seit 2 Nächten nonstop wach liegen relativ gut geschlafen.

Heute kam dann mit Boten ein Forsythienbusch in klein mit schönem Korbtopf und Ostereiern zum schmücken und Pralinen. Hab mich wahnsinnig gefreut, weil er mir wirklich nie Blumen schenkt sonst.

Das war wirklich eine sehr sehr schöne Geste von ihm.
Ich selbst hab ihm heute für sein Aquarium fürs Wohnzimmer einige schöne neue Fische gekauft, weil er sich selten welche gönnt wo er sich sehr freute.

Das Blöde ist, dass ich heute den ganzen Tag vo nden letzten Tagen sehr erschöpft war, und vor einer halben Stunde auc hwieder dieses Angstgefühl in mir hatte.

Mir ist schon klar, dass die Angst manchmal auch Tage nach seelischer Belastung kommt, aber es nervt mich, dass sie jetzt kommt wo alles gut ist, bzw. auf dem Weg der Besserun gist.

Werde die restlichen Tage diese Woche ruhig angehen lassen und nur machen was wirklich muss an Unternehmungen, bzw. nur Unternehmungen die entspannend sind und mir auch über Tag hier und da ein ePause gönnen. Hoffe, dass es nicht so schlimm wird wie zur Zeit vom KH. Aber ich hab ja gelernt damit umzugehen.

Freue mich über Antworten, und sag nochmal ganz lieb danke für all die lieben Worte der letzten Tage. Ich bin ja noch so neu hier, aber es tut soo gut von Euch zu lesen.

Alles Liebe, Esprit

30.03.2010 18:32 • #21


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S
hey esprit,

ich glaube wir alle haben mal schlechte tage, an denen uns gar nichts gelingen will oder wir uns einfach schlecht fühlen. aber auch diese tage gehen vorbei...

kannst du deine traurigkeit nicht einfach mal akzeptieren und nicht weiter drüber nachdenken? überleg doch lieber mal, was du dir gutes tun könntest. und wenn dir da im moment gar nichts einfällt, dann ist das auch nicht weiter schlimm.

es ist zwar nicht grad die nobelste methode seine traurigkeit zu relativieren, aber ich denk dann oft an menschen, denen es noch weitaus schlimmer gehen muss und sie trotzdem nicht die hoffnung aufgeben. oder ich denk daran, dass ich gestern genau das selbe tat und es mir dabei nicht schlecht ging.

grüsse

#2


E
Guten Morgen,

ja, Du hast ja Recht. Hab gestern noch im "Tu Dir gut" Buch geblättert und das tat gut. Heute ist sie aber wieder unteschwellig da, aber ich versuche mich abzulenken.

Vielleicht geht es ja anderen auch so?
Was macht Ihr dann?

LG Katja

#3


T
hi.


gibt es bei dir einen notdienst? "kriesendienst? die helfen mir ganz gut, da meine ärztin (nur drei tage jeweils 4std in der woche) auch sehr schwer zu erreichen ist.

gruß

#4


Shiraza
Hallo Esprit

Habe auch immer mal wieder Tage, an denen ich mich traurig fühle und so, als würden sämtliche negative Gedanken auf mich einprasseln mit denen ich teilweise, so dachte ich, abgeschlossen hatte.
Ich würde nicht sagen, dass man gleich in einer Depression steckt, sondern denke, dass man einfach emotionaler und vielleicht auch weniger optimistisch ist als andere Menschen. Zu mindest fällt mir an betreffenden Tagen auf, dass Dinge, die ich als positiv abgespeichert habe doch wieder gedanklich ins Gegenteil bewertet werden.

Man sollte sich selbst an solchen Tagen nicht so ernst nehmen, wenn man weiß, dass eigentlich alles gut ist. Mir hilft es immer sehr meine Gedanken aufzuschreiben und noch besser: ein kleines Gedicht zu kreieren - muss ja kein Meisterwerk sein. Aber während des Nachdenkes über die passenden Worte fallen mir oftmals gedankliche Zusammenhänge auf, die mir vorher nicht klar waren.

Manchmal schau ich mich auch einfach nur im Spiegel an und denk mir "du Griesgram" bis ich über mich selbst lächeln muss.

Ich weiß ja nicht inwiefern du dich mit diesen Dingen identifizieren kannst,
send dir aber liebe Grüße =)

#5


E
Hallo,

dankeschön für die lieben Worte.

Fühl mich nun den 3. Tag so. Seufz. Bin total schlecht gelaunt, den Kindern gegenüber genervt, und das ohne Grund .
Heute habe ich versucht meiner Psychologin auf Band zu sprechen, aber im Urlaub kann man nicht drauf sprechen.

Ich versuche mich abzulenken, den negativen Gedanken nicht soviel Kraft zu geben, aber es fällt mir sehr schwer.

Es ist wie die Angst vor der Angst. Ich habe seit 1-2 Wochen gar keine Angstattacken mehr, was sehr sehr schön ist. Nur unterschwellig ist da eben die Angst, dass ich wieder ins Loch falle, denn mir ging es Anfang des Jahres wirklich sehr sehr mies, war ja auch 8 Wochen stationär. Und da möchte ich halt nicht wieder hin kommen an diesen Punkt. Zumal meine Kinder noch relativ klein sind (1. Klasse und Kindergarten) und sie grad wieder das Urvertrauen zurück haben.

LG Esprit

#6


R
hallo, esprit!

ich kann dich durchaus verstehen, aufgrund deiner situation:

was soll ich dir raten?
ich denke, da muß jeder für sich einen weg finden.

was für mich gut ist, muß für dich noch lange nicht gut sein.

meine strategie ist, daß ich es einfach zulasse, annehme, mich sogar noch in die
traurigkeit hineinsteigere.
nur, ist es nicht so einfach, wenn man noch zwei kleine kinder hat, ich weiß.

es kommen auch garantiert wieder bessere tage, das ist eben so.

mir hilft meist musik; sie ist immer meine retterin.
ich kann dann schön mein tränen kullern lassen, sozusagen das ventil öffnen.
es tut mir gut.

ich wünsche dir auch einen für dich angemessenen weg.

rose

#7


E
Hallo Rose,

habe mich vorhin zurück gezogen und Zeitungen gelesen, konnt aber nicht richtig abschalten aus der Verstimmung raus. War jetzt grad mit den Kindern draußen mit dem Rad fahren üben. Da war ich abgelenkt, aber als wir aufhörten kam es direkt wieder. Beziehungsweise hatte eine Verwandte am Telefon die fragte wie es mir geht. Und dieser Satz "Wie geht es Dir" macht es auch bei mir. Mir fällt es wieder ein, und ich fühl mich schlecht. Völlig bescheuert.
Da die Kinder grad auf dem Spielplatz sind werde ich mich jetzt versuchen ein wenig mit lesen im Garten abzulenken.

Ich weiß halt nicht ob ich nur eine schlechte Woche habe, oder es wieder eine Depression ist. Aber ich muss trotz Traurigkeit nicht weinen, kann mich trotzdem freuen. Bin auch nicht permanent müde oder so. Einfach schlecht drauf würd ich es mal sagen. Versuche es nicht überzubewerten (was mir aber schwer fällt).

Als mein Mann heute mittags zuhause war, hab ich ihm gesagt, dass ich mich schlecht fühle und meine Angst ist wieder ins Loch zu kippen, an dessen Ende wieder ein Klinikaufenthalt ist. Allerdings habe ich in der Klinik gelernt das ich nicht mehr das hilflose Kind bin, was ich damals war, sondern eine erwachsene Frau die selber ihr Leben entscheidet.

In den Momenten wo ich mich schlecht fühle, vergesse ich das schnell unbewusst un schalte auf alte Muster.

Naja, wird schon werden.
Freu mich über Gedanken und Tipps von Euch weiterhin. Tu timmer gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.

LG Esprit

#8


R
ja, esprit, immer an sich arbeiten - das ist gut.

und ablenkung ist wohl die beste medizin.
das funktioniert bei mir recht gut.

nichts zu tun, wäre sträflich; es liegt ja auch auf der hand.

einen schönen abend für dich
rose

#9


E
Hallo Rose,

wie geht es Dir?

Ich bin immer noch irgendwie leicht in Wellen unterwegs. Mal gehts mir gut, mal halt so wie die letzten Tage.

Gestern war es etwas besser, weil die Sonne so schön schien. Waren viel draußen. Heute gießt es, und meine Stimmung geht wieder runter .

Hab heute eine Einladung zur Konfirmation Mitte nächsten Monats gekommen und jetzt schon Angst davor mit 20 Leuten feiern zu müssen . Angst das ich dann traurig bin, oder Panik bekommen, Angst das si emich alle drauf ansprechen.

Gestern Abend rief mich meine Psychologin noch an, fand ich total lieb. Denn sie hat Urlaub. Sie riet mir dazu wie gesagt mich abzulenken. Das versuche ich so gut es geht. Mittwoch ruft sie mich nochmal an, damit ich nicht zu lange bis zum 8. wenn der nächste Termin ist zu überbrücken habe.

LG Esprit

#10


C
Hallo
ich halte das ganz so wie Rose.Ich lasse meine Traurigkeit zu,weine,grüble und denke viel nach...meistens dann nach ein paar Tagen gehts wieder bergauf....
Das Leben ist leider zu schwer und zu hart um jeden Tag beständig glücklich zu werden....
Mache Dir keine negativen Gedanken um die Feier...denke positiv daran und gehe ohne irgendwelche Erwartungen in diese Situation...Wenn Du jetzt daüber schon nach denkt,was wäre wenn,dann tritt es bestimmt auch ein...alleine weil dein Kopf schon drauf eingestellt ist...
Glaube fest daran das nach dem Regen auch wieder der Sonnenschein in dein Herz kommt

lg.Eva

#11


E
Liebe Eva,

weißt Du, ich kämpfe die ganze Zeit gegen die Traurigkeit an. In die Angst sollte ich ja immer bewusst reingehen, und das ging auch. Wo ich irgendwann dachte "Komm doch, Du kriegst mich nicht." Was auch sehr gut klappt. ABER ich traue mich nicht meine Traurigkeit zuzulassen, aus Angst dann total ins Loch zu kippen .

Und ich beobachte/analysiere mich schon wieder selber und denke seit Dienstag, das ist schon der 4. Tag. Ich weiß ist der falsche Tag, aber fördert leider mein Negativdenken .

LG Esprit

#12


C
Ist denn irgend etwas passiert oder hat sich verändert in deinem Leben?....manche Dinge stecken wir ja ziemlich schnell weg und dennoch nagen sie an unserer Seele...

#13


E
Nein, eigentlich nichts besonderes.

Außer, dass ich mir von meinem Mann wünsche, dass er mehr mit mir redet. Ich glaube, dass wir uns durch meine fast 8 Wochen Klinik neu finden müssen. Wir verstehen uns gut, keine Frage. Nur ich finde wir reden zu wenig bzw. gar nicht über meine Erkrankung. Er liest mein Angstbuch, ja (Angstfrei leben), aber ich hab immer das Gefühl, dass mit meiner Entlassung für ihn die Sache vom Tisch ist. Was es ja nicht ist. Mir ist schon klar, dass ich noch länger eine Psychotherapie machen werde.

Der direkte Auslöser war wohl, dass mir Montagabend versehentlich mein Handy aus der Hosentasche fiel, sich in die Teile zerlegte und die Karte unauffindbar war. Wir haben zusammen (offene Treppe bis in den Keller) abends cirka 1,5 Stunden gesucht. Und irgendwann hab ich gedacht: "Ich muss die Karte finden, sonst muss ich eine Panikattacke kriegen." Und irgendwie zog mich das sehr runter in meiner negativ Spirale.
Mein Mann sagte, er könne mir doch eine andere Karte bestellen und wär doch nicht schlimm. Aber ich hab in dem Moment gedacht, dass mein handy mir irgendwo Sicherheit gibt. Ich kann halt jederzeit wenn ich unterwegs bin und nervös werde (egal ob Angst oder Traurigkeit) ihn anrufen, sms schicken oder dasselbe mit einer Freundin. Verstehst Du?

#14


C
Sicher... ich habe auch immer mein handy dabei...damit fühle ich mich auch sicherer,grade wenn ich unterwegs bin...
Vielleicht liegt es daran...das Du mit deinem Mann nicht über deine Erkrankung reden kannst...Du solltest mal ein Gespräch mit Ihm suchen.Es sind ja auch ne Menge Gefühle und Empfindungen die eine Rolle spielen bei unserer Psyche.Wenn man sich dann vielleicht nicht verstanden oder ignoriert fühlt mit seinen Gedanken macht das manchmal schon mächtig traurig und zieht einen richtig runter...

#15


E
Es kam gestern zum Streit, woraufhin er die Scheidung wollte (wir sind nächste Woche 11 Jahre zusammen), und 2 Stunden wütend abhaute. Es ist jetzt das 2. Mal, dass er dies vor unserem Sohn sagte. Er kam dann wieder und fragte:"Findest Du das nicht auch total doof?" Wo ich ihn fragte das ER MICH fragt ob ich es doof finde, das er die Scheidung will? Nein, er wolle die nicht.
Aber ich habe die Kraft nicht mehr. Ich habe gestern viel nachgedacht. Er ist ständig aggressiv uns dreien gegenüber. Schnautzt oder schreit uns an, immerzu gereizt. Alles ist ihm zuviel. Er wird ere Rdann sehr fies.

Wir sind gestern gemeinsam drauf gekommen das bei ihm eine Depression vorliegen könnte, denn es ist nicht normal so aggressiv zu sein. Er möchte sich morgen in Behandlung begeben. Tja, das ist er. Er denkt er kann so losstiefeln kriegt was und gut ist.

Ich selber weiß aber nicht, ob ich das alles will oder einfach mit meinen Kindern unsere Ruhe haben, ein neues Leben aufbauen. Er weiß das.

Heute habe ich nochmal versucht mit ihm zu reden. Wo er wieder aggressiv wurde, meinte ich würde ihn unter Druck setzen. Wo ich wieder sagte sein Verhalten ist nicht normal. Er sagte, wenn ich gehe geht er ins Ausland, das hätte er schon lange gewollt. Was ist das für eine Aussage? Kämpfen hört sich für mich anders an.

Meine Familie weiß davon, und steht hinter mir. Werde mir heute Zeit zum nachdenken nehmen.

Gruß Esprit

#16


N
Hallo Esprit, unsere Patner sind mit unserer Erkrankung völlig überfordert. Mein Mann macht das jetzt auch schon 12 Jahre mit.Unsere Ehe ist seit einem Jahr besonders schwierig, aber wir holen uns Hilfe bei der Eheberatung, wäre das etwas für euch? Denkt an Eure Mäuse und arbeitet an euch,holt euch Hilfe, wenn du deinen Mann noch liebst, dann fang an zu kämpfen! Du musst doch was mitgenommen haben bei 8 Wochen Klinik! Kopf hoch, Brust raus, atme tief durch und sage deinem Spiegel: Ich schaffe es aus diesem Loch zu krabbeln. Ich schaffe das!
Viele liebe Grüße Nicole

#17

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E
Klar habe ich etwas mitgenommen aus 8 Wochen Klinik. Deswegen will ich ja die Änderung...aber er ist nicht bereit sich zu ändern.

Er ist weg,hat nicht mal den Kindern tschüss gesagt. Nachdem ich sagte, dass ich nicht weiter mit ihm zusammen leben möchte wenn eine Trennung ist.

Er ist bei seinen Eltern. Hat nicht mal angerufen um ihnen gute Nacht zu sagen .

Fühl mich einfach nur schei.....Paartherapie ist eine gute Option, funktioniert aber leider nicht, wenn einer nicht mitzieht..

Traurige Grüße, Esprit

#18


R
liebe esprit!

es ist eine traurige situation, in der ihr beide steckt.

ich denke, es kann euch keiner helfen, außer ihr BEIDEN.
die situation ist sehr angespannt und man muß es erst einmal so akzeptieren, wie
es z.zt. ist.
er bei seinen eltern und du mit deinen kindern bei dir

vieles muß zur ruhe kommen, um neu zu fühlen, denken, handeln.
auch wenn er seinen kindern nicht "gute nacht" sagt, so ist es nicht gegen die kinder.
ER kann eben im moment auch nicht; er ist überrollt von vielen gefühlen, emotionen.

ich wünsche dir, daß du die kraft hast, für deine kinder ganz besonders da zu sein;
geb ihnen viel liebe....., die bekommst du wieder, und so könnt ihr alle den momentanen "verlust" gut überbrücken.

liebe grüsse
rose

#19


N
[b]Es tut mir leid,aber leider habe ich nicht so einen richtigen Rat, außer bleib stark,für deine Kinder! [/b]Du tust mir total leid, weil ich in einer ähnlichen Situation bin! Es ist echt schwierig, aber man kann sich auch alleine an eine Eheberatung wenden, die Therapeutin hat mir sehr geholfen. Ich habe ihr z. B. einen Brief geschrieben, weil der Termin noch soo lange dauerte! So konnte sie sich schon auf mein Problem einstellen( der Brief war drei Seiten lang)
Nicole

#20


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Dr. Hans Morschitzky
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