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Hallo,

habe seit einigen jahren folgendes problem.

nach einschlafen (meist unter gewissem schlafdruck, also übermüdung, stress oder ein tag mit hohem konzentrationsaufwand) wache ich nach ca. 30 minuten wieder auf und habe im schlimmsten fall den extremen gedanken, dass mich gleich der blitz trifft, bzw. die absolute sicherheit, dass ich mich unter einer aura befinde, die mich in den nächsten sekunden tötet.

zur besinnung komme ich oft auch außerhalb vom bett, manchmal mitten im zimmer oder aufgerichtet, irgendwelche sachen in der hand, die gerade greifbar waren.

oft fällt es mir am morgen nur durch zufall wieder ein, wenn z.b. eine der obigen sachen an einem anderen ort stehen. das ganze dauert höchstens 1-2 minuten.

es hat keine großartigen körperlichen erscheinungen, also kein häufig erwähntes herzrasen, magenprobleme usw.

das einschlafen funktioniert danach problemlos.

vllt. gibt es gleichgesinnte, ein schlaflabor habe ich noch nicht besucht, da es zu sporadisch auftritt. (könne man mal aufsuchen).

17.01.2016 21:54 • 29.02.2020 #1


2 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hey ok,

begrüße Dich ganz lieb bei uns.

Beil Lesen Deiner Zeilen dachte ich auch in erster Linie an ein Schlaflabor. Vielleicht machst Du Dich in der Richtung mal kundig.

18.01.2016 13:43 • #2


alvargaba
Hallo ok90,

ich weiß, die Erstellung Deines Beitrags liegt zwar schon Jahre zurück, aber ich antworte trotzdem darauf weil ich das was Du schilderst leider auch habe und dieser Erfahrungsbericht leider das einzige ist, das ich im Internet finden konnte, das meiner Erfahrung gleicht. Ich leide gelegentlich - und wenn es auftritt dann eigentlich immer im erste Drittel der Nacht - unter plötzlichem Erwachen, stets verbunden mit Todesangst und, wie Du es perfekt beschrieben hast, dem Gefühl von absoluter sicherheit, dass ich mich unter einer aura befinde, die mich in den nächsten sekunden tötet. Manchmal schreie ich unwillkürlich, manchmal höre ich komische Vibrations- oder Brummgeräusche am/im Kopf oder habe das Gefühl dass sich mein Körper energetisch in seiner Umgebung auflöst (ich kann es leider nicht besser beschreiben). Es sind, ohne Übertreibung, die schlimmsten Gefühle die ich wohl in meinem Leben hatte. Die Erfahrung an sich dauert nur 1-2 Sekunden, findet aber - wie bei Todesangst üblich - subjektiv in einem hochaufgelösten/gedehnten Zeitempfinden statt. Ich realisiere innerhalb dieser sehr kurzen Zeit: sch., ich sterbe jetzt gerade, und es fühlt sich so an, dass wenn ich nicht rasend schnell aufwache und mich wehre/reagiere dann ist es wirklich vorbei. Einmal hat es sich zuletzt so angefühlt, als hätte man meinem Gehirn wortwörtlich den Stecker gezogen (den Strom abgestellt), dabei hörte ich das selbe Geräusch, das beispielsweise ein PC macht, wenn plötzlich die Stromzufuhr abgestellt wird. Völlig abgefahren...und vor allem mit einerm riesigen Schreck/Panik verbunden.

Das Problem ist, ich kenne im Grunde zumindest den grundlegenden Auslöser, aber natürlich nicht was physiologisch wirklich passiert (ob es möglicherweise z.B. ein kleiner Anfall im Gehirn ist) oder ob es ein rein psychologisches Phänomen ist. Fest steht, ich habe das Beschriebene erst, seit ich das Medikament Cymbalta/Duloxetin nehme, das leider so eine hervorragende antidepressive Wirkung bei mir hat, dass ich es auf keinen Fall absetzen will, was jedoch zugleich bedeutet, dass ich diese furchtbaren Todesangst-Momente wohl leider weiter ertragen muss.

Falls zufällig irgendwer anderer noch darunter leidet oder etwas mehr über diese spezielle Form von Schlafstörung weiß, wäre ich über Austausch sehr dankbar.

29.02.2020 13:09 • #3




Dr. Christina Wiesemann