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Hallo Ihr Lieben...

Ich bin die Isabell, bin 24 Jahre alt und leide seit ca 9 Monaten unter schrecklicher Todesangst...

Letztes Jahr habe ich meine Cousen verloren, der war plötzlich im Schlaf gestorben und das mit 20...
Seither plagen mich ÄNGSTE UND PANIKATTAcKEN...
Ich habe sehr viele ÄRZTE aufgesucht, ich war x-male bei meinem Hausarzt, Herzspezialisten, im Spital, Neurologen,Psychologen, ich habe so zimlich alles hintermir.. alles ohne Befund...

jeden Tag wache ich mit dem Gefühl auf ich lebe noch, aber wie lange noch, jeden Tag denek ich an den Tod, jeder Tag ist soo schlimm... die panik und diese schreckliche angst bllokieren mich, habe keine lust raus zu gehen, habe keine lust irgendetwas zu machen, ständig ist diese angst daaa..

Die schreckliche Angst vor dem Tod macht mich WAHNSINNNNIGGGG...! es gibt Tage da halte ich das alles nicht aus.. habe einen schrecklichen Druck im Kopf, mein ganzer Körper ist dann wie gelähmt, ich muss dann ständig herumlaufen, kurz gesgt es frisstt mich auuuf.. habe durch diese angst meine Job verloren.. alles läuft schief...

Das schlimme ist das kein Mensch der dieses Gefühl von ANgst und Panik nicht kennt eim versteht, wurde oft scho als Psycho oder du bist doch nicht normal beschumpfen, dieses macht mich noch mehr kaputt das mich keiner versteht...

Ich sitze oft da und denke jetzt ist es fertig der Tod holt mich jetzt gleich.. dann bin ich weg..es macht mich sooo fertiiiiiggg.... bitte hilft mir!

Würde mich sehr Freuen wenn Ihr mir da helfen könntet oder evtl auch eure erfahrung mit der Angst aufschriebt...

Ich danke euch...

LG ISABELL

22.01.2013 16:32 • 31.01.2013 #1


11 Antworten ↓


Grüß Dich, Isabell!

Sehr traurig, so aus dem Leben gerissen zu werden, tut mir leid für Dich und Deinen Cousin.
Ist es das erste Mal, dass Dir der Tod so unverschämt nah "auf die Pelle rückt" - also in Dein unmittelbares familiäres Umfeld eingedrungen ist?
Von solch einer emotionalen Überrumpelung kann man sich nicht so gut distanzieren, wie von Meldungen, die dem persönlichen Umfeld ferner liegen.
Wie denkst Du denn an den Tod? Wie sieht er denn aus?

Zitat von Isabell:
bei meinem ... Psychologen ... ohne Befund



So wirklich zu helfen ist einem in solchen Fällen auch nicht ... aber es gibt zum Beispiel Möglichkeiten, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und sich bewußt werden zu lassen (Meditation etc.), dass das Leben eines jeden von uns jederzeit von jetzt auf gleich vorbei sein kann (aber dies freilich nicht sein muß und auch nicht sein wird!).
Das könnte dann zur Folge haben - bei mir war es so - ernsthaft darüber nachzudenken, ob länger aufgeschobene einschneidende Veränderungen im eigenen Leben vorzunehmen sind, für die später vielleicht die Gelegenheit fehlen könnte.
Der Gedanke ist ja immer: Ich hab ja noch Zeit, das kann ich auch später noch irgendwann machen.
Welch ein Trugschluss! Ich bin froh um alle Entscheidungen, die ich in solchen unerbittlichen Momenten getroffen habe.

Wünsch Dir viel Mut, das durchzustehn; das ist nichts Unnormales

22.01.2013 17:11 • #2



Schreckliche Todesangst.

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Hallo Isabell, machmal kapieren selbst die Fachleute nicht, dass der Patient traumatisiert ist. Was du schreibst klingt für mich nach einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Fiel dieses Wort denn nie bei einer deiner Gespräche oder Untersuchungen?

22.01.2013 17:37 • #3


Liebe Isabelle,

wurde nie geklärt, woran Dein Cousin verstorben ist? Niemand, der gesund ist, stirbt "einfach so". AUCH DU NICHT!

Sicherlich achtest Du genauestens auf Deinen Körper, fühlst Dein Herz schlagen, achtest darauf, ob Du auch regelmäßig und gleichmäßig atmest, vielleicht hast Du auch Angst vor dem Einschlafen, daß Du morgens nicht mehr aufwachst.

Deine Angst vor dem Sterben ist berechtigt. Nur JETZT noch nicht. Wir werden alle eines Tages sterben. Und jeder hat Angst davor, nur können es die meisten erfolgreich verdrängen, weil unser menschliches Gehirn normalerweise nicht in der Lage ist, die Endlichkeit seines Selbst zu begreifen.

Es KANN Dir nur ein Fachmann helfen. Oder Du änderst radikal Deine Einstellung, und zwar dahin, daß Du Dir sagst, mit dieser Todesangst will ich nicht mehr leben, KANN ich nicht mehr leben. Mir egal, falle ich eben um. Das sehe ich als einzig probates Mittel, um diese Angst zu verlieren. Oft hilft diese LmaA-Einstellung um der Angst den Boden zu entziehen, ist nur fraglich, ob Du das alleine schaffst.

22.01.2013 18:01 • #4


habe dir eine PN geschickt, schau mal nach

22.01.2013 18:45 • #5


Hallo Isabell,

ich bin im gleichen Alter wie du und ich weiß wie schwer es ist. Vorallem wenn man sich anderen gegenüber öffnet bekommt man nur Antworten wie: "Du bist noch jung, du hast noch alles vor dir..."
Das Geschehene in deiner Vergangenheit tut mir leid, jedoch kann ich bei mir keinen prägenden Grund finden, was mich teilweise noch mehr verstört.
Bei mir geht das nun schon vier Jahre, anfangs nur wenn ich krank war oder es mir schlecht ging. Mittlerweile krieg ich fast jeden Abend wenn ich Schlafen gehen will urplötzlich Panikattacken, ich springe auf, renne umher, könnte schreien, heulen und bekomm kaum noch Luft. Ich fühle mich irgendwie "gefangen", weiß gar nicht wohin mit mir und will unbedingt dass es aufhört.
In den Momenten beneidet man ein wenig die anderen Menschen, weil man denkt sie können so sorglos durchs Leben gehen. Daher tut es mir auch gut hier gleiche Berichte zu lesen, man ist weniger allein.
Liebe Grüße

31.01.2013 00:25 • #6


Halo Isabell,

Es ist wirklich schlimm, was du ekebt hast. Aber ich glaube, deine Ängste liegen noch tiefer. Der Tod deines Cousins war bestimmt jur der Auslöser. Ich kenne das jur zu gut. Ich bin zwar schon einiges älter, aber die Ängste gegkeiten mich svhon seit der Kindheit. Es ist gut, dass ru alles hadt durchchecken lassen. Aber ein "normaler" Arzt kann dir da nicht helfen. Warte jicht zu kange und mach eine Psychotherapie. Ich habe viel zu kange gewartet und habe einiges an Baustellen. Hol dir gleich bei mehreren Therapeuten einen Termin, denn es gibt kange Wartezeiten. Ich wünsche dir alles Gute und bitte unternimm etwas.

LG Violetta

31.01.2013 08:27 • #7


Wenn ich daran denke, ich könnte jetzt sterben, dann frage ich mich sofort: Und was wird aus den Kindern? - Solche Gedanken versetzen einen in Stress!

Aus dem Grund habe ich darüber nachgedacht: Ja, was wird eigentlich aus den Kindern, wenn mir etwas passiert? Abgesehen davon, dass natürlich traurig sein würden... Die kleinen haben Verwandte, die die Kinder über alles lieben und sogar oft etwas mit ihnen unternehmen. Kein Geburtstag wird vergessen, kein Ostern und kein Weihnachten. - Vielleicht müsste ich mir sogar Sorgen machen, dass meine Kinder zu sehr verwöhnt werden

Nun mache ich mir also nicht mehr soviel Sorgen, was mit den kindern sein wird, wenn ich nicht mehr da bin.

wenn man heftige PAs hat, denkt man bei einem solchen Anfall häufig: Jetzt ist es vorbei! Bei meiner ersten PA im KH habe ich zu meinem Freund und zur Ärztin gesagt: "Wenn ich das nicht überlebe, dann sagt meinen Kindern, dass ich sie über alles liebe!" Wenn der Tot kommt, dann kommt er und dann kann man eh nichts mehr ändern.

Aber ich habe überlebt und nach und nach, bei jeder PA wurde mein Sicherheit größer: Ich muss jetzt noch nicht sterben! Das Ungute geht vorbei! Du hast es letztes mal auch durchlebt und danach war alles wieder gut! Du hast wieder Kraft bekommen und es gab gute Tage danach!

Warum sollte, was deinem Cousin passiert ist, auch dir passieren? Das überraschende Ende hat dich geschockt! Das Unverständliche ist dir ein Rätsel!

Vielleicht musst du damit anfangen, dass du dir sagst: Der Tot ist nichts schlimmes!

Schlimm ist das Leiden! Das Leiden vor dem Tot! Mag er bei dir erst in 60 Jahren eintreffen - willst du bis dahin leiden?

Deine Angst vor dem Tot ist so präsent, dass sie dir das Leben verdorben!

Gestern hast du dir Sorgen gemacht, den gaaaaanzen Tag! Deine Sorge war, dass du in der Nacht sterben könntest. Heute morgen bist du aufgewacht und stellst fest: Ich lebe noch! - Aber gestern hattest du einen echt blöden Tag! Wirst du heute auch wieder einen blöden Tag haben? Und deine schlechten Gedanken den Tag versauen lassen?

Kannst du nicht statt Trübsal blasen heute feiern und fröhlich sein? Deine Erwartung ist nicht eingetroffen! Du kannst also heute einen schönen Tag haben!

31.01.2013 09:41 • #8


Dubist
Man sagt wenn man noch nicht richtig gelebt hat, dann hat man Angst vor dem Tod.
Wie schaut es da, würdest du diese Frage, mit ja oder eher mit nein beantworten.
Es kann tatsächliche eine postraumtische Belastungsstörung sein, die jetzt aufgebrochen ist.
Oder wirklich die Angst vor dem Tod mit der du dich auseinandersetzen solltest.
Dieses Thema können wir Menschen zur Seite schieben, aber es kann uns schnell einholen.
Befasse dich doch mal mit dem Thema Tod, es gibt alte Menschen die sterben, junge Menschen.
WAs awr denn die Ursache, das er nicht mehr aufwachte, wurde die Leiche obduktiert oder wie das heisst?
Dubist

31.01.2013 13:57 • #9


Dubist
Du hast sehr viel Angst, ich habe auch mal viel Angst durchgemacht. Ich war mir sicher, nicht zu überleben. Ich bestand dann nur aus Angst. Anst zu sterben, oder sowas?
Konnte mich nicht so wirklich jemand anvertrauen, ging durch diese Angst immer hindurch. Ab und zu telefonierte ich dann, auch mitten in der Nacht.
Irgendwann ging es von alleine wieder weg.
Dubist

31.01.2013 13:58 • #10


Ich kann mich in Deine Lage sehr gut herein denken.

Auch ich verlor vor ca. 5 Monaten einen guten Kumpel (35j), er starb im Schlaf im Urlaub.

Ich kann an nichts anderes mehr denken als an den Tod. Jeder Tag ist wie ein überleben, nicht wie ein Leben.

Wie ein Film.

Hinzukommend arbeitete ich mehrere Jahre im Bereich Todesermittlungen/ Polizei.

Heute bin 42 Jahre, habe ich -1000sende- Bilder vor mir und komm nicht klar.

Lasse mich therapieren, die Attacken sind GOTT sei dank besser, nur die Gedanken finden kein Ende.

Ich hoffe ganz einfach irgendwann befreit davon zu sein.

Vielleicht ist man das Erst wenn man selber Tod ist.

Der Tod ist allgegenwärtig und ich denke das wir uns vielmehr mit dem Sinn unseres Lebens beschäftigen sollte und versuchen im "hier und jetzt" zu sein.

Wenn der Schuh drückt, melde Dich einfach.


Gruss nofear2011

31.01.2013 15:30 • #11


Ich hab schon vor einer Weile etwas zu diesem Thema hier im Forum gepostet:

Ich hatte früher auch schreckliche Angst vor dem Tod und dem Sterben. Wie ich in dem anderen Post ausführlicher schrieb hat sich das inzwischen komplett geändert. Ich hab mal einen Spruch gehört, der mir oft im Kopf rumschwirrt: "Every single human being wakes up every single morning... not knowing if they are going to live or die that day" (Jeder einzelne Mensch wacht jeden Morgen auf ... nicht wissend, ob sie an dem Tag leben oder sterben werden). Früher hat mir dieser Satz unendlich viel Angst gemacht, heute ... nun ja, heute lebe ich mein Leben mit genau diesem Wissen und der inneren Ruhe, daß es für mich vollkommen ok wäre, wenn heute mein letzter Tag wäre. Ich bin mit mir selbst im reinen und das ist glaub ich das wichtigste. In Gewisserweise bin ich schon neugierig auf das was danach kommen wird.

Ich hab schon vor Jahren für den Notfall Abschiedsbriefe verfasst an die Menschen, die mir wichtig sind, falls ich mal einen Unfall hab. Das wirklich einzigste was mir Sorgen macht ist: Was wird aus meinen Hunde? Kann meine Freundin es finanziell hinbekommen alle Hunde zu halten und was würde aus ihnen werden, wenn sie welche davon abgeben müsste.

01.02.2013 00:51 • #12



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