Pfeil rechts

Hallo,

ich hab jetzt seit 26 Jahren, mit kleineren und größeren Unterbrechungen Pankikattacken, aber gestern abend, hatte ich ein Erlebnis das ich in der Art noch nie kannte.

Ich lag auf der Couch und plötzlich dachte ich , ich sterbe jetzt, ohne einen Vorboten, wie Herzrasen oder ähnliches. Ich hatte solch eine Todesangst,
wie ich sie zuvor nicht kannte.

Sonst war es üblich, das ich Herzrasen oder ähnliches hatte, und Angst zu sterben. Diesmal fühlte ich...ICH STERBE! Ich bin dann aufgesprungen und hab geschriehen....echt laut geschriehen Hilfe ich sterbe. Hatte das Gefühl, der Tod holt mich jetzt zu sich.

Dreh ich jetzt vollkommen durch?

Selbst heute morgen, hatte ich noch totale Angst, das Todesgefühl könnte sich wiederholen.

Sonst hatte ich nach kurzer Zeit meist mich wieder gut im Griff. Aber diese Art von Attacke, da hab ich sehr große Angst vor, das sie sich wiederholen kann.

Wer hat sowas auch schon mal erlebt, und wie kann ich diese Todesangst die ich dann fühle unterbrechen?

23.12.2009 15:04 • 29.12.2009 #1


18 Antworten ↓


du denn gar keine Symptome empfunden?

Möglicherweiße hast du hyperventiliert, dass ist mir schon 2mal passiert und würde sich in etwa so anfühlen.

Dass du heute immernoch Angst hast ist doch nach sowas normal.

23.12.2009 15:12 • #2



Todesangst beim Einschlafen / Hilfe

x 3


Zitat von Jessey:
du denn gar keine Symptome empfunden?

Möglicherweiße hast du hyperventiliert, dass ist mir schon 2mal passiert und würde sich in etwa so anfühlen.

Dass du heute immernoch Angst hast ist doch nach sowas normal.


Nein im ernst, ich hab telefoniert, dabei ferngesehen, und dann kam es so wie ich es beschrieben hab. Hatte das gefühl, so blöds sich anhört, der Tod ist in meiner Nähe und holt mich jetzt, ich konnte mich kaum beruhigen.

Ich war noch nicht mal alleine, meine Kids ( sind schon was älter) haben ja versucht mich runterzuholen. Ich bin mit Slip und T Shirt auf den Gang unseres Hauses um nach Hilfe zu rufen. Das ist selbst mir jetzt mal zuviel.

Ich war überhaupt nicht mehr ich.

23.12.2009 15:19 • #3


ist dann passiert? Wie hast du dich beruhigt? Wie lange hat das gedauert?

Dermaßen grundlose wirklich EXTREME Panik hatte ich erst 2mal und hat sich im Nachhinein als Hyperventilation herausgestellt. (Bin einmal umgekippt, daher weiß ich das). Wenn du wirklich sonst keine Symptome hattest, ist das schwer einzuordnen.

Vielleicht hat hier ja sonst noch jemand Erfahrung, mit deinem Problem

23.12.2009 15:27 • #4


Zitat von Jessey:
ist dann passiert? Wie hast du dich beruhigt? Wie lange hat das gedauert?

Dermaßen grundlose wirklich EXTREME Panik hatte ich erst 2mal und hat sich im Nachhinein als Hyperventilation herausgestellt. (Bin einmal umgekippt, daher weiß ich das). Wenn du wirklich sonst keine Symptome hattest, ist das schwer einzuordnen.

Vielleicht hat hier ja sonst noch jemand Erfahrung, mit deinem Problem


Wie ich mich beruhigt hab, hmm...ich hab mich nicht selber beruhigt, nach ca ne 1/2 Stunde wurden diese Gedanken weniger, und ich war auch sehr müde.

Ich war so erschrocken von dieser Art Attacke, ich dachte ich bin verrücktl Und war dann auch sehr erschöpft.

Dann bin ich später eingeschlafen, aber als ich morgens wach war, hatte ich wieder Angst, aber nicht das ich sterben könnte, sondern Angst vor diesen Gefühlen, die ich da hatte, und Angst es noch mal zu bekommen , z.b auf dem Weg zur Arbeit

23.12.2009 15:36 • #5


ladysmile
GENAU DAS!kenne ich auch...hatte ich schon3mal...ich weiss ganz genau was du gefühlt hast....

23.12.2009 16:16 • #6


Zitat von ladysmile:
GENAU DAS!kenne ich auch...hatte ich schon3mal...ich weiss ganz genau was du gefühlt hast....


Keiner konnte mich beruhigen, ich war fest davon überzeugt, jetzt komme ich unter die Erde, da wo ich keinsfalls jetzt hinmöchte, mein leben ist nun beendet.

Wie hast du Dich in dieser Situation verhalten??

Gruß Marion

23.12.2009 16:27 • #7


ladysmile
ich habimmermein bludruck gerät per hand gehabt....dannwo mir bewusst worden is das der wert eig relativ normal ist gings besser.....

einfach zähne zusammen gebissen u durch...egal wie schwer das is....

23.12.2009 18:38 • #8


Hallo,

so wie Du es auf der Couch bekommen hast, so kam auch meine aller erste PA. Und auch die Angst danach.

Da Du gerade am Anfang bist solltest Du schnellstmöglich einen Therapeuten aufsuchen, damit dir vieles erspart beleibt.

Ich würde dir auch vorläufig davon abraten alles hier in Forum zu lesen. Da für Dich alles neu ist, wird es dir mehr Angst machen als zu helfen.

Du sollst nur wissen, PAs sind unangenehm aber nicht gefährlich.

LG Angsthasse

23.12.2009 18:47 • #9


Zitat von ladysmile:
ich habimmermein bludruck gerät per hand gehabt....dannwo mir bewusst worden is das der wert eig relativ normal ist gings besser.....

einfach zähne zusammen gebissen u durch...egal wie schwer das is....


lach...ob mein Blutdruck dann noch im Normbereich ist..das bezweifel ich aber sehr!

23.12.2009 19:07 • #10


Loki
Hi

Ganz ruhig Marion, ich weiß diese Gedanken sind absolut widerlich aber sie können dir nix! Bitte such einen Therapeuten auf, denn je früher desto weniger Symptome musst du ertragen.Es ist echt ein hartes Brot, aber du siehst ja selbst wie viele in diesem Forum schon Hilfe gefunden haben und auch geben.

Bitte verzweifle nicht, es geht!Lach ihr ins Gesicht und sag du kannst mich nerven aber nicht umbringen!

LG und viel Kraft Loki

23.12.2009 20:01 • #11


ladysmile
lach^^mach das mal wenns dir wieder einmal so gehen solle....mess deinen blutdruck einfach mal du wirst sehen das du schnellruner kommst....lg

24.12.2009 00:23 • #12


Hey es könnte ja sein das diese Todesangst von Derealisations oder Depersonilationssymptome kommen

Hast du dich plötzlich ganz leicht und nicht wirklich da gefühlt?

LG svenja

Achja Blutdruck würd ich ja nich unbedingt messen weil einem das auch Panik machen kann und irgendwann misst man ständig

24.12.2009 15:06 • #13


Ich kenne das. Genau so. Ich schreie dann nicht, aber ich ziehe mur hektisch die Schuhe an und bitte meine Freundin, den Nitarzt zu rufen und mich mit dem Auto entgegenzufahren. Fast schon absurd. Und dabei hab ich kein Herzrasen oder Panikattacken im klassischen Sinne - nur srarke Angst und Derealisation. So, als würde ich in einem Film sein der auf Pause gestellt wird. Ganz schlimm. Das dauert dann 5-10 Minuten, in der man much regelrecht festhalten muss. Und ich flehe dann um Hilfe. Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei und ich schäme mich. Hab das seit kurzem mehrmals täglich. Schlimm ist das nachts oder wenn man in diesen Zustand hinein aufwacht.
Bei mir ist das allerdings immer dann, wenn Reizmagen/Darm akut Probleme machen - irgendwie fühlt es sich dann so an, als würde der Kreislauf absacken. Bin auch rat-/hilflos und weiss, dass es irgendwann wieder weggeht.

24.12.2009 20:09 • #14


Zitat von Fury80:
Ich kenne das. Genau so. Ich schreie dann nicht, aber ich ziehe mur hektisch die Schuhe an und bitte meine Freundin, den Nitarzt zu rufen und mich mit dem Auto entgegenzufahren. Fast schon absurd. Und dabei hab ich kein Herzrasen oder Panikattacken im klassischen Sinne - nur srarke Angst und Derealisation. So, als würde ich in einem Film sein der auf Pause gestellt wird. Ganz schlimm. Das dauert dann 5-10 Minuten, in der man much regelrecht festhalten muss. Und ich flehe dann um Hilfe. Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei und ich schäme mich. Hab das seit kurzem mehrmals täglich. Schlimm ist das nachts oder wenn man in diesen Zustand hinein aufwacht.
Bei mir ist das allerdings immer dann, wenn Reizmagen/Darm akut Probleme machen - irgendwie fühlt es sich dann so an, als würde der Kreislauf absacken. Bin auch rat-/hilflos und weiss, dass es irgendwann wieder weggeht.


ja genau so ergehts mir auch, ich wünschte ich könnte dann ruhig bleiben, vorallem hab ich jetzt nach dem Erlebnis Angst , das noch mal zu spüren, wenn gar keiner bei mir ist. Dann hab ich Angst vollkommen auszuflippen.

Ich brauche einfach ne Bremse, wie ich dann da wieder raus komme.

28.12.2009 00:27 • #15


Es tut so gut zu hören, dass ich nicht alleine bin...
Hab genau diese Situation am Mittwoch gehabt.
Aus heiterm Himmel hatte ich Angst, jetzt sterbe ich, obwohl eine Minute zuvor noch alles bestens war.
Dann beim Abendbrot mit meinem Mann diese Gedanken...

Er hat versucht mich zu beruhigen, aber nichts half.
Hab mich hingelegt, aber es wurde nur noch schlimmer.
Mein Puls war völlig normal, aber ich konnte mich nicht beruhigen.

Hab dann aus lauter Verzweiflung 0,5 mg Tavor genommen, weil ich nicht weiter wusste (die habe ich für den äußersten notfall, obwohl ich sie nie nehme!). Half aber genau so wenig, zumindest nicht sofort (logischerweise).

Bin dann in meiner Not einfach raus. Wollte einfach an die Luft, einfach raus, weg laufen (wusste nur nicht wohin).
Mein Mann hinter mir her. Hab gesagt, ich möchte das er mich mit dem Auto etwas rum fährt (mein Grundgedanke war, so bin ich schneller im Krankenhaus).
Nach 20 Minuten flachte alles wieder ab und ich war einfach nur erschöpft.

Hab nun seit Tagen Angst, dass dieses Gefühl wieder kommt.
Meine Therapeutin sehe ich erst im nächsten Jahr wieder.
Hab schon drüber nachgedacht, ob es daran liegen könnte, weil ich vor etwa 7 Wochen meine Antidepressiva (Cipralex 10 mg) abgesetzt habe?!

Aber genau wie Marion beunruhigt mich der Gedanke, was mache ich in so einer Situation, wenn keiner bei mir ist?

28.12.2009 01:08 • #16


Hallo Marion und Schnuppilino,

ich kenne dieses Gefühl ebenfalls. Ich erinnere mich besonders an zwei Nächte im letzten Jahr, die absolut unerträglich waren. Die Angst war unglaublich massiv, ich hätte nie im Leben gedacht, dass man so etwas erleben kann.
In dem Moment selber hat mir nur wenig geholfen. Vielleicht ein wenig, dass mein Freund bei mir war und er mit meinem Therapeuten telefonierte. Dieser sprach davon, dass sich wahrscheinlich gerade eine alte Emotion mit einer Wucht befreit und dass es grundsätzlich gut sei nur halt viel zu stark.
In der weiteren Therapie habe ich gelernt, dass die Angst immer dann kommt, wenn ich mir eine andere Emotion (Wut/Trauer) nicht erlaube und sie beiseite schiebe. Das habe ich in der Vergangenheit wohl so arg gemacht, dass das Fass irgendwann zum Überlaufen kam.

Ich glaube, ich bin in den letzten Monaten so oft wütend gewesen und ausgeflippt, wie noch nie zuvor. Aber ich habe das Gefühl, dass es mir seither immer besser geht und die Wut auch weniger wird.
Und eine so arge Todesangst wie damals hatte ich auch nie wieder.

Vielleicht hilft Euch das ein klitzekleines bisschen.
romy33

28.12.2009 01:30 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Schnuppilino:
Es tut so gut zu hören, dass ich nicht alleine bin...
Hab genau diese Situation am Mittwoch gehabt.
Aus heiterm Himmel hatte ich Angst, jetzt sterbe ich, obwohl eine Minute zuvor noch alles bestens war.
Dann beim Abendbrot mit meinem Mann diese Gedanken...

Er hat versucht mich zu beruhigen, aber nichts half.
Hab mich hingelegt, aber es wurde nur noch schlimmer.
Mein Puls war völlig normal, aber ich konnte mich nicht beruhigen.

Hab dann aus lauter Verzweiflung 0,5 mg Tavor genommen, weil ich nicht weiter wusste (die habe ich für den äußersten notfall, obwohl ich sie nie nehme!). Half aber genau so wenig, zumindest nicht sofort (logischerweise).

Bin dann in meiner Not einfach raus. Wollte einfach an die Luft, einfach raus, weg laufen (wusste nur nicht wohin).
Mein Mann hinter mir her. Hab gesagt, ich möchte das er mich mit dem Auto etwas rum fährt (mein Grundgedanke war, so bin ich schneller im Krankenhaus).
Nach 20 Minuten flachte alles wieder ab und ich war einfach nur erschöpft.

Hab nun seit Tagen Angst, dass dieses Gefühl wieder kommt.
Meine Therapeutin sehe ich erst im nächsten Jahr wieder.
Hab schon drüber nachgedacht, ob es daran liegen könnte, weil ich vor etwa 7 Wochen meine Antidepressiva (Cipralex 10 mg) abgesetzt habe?!

Aber genau wie Marion beunruhigt mich der Gedanke, was mache ich in so einer Situation, wenn keiner bei mir ist?


Ich hatte diese Situation ja schon mal...vor ca 2 Jahren, da hatte ich damals gerade angefangen ein Antidepressiva zu nehmen. Ich lag ruhig auf der Couch und hatte Herzstiche und dann gings ab, oh mein Gott.

So real zu spüren jetzt steht der Tod neben Dir und es ist vorbei, ist total heftig, und mit keiner andern Panikattake zu vergleichen.

Klar Tavor muss ja erstmal wirken, dauert soweit ich das noch in Erinnerung hab, ca 30 min. Hab das auch mal vor 25 als Notfallmedizin genommen.

Das schlimme ist die Angst davor es noch mal zu erleben...umgibt mich wie ein kalter Wind an meinem Körper. Ich mag garnicht mehr allein sein.
Jetzt sind ja noch Ferien..und ich hab Urlaub.

Ich denke, ich werde mich mal nach Aachen ins Klinikum begeben, dort kann man immer hin , wenn man Psysch. Probleme hat, auch zwischen den Tagen. Vielleicht können die mir einen Tipp geben.

Wenn ja werde ich darüber berichten!!

28.12.2009 01:43 • #18


Hallo,

danke für eure Antworten und eure aufmunternden Worte.
Bin für jeden Rat und jede Hilfe einfach dankbar!
Versuche mich jetzt die Tage viel abzulenken, indem ich viel unternehme und keine Zeit zum nachdenken habe.
Bis jetzt klappt es, hoffe das bleibt auch so.

@Romy:
Gensu wie bei dir, soll es bei mir auch Wut und Ärger sein. Nur frage ich mich die ganze Zeit was mich am Mittwoch so wütend gemacht haben kann, denn eigentlich war alles schön und mir ging es gut...
Es ist echt zum verzweifeln.
Aber ich gebe ja nicht auf ;o)

Wünsche euch jetzt erstmal eine gute Nacht!

Schnuppilino

29.12.2009 02:05 • #19



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky