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Hallo!
Bin neu hier und habe seit ca. 12 Jahren Panikattacken.Ich finde es irgendwie erschreckend,was sich meine Leidensgenossen hier alles einschmeißen.Tabletten unterdrücken die Ängste vielleicht,aber eine Lösung scheint mir das nicht zu sein.Ich hab mich im Laufe der Zeit einfach selbst überlistet.Ich habe immer pflanzliche Herz-Kreislauftropfen und Rescue-Remedy-Tropfen (Bachblüten) dabei. Allein das Wissen,daß ich in der Not was nehmen könnte,reicht mir.Und falls ich mich mal übergeben sollte (was natürlich nie passiert), habe ich immer eine Tüte dabei,sehr beruhigend.
Natürlich könnt ihr jetzt sagen, die Frau hat nicht wirklich PA`s. Aber ich habe echt heftige Zeiten hinter mir. Ich hab mich Ewigkeiten nicht vor die Tür getraut, bin nur noch depressiv rumgelegen und hab eigentlich gar nichts mehr gemacht.Eines Tages hat es mich angekotzt,so vor mich hin zu vegetieren.Ich war 25 und konnte mir nicht vorstellen,so weiter zu leben.Ich wollte viel mehr vom Leben.Also bin ich raus,unter Menschen.Klar war es hart,aber mit der Zeit ging alles besser.Und als mein Sohn vor vier Jahren auf die Welt kam,wollte ich,daß er Spaß am Leben hat,und keine Mama,die sich vor lauter Angst zu Hause verkriecht.Mein Kleiner hilft mir total über meine Ängste hinweg,für ihn gehe ich überall hin!Ich wünsche allen Betroffen hier weiterhin alles Gute! Mit ein bißchen Mut und viel Willensstärke schafft Ihr das!
Anke

12.06.2007 10:14 • 01.10.2007 #1


7 Antworten ↓


Hallo Anke,
ich nehme total ungerne Medikamente ein, schon allein wegen der Nebenwirkungen. Ich nehme etwas ein, damit ich überhaupt mal eine Autobahnfahrt machen kann, was schon ziemlich selten ist.
Aber was mir auch hilft, ist, etwas dabei zu haben für den Notfall.
Deshalb meine Frage an dich, kennst du auch die Notfallbonbons von Bachblüten und wenn ja, wie muss ich mir die Wirkung vorstellen?
Ich war übrigens letzte woche unheimlich mutig und hab acute;ne Veranstaltung mit ca. 15.000 Menschen besucht.
bei Interesse kannst du ja mein Posting an Angsthäschen mal nachlesen. Ich habe mich unheimlich über dieses positive Erlebins gefreut. Und eben ohne Medikamente. Vielleicht war es ein Anfang meiner Angst m e i n e Willensstärke zu zeigen.

Dennoch kann ich alle verstehen, die Medikamente einnehmen, es darf nur nicht die einzige Therapie sein und nicht auf Langzeit ausgerichtet sein. Diese Angst hindert schon daran, ein ganz normales Leben mit allem was dazu gehört zu führen und sie kann einen schon in die Einsamkeit treiben, weil man so viele negative Erlebnisse mit der Angst hatte. Und will beim Autofahren bestimmt nicht hektisch atmen, dieses sch..-Kribbeln um den Mund fühlen und dass sich die Hände verkrampfen. Aber mit Willen hab ich es bisher einfach nicht geschafft.

sonnige Grüße
maja

12.06.2007 17:59 • #2



Tabletten gegen Angst?Verstehe ich nicht

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Hallo,

ich finde es ein bisschen übertrieben zu sagen: ...was sich die Leute so einschmeißen... Vielen helfen Medikamente überhaupt erst, mal wieder klarer im Kopf zu sein und sich der Angst bzw. Depressionen stellen zu können. Als es bei mir wieder losging und die schweren Depressionen dazu, habe ich echt gedacht ich bin verrückt im Kopf und wollte mich umbringen, weil die ganze Welt so trist und trübe war, obwohl draussen die Sonne gescheint hat. Ich habe eine Tochter, behindert, hätte ich ohne Medikament so weiter leben sollen?? Mit dem Risiko, dass man mir mein Kind wegnimmt, nur weil ich nicht mehr klar im Kopf bin?? Ich selber überhaupt nicht beeinflussen kann Depressionen, Angst und Panik zu bekommen?? Erst seit ich wieder Sertralin nehme, kann ich mich meiner Krankheit stellen und bewusst daran arbeiten und mit ihr umzugehen, und das wichtigste überhaupt: ich kann mich um meine Tochter kümmern, mit einer normalen Gedankenwelt und nicht mit Selbstmordgedanken, Angst sterbenskrank zu sein, Angst alles, egal was, absolut nicht zu schaffen und jämmerlich zu versagen. Keine Angstattacken mehr, welche mich damals schon 7 kg gekostet haben, und ich bin scho ein sehr schlanker Typ, keine aschfahle Haut mehr, so dass man denken kann, ich wäre schon 50, obwohl ich erst 27 bin. Kein Verlieren der Freunde, weil man endlich wieder den Mut hat, was mit denen zu erleben, ohne Medikament würde man sämtliche Kontakte verlieren, weil man gar nicht in der Lage ist, überhaupt einen Schritt vor die Tür zu setzen.

Ich will mich jetzt nicht komplett auf die Seite der Medikamente schlagen, denn es gibt auch Antidepressiva welche abhängig machen, gegen die habe ich strikt was, aber vielen ist es erst durch die Einnahme eines Medikamentes überhaupt erst möglich, sich seinen Problemen zu stellen und dagegen anzugehen, denn die körperlichen Symptome werden unterdrückt, nicht die Angst selber, die ist noch da, aber mit der Einnahme eines ADs kann man überhaupt erst mit der Angst lernen umzugehen....

Liebe Grüße
Gina

14.06.2007 08:41 • #3


da mus ich dir zustimm gina oh und hallo ich nehm zwar nicht so hammer zeug ,gott sei dank mus ich das auch nicht ..trotzdem bin ich deiner meinung weil ich dieser ohnmacht auch ausgesetzt bin und ich weis wenn man kein klaren kopf hat ist man nicht fähig klar zu denken und um diese anfälle in grif zu bekomm mus man einen halbwegs klaren kopf haben
mfg.drei

15.06.2007 15:50 • #4


Hallo,

genauso ist es auch, ich kann zwar nicht für jeden sprechen, aber meine Meinung ist ganz klar, nur die diese Ohnmacht oder die richtig krassen Angst- und Panikattacken und schweren Depressionen haben, können meinen Text oben nachvollziehen. Ich rate auch jedem, der absolut keinen Ausweg mehr findet und eben den klaren Kopf nicht mehr hat, zu einem kompetenten Neurologen zu gehen und sich was verschreiben zu lassen. Es ist doch heutzutage keine Schande mehr und die Medikamente sind dahingehend erneuert wurden, dass sie eben keine Abhängigkeit verursachen oder die Persönlichkeit verändern. Wenns dem Betroffenen nach einer gewissen Zeit wieder gut geht und auch in guter psychologischer Behandlung ist, kann derjenige das AD auch langsam wieder absetzen und sehen, ob er ohne schon zurecht kommt....

Es gab mal Zeiten, da wurden Angst- und Panikkranke in die Psychiatrie eingewiesen, weil man davon ausging, die Leute wären verrückt und würden sich alles nur einbilden, da können wir in unserer Zeit heute froh sein, dass das Krankheitsbild bei den Fachärzten bekannt ist und auch die Forschung immer wieder auf neue Fakten stösst; nicht zu vergessen, DASS es Medikamente gibt und wir Betroffenen nicht als bekloppt hingestellt werden....

Sorry, aber dies ist meine felsenfeste Meinung..

Viele Grüße
Gina

15.06.2007 19:36 • #5


Hallo
Ich bin auch der Meinung das Medikamente alleine nicht die Lösung sein können ,Ich selber nehme welche weil es ohne nicht mehr ging und ich nichts mehr auf die Reihe bekommen hätte. Die Medikamente sind nur eine kleine Hilfe das man anfängt etwas zu tun wie zb. eine Therapie o.ä Ich selber war 5 Monate in einer Tagesklinik und mache jetzt seid einem Jahr wieder eine Verhaltenstherapie,die mir sehr gut hilft und wodurch ich viel über die Angst und ihre Symptome gelernt habe und zur Zeit sehr gut damit umgehen kann wenn sie Auftritt.Nehme Medikamente nur noch in geringer Dosierung ganz absetzten soll ich sie noch nicht da sollte man warten bis man einen langen Zeitraum keine Attacken mehr gehabt hat

LG.Tini

21.08.2007 10:30 • #6


Hallo Anke

ich muss Dir schon ein wenig Recht geben. Tabletten helfen nur der Situation. Sie ändern es aber nicht. Aber durch die Medikamente zeigen sich die Fortschritte besser ab. Ich leider an einer Sozia.Ph. Für mich persönlich wäre es sehr schwer ohne Medikamente. Führe mal ein Vorstellungsgespräch, treffe dein Date, lebe eine Beziehung. Die Gesellschaft erwartet, daß wir rundum positiv denken. Ähnlich wie dem Sport. Ohne Doping kannst Du keine Höchstleistung bringen. Wenn Du nicht 100% leistungfähig bist, wie willst Du dann weiterkommen. Ich lebe nach dem Motto: Die Dosis macht das Gift. Die negativen Gedanken sind mehr Schaden für den Körper als die Nebenwirkungen eines Medikamentes. Ich betrachte den Menschen als Einheit. Ist ein Teil gestört, zieht es andere Bereiche mit sich.(z.B fehlt ein Vitamin oder eine Aminosäure muss der Körper in andere Bereich es ausgleichen).
L.G

01.10.2007 14:03 • #7


Vom Arzt richtig eingestellt sind auch mal kurze Zeit Benzos möglich. Antidepressiva nehme ich seit Jahren, ohne Probleme. Sie wirken schlaffördernd und nach und nach abgesetzt. Bei akuten Problemen werden sie gering erhöht. Mit einem guten Psychiater kein Problem. Bei PAs hat der Körper großen Stress, da helfen schon mal Tabletten. Aber Benzos sind nicht ohne wegen der Abhängigkeit. Das kann nur ein Arzt entscheiden.

01.10.2007 15:12 • #8




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