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mutschekiepchen

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Hallo ihr lieben?

Ich hab seid ein paar Wochen wieder mit Panik zu kämpfen.
Wenn man das als Panikattaken beschreiben kann, denn es kommt nie so richtig auf einen Höchstpunkt sondern bleibt konstant.
Nachts bekomm ich aus dem Schlaf und völliger Ruhe (ich atme ruhig und Hyperventiliere nicht) ein Kribbeln / Schauergefühl / Ziehen / Brennen in der Brust, in den Armen, Rücken bis in den Kopf. Hinzu kommt dass ich mich verkrampfe (arme sind immer angespannt bzw. angezogen). Hab jetzt voll Angst dass ich einen Krampfanfall in der Brust bekommen könnte. Weil sich da die ganze Kraft sammelt. Und sobald ich mal einschlafe, schrecke ich hoch und das brennen ist sofort wieder da.

Kennt das jemand? Hab das Gefühl alleine damit zu sein. Die Symptome werden doch immer nur während einer Attacke beschrieben...

Ich Nehm seid 8 Tagen wieder Sertralin, vorher hatte ich diese Symptome nicht so ausgeprägt, kann es auch daran liegen? Sertralin Hatte ich im November allein abgesetzt, als kennt der Körper das Mittel ja eigentlich... Weiße echt nicht mehr weiter.

Lg mutsche

21.02.2014 01:44 • 23.02.2014 #1


4 Antworten ↓


AndreasL


Hallo Mutsche,
ich kann deine Panikgefühle nachvollziehen.
Du bist mit diesem Gefühl nicht allein.
Möchtest du mal leichten regelmäßigen Sport und Entspannungstechniken versuchen?
Ich denke mittlerweile hast du Angst vor der Angst. Und das versetzt dich zusätzlich in Anspannung?
Es kann natürlich auch von dem Medikament kommen.
Das Gegenteil von Angst und Panik sind Vertrauen und Entspannung. Siehst du Bereiche in deinem Leben wo
zuviel Anspannung ist im Moment? Und wie könntest du mehr Entspannung in dein Leben bringen?

Ich freue mich von dir zu hören.

Liebe Grüße
Andreas

21.02.2014 02:16 • #2


Morticia


Hallo Mutsche,

es ist tatsächlich nicht so, dass die Symptome nur während einer Panikattacke vorhanden. Aufgrund der enormen inneren Anspannung, der ständigen Konzentration auf den eigenen Körper und die (unter)bewussten Befürchtungen/Ängste reagiert unser Körper auch in Situationen von scheinbarer Ruhe.

Das kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen und viele, viele andere hier auch. Es Ziept, zwackt, schmerzt mal hier, mal da, mal stärker, mal schwächer zu jeder Zeit.

Nebenwirkungen von deinem Medikament sind nicht ausschließen. Mit Sertralin habe ich keine Erfahrung. Das solltest du also mit deinem behandelnden Arzt abklären. Mach dich deswegen aber trotzdem nicht verrückt! Das wird nichts Schlimmes sein, nur deine Angst davor macht es zu etwas Schlimmen!

Was das Aufschrecken aus dem Schlaf betrifft, auch da kann ich dich beruhigen. Ich schieße jeden Nacht zwei bis dreimal aus dem Schlaf hoch mit plötzlichen diversen Symptomen. Wenn ich mich dann kurz bewusst entspanne, verschwinden diese aber auch wieder.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

LG Morticia

21.02.2014 08:29 • #3


mutschekiepchen


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Danke für Eure lieben Worte. Beruhigt mich schon etwas. Ich finde es echt krass was der Kopf mit dem Körper anstellen kann. Solch heftige Reaktionen.

Derzeit bin ich stationär auf einer Psychosomatischen Station, war hier auch schon paar mal. Aber in letzter Zeit war es halt so schlimm wie noch nie, das denkt man wahrscheinlich immer wenn man mal wieder in so einer schlimmen Situation steckt, solche Erregungszustände kenn ich nicht.

Ich denk auch das ich mittlerweile Angst vor der Angst hab, ich warte ja förmlich darauf. Da kann man sich nicht entspannen.

Für die Nacht zum Schlafen bzw. zur Beruhigung nehme ich vorübergehend Melneurin. Gestern Abend hab ich es vergessen, hatte vorhin eine schöne Attacke, dachte meine Muskeln entspannen sich nicht mehr. Hab sie jetzt noch nach genommen.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Medikament?

Mit Sport fange ich nächste Woche hier wieder an, Nordic Walking, Volleyball und bissel was an Geräten. Ich hoffe das vertrage ich auch!

Gute Nacht!

Lg Katja

23.02.2014 03:16 • #4


Morticia


Guten morgen,

Ich finde es auch sehr beachtlich, was unsere Psyche mit dem Körper machen kann. Im ersten schritt hat es mir daher sehr geholfen, die körperlichen auswirkungen von angst auf meinen Körper zu verstehen. Warum bekomme ich schlecht luft, warum sticht es in der herzgegend? Und und und. Die Antworten auf diese fragen helfen mir, meinen Körper besser zu verstehen und die angst besser einzuschätzen. Dadurch wird die angst natürlich noch nicht weniger bedrohlich, aber ich gehe bewusster mit ihr um.

Mit dem medikament kenne ich mich nicht aus. Ich finde es aber toll, dass du in dieser klinik aktiv was gegen deine angste unternimmst. Danach wird es dir bestimmt besser gehen.

Wünsche dir alles Gute für deinen Klinikaufenthalt.

Liebe Grüße
Morticia

23.02.2014 09:02 • x 1 #5



Dr. Reinhard Pichler


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