✔ Empfohlene Antwort
Die Arbeitsweise deiner VT Therapeutin finde ich gut. Auch die Aussage, sich der Angst zu stellen und nicht wegzulaufen. Das Angstbarometer kenne ich auch. Musste ich immer machen, wenn ich "Hausaufgaben" bzw. Übungen alleine absolviert habe. Und das ist jetzt quasi die Thera die die Behandlung nicht fortführen möchte? Alleine wirst du es nicht schaffen, das ist klar. Ich verstehe nur nicht, warum sie dich jetzt so hängen lässt. Ihr habt gemeinsam viel erreicht. Und das du keine Hilfe von Außen brauchst, ist quatsch. Die Hilfe gibt dir ja die Sicherheit die du in diesen Zeiten brauchst. Schade, dass du auch diese Gefühle hast, wenn dein Mann da ist. Er sollte eigentlich deinen Anker darstellen. Ich hatte die Angstgefühle früher auch, wenn ich "zu Hause" war. Aber mein Exfreund gab mit oft Halt. Er war einfach nur da und das empfand ich schon als hilfreich. Hattest du es mal in der VT angesprochen, dass du zu Hause auch diese Angstgefühle hast? Was hat sie gesagt? Die Therapiepause finde ich persönlich nicht gut. Viel zu schnell rutscht du wieder in alte Gewohnheiten/Ängste rein. Vielleicht kannst du nochmal mit ihr reden, wenn du einigermaßen mit ihr zurecht gekommen bist. Bei einer neuen Thera fängst du ja wieder von Vorne an. Aber natürlich ist jede neue Thera besser, als gar keine, um seinen Ängsten den Kampf anzusagen. Und es ist schon mal sehr gut, dass du dir Hilfe gesucht und einiges probiert hast. Und es ist ja nicht so, dass du nichts erreicht hast. Immerhin konntest du schon in verschiedene Läden reingehen oder durch eine enge Gasse laufen.
Also ich würde nur eine Handtasche mitnehmen mit den wichtigsten Dingen. Den Knautschball kannst du jetzt im Winter in die Jackentasche tun und ihn knautschen wenn du angespannt bist. Aber meinst du, ein Rätselheft bzw. die anderen Hefte sind sinnvoll? Machst du unterwegs Rätsel oder schreibst etwas auf? Dazu könnte ein kleines Notizbüchlein mit Stift genügen. Hast du es mal mit einem MP3 Player versucht. Ich gehe manchmal auch mit ihm aus dem Haus und höre meine Lieblingsmusik. Du könntest dir Atemübungen draufspielen und sie anhören wenn du unterwegs bist. Dann achtest du nicht so auf die Menschen um dich herum bzw. nimmst alles nicht so "eng" wahr, wenn du in einem Gebäude bist. Aber wenn im Moment deine Sicherheit die vollgepackte Tasche ist, dann ist das auch ok, denke ich. vielleicht brauchst du sie, um etwas in der "Hand" zu halten. Etwas voran man sich festklammern kann.
Was passiert, wenn du mal mit zum Training deines Mannes gehst? Er wäre auch hier deine Sicherheit. Oder fühlst du dich noch nicht bereit dazu? Einmal die Woche klingt aber gut. Es ist nicht zu viel und du könntest dennoch Routine bei dem wöchentlichen Treffen bekommen. Oder machst du Sport? Vielleicht kann eine Freundin oder Bekannte dich zum Sport begleiten. Oder einmal in der Woche zum spazieren gehen verabreden. Jetzt wo du keine Thera mehr hast, wäre es gut, etwas zu suchen, wo du einmal die Woche hingehen kannst. Natürlich ist es nicht einfach. Aber auch hier kommt der Erfolg mit der Übung.
Sei nicht angespannt wegen der Dunkelheit. Mach dir einen Tee und versuch dich zu entspannen. Lies ein Buch oder mach etwas, was dich ablenkt. Draußen ist der Trubel nicht mehr so groß und die anderen Menschen sitzen auch in ihren Häusern / Wohnungen und lassen den Tag ausklingen. Heute musst du ganz bestimmt nicht mehr rausgehen und morgen ist ein neuer Tag. Ich bin auch kein Fan von früher Dunkelheit. Aber der Schlafmodus stellt sich bei mir dann immer recht früh ein und ich bin froh, wenn ich mich zeitig hinlegen kann. Schlafen tut mir gut und ich kann die reale Welt für ein paar Stunden ausschalten.
27.10.2013 19:16 •
x 1 #24
Zum Beitrag im Thema ↓