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Hallo liebes Forum,

ich habe mich neu hier angemeldet, in der Hoffnung, Antworten auf meine Fragen zu finden, da mich das Thema doch sehr ratlos zurück lässt.

Kurz zu mir:
Seit langem habe ich mit depressiven Verstimmungen und, meiner Meinung nach, einer schwachen sozialen Phobie zu tun.
Über die Jahre sind diese beide Themen immer mehr Alltag geworden und verstärkt seit der Corona Zeit sowie Isolierung im Job. Genau darum dreht sich das Thema auch.
Ich arbeite seit vielen Jahren in einer Firma, in der mein einziger Kollege mein Chef ist - der leider auch alles anderes als einfach ist.

Seit Jahren möchte ich einen anderen Job und hatte in der Vergangenheit auch schon mehrere telefonische als auch direkte Gespräche mit Recruitern sowie Firmen. Bislang wurde nichts daraus, da ich doch sehr auf einen kleinen Bereich spezialisiert bin.
All diese Gespräche waren ganz normal (auch wenn es am Ende aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt hat).

Nun hatte ich im Januar ein Telefonat mit einem Recruiter - alles super, professionell, nett.
Als es dann darum ging, mich selbst vorzustellen und ich meine bisherigen Arbeitgeber durchgegangen bin, habe ich schon gemerkt, wie meine Stimme immer mehr bricht. Als ich dann über meine aktuelle Tätigkeit gesprochen habe, hatte ich auf einmal extremes Herzrasen, Atemnot, Stottern, konnte mich kaum noch konzentrieren und die Stimme ist mehr und mehr gebrochen. Der Recruiter war super nett und wir haben das Gespräch dann zu Ende gebracht. Ich habe von ihm zwar nichts mehr gehört, aber das war mir auch ganz recht so.

Das ganze hat mich ziemlich ratlos zurückgelassen und ich habe es einfach als Aussetzer aufgefasst.

Nun hatte ich vor einer Woche erneut mit einer Personalerin ein Telefonat und exakt dasselbe Verhalten.
Habe es dann als Hustenanfall getarnt und um eine kurze Unterbrechung mit Rückruf gebeten. In der Pause dann wieder zittrig, extremes Herzrasen und so wirklich beruhigen konnte ich mich auch nicht, habe dann aber nach ein paar Minuten zurückgerufen und wir haben das Gespräch weitergeführt - alles noch sehr holprig, aber gut.
Sie wollte sich zwar melden, bislang aber auch nichts mehr gehört.

Bislang hatte ich keine Berührungspunkte mit Panikattacken, aber hört sich das für euch nach solchen an?
Ich kann es mir nicht erklären, da es absolut nichts schlimmes ist, mich selbst vorzustellen und ich es auch zig mal gemacht habe.
Natürlich ist die Angst jetzt groß, dass dies beim nächsten Telefonat oder auch in einem direkten Gespräch passiert - wobei es da vielleicht auch gerade eben nicht auftritt, da es in einer anderen Umgebung stattfindet und ich mit meinem Gesprächspartner einen Bezugspunkt habe auf den ich mich konzentrieren kann?

Hört sich das nach Panikattacken an? Auch wenn es sich um Situationen handelt, die einem nie Probleme/ Sorgen bereitet haben?

Ich danke euch schon mal fürs Lesen.
Liebe Grüße
Mangu

Gestern 16:37 • 27.08.2025 #1


3 Antworten ↓


Nein, das ist völlig normales Lampenfieber bei einem Vorstellungsgespräch. Bei einer Panikattacke hat man Todesangst, die kannst du dir nochmal hoch hundert vorstellen.

A


Sind das Panikattacken?

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Zitat von Mangu87:
Hört sich das nach Panikattacken an? Auch wenn es sich um Situationen handelt, die einem nie Probleme/ Sorgen bereitet haben?

Panikattacken sind noch viel heftiger. Wie schon erwähnt wurde, hat man dabei meistens ein Gefühl, in Ohnmacht zu fallen oder zu sterben.
Das sind die Folgen deiner sozialen Phobie. Ich würde sagen, es ist mehr als nur normales Lampenfieber, aber noch lange keine Panikattacke.

Vielen Dank für eure Antworten.
Zum einen beruhigen mich diese etwas, zum anderen war es aber definitiv weit mehr als starkes Lampenfieber.
Alle Symptome in einer Intensität, wie ich sie bislang nicht gekannt hatte und eben vor allem mehr oder weniger aus dem nichts heraus.
Zumal - wenn ich im Kopf jetzt diese Situation durchspiele, mir absolut nichts bedrohliches daran vorkommt, was als Auslöser für diese, ich nenne es mal, Ausfälle dienen könnte.

Ich werde mich hier im Forum etwas zu dem Thema Angst, Aufregung, Lampenfieber etc einlesen und vielleicht ein paar Tipps mitnehmen um aus diesen Situationen schnell herauszukommen. Für den Moment bleibt vermutlich erstmal nicht mehr übrig als es wieder darauf ankommen zu lassen :-\




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Dr. Christina Wiesemann
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