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.... sich der angst stellen. man liest das überall, wenn es darum geht wie man seine ängste besiegen kann. aber jeder, der an einer angst leidet, weiss doch ganz genau, so einfach ist das nicht. im gegenteil... die panik kann einen lähmen und in diesem moment zu einem ganz anders denkenden menschen machen.

was tut ihr, wenn ihr euch der angst stellen müsst? wie geht ihr da ran? was denkt ihr euch? denn die angst spielt sich ja nur im kopf ab... muss man sein blickfeld ändern? anders denken?
mich würde interessieren, was ihr für erfahrungen gemacht habt und ob ihr lösungsvorschläge habt.

danke schon mal für die antworten

31.03.2011 23:00 • 04.04.2011 #1


14 Antworten ↓


trostlos
hi.
sich er angst stellen... heißt so weit gehen das man es aushalten kann und auch in der situatuion bleiben ... wenn es dann nach einer weile besser ist nen schritt weiter... und wieder und wieder... dabei ruhig durch nase in den bauch atmen und ganz langsam durch den mund wieder aus pusten... auch mit beiden beinen ferst auf dem boden stehen.
wie weit du gehst is deine entscheidung, aba man sollte es immer wieder üben, das klappt nicht immer gleich gut aba es wird besser... es wird vielleicht nie ganz weg gehen aba es wird besser,

31.03.2011 23:26 • #2



Sich der angst stellen !

x 3


Die Angst wird vom Kopf geseuert trotzdem hast Du nachweisbare körperliche Aktuvitäten, wie Herzrasen oder stolpern oder der Blutdruck steigt- Adrenalin wird ausgeschüttet. Alles Messbar während dessen. Das macht die Sache nicht einfacher.

Man kann versuchen sich abzulenken oder positive Gedanken zu entwickeln und dagegen zu setzen oder autogenes Training. Doch ob dies alles hilft ist fraglich. Ich habe meine 10 Jahre langen Panikattacken in Therapien bewältigen können

31.03.2011 23:57 • #3


Also ich zwinge mich mindestens einmal am Tag raus zu gehen.

Meist mit einem Capy, damit ich die anderen Leute nicht ansehen muss und Kopfhörern mit beruhigender Musik.

Normal hilft das auch, wenn ich einmal Busfahren oder Einkaufen muss. Es reicht aber nicht immer, oft geht diese Taktik auch "in die Hose"

Ein Allheilmittel habe ich noch nicht gefunden, allerdings weiß ich das die meisten Ängste kleiner sind, wenn mich Jemand begleitet. Aber das tut keiner jeden Tag.

01.04.2011 00:19 • #4


langsam ein und ausatmen in ein plastiksackerl.den fernseher aufdrehen.sich ablenken.von hundert rückwärtszählen und dabei langsam atmen

aber ganz wichtig nicht die nerven verlieren uns kann nichts passieren.wir werden nicht sterben.

eine panikattacke ist nichts anderes als ein erhöter ADRENALIENÜBERSCHUSS

01.04.2011 01:06 • #5


ich sage mir leise "Alles ist OK, ..."komm ruhig, du machst mir keine Angst". und "mache mir ganz bewusst klar, dass ich ruhig bleiben und kontrolliert atmen muss. Diese Situation habe ich schliesslich schon xfach er-und überlebt, egal ob beim Zahnarzt oder auf der Sonnenbank- Also werde ich auch diesen Moment packen..

Nach wenigen Augenblicken totaler innerer Schwäche gehts dann wieder.

Gelingt mir auch nicht immer., aber positiv denken ist in dem Moment angesagt !!

LG katjes

01.04.2011 07:21 • #6


danke für eure antworten

habe wegen meinem problem noch nie einen arzt aufgesucht... jedoch bin ich mittlerweile (nach jahre langer internetrecherche und "selbstanalyse") auch der meinung, dass das alles auf jeden fall im kopf abgeht. ich denke ich hatte in der kindheit einige traumatische erlebnisse, die mich so haben werden lassen.

wenn also wieder ein angstanfall kommt, versuche ich an momente zurückzudenken, in denen ich mich ähnlich oder genauso gefühlt habe und mir dann zu sagen, damals ist nix passiert, irgendwann ist die panik weggegangen, also ist es diesmal wieder so. ich muss es nur für den moment aushalten. und meistens ist es tatsächlich so.

was ich mich nur frage - und das lernt man wahrscheinlich in einer therapie - ob es nicht bestimmte "denkweisen" gibt, die man in genau diesen situationen anwendet, um eben dieses trügerische denken (welches ja wirklich total unbegründet ist und welches zu diesen angstanfälle führt) zu verlieren oder zu umgehen?

.... mit der angst konfrontieren, damit sie verschwindet... bedeutet das nicht, seinen kopf in gewisser weise "auszutricksen"? der kopf muss doch merken, es passiert mir nichts. die gedanken die er hat, sind blödsinn... aber wie kann man sich (bzw. seinem kopf) das beibringen?


grüsse,

pust3blum3

01.04.2011 10:43 • #7


Hallo,

also wenn ich Angst bekomme, dann weiß ich, das ich was falsch gemacht haben muß oder falsch mache. Dann versuche ich mir zu Überlegen was das sein könnte und ob ich sofort auch mein Verhalten wieder verbessern könnte. Meist kann ich das dann auch sofort, aber es dauert dann auch Tage und Wochen bis ich dann wieder "normal"werde. Erst wenn ich über Verhaltensänderungen (i.d. Regel mehr körperliche Aktivitäten) wieder die nötige Ruhe bekommen habe, dann mache ich die Sachen wieder, die mir Angst bereitet haben. Eher nicht. Bis dahin vermeide ich dann Situationen.
Grundsätzlich stelle ich mich also nicht der Angst damit.
Hinter Angst versuche ich immer eine Gefahr erkennen zu können, auch wenn mir das selbst (früher) nicht bewußt war, welche Gefahr das ist. Aber ich meine, mein Körper erkennt irgendwie die Gefahr.

Ich versuche also nicht die Angst aus falsches Verhalten als ungefährlich mir (meinen Kopf) einzuhämmern, sondern die Gefahr, die vom Verhalten ausgeht zu erkennen und dann entsprechende Verhaltensverbesserungen zu machen... Und das klappt eigentlich auch gut und vieles erscheint mir auch einfach und logisch heute.

Und ich habe versucht das Gefühl Angst einfach zu verstehen, indem ich mir das dann bei Tieren erkläre. Die haben ja auch Angst. Und denken tun die nicht viel. Also hat Angst im Ursprung mit Denken (Denkweisen) für mich nichts zu tun. Bin nun zwar kein Tier, aber manches was ich mit meinem Körper erlebt, denke ich, ist nicht weit davon entfernt gewesen.

VG

01.04.2011 22:17 • #8


Queer Fellow,

sagst du damit nicht indirekt, dass hinter jeder angst eine gefahr steckt? .... aber gehts es bei angsterkrankungen nicht gerade darum, dass die angst die man hat eigentlich unbegründet ist?

oder willst du damit sagen, dass es eben die persönliche und individuelle gefahr ist, die man selbst nur für eine solche hält - aufgrund welcher erfahrung oder traumata, etc. auch immer?

liebe grüsse

01.04.2011 22:26 • #9


jadi
was trostlos schrieb ist schon richtig...und manchen hilft auch viel bewegung um das adrealin schnell abzubauen.....auch hilfreich arme und beine auszuschütteln......aber ambesten ist wirklich alle gefühle und syxmptome zulassen und aushalten bis man merkt sie vergehen von alleine...so merkt sich das gehirn jedesmal erneut ok keine gefahr...und so übt man es....und die angst wird immer weniger......lg jadi

02.04.2011 09:10 • #10


~Stefanie~
mein wichtigster Schritt ist: mir den Druck nehmen!


Panik entwickle ich, wenn ich in Gedanken nicht frei bin


habe allen meinen Lieben erzählt was los ist und um Unterstützung gebeten


wenn ich Angst vor bestimmten Situationen entwickle, schau ich mir das genauer an und hinterfrage meine Gedanken und versuche, meine Gedanken neu zu ordnen
- mich sozusagen selbst zu überreden "tu dies, denn es bringt dir das und das"

Vorstellungsübungen helfen auch

wenn es manchmal nicht klappt und ich *beep* durch die Gegend laufe, versuche ich mit Atemübungen und Entspannungstechniken mich wieder zu beruhigen... erst wenn ich das geschafft habe, gehe ich einen Schritt weiter und hol mir so Stück für Stück mein Leben zurück


und ich mache Verhaltenthera

(wenn ich mir das oben durchlese, sehe ich nicht merh das ängstliche Mäuschen vor einem Jahr, das jeden Spaß immer abgesagt hat)

02.04.2011 09:32 • #11


@stefanie,

mir geht es eher so, dass ich etwas druck brauche, um etwas zu ändern. denn habe ich den nicht, dann ist es viel einfacher der angst nachzugeben. (so geht es mir ich merke zum beispiel jetzt, dass mein freund mehr von mir erwartet... auch wenn er mich versteht!!... und dieser druck, und bisschen die angst ihn zu verlieren wenn sich nix ändert, spornt mich, an an mir zu arbeiten, immer wieder.

im übrigen verhalte ich mich ähnlich, wenn ich merke die angst kommt wieder, halte ich sie aus, kenne es ja mittlerweile wie sich das anfühlt und weiss, dass es wieder vorbei geht. habe auch gemerkt, dass das schlechteste ist, sich total ruhig zu verhalten. denn oft lähmt einen die angst doch in dem moment und man würde sich am liebsten nicht bewegen und in eine art aphatie verfallen. deswegen versuche ich, wenn die panik kommt, ganz "normal" mit dem weiter zu machen, was ich eben grade mache. dies wirkt sich auch oft so aus, dass ich mich nicht in die angst reinsteigere, sondern mich davon mehr oder weniger ablenke.

der witz ist, dass mir immer gesagt wir, man merkt mir das gar nicht an, ich wirke eigentlich völlig normal, wenn ich diese angst habe. wie ist das bei euch?

liebe grüsse

02.04.2011 11:29 • #12


~Stefanie~
es ist ja wie gesagt nur ein *beep*-Gefühl... habe das auch oft gehört, das ich eigentlich völlig normal nach außen hin bin-aber innerlich halt nich

02.04.2011 11:32 • #13


hallo,

also mir merkt man meine Angst auch nicht an.Im Gegenteil!
Auf andere wirke ich als ob ich die Ruhe selbst bin.Wenn die wüssten.......

Aber schon komisch das es niemand merkt.Das ist auch das wovor ich Angst hab.Angst die Kontrolle zu verlieren.Angst das es jemand merkt das ich irgendwie komisch oder so bin.Ich will einfach wieder ganz normal und angstfrei sein.

02.04.2011 16:15 • #14


@ pust3blum3

ja, ich suche immer nach Gefahren, wenn Angst im Spiel ist.
Aber das ist auch nur etwas, was ich für mich selbst mache, um dann eine bessere Erklärung zu finden. Man muß nicht die Gefahr erkennen und dann heißt es eben unbegründete Angst.
und daher ist Angst auch dann keine Erkrankung für mich und Konfrontation (sich der Angst stellen) auch keine Lösung für mich. Das sind aber alles meine persönlichen Erklärungsversuche nur.
Die Lösung psychischer Probleme wird dadurch vielleicht in der Praxis nicht generell anders, obwohl sich da einiges anders erklärt bei mir, aber ich meine ich kann den Sinn der Angst besser erkennen und vielleicht mich auch geschickter dadurch Verhalten.
Und das beschränke ich nicht nur auf psych. Beschwerden.

VG

04.04.2011 18:08 • #15



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