Toni

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Hallo ihr Lieben,
heute morgen hatte ich einen großen Schrecken erlebt. Ich wollte einkaufen gehen und meiner dementen Mutter Bescheid sagen und finde sie in einem für mich auf den ersten Blick leblosen Zustand in ihrem Sessel. Augen zu Mund offen, ich schrie nach meinem Mann und rief die 112 an. Der Mann am Telefon fragte erstmal ob sie noch atmete. Mein Mann sagte ja und wir sollte sie in die stabile Seitenge bringen, da kam sie schon wieder zu sich und wollte sich auf die Seite legen als der Laien-Ersthelfer vo der Feuerwehr kam war sie schon wieder voll da und ansprechbar wusste ihren Namen und ihren Geburtstag nur das aktuelle Datum nicht, aber das weiß sie nie. Der Notarzt konnte nichts aktutes feststellen, alle Werte in Odnung. Er meinte evtl. Herzschrittmacher auslesen lassen im KH und wir sollte dann darauf betehen sie wieder mit zu nehmen, weil sie sich weigerte mit ihm zu fahren, evtl. noch CT vom Kopf. Ich versuchte dass sie mit vor. Sie wollte aber nicht. Arzt meinte er sieht keine absolute Notwendigkeit und die Probleme mit Demenz im KH seien ja bekannt, sie sei jetzt schließlich 86. Ich ließ sie also zu Hause. KH wäre für sie ganz furchtbar. Sie wünscht sich so sterben wie ich sei heute vorgefunden habe.Arzt gab mir noch den Rat für alle Fälle dann ihre Patientenverfügung griffbereit zu haben.
Heute Mittag, eigentlich sofort danach war sie wieder fit und wollte sogar zum Friedhof laufen,was ich aber gelehnt habe, aus Angst es passiert wieder. Sie hat seit 4 1/ einen Herzschrittmacher und Betablocker gegen zu hohen Puls. Vor 2 Jahren hatte sie schon mal so einen Ohnmachtsanfall. Da war ich aber nicht dabei. Blutbild und Langzit EKG waren damals in Ordnung. Morgen früh kommt nochmal die Hausärztin vorbei.

Für mich war das alles für schlimmer als für sie. Sie kann mir auch nicht sagen war genau war. Ich vermute fast, dass sie Herzrasen hatte. Hätte ich sie gegen ihren Willen einwesen sollen ? Mir tut das alles in der Seele weh, gestern ist sie mit mir noch ein Stück spazierengegangen und war gut darauf hat sich über Schneeglöckchen und Vögel gefreut.
Dieses Abschiednehmen auf Raten tut manchmal so weh.

Mein Körper reagiert dann sofort mit Paniksymptomen Schwindel, weiche Knie, Unruhe, leeres Gefühl im Kopf, Unruhe. Ich bin dann nicht mehr eingekaufen gegangen, sondern habe meinen Mann geschickt. Habe dann mal BD gemessen, da ich ja denke ich falle selber in Ohnmacht erst 130/80 mit 128 Puls vor Aufregung beim Messen, dann nach dem ich gesehen habe ganz guter BD ging er runter auf 117/70 und 68 Puls später dann 122/73 und 70 Puls. Alles im grünen Bereich. Aber dieser Schwindel und das Gefühl von Schwäche in den Beinen und die Unruhe halten. Für mich war das wie ein Schock. Ich dachte wirklich sie sei tot. Ja es wäre eine Erlösung für sie, aber ich habe dann auch Angst, dass meine Angst total heftig wird. Auf der anderen Seite habe ich ja Notfall-Medis für solche Fälle und auch schon ausprobiert als mein Mann für 2 jahren mit HI-Verdacht ins Krankenhaus musse, war aber dann "nur" Galle. Aber ich weiß jetzt die Medis helfen in solchen Fällen ruhigen Kopf zu behalten. Habe ich heute nicht genommen, weil die ganz große Panik kam nicht und dass obwohl Notarzt und alles was damit zusammenhängt für Tricker sind.

Wie schafft ihr es in solchen Situationen, die leider zu jedem Leben gehören wieder ins seelische und körperliche Gleichgewicht zu kommen ? In der Therapie habe ich gelernt, man soll es akzeptieren. Leichter gesagt als getan.

Toni

23.03.2016 15:45 • 23.03.2016 #1


2 Antworten ↓


laribum

laribum


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mit Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Achtsamkeit und im notfall mal ne Tablette. Ach und Ablenkung....

Die 5-4-3-2-1-Methode

Die Übung:
Diese Übung können Sie am besten draußen, bei einem Spaziergang
oder bei einer Pause in der Natur durchführen. Achten Sie auf fünf Dinge,
die Sie sehen, dann fünf Dinge, die Sie hören, und fünf Dinge, die Sie
spüren. Dann vier Dinge, dann drei, dann zwei und dann eins. Nehmen
Sie einfach wahr, benennen Sie die Dinge, ohne zu bewerten und weiter
darüber nachzudenken, und gehen Sie dann zum nächsten weiter.
Zum Beispiel:
Sehen: Baum, Fluss, Blüte, Kiesweg, Sonne
Hören: Wasserrauschen, Rascheln der Blätter im Wind, Schritte auf dem
Kiesweg, Herabfallen einer Kastanie, Atemzüge
Spüren: Bewegung der Muskeln, Luft ein- und ausatmen, Herzschlag,
Sonnenstrahlen, Wind auf der Haut
Seien Sie ganz achtsam, nehmen Sie auch die kleinen Dinge wahr, und
Sie werden feststellen, wie reichhaltig der momentane Augenblick ist.
Dauer:
5–10 Minuten
Wirkung:
Achtsamkeit, Meditation, gedankliches Abschalten, Stressabbau,
Stärkung des inneren Gleichgewichtes, Förderung von Kraft und Energie

23.03.2016 15:54 • #2


Vergissmeinicht

Vergissmeinicht


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Liebe Toni,

das wäre für jeden einen Schock. Nun, die Ärzte sahen keine Veranlassung sie mitzunehmen und ihr grösster Wunsch wäre, so auch mal zu sterben. Erfülle ihr diesen Wunsch und lasse sie in Gottes Namen bitte zu Hause.

Deine Schwäche ist ein Zeichen von Hilflosigkeit und Endgültgkeit. Das Leben ist so und dies weißt Du eigentich auch. Hey. Deine Werte total ok und das der Puls in die Höhe ging, mehr als normal.

23.03.2016 16:00 • #3



Dr. Christina Wiesemann