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Hallo an Alle.

Ich bin neu hier im Forum und möchte nun auch gerne mal was loswerden/bzw. eine Frage stellen.

Ich leide seit ca. 2 Jahren an unregelmäßigen Panikattacken, Nervosität, diversen körperlichen Symptomen etc. meine Diagnosen sind eine generalisierte Angststörung, Depressionen, Agoraphobie.

Seit ca. 3 Monaten bin ich nun nach langer langer Suche endlich in Verhaltenstherapie. Diese tut mir auch ganz gut.

Ich habe auch, wie wahrscheinlich die meisten von euch, mit diversen körperlichen Symptomen zu kämpfen. Unter anderem Übelkeit, Migräne, Zittern, ständige innere Unruhe, Gelenkschmerzen, Schwindel.
Es wurden in den letzten beiden Jahren viele Untersuchungen gemacht. Ultraschalle, EKGs, MRT vom Schädel, HWS, LWS, CT von den Nebenhöhlen, etliche Blutabnahmen. Körperlich ist natürlich alles supi.

Ich habe nun seit 3 Tagen so ein merkwürdiges neues Gefühl in meinem Händen, Füßen und im Mund. Kein richtiges Kribbeln, auch kein Piksen. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Es fühlt sich irgendwie schwer an. Und sehr unangenehm. Habe das Gefühl, dass ich ständig in Bewegung sein muss. Zusätzlich habe ich beim Essen einen Würgereiz, was mich sehr belastet.
Dieses Gefühl hatte ich vor 3 Wochen schonmal, allerdings nur ein paar Stunden.
Ich war die letzte Woche aufgrund der Feiertage sehr verspannt, konnte auch kaum durchatmen ohne Schmerzen. Seid die Verspannung weg ist, habe ich dieses schreckliche Gefühl.
Kann mir irgendjemand einen Tipp geben ? Ich Google mich schon wieder zu Tode

Entschuldigt den langen Text. ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Liebe Grüße an Alle.
Julia

Heute 17:36 • 01.01.2026 #1


8 Antworten ↓


@Juuli

Bei Angst- und Panikstörungen können sehr unterschiedliche und auch schwer beschreibbare körperliche Empfindungen auftreten. Wenn bereits umfangreiche medizinische Untersuchungen ohne Befund erfolgt sind, stehen solche Symptome häufig im Zusammenhang mit Anspannung, Stress und einem überreizten Nervensystem.

Ich habe das bei mir selbst ebenfalls erlebt: körperliche Beschwerden traten immer wieder auf, teils an unterschiedlichen Körperstellen, und haben sich im Verlauf verändert bzw. „verlagert“. Rückblickend stand dies in engem Zusammenhang mit Stress, innerer Anspannung und Aufmerksamkeit auf den Körper.

Ein Punkt, der sich dabei für mich als wichtig erwiesen hat: ständiges Recherchieren von Symptomen verstärkt die Wahrnehmung und hält den Kreislauf aus Angst und körperlichen Beschwerden aufrecht. Auch wenn es schwerfällt, kann es hilfreich sein, dies bewusst zu reduzieren.

Dass du bereits in Verhaltenstherapie bist, ist sinnvoll. Sprich das auf jeden Fall beim nächsten Termin an.

A


Psychosomatisches Kribbeln und Würgereiz

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@Mupfl

lieben Dank für Deine Antwort!

Ich hab natürlich auch im Hinterkopf, dass es wahrscheinlich mal wieder psychosomatisch bedingt sein kann aber die Angst schwingt natürlich trotzdem mit ...

@Juuli

Gerne. Das kenne ich ebenfalls: Auch wenn man es rational einordnen kann, verschwindet die Angst nicht automatisch. Umso sinnvoller ist es, das Thema in der Therapie weiter aufzugreifen und nicht allein damit zu bleiben.

Zitat von Juuli:
Seit ca. 3 Monaten bin ich nun nach langer langer Suche endlich in Verhaltenstherapie.

Was soll denn eine Verhaltenstherapie da bringen bei den zahlreichen Symptomen die du hast?
Dass diese mit deinem Verhalten zusammenhängen bzw sich durch eine Veränderung dessen verschwinden halte ich für unwahrscheinlich.
Ich denke eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder Psychoanalyse wäre da eher angebracht, um den Ursachen für deine zahlreichen Symptome erstmal auf den Grund zu gehen.

Zitat von BitterBlossom:
Was soll denn eine Verhaltenstherapie da bringen bei den zahlreichen Symptomen die du hast? Dass die mit deinem Verhalten zusammenhängen bzw sich ...

Also mir hat in Bezug auf Panikatacken Verhaltenstherapie wesentlich mehr gebracht als Tiefenpsychologie.

Zitat von Juuli:
Hallo an Alle. Ich bin neu hier im Forum und möchte nun auch gerne mal was loswerden/bzw. eine Frage stellen. Ich leide seit ca. 2 Jahren an ...

He du, was ganz gut hilft sind sämtliche Entspannungs und Atemübungen gern auch in Kombination mit Entspanungstees oder was auch immer (schau mal was dir guttut). Bei uns Angstpatienten ist das Nervensystem permanent im Alarmmodus. Dann springt das natürlich bei jeder Kleinigkeit an. Die von dir beschriebenen Empfindungen kenne ich auch der Körper macht manchmal schon komische Dinge.

@BitterBlossom

Einige tiefenpsychologische Sitzungen und Vorgespräche hatte ich schon und ich habe aufgrund der Panikattacken und der durchgehenden Nervosität den Rat bekommen eine Verhaltenstherapie anzugehen.

@Nick21

Danke für deine Ratschläge




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