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Hallo ihr Lieben,

bin ganz neu im Forum und möchte Euch um Rat bitten.
Ich leide bereits seit über 10 Jahren unter PAs in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Mal ne Zeit fast gar nicht dann wieder so schlimm, dass ich es kaum aus dem Haus schaffe.
Als vor zwei Jahren meine Oma starb und ich zeitgleich erfuhr dass ich schwanger bin (was eine positive aber auch verunsichernde Nachricht war) war´s wohl einfach too much und es ging so gut wie gar nichts mehr.
Ich suchte mir einen Therapeuten in der Nähe und mein Zustand besserte sich auch allmählich.
Mittlerweile bin ich jedoch an einem Punkt, wo es gar nicht weiter geht.
Ich komme zwar im Alltag ganz gut klar - meide aber immernoch etwas allein zu unternehmen, wozu ich weiter von zu Hause weg muss.
Mein Therapeut sagt immer nur, ja, sie müssen mal am WE alleine in den Zoo gehen oder ins Centro (horror!) aber ich hab die Kraft nicht. Bin vom Alltag mit Job, Kind und Haushalt total platt.
Ich weiß ja, dass ich mir neue Ziele setzen muss aber müsste mein Therapeut mich nicht mehr unterstützen?
Hab auch das Gefühl, dass er mir nicht richtig zuhört und mich nicht ernst nimmt - so nach dem Motto - sie kommt ja ganz gut klar.
Zudem erzählt er in den Stunden fast mehr als ich und immer wieder die gleichen Geschichten - da komme ich total gefrustet nach Hause.
Ich habe mir schon mehrfach vorgenommen mit Ihm zu reden aber traue mich nicht. Es gehört nämlich auch zu meinen Problemen, dass ich Leuten generell schlecht sagen kann, wenn mir was nicht passt.
Kann ich einfach den Therapeuten wechseln?
Oder wie kann ich ihm das am besten sagen?

Danke schonmal für Eure Hilfe!
LG

07.02.2008 16:23 • 08.02.2008 #1


7 Antworten ↓


ZZerRburRuSs
hi

wenn du wechselst nimmst du dein problemchen evtl. nur mit zu einem anderen therapeuten ?!

du schreibst ja das er dir am anfang helfen konnte und das ist doch schon mal gar nicht schlecht.
wenn du ihm jetzt sachen nicht erzählst die wichtig für dich sind kann er ja auch seine arbeit nicht mehr richtig machen .
obwohl therapeuten oft dinge schnell erkennen und manchmal wohl auch um ecken gucken können sind sie doch keine echten hellseher , glaub ich zumindest festgestellt zu haben

vielleicht hilft es dir ja stichpunktargtig aufzuschreiben was dir auf dem herzen liegt und es ihm dann vorzulesen oder ihm den zettel am anfang einer stunde in die hand zu drücken.

du hast geschrieben das es zu deinen "problemen" gehört nicht sagen zu können wenn die was nicht passt , üb das doch an deinem therapeuten.

lg ZZ

07.02.2008 16:41 • #2



Probleme mit dem Therapeuten - was tun?

x 3


Danke ZZ für Deine Meinung.

Das mit dem Zettel ist ein guter Tip, ich werd versuchen es umzusetzen.
Da ich allerdings schon ne ganze Weile unzufrieden bin, kann ich mir momentan gar nicht vorstellen, dass das Verhältnis wieder so wird wie am Anfang der Therapie.

Wie ist es denn bei Euch? Sind alle die eine Therapie machen auch mit dem Verlauf / Ergebnis zufrieden?

LG
erdmaennchen

07.02.2008 19:00 • #3


Ich bin mit dem jetzigen Therapeuten sehr zufrieden. Aber wir mußten auch erst uns aneinander gewöhnen. Ich habe auch schon eine Therapeutin verlassen, weil wir garnicht mehr klar kamen, zu verschiedene Ziele. Wenn man sich nicht verstanden fühlt kann man auch schlechter miteinander arbeiten.

07.02.2008 19:05 • #4


Ich kann sagen das ich mit meinem Thera super zufrieden bin.Er hat mich bisher aus meinen löchern wieder herausgeholt.
Ich glaube du musst deinem Thera vielleicht wirklich mal sagen was dich stört.Mit dem rausgehen macht sie wahrscheinlich nur damit du dich deinen eventuellen ängsten stellst.Und ich kann dir sagen das bringt auch was.
Versuch nochmal mit ihm ein klärendes gespräch zu führen vielleicht lässt sich was ändern.Ansonsten solltest du vielleicht über einen wechsel nachdenken.

07.02.2008 21:47 • #5


Hallo Erdmaennchen 1,

das mit den Therapeuten ist so ne Sache. Wenn die Therapie lange geht, wiederholen sich die Theman und Fragen. Ich denke, da ist die Luft bei deinem Therapeuten raus.

Ich finde es eine tolle Übung deinem Therapeuten einfach zu sagen, dass du unzufrieden bist, und er seine Arbeit tun soll.

Seit meiner Reha habe ich keinen Therapeuten. Aber in der ambulanten
Therapie ging mir mein Therapeut seit einiger Zeit dermaßen auf den Sach (Entschuldigung), dass ich genau wie du gefrustet nach Haus ging.

Bei der nächsten Stunde habe ich ihm gesagt, dass ich ich verärgert bin.
Und siehe da, Therapeuten sind auch Menschen wie du und ich: Ich konnte jetzt meinerseits sehen, dass er verärgert-verwundert war ...
Ich kann nur eines sagen:

Stelle gedanklich deinen Therapeuten nicht so hoch auf den Sockel ...
denn eines ist klar ... bei einer längeren Therapie lässt sich leicht und ohne größeren Aufwand gutes Geld verdienen.

Also Mut, sag ihm was dir auf dem Herzen liegt ... du siehst ja, wie er reagiert, ist er beleidigt, ist er keinen Euro wert!!

LG
Michael

07.02.2008 22:03 • #6


Hallo Erdmaennchen,

mir ging es mit meinem ersten Therapeuten ähnlich wie dir, nur dass wir uns dann nur noch angeschwiegen haben. Er hatte eine Lösung für meine Probleme, die sollte ich umsetzen, ansonsten könnte er mir nicht mehr helfen - das war seine Aussage an meinem dann letzten Tag bei ihm. Ich hab dann gewechselt und bin bei einer Therapeutin gelandet, der ich zu einem großen Teil zu verdanken habe, dass ich heute da bin, wo ich bin.

Vielleicht nützt es was, wenn du deinem Therapeuten sagst, was dir nicht passt (ich hätte das damals gar nicht gekonnt). Aber manchmal passt es halt auch einfach nicht, oder es passt nur einen bestimmten Teil des Weges.

Liebe Grüße,
Petra

07.02.2008 23:24 • #7


Wenn Du Probleme hast es ihm zu sagen kannst Du ihm doch schreiben und zuschicken. Dann ist es raus. Er muß ja dann reagieren.

08.02.2008 09:06 • #8




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