Pfeil rechts

hallo

ich habe die tabletten hier rumliegen, habe mich aber noch nicht getraut sie zu nehmen.
Kennt die jemand?
Wie sind die so, helfen sie ein wenig?
wie sind eure erfahrung?

lg sury

01.05.2008 20:42 • 04.06.2008 #1


6 Antworten ↓


Christina
Hallo Sury,

Paroxetin, der Wirkstoff in Paroxat, ist mir ein Begriff, wenn auch nicht aus eigener Erfahrung. Es ist ein SSRI, d.h., es hemmt die Wiederaufnahme des Botenstoffes Serotonin im Gehirn. Das Serotonin bleibt damit länger am Ort des Geschehens verfügbar. Alle SSRI können am Anfang Magen-Darm-Beschwerden verursachen und - für Angstpatienten besonders schlimm - die Angst erstmal noch verstärken. Deshalb sollte man sie langsam einschleichen und ggf. begleitend und vorübergehend ein Mittel gegen Übelkeit und etwas zur Beruhigung einnehmen (oder wenigestens verfügbar haben).

Wenn man auf Paroxetin anspricht, ist es ein sehr wirksames Medikament. Leider ist es aber auch ausgerechnet das SSRI, das am vergleichsweise häufigsten später beim Absetzen Probleme macht. Es macht nicht süchtig, keine Sorge, aber bei allen SSRI und verwandten ADs können (nicht müssen!) sog. Absetzsyndrome auftreten. Und die treten bei Paroxetin eben statistisch häufiger auf als bei den anderen SSRI. Für das SNRI Trevilor (das ich nehme) gilt übrigens das gleiche. Ich habe mich trotzdem dafür entschieden, nachdem ein anderes SSRI, Cipralex, bei mir nicht gewirkt hatte. Für einen ersten medikamentösen Behandlungsversuch würde ich aber eher ein weniger "problematisches" SSRI vorziehen. Cipralex gilt z.B. als Ferrari unter den SSRI, weil es im allgemeinen wenig Nebenwirkungen hat.

Mit "ein wenig" Hilfe würde ich mich übrigens nicht zufrieden geben. Wenn ein AD keine deutliche Besserung bringt, sehe ich keinen Anlass, dafür das Auftreten von Nebenwirkungen zu riskieren oder überhaupt Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.

Bist Du denn in Kontakt mit Deinem Arzt, oder hütest Du die Tabletten schon seit Monaten?

Liebe Grüße
Christina

01.05.2008 21:24 • #2



Paroxat

x 3


Ich würde dir aus eigener Erfahrung ebenfalls vorschlagen sie einzuschleichen.Ich hab sie als volle Dröhnung bekommen und fand diese Erfahrung recht heftig.20 mg für den Anfang ist wohl etwas viel.
Beim ausschleichen habe ich ebenfalls nebenwirkungen bemerkt.In den 3 Monaten wo ich es genommen habe hat es mir aber sehr gut geholfen.Ich bin sehr gut damit zurechtgekommen.Ich möchte aber nochmal darauf hinweisen das meiner meinung nach Medis nur gut sind um jemanden Therapiefähig zu machen und um neue Kräfte aufzubauen.


Ich musste sie damals aufgrund der Schwangerschaft mit meinem Sohn flott absetzen.

01.05.2008 22:12 • #3


Danke an alle

Dann werde ich mich mal zusammen reissen und damit anfangen.
das kann ja nicht sein das ich das nicht schaffe.


lg sury

02.05.2008 07:47 • #4


hallo,

ich nehme paroxetin seit ungefähr 5 jahren. ich habe auch mit 20mg am tag angefangen und die nebenwirkungen waren heftig. ich konnte 1 woche das bett nicht verlassen, mir war unendlich schlecht und ich hatte quasi 1 woche lang permanet panik.
nach dieser 1 wirklich schlimmen woche ging es mir aber zusehens besser. paroxetin ist kein zaubermittel, trotz der täglichen einnahme von 20mg hatte und habe ich hin und wieder pas, aber sie sind nicht mehr vergleichbar mit den pas vor der medieinnahme. also ich denke paroxetin hat mir das leben geretten und mich kräfte und selbstvertraun sammeln lassen.

hat jemand erfahrungen mit dem verringern der dosis von paroxetin??ich würde mich freuen, wenn mir jemand dazu etwas schreiben könnte.

liebe grüße
dori

09.05.2008 11:27 • #5


Hallo Dori,
ich habe verschiedene Erfahrungen mit dem Ausschleichen von Paroxetin. Ich habe bisher 3 mal Paroxat genommen. Einmal 1 Jahr, dann 2 mal 1/2 Jahr. Ich habe 40 mg genommen und die Dosis schrittweise reduziert. Zum Schluß dann 5 mg, 2,5 mg (das war schon schwierig mit dem Zerteilen). dann nur noch jeden 2. Tag, jeden 3.Tag usw... Ich hatte eigentlich aber nur manchmal ein bisschen ein maues Gefühl im Magen, manchmal aber auch so ein Gefühl, als ob ein "Bläschen" in meinem Kopf platzen würde (aber nicht beunruhigend). Die interessanteste Erfahrung aber war, als ich feststellte, dass ich schwanger war und von heute auf morgen von 20 mg auf Null gegangen bin. Und ich habe NICHTS gemerkt (Das waren wohl die Schwangerschaftshormone...). Ansonsten war das Ausschleichen aber ganz problemlos.... Liebe Grüße, Ninifee

12.05.2008 20:22 • #6


Hallo,

ich wollte mal einen kurzen Bericht abgeben, wie es läuft mit der Reduzierung von Paroxetin.
Also, ich nehme nun seit 29 Tagen nur noch 10mg und es geht mir ganz gut. Die ersten beiden Wochen waren aber schon krass, hatte übele Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme.
Getsern und Vorgestern war ich aber ALLEINE im Schwimmbad, das war ich seit 10 Jahren nicht mehr! Manchmal merke ich zwar, dass es mich mehr beunruhigt etwas zu machen (Einkaufen z.b.) als es das bei 20mg Paroxetin getan hat, aber bis jetzt halte ich durch und muss sagen, ich bin schon etwas stolz.
Allerdings habe ich seit 1 Woche ein anderes Problem, ich fühle mich sehr aufgebläht und habe sehr empfindliche Brustwarzen.
Schwanger bin ich nicht, sagt zumindest der Test den ich am Montag machte....ist auch sehr unwahrscheinlich, denn ich nehme schon 14 Jahre lang die Pille regelmäßig und hatte auch in der letzten Zeit keinerlei Erkrankungen oder Medis, die einen Schutz hätten gefährden können.
Leider ist meine Ärztin im Urlaub und einen Termin beim Frauenarzt habe ich erst in 4 Wochen....also, wenn mir jemand aus seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte, wäre ich seeeehr dankbar.
Vlt. sind es ja auch nur Nebenwirkungen der Paroxetinreduktion...immerhin kann diese Medi ja auch die Libido beeinflussen, warum also nicht auch umgekehrt??
Ich sende euch liebe Grüße und wünsche euch bei allem was ihr tut Mut und Kraft.

Dori

04.06.2008 22:53 • #7




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Hans Morschitzky