Pfeil rechts

lala22
Hallo an alle,

Ich hab ein großes Problem bei dem mir vieleicht jemand einen guten Rat geben kann.
Ich muss warscheinlich im Sommer aufgrund einer neuen Ausbildung von zu Hause ausziehen. Zuerst hab ich mich sogar ein wenig darauf gefreut , doch je näher dies rückt , um so mehr Panik bekomme ich . Ich bin jetzt 25 Jahre alt , also es wäre mal Zeit aus zu ziehen. Ich habe zuvor 2 Ausbildungen abgebrochen weil ich damals so schlimme Panikattacken hatte das ich nicht mehr vor die Tür gegangen bin und jetzt habe ich angst das ich wieder so abdrehe , ich hab im Moment das Gefühl das ich nicht mehr lange durchhalte und alles von vorne beginnt mit der Angst.

Ich habe solche Angst mich alleine zu fühlen wenn ich ausziehe und das ich mich nicht dran gewöhnen kann. Immer wenn ich ganz cool jemanden davon erzähle das ich ausziehe , glaub ich mir in dem Moment slbst nicht , das ich es tun würde.
Jetzt hab ich wieder so oft Panikattacken , bin traurig , ich fühle mich verrückt und ich bin angespannt und das täglich seit 4 Wochen ,ich hab Angst das bei mir im Körper etwas davon kaputt geht weil ich ja seit Jahren an Panik und Angst leide.

Ich weiß jetzt nicht was ich tun soll und wie ich damit umgehen soll, am liebsten würde ich es einfach hinter mich bringen da ich meist dann sehe das es nicht so schlimm ist wie ich es mir vorstelle.

Sorry für den langen Text , ich hoffe mir kann jemand helfen.

Liebe Grüße

07.04.2012 11:02 • 13.04.2012 #1


6 Antworten ↓


HeikoEN
Was ist mit einer Therapie?

Wo ist die? Wann war die?

Wenn keine Therapie, warum nicht?

Wie Du siehst, wirst Du dein Problem durch aussitzen nicht los.

Du musst selber aktiv werden. Das Problem angehen, es verstehen vollständig und dann überlegen, was Du tun kannst, mit Hilfe eines Therapeuten.

Und ja, Du hast völlig recht damit, wenn Du sagst, es kann etwas kaputt gehen. Zwar nicht im Körper, aber in der Psyche. Wenn Du nichts unternimmst und Dich mit dem Zustand abfindest, ist Dein Leben eingeschränkt und Du kannst nicht so handeln und Dich nicht so entfalten, wie Du es OHNE Angst hättest tun können.

Desweiteren kommt irgendwann Verzweifelung auf...du wirst depressiv und das ist das viel größere Problem.

Ob das Problem nun Auszug aus dem Elternhaus heisst oder sonst wie, ist irrelevant. Dahinter steckt ja Angst mit all ihren Symptomen, Konsequenzen und Macht. Darum geht es und genau dagegen musst Du etwas unternehmen.

Also, was unternimmst Du?

09.04.2012 18:38 • #2



Panische Angst vor dem Ausziehen

x 3


lala22
Hey,

vielen dank für deine Antwort

In Therapie bin ich schon seit 3 Jahren , die Abstände zwischen den Sitzungen sind aber im Moment länger weil es mir die meiste Zeit über sehr gut geht. Habe aber in 2 Wochen nen Termin.
Ich hatte mal Agoraphobie und bin ein halbes Jahr nicht vor die Tür gegangen , dagegen bin ich jetzt viel weiter.

Bei mir ist es halt noch so , dass ich Angst bekomme wenn sich Dinge ziemlich verändern. Das mit dem Auszug ist jedenfalls für mich ein großer Schritt , ich war es ja immer gewohnt , die Tochter meiner Eltern zu sein und mit ihnen und mit meinen Geschwistern in einem Haus zu leben.
Das ändert sich dann ab dem Sommer. Jetzt denke ich laufend darüber nach und mache mir sorgen. Ok es ist normal nervös zu sein, aber ich bekomme dann Angst vor mir selbst, das heißt das ich Angst habe wieder vor allem zu flüchten und mich zu verkriechen.

Zu allem kommt noch das mein Freund im Winter schluss gemacht hat , was mich sehr mit genommen hat , ich hab mich mit ihm immer sicherer gefühlt. Eigentlich dumm , ich muss mich mit mir selbst sicher fühlen.

Naja und jetzt bekomme ich im Moment häufig Panikattacken , bin angespannt... auf dem Fahrrad ist das z.B echt uncool

Lieben Gruß

10.04.2012 10:21 • #3


Hallo,
Ich finde es nicht schlimm, mit 25 bei den Eltern zu leben. Musst du ausziehen, oder setzt du dir das selbst als Ziel und dich unter Druck?

HeikoEN hat recht, du solltest es auf keinen Fall auf eine Depression ankommen lassen, da kommst du sehr schwer wieder raus.

Dem Therapeuten solltest du klarmachen, wie du dich wirklich fühlst. Du schreibst dass du sehr unter deiner Panik und den Ängsten leidest, du könntest wieder häufigere Sitzungstermine machen.
Und wie ist dein Therapeut, ist es der Richtige? Ich war mal lange in Behandlung und hab immer gedacht es wird mal besser, aber dann hab ich festgestellt, dass ich die ganze Zeit in die falsche Richtung gegangen bin.

Viel Glück

italia

11.04.2012 13:25 • #4


lala22
Hallo Italia

Ja ich muss höchst wahrscheinlich ausziehen , weil ich in meiner nächsten Ausbildung auch Frühdienst machen muss , ich würde also nicht pünktlich kommen wenn ich noch zu Hause wohnen würde und ich hab keinen Führerschein. Ich muss dazu sagen , ich hab die Ausbildungsstelle auch gewählt weil ich auch in der nähe meines damaligen Freundes sein wollte , naja und jetzt hat er mich halt hängen gelassen.

Ich hätte mich auch noch umentscheiden können und eine Stelle in meiner Nähe annehem, aber ich hatte irgendwie das Gefühl das ich auch mal raus muss , ich wohne in einem kleinen Dorf und hier ist nix garnichts und Freunde hab ich hier auch nicht. Naja und jetzt krieg ich halt voll panik.

Das mit den Paniattacken war schonmal viel besser , ich konnte alles ohne Panik. Und die Therapeutin ist sehr nett und auch gut , hab schon andere kennengelernt . Sie ist auch Verhaltenstherapeutin. Manchmal denke ich aber das es mir nur so gut ging , und ich Durststrecken auch nur überwunden habe , weil ich da noch Citalopram genommen hab.
Also ich denke das war nicht mein Verdienst , ich denke auch das ich soetwas wie jetzt nicht alleine überwinden kann , weil ich ja immer Medis genommen hab. Ich hab den nächsten Termin ja erst in 2 Wochen , ich hab jetzt Angst das ich in ne Depression reinrutsche, was mach ich denn jetzt? Ich kann das auch alles garnicht mehr auseinander halten , was ist jetzt normal und was nicht , also ist es normal nach 4 Monaten Trennung noch Liebeskummer zu haben ?
Ich muss dazu sagen , das ich bis vor 3 Wochen noch hinter ihm hergerannt bin...was dumm war

Liebe Grüße und sorry für den langen Text

11.04.2012 18:42 • #5


Also dass du Angst hast, oder sehr aufgeregt bist, weil du einen ziemlichen Sprung machst finde ich normal. Ich fand es auch schrecklich von meinen Eltern und Geschwistern wegzuziehen. Aber du bist ja nicht aus der Welt, du kannst sie bestimmt am Wochenende und im Urlaub besuchen, oder?

Das Gefühl, dass nur die Medikamente einem geholfen haben, und dass man keinen eigenen Verdienst daran hatte, kenne ich auch, aber es ist nicht so. Ich nehme auch Citalopram, und es hilft einem, auf einem bestimmten Stimmungslevel zu bleiben, alles andere machst du selbst. Ich nehme die Dinger seit Jahren, und momentan will ich auch noch nicht damit aufhören, weil sie mir helfen, ich bin auch in Therapie. Wie lang hast du C. genommen?
Und hast du die Möglichkeit, weiter zu der Therapeutin zu gehen? Oder suchst du dir einen neuen Arzt? Ich fände es wichtig, in der Nähe einen Ansprechpartner zu haben. Wenn du den erstmal hast, kann alles andere hinterherkommen.

Wenn es dir jetzt wirklich schlecht geht, dann kriegst du sofort einen Termin bei der Therapie. Überzeug sie am Telefon:-) Oder am besten persönlich.

Freunde zu finden ist total schwer, da kann ich dir nicht wirklich helfen.. glaub mir, in der Großstadt ist das auch nicht einfacher. Bestimmt hast du nette Kollegen an deiner neuen Ausbildung! Das ist vielleicht ein Anfang.

Viel Glück beim nächsten Schritt! Du kannst das!

Italia

13.04.2012 16:01 • #6


Da du ihm ja noch bis vor 3 wochen hinterher gelaufen bist und erst seit dann die Trennung akzeptiert hast und begonnen hast dies zu verarbeiten ist die zeit normal und nicht lang. Was sind schon 3 Wochen.

13.04.2012 16:16 • #7





Dr. Reinhard Pichler