Zitat von Wolf25:Guten Morgen liebe Forengemeinde,
Was soll ich tun - ich bin ja in Behandlung und Versuch alles das es besser wird - jetzt hab ich Angst das sich alles wieder verfestigt und ich immer mehr leiden muss. Medikamente nehme ich nicht weil mein Therapeut sagt es hält die Angst aufrecht einen Rettungsanker zu haben.was soll ich nur machen?
VG
Hey du,
ich bin auch in Behandlung wegen Panik- & Angstattacken, und auch wegen Depressionen, und so schön es wäre, funktioniert das leider nicht so schnell wie man es gern hätte. Ich wünschte ich könnte nach 5 Sitzungen sagen "Juhu mir geht's top" - und komischerweise geht's mir bei meiner Therapeutin gut, was vielleicht daran liegt, dass ich sie sehr gern hab und das für mich schon gewohntes Umfeld ist.
Ich würde dir gern mehr Kraft und Hoffnung geben, aber oft ist es einfach richtig anstrengend, immer die Fassade aufrecht zu erhalten, dass es einem gut geht auch wenn man innerlich schreit.
Aber im ernst, meine Therapeutin sagt auch nicht, dass ich Opipramol nehme (ist gegen inner Unruhe). Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, inwiefern es mir wirklich hilft, aber da es chemisch ist, wird es schon irgendwas mit mir machen, und ich denke, wenn du etwas in kleiner Dosierung nehmen würdest, wäre das kein Weltuntergang solange es dir hilft.
Ein wichtiges Statement meiner Therapeutin ist immer, dass es mir gut gehen wird, wenn ich die ganzen negativen Dinge in meinem Leben in etwas positives verwandel, bzw. wenn ich nicht dem ganzen Schlechten so viel Aufmerksamkeit gebe. Meine Angst wird natürlich immer wieder davon genährt, dass da immer wieder etwas ist, wovor ich Angst hab, oder worüber ich mir Gedanken mache. Sie fragt mich oft, wenn es das oder dies nicht gäbe und wenn das in Ordnung wäre, ob ich dann immer noch so panisch wäre und wenn ich drüber nachdenk, dann sind die Dinge, die ich so groß mache, oft gar nicht so riesig, aber ich mach sie zu Riesen.
Vor was hast du denn Angst? Also wann wirst du panisch oder ängstlich? In welchen Situationen?
Vielleicht redest du doch noch mal mit deinem Hausarzt, ob es da nicht etwas gibt, das dir helfen könnte, und nicht abhängig macht.