App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

4

Waldeule2016
Nein ich glaube nicht dass du etwas mit dem Herzen hast.
Das ist die Angst. Gerade in der herzgegend verspannt sich manchmal schnell etwas u schon hat man feinste herzinfarkt Symptome...

#81


E
Hallo toll das du es geschafft hast zur Beerdigung zu gehen vielleicht war der Schritt doch zu viel für deine Seele. Wenn du meinst es tut dir gut dann gehe zum Arzt und lasse dein Herz untersuchen es wird bestimmt danach ruhe in dir einkehren . Mir tut es gut wenn ich meine Hände reibe ind sie dann auf meinem Herz lege und mir sage ,möge in mir Ruhe einkehren , wenn du dich darauf einlässt kannst auch du sie Ruhe spuren und die Liebe und Sanftheit die du jetzt brauchst. Ich umarme dich vom Herzen .lg steffi

#82


A


Panikattacken und Ängste seit Todesfall

x 3


Moe89

Todesfall - Angst

Hallo liebe Forengemeinde,

Vor einigen Tagen starb ein guter Kollege von mir unerwartet und sehr schnell an einer schweren Blutvergiftung. Es ging wirklich rasant - bis zum Schluss am Freitag Abend hat er noch gearbeitet, Montag erhalten wir morgens die Nachricht, dass er Sonntag Nacht ins Krankenhaus kam - Montag Nachmittag verstarb er an multiplen Organversagen, ausgelöst durch die Sepsis.
Wodurch die Blutvergiftung ausgelöst wurde, weiß man nicht. Er war nicht ganz gesund, hatte vor einigen Wochen eine OP und hat wohl starke Schmerzmittel genommen.
Dennoch löst das keine Sepsis aus.
Er war grade mal 37 Jahre und scheinbar gesund, bis auf die Operation, die zu einem Routineeingriff zählt.

Der erste Schock legt sich langsam. Ganz begreifen kann ich es dennoch noch nicht. Stehe größtenteils wirklich neben mir.
Und...

Ich habe so Angst vor der Beerdigung, die bald stattfindet. Ich habe Angst, das alles nicht aushalten zu können und zusammen zu brechen, oder dass ich es nicht verarbeiten kann.
Die Vorstellung, wie sein Sarg in die Erde gelassen wird, die vielen, vielen trauernden, nochmals in so einen Schockzustand zu kommen, ich halte das nicht aus.

Zudem habe ich einerseits noch mehr Verlustängste als vorher. Mein Freund ist schon von den ganzen Sorgen, die ich mir um ihn mache, genervt. Die Vorstellung, jemanden aus meinem noch näheren Umfeld könnte das passieren, ich kriege wieder einen hohen Puls und mir wird schlecht dabei.
Und auch, das mir sowas passieren könnte. Ich habe schon leicht hypochondrische Züge, jetzt vermute ich hinter jedem zwicken und ziepen etwas lebensgefährliches.

Ich habe Angst, dass das durch die Beerdigung noch mehr verstärkt wird. Ich weiß nicht, was ich tun soll oder kann...

#83


S
Hallo moe89,
Ich kann dich sehr gut verstehen den mir geht es auch immer wieder wie dir und bei jedem Mal wird es schlechte.
Ich bekomme auch immer wieder dies Panik Attacken und Herz rase und Luft Not.

x 2 #84


kopfloseshuhn
Ich verstehe dich gut.
Ist es vielleicht eine Möglichkeit nicht zur Beerdigung zu gehen und dich ein paar Tage später - oder wann immer du es verkraften kannst, in Ruhe und allein am Grad zu verabschieden?

Liebe Grüße
Und aaaatmen! Smile

x 1 #85


M
Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein großer Schock ist, wenn ein Mensch. vorallem ein noch so junger und scheinbar ansonsten kerngesunder, so plötzlich aus dem Leben gerissen wird. Habe das selbst schon mal erlebt... Junger Mann, Anfang 30, legt sich hin und wacht nicht wieder auf. Das begreift erstmal einfach nicht.
Ob du zur Beerdigung gehst oder nicht, ist natürlich deine Entscheidung. Ich denke nicht, dass es dir jemand krumm nehmen würde, sollte es eine zu große Last für deine Psyche sein und du deswegen an der Trauerfeier selbst nicht teilnehmen.

x 1 #86


Moe89
Vielen Dank für eure Antworten.
Zu der Beerdigung... Ich sag mal, ich sollte hin. Es wird erwartet, das gesamte Kollegium geht. Ich würde es mir glaub auch selbst irgendwann vorwerfen, würde ich nicht gehen.
Mein Plan ist es gerade, mich möglichst weit im Hintergrund zu halten. Ich glaube, es werden viele viele Leute kommen, vielleicht kann ich das irgendwie machen.
Aber diese Angst... Ich hab schon regelrecht Angst schlafen zu gehen, weil ich nicht plötzlich sterben will.
Ist das auch noch eine Schockreaktion?
Und diese Verlustängste, ich hab jetzt seit nur paar Stunden nichts von meinem Freund gehört und mache mir schon wieder Sorgen, dabei weiß ich er ist aus und hat wahrscheinlich seinen Spaß...

#87


K

Panikattacken nach einem Todesfall

Liebe Mitglieder,

im Jahr 2014 verstarb mein Opa. Ich hatte eine gute bis sehr gute Bindung zu ihm, denn ich kam als Drilling auf die Welt und war immer die kleinste und leichteste. Er kümmerte sich immer um mich und sorgte sich das ich genug zu Essen habe.
Im Jahr 2015 ca. 6 Monate später kamen Schluckstörungen und Appetitlosigkeit dazu. Vor zwei Jahren auch Panikattacken.

Ist es möglich, dass diese mit dem Tod meines Opas zusammen hängen? Getrauert habe ich nicht viel, war viel sportlich und Studiumstechnisch eingebunden. Dadurch habe ich es wohl verdrängt. Erst als die Kraft für den Sport nicht mehr reichte, hatten mich die Symptome eingeholt.

Kennt das noch jemand?

Liebe Grüße & Dankeschön für eure Hilfe

#88


T
Hallo,

das ist sehr gut möglich, das sieht man sich am bestehen in einer Therapie an. Trauer sollte man nicht unterdrücken, sie kann sich dann so äußern. Als mein Vater plötzlich starb, hatte ich schon vorher Angstzustände und hatte Angst, dass sie dadurch noch schlimmer wurden, aber die Trauer war so heftig, dass sie die Angst überdeckte, alles ist möglich.

Viele Grüße Toni

#89


T
Mir geht es ähnlich wie Tony. Derzeit trauere ich um meinen Mann, der vor 6 Monaten plötzlich starb. Am Anfang merkte ich kaum Symptome aber seit einigen Wochen leide ich unter Panikattacken in Form von Schwindel, Herzrasen, Benommenheit und Kopfschmerzen. Auch die Schultern schmerzen. Die Trauer lässt sich vielleicht bist zu einem gewissen Punkt unterdrücken aber irgendwann bricht es wie ein Vulkan auf und es kommen sämtliche Beschwerden zutage. Trauer ist Schwerstarbeit und ein Prozess, den man bewältigen muss ob man will oder nicht. Ich hoffe du hast noch ein wenig Kraft und machst dir bewusst das deine Seele durch den Verlust leidet. Sei großzügig im Umgang mir dir selber. Nimm es an und versuche zu verarbeiten. Es kommt hoffentlich bald die Zeit, wo man damit leben kann ohne das man täglich aus der Bahn geworfen wird.

Gruß,
Tooly

#90


A
@Kavi
Hallo Kavi, ja, meine Omi verstarb im Juli 2003 und 3 Monate später bekam ich meine erste Panikattacke und Angststörungen. Damals wusste ich aber noch nicht, dass es eine Panikattacke war. Ich war heute erst mal wieder seit langem am Grab meiner Omi und hab echt geheult, weil sie mir immer noch sehr fehlt. Sie hat sich auch immer gut um mich gekümmert, als ich noch klein war und später habe ich sie ohne Frage gepflegt als sie nach und nach dement wurde.

#91


R
Alle Informationen, die hier gesagt wurden, sind wirklich großartig.

#92


K
Danke für eure Antworten!
Ich war die Tage bei einer Heilpraktikerin und die hat sich nochmal genau die Beziehung zu meinem Opa angeschaut. Ist mit mir nochmal alles durchgegangen... Dann sollte ich mir eine Mantra Karte raussuchen auf die ich was schreibe. Sie hat mich stimmlich begleitet das ich in mich hineinfühlen soll. Ich sollte mir eine gewohnte Situation mit Opa vorstellen und seine Hände nehmen. Ihm sagen was ich noch loswerden wollte. Nach ein paar Minuten hat meim Körper gezittert, total geweint und die Worte: "Lieber Opa ich bin jetzt ein großes Mädchen. Du musst nicht mehr auf mich aufpassen auch wenn du nicht mehr da bist." Ich hatte so einen Schauer und alles ist in mir durchgegangen. Das war wohl genau das was so geschmerzt hatte!
Damit möchte ich sagen, dass es seit diesem Tag echt bergauf geht. Ich kriege wieder Hunger, so gut wie keine Übelkeit mehr nach dem Essen. Ich bin deutlich fitter und habe wieder Freude.
Vielleicht hilft es dem ein oder anderem von euch auch Smile

#93


Schlaflose
Zitat von Kavi:
Ich war die Tage bei einer Heilpraktikerin und die hat sich nochmal genau die Beziehung zu meinem Opa angeschaut.


Ich bezweifle, dass das eine zugelassene Heilpraktikerin war.

#94


L

Körperbrennen nach Todesfall in Familie

Hallo zusammen....
Ich schreibe mir jetzt mal alles von der Seele und hoffe das einer mir einen Tipp geben kann wie ich da wieder rauskomme.
Meine Mama hat nach dem Tode meines Vaters wieder einen ganz liebevollen Partner kennengelernt.
Nun ist dieser nach 10 Jahren Partnerschaft plötzlich letzten Samstag verstorben. Niemand hat damit gerechnet. Es war ein Schock für uns alle.
Der erste Gedanke von mir war das meine Mama nun alleine ist. Seitdem brennt es mich am ganzen Körper...bin unruhig und kann mich nicht konzentrieren. Immer um Sorge um Sie weil Sie nur weint.
Ich muss dazu sagen das ich schon seit Kindheit an an Angstzuständen und Panikattacken leide.
Diese aber seit 10 Jahren super im Griff hatte.
Nun wäre heute die Beerdigung.
Und gestern musste meine Mama ins Krankenhaus wegen Herz.
Ich bin total steif und nervös...
Habe angstgedanken wenn ich meine Augen schließe und hab ständig wiederkehrende angstgedanken.
Vor allem das ich da nicht mehr rauskomme.
Hunger hab ich gar keinen. Es ist zum kotzen.
Hat irgendjemand schon mal diese Erfahrung gemacht und hat einen Tipp für mich wie ich besser damit umgehen kann.?

#95


F
Mir geht/ging es ähnlich.

Ich hatte meine Angststörung gut im Griff und im Dezember starb unerwartet meine Mutter.
Du bist jetzt noch im Schockzustand und es dauert ein paar Wochen bis man sich wieder fängt.
Ich hatte danach auch immer wieder mal wechselnde seltsame Symptome:
U.a. Kribbeln in den Beinen oder plötzlich waren die Augenlider so schwer.
Dann konnte ich plötzlich Sachen im Nahbereich nurnoch verschwommen erkennen (Sehstörungen).

All diese Symptome sind unangenehm aber harmlos und verschwinden mit der Zeit wieder.
Ich habe in den ersten Wochen ein beruhigendes Antidepressivum eingenommen,das mir geholfen hat,mich mal auszuschlafen (Ist wichtig,damit man wieder Kraft tankt).
Das kann ich Dir ebenfalls empfehlen,es heisst Amitriptylin.
Ich würde da (ausnahmsweise ohne Termin) zum Psychiater gehen denn es ist eine Akutsituation und dann lass Dir dieses (oder ein anderes beruhigendes) Medikament verschreiben.
Es bedeutet eine grosse Entlastung,glaub mir.

Ich hatte nach dem Tod meiner Mutter auch riesige Angst um meinen Vater und wir konnten beide tagelang kaum was essen.
Der Appetit kommt irgendwann zurück,hab Geduld.

Dass es Deiner Mama und Dir jetzt nicht gut geht,ist ganz normal.
Es wird besser mit der Zeit und das Medikament brauch man nur für den Übergang.

Dass Deine Mama nun auch noch mit Herzbeschwerden im Krankenhaus liegt ,ist natürlich zusätzlich eine grosse Belastung. knuddeln

Die meisten Herzkrankheiten können allerdings sehr gut behandelt werden und im Krankenhaus ist Deine Mama in Sicherheit,sieh es mal so.
Dass sie weint,ist sehr gut denn die Trauer muss raus und nur so kann sie mit der Zeit verarbeitet werden.

Ihr beide werdet euch langsam aber sicher wieder erholen,es braucht nun Geduld und Zeit.
Lass die Trauer und die Verzweiflung raus so gut es geht.
Wenn Du weinen kannst,super!

Mein Vater und ich hatten uns gegenseitig versprochen auf uns selbst aufzupassen,damit haben wir uns gegenseitig beruhigt,vielleicht könnt ihr euch das ja auch versprechen.

Und schreib Dir alles von der Seele,wenn Dir danach ist,hier bist Du nicht allein. knuddeln

x 2 #96


C
Hallo,

Deine Angst somatisiert sich, geht also in den Körper in Form dieses Brennens, weil Deine Psyche es sonst kaum aushält. Das ist wirklich nur allzu verständlich, mein Mitgefühl. Auch Deiner Mama bleibt es "nicht in den Kleidern stecken", und auch das ist total nachfühlbar.

Solch Umbrüche sind megahart zu verkraften, und es braucht auf jeden Fall seine Zeit. So wie ein gebrochenes Bein Zeit zum Heilen braucht, so sind auch derartige Geschehnisse nicht einfach wegzustecken. Deine Mama hat nun vielleicht mit dem Aufenthalt im KH ja die Umgebung, die sie gerade braucht, denn manchmal ist es gut, wenn man in einer geschützten Umgebung die Gelegenheit erhält, den ersten Schock zu verkraften.

Ich kann mir vorstellen, sie möchte Dich auch möglichst nicht so belasten. Und auch für Dich könntest Du es eventuell so sehen, dass dort auf sie geachtet wird, und Du Dich momentan nicht allein mit der Sorge um sie fühlst.

Das einzige, was auf Dauer helfen kann, ist, sich dem Strom des Lebens anzuvertrauen und nicht "gegenzuhalten", indem man abwehrt, was geschieht. Ich habe selbst auch eine Angststörung und weiß, dass sich das leicht schreibt und wie schwer das zu tun ist. Aber so ist das Leben, und wir können es nicht ändern.

Dir und Deiner Mama alles Gute.
Chilli

#97

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Safira
Das hört sich an wie eine akute Belastungsreaktion. Da spielt die Psyche ein paar Tage heftig verrückt. Das legt sich aber wieder. Hast Du Möglichkeiten mit jemanden in Deinem Umfeld zu sprechen? Arzt, Freundin oder Psychologe?

#98


L
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich versuche das jetzt mal so anzunehmen in der Hoffnung das sich das sich das wieder beruhigt.
Es fühlt sich nur so mega schlecht an.
Wir fahren jetzt für 2 Tage in die Berge.
Habe mächtig Angst. Würde am liebsten Zuhause bleiben.
Danke nochmals
Lg Claudia

#99


Celinamaria

Tod meiner Oma belastet mich

Guten Morgen, am Mittwoch morgen habe ich von meiner Mutter erfahren dass meine Oma im Schlaf gestorben ist, sie hat sie tot im Bett aufgefunden. Ich hatte zwar nie einen richtigen Oma-Enkeldraht zu ihr aber dennoch erinnere ich mich an schöne Dinge die ich mit Oma erlebt habe. Ich habe schrecklich geweint aber ich bin an dem Tag noch arbeiten gegangen ich musste mich einfach ablenken. Ich muss bis heute jeden tag an sie denken und ich hab Bilder im kopf wie sie da liegt, es zerreißt mich denn es erinnert mich zurück von vor 3 Jahren als meine andere Oma gestorben ist die für mich die wichtigste Person war. Ich habe seit 2018 eine Angststörung & Panikattacken mir geht es jetzt aber eine lange Zeit schon wieder gut, ich habe keine derartigen Symptome mehr gehabt vielleicht nur kurz aber das ging bisher immer vorüber. Ich habe mein Lebensstil komplett umgestellt- seit Januar -7KG und Diät aber ich gebe zu ich esse viel zu wenig. Nun zu heutiger Situation: ich bin um 4:38 Uhr aufgewacht total aufgewühlt, ich wollte weiterschlafen aber meine Muskeln waren so schwach das es fast schon weh tat. Dann bin ich ans Handy um mich bissl abzulenken. Ich hab versucht weiter zu schlafen aber immer wenn ich meine Augen zu mache sehe ich Oma im Bett liegen so wie es meine Mutter beschrieben hatte. Ich beschloss einfach wach zu bleiben. nun habe ich so ein Loch vor Hunger im Bauch und meine Beine schmerzen vom ganzen Gezappel auch. Ich habe Angst wieder in dieses Loch zu rutschen wie vor fast 2 Jahren. Denn der Arzt diagnostizierte mich damals mit der Begründung das ich von den traumatischen Erlebnissen von Tod und Krankheit in der Familie, Angststörungen bekommen habe. Wie kann ich damit umgehen, ich will keine schrecklichen Bilder in meinem Kopf! Sie hatte einen sehr schönen Tod ohne leid! Nur eine sehr große Sache tut mir sehr weh, meine Mama hat sie gefunden. ich finde das schrecklich das sie so eine Erfahrung hat machen müssen. So ich glaube das war der längste Text den ich je geschrieben habe aber das liegt mir auf dem Herzen. Ich wünsche euch einen schönen Tag !

#100


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Hans Morschitzky
App im Playstore