1

Flummiline

Flummiline

26
8
Hallo,
mir ist heut was ganz grässliches passiert, ich war früh in der Stadt unterwegs und auf einmal kam es aus dem nichts: Missempfindungen in Armen, Beinen und Bauch, Herzrasen, Brustdrücken, Kloß im Hals, Übelkeit, Schmerzen wie als hätte man Herzkrämpfe...ich geriet erst
in Panik, sagte mir aber dann hey das is ne Panikattacke..du stirbst jez nich..bin schnurstracks heim, hab mich hingelegt, fernseh geschaut versucht mich abzulenken. Es ging nicht weg. Als ich es zuHause nicht mehr aushielt bin ich mit meina Schwester raus in ein Kaffee (Ablenkung), da wurde es dann noch schlimmer. Ich bekam noch mehr Panik, dachte das muss jetzt doch was am Herzen oder Lungenembolie sein, da es mir da schon seit 4 stunden schlecht ging.Also brachte sie mich in die Notaufnahme, wo EKG, Blutdruck, Blutuntersuchung gemacht wurde. Im großen und Ganzen hält dieser Zustand seit 7 Stunden an und ist erst jetzt am abklingen.
Ich dachte das ne Panikattacke nach 10-30min wieder verschwindet..aber bei mir wars stundenlang, was meine Angst und Verzweiflung noch geschürt hat. Im KH die konnten sich das nit erklären.
Es war so schrecklich, ich will das nie wiederhaben. Hatte jemand von euch schonmal stundenlang die Symptome??
Ich muss dazu sagen, das ich in letzter Zeit viel daheim saß und lernen musste, also unter Druck stand und Heute morgen die Klausur geschrieben habe und unzufrieden damit war. Kurze Zeit später fings an
Kann das denn davon sein?
Ich habe so ne Angst das es wieder kommt oder doch körperlich ist und ich todkrank bin
Hatte mal jemand so was ähnliches erlebt?
die verzweifelte Flummiline

16.07.2009 17:13 • 29.09.2018 x 1 #1


12 Antworten ↓


Sunray

Sunray


326
55
17
Hallo Flummiline!

Du brauchst dir keine Gedanken machen, dass du todkrank bist, denn das hätten die Ärzte in der Notaufnahme sofort gemerkt!

Es gibt nur eine Erklärung für die anhaltenden Paniksymptome: Deine Gedanken! Das Problem ist der Teufelskreis der Angst. Du bewertest irgendetwas als total gefährlich, dann folgen daraufhin die Angstsymptome und dann denkst du über die Symptome nach und steigerst dich weiter rein...das geht so lange bis du irgendwann einmal die Symptome akzeptieren kannst oder aber dich ablenkst!

Also es ist etwas ganz normales, wenn man unter Angst und Panikattacken leidet. Ich hatte das schon so oft, aber auch ich dachte damals auch, dass ich sicher etwas ganz schlimmes habe, da ich auch immer gelesen habe, dass Panikattacken nur bis zu einer halben Stunde auftreten! Aber meine damalige Verhaltenstherapeutin hat mir das mit der Angstspirale und der Angst vor der Angst und dem Aufschaukeln erklärt (siehe oben).

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen...

16.07.2009 17:53 • #2


callisto

callisto


395
83
6
Oh ja, das hatte ich auch schon. Mach Dir keinen Kopf. Es war nur eine Panikattacke. Vielleicht kamen die "Herzschmerzen" , die Übelkeit und das Ganze auch durch ganz simple Blähungen. Hatte ich auch schon mal.
Hätte da schwören können, ich krieg nen Infarkt oder so.
Als ich mal in die Notaufnahme gefahren bin hatte ich die Pa auch den ganzen Tag. Bin sogar am nächsten morgen mit Panik aufgewacht.

16.07.2009 18:16 • #3


Christina

Christina


2931
4
3
Zitat von Flummiline:
Ich dachte das ne Panikattacke nach 10-30min wieder verschwindet..
Wenn man sie "einfach nur" durchlebt und nichts tut, was die Angst zum Verschwinden bringen soll, letzten Endes aber nur aufrecht erhält.

Zitat von Flummiline:
bin schnurstracks heim, hab mich hingelegt, fernseh geschaut versucht mich abzulenken. Es ging nicht weg.
Erster Fehler: Wenn es doch nur 'ne Panikattacke war, hättest Du nicht heim gehen müssen. Aber statt die PA mit Verachtung zu strafen, hast Du allerlei Dinge unternommen bzw. gelassen, die Du ohne PA anders gemacht hättest. Und dann wahrscheinlich noch alle paar Minuten nachgespürt, ob die Angst schon weniger geworden ist. Das hat leider den gegenteiligen Effekt.

Zitat von Flummiline:
Als ich es zuHause nicht mehr aushielt bin ich mit meina Schwester raus in ein Kaffee (Ablenkung), da wurde es dann noch schlimmer.
Noch mehr Aktionismus = zweiter Fehler... Und das mit der Ablenkung hat auch nicht funktioniert, denn Du hast sicher dauernd überlegt und nachgespürt, was das jetzt ist und ob es schlimmer wird. Wurde es dann ja auch. Ablenkung im Sinne von Zerstreuung funktioniert übrigens so gut wie nie - da muss schon Konzentration auf etwas anderes als die Angst her, und seien es Rechenaufgaben.

Zitat von Flummiline:
Ich muss dazu sagen, das ich in letzter Zeit viel daheim saß und lernen musste, also unter Druck stand und Heute morgen die Klausur geschrieben habe und unzufrieden damit war. Kurze Zeit später fings an
Kann das denn davon sein?
Ja, das ist geradezu klassisch. Aber dass es so lange gedauert hat, lag an Deinen Gedanken und an Deiner Beschäftigung mit der Angst, Du hast sie "gefüttert"... Aber keine Sorge, auch das ist leider normal. Es ist schwierig, sich auf PAs einzulassen, und braucht mitunter eine Weile an Therapie. Trotzdem ist es nicht gefährlich, und normalerweise steckt der Körper auch stundenlange Angst "locker" weg.

Liebe Grüße
Christina

16.07.2009 18:40 • #4


megane


28
wollte eigentlich auch noch was zu schreiben flummiline,aber christina hat es einfach perfekt schon auf den punkt gebracht...

LG megane

16.07.2009 20:42 • #5


ladysmile

ladysmile


228
56
hey du

ich hatte das schon mal fast 3 tage...es ist so grausam gewesen...ich kann dich echt gut verstehhen...immer unter dauer strom u immer diese sch... symptome....

ich bin dann auch ins kh zur notaufnahme ekg...blutdruck alles perfekt....

musste es einfach nur durchstehen bis es wegging...na szuper dachte ich mir....

sowas durchstehen wie soll man das schaffen grade wenn man denkt es hört nie auf..?!!?!!

ich habs geschafft...u ich war der glücklichste mensch in dem moment....

viele liebe grüße

16.07.2009 21:06 • #6


*Sabse*


173
17
Ich hab das manchmal (allerdings total selten) nen ganzen Tag, vom aufstehen bis in den späten Nachmittag. Da ich aber 100% weiß, dass es "nur" ne Panikattake ist, mach ich trotzdem ganz normal meinen Haushalt etc. Ich denk mir dann, na wenn das ein Herzinfakrt oder Schlaganfall wär, wäre ich 1. schon lange umgefallen und 2. könnte ich nicht wie gewohnt den Haushalt schmeißen.

Es ist absolut schei** sowas durchstehen zu müssen, ich kann dich da total verstehen.

17.07.2009 07:42 • #7


Pilongo


Panik kann ewig lang anhalten, das ist wirklich so.

Ich hatte mal während einer Abiturprüfung eine, da hatte ich 6 Stunden lang Herzklopfen, und Schwindel, und Atemnot -Alles was dazu gehört halt.
Aber ich konnte ja nicht weg, ich hab es halt ausgesessen -das Abi war mir wichtiger
Durch den Stress in der Prüdung ging die Panik aber halt auch nicht weg.

Ein Andermal hab ich ne richtige Attacke gehabt, nicht bloß so Symptome, sondern eine richtige Attacke mit Todesangst.
Die hat wirklich bloß 30 Minuten gedauert, danach war es vorbei, und weil ich die Panikattacke ganz bewusst erlebt hab und ganz bewusst durchgehalten hab, hatte ich danach nie mehr eine so schlimme Attacke.

Also: Stundenlange Panik ist normal.
Das kann wirklich vorkommen, wenn man es einfach nicht schafft, den Gedankenpreis zu durchbrechen.

Alles Gute,
Pilongo

17.07.2009 13:03 • #8


madre


188
23
huhu,

ich kann es gut nachvollziehen. ich hatte damals zwei wochen am stück fast eine attacke an der nächsten. und dazu kam das wir in der türkei in urlaub waren dies war meine schlimmste zeit.
jetzt zwei jahre später bin ich wieder soweit alles machen zu können und wenn mal etwas panik kommt darf sie auch bleiben da ich gelernt habe damit umzugehen

17.07.2009 18:32 • #9


HappyTogether


33
8
Naja ewig ist nur das was nachm Tod kommt und das is ned mal sicher. " Wochen Angstzustände sind sicher möglich, auch länger - aber Panikzustände über Tage, Wochen oder ewig ist wirklich übertrieben. Jedes Gefühl hat einen Anfang einen Höhepunkt und ein Ende. Die Panik ist heftiger und dafür kürzer, die Angst dafür länger und zermürbender. Überleben tut ma alleweil alles (hab auch schon 3 Wochen Dauerangst gehabt mit zwischenzeitlichen Panikschüben - gut is gangen, nix is gschehn). Ich finde a Mischung aus Ablenkung und Konzentration ist das Beste um solche Tage zu überstehen. Wenn ma Lust hat soll ma was unternehmen (ohne schlechtes Gewissen zu bekommen dass ma zu viel tut und sich nur ablenkt und sich nicht der Angst stellt), wenn ma keine Kraft hat dann muss ma der Angst ja e volle Aufmerksamkeit schenken (ohne a schlechtes Gewissen zu bekommen dass ma nix tut um wieder raus zu kommen und sich ja nur gehen lässt). Die Vorwürfe hört man alle, egal was ma macht es könnte ja falsch sein. Unternimmst du etwas und bis Regsam dann läufst du davon, tust du nix dann bist wehleidig und lässt dich gehen. schei. drauf - i mach das was mir Spaß macht und auf das auf was ich Lust hab wenn ich Angst hab. Egal wie lange die Angst dauert und was besser oder schlechter ist.

LG Happy

19.07.2009 14:21 • #10


Kakumak


24
8
Hallo! Ja meine PA haben auch immer durchschnittlich 6 Stunden angedauert. Ich bin dann halt meist die ganze Nacht durch die Stadt gelaufen um diese Energien abzubauen.

25.07.2009 20:54 • #11


jonatan


15
hallo, frage noch mal auch hier: hat schon jemand erfahrung mit liquidator-methode gegen angst?
habe in google unter "liquidator-methode" gesehen. nun möchte ich wissen ob die wirklich hilft?
danke!

03.08.2009 22:21 • #12


Lio23-8-17

Lio23-8-17


3
Hallo.
Das mit den Stundenlangen Panikattacken kenne ich zu gut. 4-8 Stunden sind immer satz bei mir
Das ist unheimlich anstrengend und Kräfteraubend. Zur Zeit mache ich eine Therapie. Die hilft mir um auf den Grund zu gehen. So langsam werden mir einige Dinge bewusst. Die Panikattacken werden sogar schon etwas weniger.
Ansonsten kann ich nur sagen immer positiv denken und damit geht's und alles NEGATIVE los lassen und vergessen.


Ganz liebe Grüße

29.09.2018 18:16 • #13



Dr. Hans Morschitzky


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag